Freiwilliger lokaler Klimaschutz – mit natürlichen Kohlenstoffsenken

Gastbeitrag. Zu der Autorin:

Miriam Rickert

Miriam Rickert ist bei Planted für die Bereiche Recherche, E-Mail-Marketing sowie Customer Relations Management verantwortlich. Durch ihr Geographiestudium hat sie ein tiefgehendes Verständnis über die Prozesse unseres Planeten und dessen Wichtigkeit für unsere Umwelt, Lebewesen und Klima entwickelt.

Unternehmen haben im Rahmen ihrer Klimatransformation die Möglichkeit, mit nach Gold-Standard zertifizierten Offsetting-Projekten – z. B. Naturschutz in Ländern des globalen Südens – ihre restlichen, unvermeidbaren Emissionen auszugleichen. Darüber hinaus lassen sich aber auch direkt vor Ort in Deutschland Naturprojekte als freiwilliger Klimaschutz unterstützen. Bei alldem kommen natürlichen Kohlenstoffsenken eine zentrale Bedeutung zu, welche Miriam im folgenden Gastbeitrag genauer erläutern wird.

Ökosysteme speichern Kohlenstoff

In Sachen Klimaschutz spielen sogenannte Kohlenstoffsenken eine besondere Rolle. Die Rede ist von den Ökosystemen “Moor”, “Wald” und “Ozean”. Sind sie intakt, speichern sie eine Menge Kohlenstoff. Moore, Wälder und Ozeane zu erhalten, ist daher eine effiziente Maßnahme, um Kohlenstoff zu binden und damit aus der Atmosphäre zu ziehen. 

Diese drei Klimahelden möchten wir heute vorstellen und folgenden Fragen nachgehen: Wie funktionieren sie als Kohlenstoffsenke? Wie können Unternehmen sie in Deutschland als zusätzliche und freiwillige Klimamaßnahme schützen? 

Kohlenstoffsenke Moor 

Moore gelten als langfristige Kohlenstoffspeicher.

Der Schutz unserer Moore ist ein wichtiger Hebel im Klimaschutz, dabei nehmen sie weltweit nur 3 % unserer Landfläche ein. Dennoch speichern sie etwa 30 % des gesamten terrestrischen Kohlenstoffs. Bei Mooren handelt es sich um dauerhaft vernässte Flächen, mit einzigartiger Vegetation, die Lebensraum für viele Tiere darstellen. Von Natur aus umfassen Moore riesige Gebiete, die der Mensch jedoch bereits massiv dezimiert hat. Doch auch noch bestehende Moore sehen heute durch Kultivierungsmaßnahmen deutlich anders aus als noch vor ein paar hundert Jahren. 

Die Wichtigkeit der Moore 

Und warum sind Moore nun so wichtig? Die dort heimischen Pflanzen nehmen während ihres Wachstums Kohlenstoff aus der Atmosphäre auf. Sterben sie, lagern sich ihre Überreste und damit der Kohlenstoff im Boden ab, im sogenannten Torf. Werden Moore zerstört, setzt das erhebliche Mengen des Kohlenstoffs wieder frei, die den Klimawandel beschleunigen. Neben ihrer Funktion als Kohlenstoffsenke, gelten Moore übrigens auch als Wasserspeicher: Bei starken Niederschlägen nehmen sie es auf und geben es später langsam, verteilt über mehrere Tage an die Umgebung ab. So können sie helfen, Überschwemmungen zu verhindern.

Eingriffe durch den Menschen mit Folgen 

Das Problem: Viele Moore sind der Land- und Forstwirtschaft zum Opfer gefallen. Der Mensch hat sie trockengelegt und dadurch Treibhausgase freigesetzt. Außerdem steigt dadurch die Gefahr von Torfbränden – mit katastrophalen Folgen: Torfbrände breiten sich extrem schnell und dabei unterirdisch aus. Sie treiben ihrerseits den Klimawandel voran, denn sie setzen Feinstaub frei, gefährlichen Kohlenmonoxid und Kohlendioxid. Im Vergleich zu Waldbränden ist die Schadstoffbelastung bei Torfbränden um ein Vielfaches höher. 

Moore gelten als langfristige Kohlenstoffspeicher, die bereits in den letzten 11.000 Jahren eine klimakühlende Wirkung hatten. Deswegen ist es wichtig, diese bedrohten Lebensräume zu schützen. Doch was können Unternehmen hierfür tun? 

Kohlenstoffsenke Wald 

Der Wald hat neben der CO2-Speicherung weitere Wirkungen auf das lokale und globale Klima.

Unsere Wälder gehören mit zu den großen Kohlenstoffspeichern in Deutschland. Die Fläche Deutschlands besteht zu 30 % aus Wäldern, die der Mensch jedoch extrem umgestaltet hat. Viele Wälder sind eigentlich Forste, das heißt, der Mensch bestimmt, welche Bäume dort wachsen, und “erntet” sie regelmäßig. Allerdings ist der Schutz alter Laub- und Mischwälder besonders wichtig. Diese sogenannten Naturwälder, die sich dadurch auszeichnen, dass sie unbewirtschaftet sind, haben eine lange Lebenszeit und sind gegenüber dem Klimawandel resistenter. Sie bieten nicht nur zahlreichen Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum, sondern speichern Kohlenstoff in lebender und ausgestorbener Biomasse. Damit sind sie wie die Moore eine bedeutende Kohlenstoffsenke. 

Vorteile des Waldes 

Der Wald steht in einer engen Wechselwirkung mit dem lokalen und globalen Klima. Die natürliche Bodenfunktion in Naturwäldern ermöglicht es, große Mengen Wasser zu speichern. Bei hohen Temperaturen verdunstet dieses Wasser aus dem Boden sowie aus der Biomasse (den Bäumen und dem Totholz) und kühlt die Umgebung. Was gut für uns Menschen ist, ermöglicht dem Naturwald zudem einen Selbstschutz bei extremer Hitze und in Trockenperioden. Außerdem gibt es im Naturwald hohe Vorräte an Biomasse, in Form von Blättern, Ästen und Wurzeln. Durch Photosynthese entziehen Bäume der Atmosphäre CO2 und speichern es im Holz. Totes Holz wiederum zerfällt zu Humus, das seinerseits viel Kohlenstoff enthält und dadurch speichert.

Wie Unternehmen den Wald unterstützen können? 

Kohlenstoffsenke Ozean 

Die Meere speichern 38.000 Gigatonnen Kohlenstoff.

Die Ozeane unseres Planeten nehmen 71 % der Erdoberfläche ein und beinhalten 97 % des globalen Wasservorrats. Zudem beeinflussen sie das globale Wetter und speichern die Wärmestrahlung der Sonne. Doch warum gelten Ozeane als bedeutende Kohlenstoffsenken? 

Weil sie als Kohlenstoffpumpe fungieren: Im ersten Schritt löst sich CO2 in ihrem Oberflächenwasser. Wenn es kein Kohlenstoff mehr aufnehmen kann, wird es durch Meeresströmungen und Mischungsprozesse in die Tiefe gezogen. Im Tiefenwasser kann Kohlenstoff lange gespeichert werden. Im Ozean befindet sich eine Masse von 38.000 Gigatonnen Kohlenstoff (1 Gigatonnen = 1 Milliarde Tonne). Das sind etwa 16 Mal so viel Kohlenstoff, als an Land gespeichert wird. Durch Klimaschwankungen ist jedoch die gesamte Ozeanzirkulation in Gefahr und somit auch der Transport von Kohlenstoff ins Tiefenwasser.

Akute Bedrohung der deutschen Meere

Auch in unseren deutschen Meeren sind die Folgen des Klimawandels präsent, denn die steigenden Temperaturen lassen ebenso die Meerestemperaturen steigen. Der Lebensraum heimischer Fischpopulationen, die das kalte Wasser bevorzugen, verschiebt sich gen Norden. Andere Arten, die sich schlecht an den Klimawandel anpassen können, werden womöglich aussterben. Somit werden durch den Klimawandel Reproduktionszyklen und Räuber-Beute-Beziehungen gestört und letztlich sämtliche zusammenhängende Ökosysteme belastet. Ein weiterer Störfaktor für die Meereslebewesen sind neue Nutzungsformen, die als Teil der Energiewende fungieren, wie Offshore-Windkraft. Ziel sollte es daher sein, die Klima- und Artenkrise als gemeinsame Herausforderung zu meistern. 

Und was können Unternehmen tun, um die Meere zu schützen? 

Unsere Handlungsempfehlungen zeigen: Auch Du kannst mit Deinem Unternehmen mit nur wenigen Maßnahmen und geringem Aufwand unsere Ökosysteme schützen. Und intakte Ökosysteme sind ein entscheidendes Hilfsmittel gegen den Klimawandel.

Dir gefällt was Du hier erfahren hast? Dann melde Dich für unsere CLIMATE News an und werde Teil unserer CLIMATE Community auf Slack. Wir freuen uns, dass Du dabei bist!

Bildquellen: Sarah Sondermann, Unsplash

Emissionsfreie Lieferketten – durch Digitalisierung und Transparenz

Neben selbstgesteckten Klimazielen verlangen sowohl die Politik als auch Investor:innen von Unternehmen verstärkt Transparenz und nachweisbare Maßnahmen in Bezug auf Klimaschutz entlang der Wertschöpfung. Transparenz in der Lieferkette stellt für Unternehmen jedoch nicht nur einen wichtigen Hebel der Klimatransformation, sondern ebenso eine große Herausforderung dar. 

Um zu erfahren, wie sich diese Herausforderung mithilfe von digitalen Lösungen meistern lässt, haben wir uns Klaus Wiesen als Sprecher zum CHOICE Event #24 eingeladen. Klaus ist CEO von sustainabill und hat vor vier Jahren das Unternehmen mitgegründet, da er bei seiner langjährigen Arbeit als Teamleiter für das Wuppertal Institut die große Bedeutung von Transparenz in der Lieferkette für die Bekämpfung des Klimawandels und für nachhaltiges Wirtschaften erkannt hat. Hier findest du die wichtigsten Inhalte aus seinem Vortrag über die Vorteile von Digitalisierung und Transparenz für eine emissionsfreie Lieferkette.

Warum ist die Lieferkette für Klimaneutralität entscheidend?

Wer die Klimatransformation im eigenen Unternehmen ganzheitlich vorantreiben will, kommt nicht an der Lieferkette vorbei. Das hat unter anderem eine aktuelle Studie vom World Economic Forum zusammen mit der Boston Consulting Group wieder einmal gezeigt. Hiernach hat die Lieferkette vor allem bei den Endprodukten mit bis zu 90 % bei den “Fast Moving Consumer Goods” (FMCG) mit Abstand den höchsten Anteil der CO2e-Emissionen. Aber auch bei den Rohstoffen und somit den Zuliefernden selber machen die Scope-3-Emissionen z. B. im Chemie- und Textilbereich immer noch 61 % aus. 

Quelle: World Economic Forum 2021

Somit gilt es sowohl bei B2C-Unternehmen als auch bei den Lieferanten, CO₂ nicht nur in den eigenen Prozessen, sondern ebenso in der eigenen Lieferkette stark zu reduzieren.

Das GHG Protocol als Rahmenwerk

Von den insgesamt 15 Unterkategorien der nach dem Greenhouse Gas Protocol definierten Scope-3-Emissionen ist die Kategorie Scope 3.1, die eingekaufte Güter und Dienstleistungen beschreibt, besonders relevant. Im Gegensatz zum häufig im Vordergrund stehenden Scope 3.4, welcher die Logistik umfasst, macht sie den eigentlichen Bärenanteil der Emissionen aus.

Quelle: ghgprotocol.org

Leider fehlt vielen Unternehmen nun gerade bei Scope 3.1 eine gute und verlässliche Datengrundlage, sodass die entsprechende Spalte bei Reportings zumeist leer bleibt. Genau diese Black Box müssen wir also angehen, um die großen Einsparpotenziale der Lieferkette zu realisieren. 

Fehlende Standards für die Lieferkette

Schauen wir nun auf die vorhandenen Standardisierungen für eine Datenerhebung entlang der Lieferkette, findet sich deutlich weniger als erhofft. Zwar stehen die ISO 14040/44 – Ökobilanz als auch der spezifischere ISO 14067 – CO₂-Fußabdruck zur Verfügung, bei beiden bleiben letztlich aber viele Fragen offen wie z. B.: 

Dementsprechend arbeitet die EU seit Anfang 2010 an einer umfassenden Standardisierung im Rahmen der Initiative “Product Environmental Footprint” (PEF). Das Problem: Dabei herausgekommen ist ein großes Regelwerk, das es aufgrund seiner Komplexität bis heute nicht geschafft hat, sich als Standard zu etablieren.

Reduktion der Lieferketten-Emissionen – wo fange ich an?

Im Hinblick auf die mangelhafte Standardisierungs-Lage stellt sich nun natürlich die Frage: Wie soll ich denn mit der Datenerfassung in der Lieferkette beginnen, wenn ich keine Konsistenz und Vergleichbarkeit habe? Um die Lieferketten-Emissionen jedoch schnell und effektiv reduzieren zu können, nimmt die Vergleichbarkeit letztlich einen geringeren Stellenwert ein als die Spezifik der einzelnen Daten. Denn in erster Linie geht es darum, pro Lieferant die jeweilige Entwicklung mit dem Ziel der Netto-Null-Emissionen nachverfolgen zu können. Wenn diese schließlich erreicht ist, hat sich die Frage nach der Vergleichbarkeit erledigt.

Wie und woher bekomme ich nun also meine spezifischen Daten? Hierbei steht als erstes die Frage, auf welche Warengruppen ich mich fokussieren möchte. Die Kriterien für eine solche Entscheidung sind zunächst das Reduktionspotenzial sowie die CO₂-Intensität der jeweiligen Warengruppe. Dabei sind beide Kategorien gleich wichtig, denn betrachte ich zum Beispiel Rindfleisch, ist dieses zwar besonders CO₂-intensiv, die Möglichkeiten des Einsparens von Treibhausgasen halten sich jedoch in Grenzen.

Transparenz erfordert eine digitale Plattform

Wenn nun die Grundfragen der Datenerfassung geklärt sind, geht es endlich um das Wesentliche: die Einbindung der Lieferkette. Hier kann eine digitale Plattform enorm dabei helfen, die gemeinsame Arbeit zu organisieren und voranzutreiben. Hier eine Aufzählung der verschiedenen Vorteile:

Automatisierte Workflows und Know-How-Vermittlung

Cloud-Plattformen können anhand von Best Practices optimierte digitale Prozesse vorgeben, von denen Unternehmen, die zum ersten Mal mit dem Thema in Berührung kommen, stark profitieren. Insofern liefert eine digitale Plattform nicht nur hilfreiche Strukturen, sondern leistet ebenso Know-How-Vermittlung – sowohl für das Unternehmen als auch die jeweiligen Zuliefernden.

Bessere Zusammenarbeit entlang der Lieferkette

Besonders, wenn die Datenerfassung nicht nur direkte, sondern auch Vor-Lieferanten einbezieht, entsteht schnell eine Komplexität, die ohne eine digitale Plattform kaum zu managen ist. Dabei geht es sowohl um das schnelle und einfache Teilen von Datensätzen mit nur einem Klick als auch um die Visualisierung der gesamten Lieferkette anhand verschiedener Parameter. So lässt sich ein besserer Überblick erzeugen und einzelne Hotspots schneller identifizieren. 

Monitoring der Fortschritte

Letztlich bleibt es natürlich nicht nur bei der Zielsetzung. Die eigentlichen Maßnahmen und entsprechenden Fortschritte müssen ebenfalls über die Plattform einseh- und überprüfbar sein, um im gemeinsamen Austausch der Klimaneutralität Stück für Stück näher zu kommen.

Dich interessiert, was Du gelesen hast? Werde Teil der CLIMATE Community und melde dich für unsere CLIMATE News an.

Dein CHOICE EVENT

Du möchtest auch Deine Innovation oder Best-Practice der Klimatransformation vorstellen? Dann melde Dich gerne bei uns! Oder nimm an dem nächsten kostenlosen CHOICE Event teil und werde Teil der #TeamClimate Community.

CLIMATE Champions – 5 Möglichkeiten CO₂ zu reduzieren

Nachhaltiges Wirtschaften, wie geht das? Der Green Deal setzt es als Ziel. Die EU-Taxonomie, das Lieferkettengesetz und auch die Vorgaben des nicht-finanziellen Reportings geben Leitlinien zur Umsetzung. Das nachhaltige Geschäftsmodell einer transformativen Wirtschaft lässt sich also immer stärker anhand von Richtwerten, Kriterien und Indikatoren festlegen. Immer mehr Unternehmen richten sich danach aus oder haben bereits ganz intuitiv angefangen, als Pionier:innen die Klimatransformation umzusetzen. Dabei treffen sie aber häufig auf neue Herausforderungen der Transparenz und Wirksamkeit. Unsere Mission ist es, diesen Prozess der eigenen Klimatransformation einfach und unkompliziert umsetzbar zu machen, sodass jedes Unternehmen die neu entstehenden Chancen einer klimakompatiblen Zukunft nutzen kann und aktiv zum Klimaschutz beiträgt.

Die eigene Klimaperformance erfassen, Handlungsfelder aufdecken und passgenaue Lösungen zur Nutzung von Potentialen – diesen Prozess unterstützen wir mit unserem software-gestützten CLIMATE Readiness Check. Ausgerichtet an international anerkannten Standards ermöglicht uns der Check ebenfalls unsere CLIMATE Community zu vergrößern und neue Partner:innen aufzunehmen. Diese tragen mit ihren Produkten und Dienstleistungen ihren Teil zum aktiven Klimaschutz bei. CO2 messen, reduzieren und unvermeidbare Emissionen ausgleichen die Anbietenden unseres THE CLIMATE CHOICE Partner:innen-Programms unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung des Dreiklangs der Klimatransformation.

Wir freuen uns, Euch fünf weitere Mitglieder vorstellen zu dürfen, welche ihren Fokus besonders auf die CO2-Reduktion in den Impact-Kategorien Umwelt, Mobilität, Digital & Food legen.

Die Klimalösungen unserer Partner:innen

Unsere fünf neuen Partnerlösungen entlang der Impact-Kategorien.

Umwelt

atmosfair

Klimaschutz-Expertise seit 2004: Die gemeinnützige Klimaschutzorganisation legt ihren Fokus auf Reisen und verfolgt dabei das Prinzip von ‚Vermeiden und Reduzieren – nicht vermeidbare Emissionen Kompensieren‘. Durch die Entwicklung und den Betrieb von Klimaschutzprojekten im Bereich erneuerbare Energie bietet atmosfair eigene CO2-Kompensationsangebote. Darüberhinaus unterstützt das Team Unternehmen bei der Dekarbonisierung ihrer Wirtschaftsaktivitäten.

Mobilität

MOBIKO

MOBIKO unterstützt Unternehmen als vollständiges ERP-System für betriebliche Mobilität dabei, Emissionen in der Mitarbeitermobilität stark und unkompliziert zu reduzieren. Die Full-Service-Lösung ermöglicht Unternehmen, die Mobilität ihrer Mitarbeiter:innen mit einem monatlich flexibel einsetzbaren digitalen Budget zu managen. Arbeitgeber:innen erhalten damit ein Tool, um Mitarbeitermobilität zu verwalten, steuerkonform abzurechnen sowie nachhaltiges Mobilitätsverhalten zu incentivieren. Mitarbeitende dagegen erhalten einen Mobilitätsbenefit, der für sämtliche Mobilitätsarten weltweit verwendet werden kann – Win-Win für beide Seiten.

PROJECT CLIMATE

PROJECT CLIMATE verfolgt einen praktischen und Maßnahmen-orientierten Ansatz der Beratung, Konzeption und Umsetzungsunterstützung von Nachhaltigkeit. Ihr Fokus liegt dabei auf Geschäftsreisen, Fuhrparkmanagement, Mitarbeitermobilität sowie virtuelle und offline Events. Die Vision des Teams ist es, die ‚New Mobility Transformation‘ zu erleichtern – Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen, CO2-Emissionen reduzieren und Kosten sparen. Das Team erarbeitet dazu Zielpfade und absolute Reduktionsziele, begleitet die Umsetzung von Maßnahmen für Vermeidung und Reduzierung und bietet dabei Managementunterstützung.

Digital

WEtell

Die Mobilfunkanbieter:in WEtell hat es sich zur Aufgabe gemacht, Digitalisierung und Kommunikation neu zu denken: fair und nachhaltig! Dabei produziert das Unternehmen durch eigene PV-Anlagen mehr Energie, als es selbst nutzt, und bietet durch die Verwendung von 100 % Ökostrom bereits heute eine klimakompatible Alternative. Darüber hinaus schreibt WEtell Transparenz und Fairness groß und lebt wertebasiertes Wirtschaften.

Food

Delicious Data

50 % aller Lebensmittel landen in der Tonne, das weiß auch Delicious Data. Das Daten-Managementsystem hilft daher Unternehmen, Kantinen und Gewerbetreibenden mittels künstlicher Intelligenz Prognosen über die zukünftige Lebensmittelverschwendung aufzustellen und so aktiv zu handeln. Bis zu 30 % aller Abfälle, Emissionen und Kosten werden bereits nach kurzem Einsatz reduziert. Langfristig werden bestehende Warenflüsse zielgerichtet optimiert, der Wareneinsatz verbessert und Ressourcen einfach eingespart.

Jetzt beginnen und Chancen nutzen

Die Klimatransformation bietet zahlreiche Chancen für Unternehmen. Wo fängt man am besten an? Wir geben Dir die wichtigsten Mittel an die Hand, um die eigene Transformation einfach und unkompliziert umzusetzen.

Werde Teil der Klimalösung!

Wenn Dein Unternehmen erfahren möchte, wo es in Sachen Klimatransformation steht, kontaktiere uns und  erfahre mehr über die Klimaperformance deines Unternehmens. Anhand unseres CLIMATE READINESS Checks finden wir heraus, wie Dein Unternehmen passende Klimamaßnahmen umsetzen kann.

Als Anbietende einer Klimalösung nehmen wir Dein Unternehmen gerne nach entsprechender Prüfung in unser Partner:innennetzwerk auf.

Auswirkungen von COVID-19 auf nachhaltige Lieferketten

Nachhaltige Beschaffung rückt für Unternehmen immer mehr in den Fokus. Zum Einen aufgrund der großen Chancen für die eigene Klimatransformation, da ein Großteil der Treibhausgasemissionen entlang der Lieferkette entsteht. Zum Anderen verpflichten auch politische Vorgaben wie das Sorgfaltspflichtengesetz künftig Unternehmen dazu, die vorgegebenen Sozial- und Umweltstandards entlang der gesamten Lieferkette einzuhalten. All dies kommt zu einer Zeit, da die COVID-19-Pandemie durch unsichere Absatzmengen und Unterbrechungen der Lieferkette mehr Aufmerksamkeit auf die Beschaffung gelenkt hat.

Höchste Zeit also, mehr über die Herausforderungen und Best Practices des nachhaltigen Einkaufs zu entdecken. Hierfür haben wir die Expertin Yvonne Jamal, Vorstandsvorsitzende des JARO Instituts für Nachhaltigkeit und Digitalisierung e. V., als Speakerin zum CHOICE Event #23 eingeladen. Unter dem Motto „Auswirkungen von COVID-19 auf nachhaltige Lieferketten“ sprach sie über die Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette und gab konkrete Einblicke in die nachhaltige Beschaffung. Yvonne war selbst viele Jahre im Einkauf tätig und ist nun Mitglied des Advisory Boards bei THE CLIMATE CHOICE.

COVID-19 ZWINGT ZUM RISIKOMANAGEMENT IN DER LIEFERKETTE

Die Pandemie hat Unternehmen und ihrer Beschaffung durch diverse Ausfälle und Störungen der Lieferkette zugesetzt. Laut der Umfrage “Supply Chain Risk Management” sind lediglich “14% der befragten Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten von einer Lieferkettenunterbrechung verschont geblieben“. Während das Problem also die große Mehrheit betrifft, hat nur ein Bruchteil für entsprechende Ausfälle vorgesorgt: „Nur ein Viertel der Befragten hat im Vorfeld Maßnahmen definiert, um auf Schadensereignisse vorbereitet zu sein.” Zudem lässt sich beobachten, dass das Risiko nicht mehr nur von direkten Lieferant:innen, sondern zunehmend auch von Sub-Lieferant:innen (45 %) ausgeht. Dementsprechend wird es unerlässlich, alle Stufen der Lieferkette im Blick zu behalten.

LIEFERKETTENGESETZ VERPFLICHTET ZU NACHHALTIGER BESCHAFFUNG

Die Auswirkungen von COVID-19 auf nachhaltige Lieferketten verbinden sich nun mit dem Anliegen, die Lieferkette umweltschonender und sozialer zu gestalten – nicht zuletzt vorangetrieben durch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Es betrifft ab 2023 zunächst Unternehmen mit mehr als 3.000 Beschäftigten und ab 2024 zusätzlich Unternehmen mit über 1000 Arbeitnehmer:innen. Der Einkauf ist dabei explizit im Gesetzestext benannt: „Angemessene Präventionsmaßnahmen im eigenen Geschäftsbereich sind insbesondere die Entwicklung und Implementierung geeigneter Beschaffungsstrategien und Einkaufspraktiken (§7, Abs. 3)”. 

SORGFALTSPFLICHT ALS BASIS

Doch zunächst zu den Grundlagen. Das LkSG basiert auf den drei Säulen der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte:

UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte

Was müssen Unternehmen nun tun, um ihrer Sorgfaltspflichten gemäß der Säule “Respect” nachzukommen? Hier bieten sich als erste Übersicht die fünf Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten an:

  1. Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
    Diese sollte von der Geschäftsführung erarbeitet und an sämtliche Mitarbeitenden und Stakeholder:innen (Kund:innen, Lieferant:innen etc.) kommuniziert werden.
  2. Einrichtung eines Verfahrens zur Ermittlung nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte
    Das Risikomanagement muss auch die Themen Nachhaltigkeit und Menschenrechte aufnehmen und untersuchen, welche Bereiche des Geschäftsmodells (auch in der Lieferkette) Risiken und negative Auswirkungen hierauf haben könnten. 
  3. Maßnahmen zur Abwendung negativer Auswirkungen und Überprüfung der Maßnahmen
    Hier solltest Du klare Indikatoren festlegen, um die Ergebnisse der Maßnahmen eindeutig messen zu können. 
  4. Transparente Berichterstattung
    Die offene Kommunikation der Ergebnisse ist wichtig, um Verbesserungspotentiale herausfinden zu können.
  5. Einführung eines Beschwerdemechanismus
    Dies solltest Du als positive Möglichkeite betrachten, um von Missständen auch bei Sub-Lieferant:innen zu erfahren und mit entsprechenden Maßnahmen einen positiven Einfluss auf die gesamte Lieferkette auszuüben.

DEKARBONISIERUNG DER LIEFERKETTE

Die kürzlich erschienenen Ergebnisse des IPCC-Berichts 2021 haben nicht zuletzt noch einmal die absolute Dringlichkeit des Klimaschutzes klar herausgestellt. Laut des Insight Reports des World Economic Forum entstehen bis zu 90 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen in den Lieferketten. Hier liegt also immenses Potential zum Erreichen einer klimakompatiblen Wirtschaft.

Um diese Chance auch umzusetzen, fehlt es vielen jedoch am strategischen Überbau. Wo habe ich den größten Hebel? Wo sind meine wesentlichen Handlungsfelder? Was ist eher nebensächlich? Folgende Schritte helfen Dir, diese Fragen zu beantworten und einen nachhaltigen Beschaffungsprozess erfolgreich aufzubauen:

  1. Schaffe die Basis

Hole dir die Unterstützung des Top-Managements und versuche im gesamten Unternehmen Verbündete zu finden. Stell dir die Fragen: Wer könnte mir helfen? Wer sind meine Stakeholder, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens? Besonders der Austausch mit NGOs kann sehr hilfreich sein, da sie viel Know-How besitzen und zumeist global vernetzt sind. Auch mit Hochschulen lassen sich gewinnbringende Kooperationen starten, z. B. in Form von Studienprojekten oder Abschlussarbeiten. Darüber hinaus solltest Du eine Wesentlichkeitsanalyse für sämtliche Warengruppen durchgeführen sowie nachhaltige Beschaffungsziele grundlegend definieren.

  1. Erweitere Deine Beschaffungsprozesse um nachhaltige Aspekte

Wenn diese Basics erst einmal stehen, kannst Du eine nachhaltige Beschaffungsstrategie erarbeiten und ausformulieren. Damit vermeidest du, einfach blind loszulaufen und dich in Einzelmaßnahmen zu verlieren. Auf Grundlage dieses konkreten Projektplans solltest Du daraufhin auch Richtlinien, AEBs und Verträge anpassen. Entwickle auch ein Nachhaltigkeitsprogramm für den Einkauf und achte dabei darauf, dass der gesamte Beschaffungsprozess berücksichtigt wird.

  1. Binde die Lieferkette aktiv ein

Für wirklich nachhaltige Erfolge musst Du aktiv auf Deine Lieferant:innen zugehen und langfristig sowie auf Augenhöhe mit ihnen zusammenarbeiten. Einfach nur Vorgaben nach unten zu diktieren, führt zu keinen guten Ergebnissen. Stattdessen sollte ein beidseitiger Austausch zur gemeinsamen Steigerung der Nachhaltigkeitsleistung stattfinden. Dies kann z. B. im Rahmen von Lieferanten-Tagen oder -Dialogen, aber auch in ganz alltäglichen Kommunikationsabläufen erfolgen. Vergiss dabei die Vorlieferant:innen (Multi-Tier Supplier) nicht und beziehe auch dein eigenes Team z. B. in Form von Workshops in den Wissenstransfer mit ein.

  1. Erfolgskontrolle

Überprüfe die Wirksamkeit der Maßnahmen mit vorab festgelegten Indikatoren. Die Geschäftsführung und eventuelle Investoren müssen transparent über den Fortschritt und Herausforderungen informiert bleiben und wissen, ob die gesetzten Ziele erreicht werden. Hier kann der zuvor erwähnte Beschwerdemechanismus wertvolle Dienste leisten, um eventuelle Korrekturmaßnahmen herauszufinden. Achte auch darauf, dass Du die Ziele stetig steigerst, um dich sowie die Lieferant:innen weiter zu fordern und zu motivieren.

CHOICE Event #24 in voller Länge, mit Yvonne Jamal.

Dich interessiert, was Du gelesen hast? Werde Teil der CLIMATE Community und melde dich für unsere CLIMATE News an.

Dein CHOICE EVENT

Du möchtest auch Deine Innovation oder Best-Practice der Klimatransformation vorstellen? Dann melde Dich gerne bei uns! Oder nimm an dem nächsten kostenlosen CHOICE Event teil und werde Teil der #TeamClimate Community. Melde dich dazu gerne für unsere CLIMATE News an und werde frühzeitig eingeladen.

3 Tipps, um die firmeneigene E-Mobilität erfolgreich umzusetzen!

Die Umstellung auf Elektromobilität bedeutet Veränderung, aber auch Kostenersparnis und Klimaschutz. Ab Januar 2021 wird der CO2-Preis auf den Verkehrssektor ausgeweitet, von 25€ pro Tonne CO2 soll er bis 2025 sogar auf 55€ ansteigen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt für Veränderungen in der hauseigenen Fahrzeugflotte!

Wie die interne Mobilitätswende gelingen kann und was dabei zu beachten ist, stellte Robin Geisler von eeMobility im vergangenen CHOICE Webinar vor. Hier folgt die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, weiter unten findest Du die vollständige Videoaufzeichnung.

Robin Geisler, Geschäftsführer eeMobility

Der aktuelle Elektromobilitätsmarkt

Elektromobilität erlebt derzeit einen echten Boom, fast wöchentlich werden neue Modelle vorgestellt und die Zulassungszahlen zeigen: Im ersten Halbjahr diesen Jahres erhöhte sich der Marktanteil um 41%, verglichen zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es steckt also noch viel Potential in der E-Mobilität, doch welche Vorteile bringt sie für Unternehmen mit sich?

Die Basis: Ladeinfrastruktur, was speziell für MitarbeiterInnen wichtig ist

Zu Hause aufladen

Robin Geisler zeigte auf: Wenn sich in der Handhabung zum bisherigen Firmenwagen durch Elektromobilität etwas ändert, dann ist es das Tanken. Der Schlüssel für zufriedene NutzerInnen ist die Ladesäule direkt zu Hause, hier werden durchschnittlich 80% der Aufladungen getätigt. Eine Befragung der MitarbeiterInnen vor der Umstellung auf E-Mobilität, kann frühzeitig Potentiale für lokale Ladeinfrastruktur im Eigenheim oder in der Nähe der MitarbeiterInnen sicherstellen.

Tanken Unterwegs

Die aktuelle Reichweitenkapazität von über 400 km der Batterie-betriebenen Fahrzeuge macht zum heutigen Stand der Technik keine Probleme mehr. Ist man unterwegs und muss weite Strecken zurücklegen, findet man außerdem europaweit derzeit 200.000 Ladepunkte vor. Das Aufladen unterwegs bereitet heute also keine Sorgen mehr. Karten und Apps zeigen zuverlässig wo die nächste Tanksäule wartet.

In Deutschland sind es derzeit ca. 40.000 Ladepunkte. Im vergleich: herkömmliche Tankstellen gibt es dagegen 14.450. Zusätzlich ist die Ladeinfrastruktur aktuell stark im Ausbau, sie wird sich also stetig verbessern.

Quelle: Robin Geisler

Zufriedene MitarbeiterInnen

Für eine zufriedene MitarbeiterIn, ist die Installation einer Lademöglichkeit zu Hause wichtig. Statistisch gesehen wird der Dienstwagen am häufigsten daheim geladen. Diese Installation und Wartung der Ladesäule übernimmt u.a. eeMobility.

Wichtig: Ohne Ökostrom kein klimaneutrales Fahren

eeMobility ist Teil der Stadtkraft Gruppe, dem größten Erzeuger erneuerbarer Energien in Europa. So kann die sichere Zustellung von Ökostrom gewährleistet werden.

Frühzeitig die Skalierung planen

Achte dabei auf skalierbare Lösungen, da die Nachfrage der MitarbeiterInnen oftmals stark ansteigt. Der Netzwerk-Effekt in der eigenen Firma tritt häufig schneller ein, als man zu Anfang noch annimmt.

Ökostrom auch zu Hause

Der Strombezug zu Hause ist dann am „saubersten“, wenn die generelle Nachfrage an Strom am geringsten ist. Das ist Nachts oder früh morgens und genau dann sollte das Auto geladen werden. Dieser Strom ist Teil der Firmenkosten und nicht steuerpflichtig, so kann die einzelne MitarbeiterInnen tatsächlich mehrere hundert Euro netto pro Monat einsparen.

Die 3 grundlegenden Tipps zur E-Mobilität von Unternehmen

Das CHOICE Webinar zeigte uns, worauf es bei der Umstellung auf Elektromobilität für Unternehmen und Ihre MitarbeiterInnen ankommt. Hier kommen in Kürze die 3 wichtigsten Tipps von Robin Geisler:

  1. Ladeinfrastruktur: Achtet auf eine skalierbare Lösung, es geht langsam los, dann steigt die Nachfrage oft schneller als erwartet.
  2. Die steuerliche Förderung wirkt: Je nach Fahrzeugwert und Pendelstrecke bekommen FahrerInnen mehrere Hundert Euro monatlich mehr Nettogehalt, wenn sie einen elektrischen Firmenwagen nutzen!
  3. MitarbeiterInnen Motivation: Das Aufladen von zu Hause auf Firmenkosten, ist der Schlüssel zu zufriedenen NutzerInnen.

Alle Inhalte des CHOICE Webinars!

Live Beitrag vom CHOICE Webinar, mit Robin Geisler

Fazit

Elektromobilität bietet ein hohes CO2-Einsparpotential, was auch Grund für die Einführung des CO2-Preises ab Januar 2021 ist. Somit entstehen neue Chancen, um Kosten einzusparen und die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen zu steigern. eeMobility zeigt worauf es ankommt, um einfach anwendbare Lösungen umzusetzen. Wenn du persönliche Fragen klären und das Potential deines Fuhrparks abstimmen möchtest, vereinbare ein unverbindliches Beratungsgespräch.

Wie geht es weiter?

Bei Fragen rund um eine erfolgreiche Transformation helfen wir gerne weiter. Zusätzlich findest Du auf LinkedIn die nächsten, kostenlosen CHOICE Webinare, zu denen wir dich gerne über unsere CLIMATE News einladen!

Wir haben uns verdreifacht! TeamClimate startet mit extra Power in die Zukunft

Das THE CLIMATE CHOICE-Team, besser bekannt als #TeamClimate, verdreifacht sich und stellt gemeinsam die Weichen für eine klimaneutrale Zukunft. Mit Leidenschaft arbeiten wir an der Klimatransformation der Wirtschaft – jetzt mit extra Teampower.

Im September haben wir Verstärkung im Bereich Data Science und künstliche Intelligenz, in der Web-Entwicklung, im Business Development und in der Kommunikation dazu gewonnen. Mit ein bisschen Stolz und sehr viel Freude teilen wir diesen Erfolg mit Euch und freuen uns, jetzt noch besser auf Eure Wünsche eingehen zu können.

Im Folgenden stellen wir Euch das interne #TeamClimate vor. Unsere großartige #TeamClimate Community auf LinkedIn und Slack fehlt hier bislang, aber auch Euch werden wir in Zukunft noch stärker einbinden und vorstellen. Seid gespannt!

Alle guten Dinge sind drei! Dr. Rey Farhan wird als Co-Founder und Chief Data Scientist Teil des FounderTeams

Die Klimatransformation vorantreiben, das heißt heute Datenmanagement par excellence zu betreiben. CO2-Daten in Scope 1, 2 und 3 zu sammeln reicht nicht mehr aus, um ganzheitliche Klimaziele zu gestalten und Reduktionspotentiale auszuschöpfen. Wir setzten daher im #TeamClimate auf erfolgreiche Klimalösungen, die Emissionen langfristig reduzieren und das gemeinsame Pariser-Klimaziel für Unternehmen praktisch umsetzbar machen. Dazu arbeiten wir mit einer Vielzahl an PartnerInnen zusammen, um Best-Practice aufzuzeigen und Impact-Daten sinnvoll zu managen.

“Der Fokus von Unternehmen sollte nicht auf dem CO2-Ausgleich liegen, sondern auf der CO2-Reduktion. Nur so entsteht die Chance sich erfolgreich zu verändern, zu innovieren und zukunftsorientiert zu wachsen.”

Dr. Rey Farhan

Dank Rey, kommen wir diesem Ziel jeden Tag einen Schritt näher. Er ist unser analytischer Tech-Master, der mit Leichtigkeit komplexe Zusammenhänge in scheinbar einfache Prozesse und visuelle Lösungen umwandelt. Der gebürtige Engländer, schloss nach einem Master in Physik, seinen Ph.D. in Bioinformatics an der University of Manchester ab. Rey bring darüber hinaus jahrelange Erfahrung aus der Startup-Welt ein, wo er unter anderem bei Soundcloud und zuletzt bei Originate als Director of Data Science im Software Development arbeitete.

Rey, großartig, dass Du dabei bist!

Das ist Zora – Unsere smarte Entrepreneur in Residence

Zora ist unsere Wunderwaffe für alle kniffligen Herausforderungen im Büroalltag sowie die großen und kleinen Fragen rund um Nachhaltigkeit und CSR. Voller Elan und Smartness deckt sie Hindernisse auf und räumt sie aus dem Weg, noch bevor jemand ins Stolpern kommt. Diese Fähigkeit macht sie zu unserer absoluten „Let’s-get-things-done“-Heldin, die jeden Tag mehr Aufgaben im Team-Board abhakt als man gucken kann. Zusätzlich absolviert Zora derzeit, nach ihrem Bachelor in Music Business, ihren MBA in Sustainability Management an der Leuphana Universität. Vor THE CLIMATE CHOICE war sie zwei Jahre lang Projektleiterin bei halle02 und unterstützt uns nun als Entrepreneur in Residence im Business Development. Wir sind überaus dankbar die gebürtige Schweizerin im #TeamClimate zu haben.

Mich beschäftigt der Klimawandel schon seit der Grundschule. Ich möchte unseren Planeten lebenswert erhalten für unsere und zukünftige Generationen.

Zora Brändle

Willkommen Zora!

Kundenbezogenes Product Management – Unser Werkstudent Malte

Keine Technik dieser Welt löst Probleme im Bildflug, sie muss echten Kundenbedürfnissen begegnen und diese voll und ganz befriedigen. Keine einfache Aufgabe. Aber weniger, bringt die Klimatransformation nicht voran. Malte konnte hierzu schon vielseitige Eindrücke sammeln. Nach seinem Praktikum im Bereich Thermodynamik und Applikation bei BMW, entschied der gebürtige Berliner den Master Betriebliche Umweltinformatik an der HTW Berlin anzuschließen. Malte möchte so Technik und Umweltschutz vereinen und Daten dazu nutzen, die dringen Fragen dieser Zeit schnell und effektiv anzugehen,

“Ich möchte Verantwortung nicht nur für mich, sondern auch für unsere Folgegenerationen übernehmen.”

Malte Räuchle.

Malte gestaltet unser Product Development und unterstützt Rey in der Daten-basierten Systementwicklung. Wir freuen uns sehr, dass Du dabei bist!

Unsere kreative Praktikantin Hannah – Liebe fürs Design

Was unterscheidet einen Social-Media-Post von einer faszinierenden CLIMATE Botschaft? Hannah. Sie liebt Formen, Text und Design und schreckt nicht davor zurück klimapolitische CLIMATE News in farbfrohe Bildsprache zu übersetzen. Die Klimatransformation macht Spaß – so ihre inspirierende Mission.

“Wir können den Klimawandel nicht mehr ignorieren, müssen wir aber auch nicht! Ich habe mich entschieden Verantwortung zu übernehmen und möchte tun, was mir möglich ist. Wenn ich damit andere inspirieren kann, um so besser.”

Hannah Kleffmann

Hannah studiert derzeit Angewandte Medien und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau und leitete die letzten drei Jahre das Marketing für das erste nachhaltige Festival in Thüringen. Jetzt setzt Hannah ihre Kreativität ein, um unsere Kommunikation und das Content Marketing zu gestalten. Hannah, fantastisch Dich im Team zu haben!

Für alle, die Lara und Yasha noch nicht kennen, hier unsere GründerInnen

Lara – Co-Founder & Managing Director

Lara Obst THE CLIMATE CHOICE

Lara lebt ganz für die Klimatransformation. Als sie 2014 dank Professor Dr. Edenhofer den IPCC Report studierte, wurde ihr klar, dass die Wirtschaft maßgeblichen Einfluss auf eine klimaneutrale Zukunft hat. Seitdem strebt sie danach die Verbindung zwischen Innovation, Gesellschaft und Unternehmen zu stärken, um gemeinsam Klimalösungen umzusetzen.

“Jede Geschäftsentscheidung hat einen Einfluss auf unsere Zukunft. Die Emissionen in der globalen Lieferkette sind bis zu 5,5x größer als in der firmeneigenen Produktion. Mit jeder Kaufentscheidung können wir daher CO2 reduzieren!”

Lara Obst

Lara absolvierte nach ihrem Bachelor in Art and Culture Organisation an der Leuphana Universität, ihren Doppelmaster in Innovation Management and Entrepreneurship an der TU Berlin / Universität Twente. Ihre Zusatzmasterlabel erhielt sie in Sustainability Entrepreneurship sowie Design Thinking.

2016 gründete Lara bereits das Windstartup MOWEA mit und war später als Corporate Accelerator Managerin bei Climate-KIC, Europas größter Cleantech-Initiative. Als Gründerin von THE CLIMATE CHOICE verantwortet Lara das Business Development, die Kommunikation und alle Frage zum Thema Nachhaltigkeit. Lara, danke für deine ClimatePower!

Yasha – Co-Founder & Managing Director

Yasha Tarani THE CLIMATE CHOICE

Yasha ist leidenschaftlicher Gründer, durch und durch. Er möchte Dinge zum wachsen bringen, das besondere Potential in jedem Einzelnen hervorbringen und gemeinsam eine bestmögliche Zukunft kreieren. Yasha glaubt an das Gute im Menschen und hat die einmalige Fähigkeit Chancen aufzuspüren, um diese gewinnbringend für alle Beteiligten umzusetzen.

„Ich will etwas verändern und nicht darauf warten bis Dritte aktiv werden. Mein Motto ist daher: Mache zuerst das Offensichtliche leicht umsetzbar und fokussiere dich dabei auf einen hohem Wirkungsgrad. Für die Klimatransformation heißt das: Fange bei der Umstellung auf erneuerbare Energien, Maßnahmen zur Energieeffizienz und klimafreundlichen Reiserichtlinien an.”

Yasha Tarani

Yasha absolvierte seine Bachelor in Media Economics an der Hochschule der Medien in Stuttgart und später seinen Master in Management an der Leuphana Universität. Noch im Studium gründete er das Unternehmen resimo.com und war dort sieben Jahre lang als CEO tätig. Anschließend unterstützte er Tech-Startups im B2B Sales, Fundraising und Management. Als Gründer von THE CLIMATE CHOICE verantwortet Yasha Finanzen, Sales und Partnerschaften. Yasha, danke für deine ClimateEnergie!

#TeamClimate und Du

Das sind wir – THE CLIMATE CHOICE! Mit geballter Energie, Motivation und Expertise arbeiten wir gemeinsam an der Klimatransformationen.

Aber ohne unsere Community wäre das alles nicht möglich. Danke, dass Du dabei bist und uns unterstützt! Wenn du direkt in Kontakt treten willst, Fragen hast oder die Klimatransformation deines Unternehmens gestalten willst – schreib uns gerne an.

Lasst uns CO2 reduzieren!

2020 – Das Jahr der Klimatransformation. Über 1500 Unternehmen wollen klimaneutral werden

Die Zahl der Unternehmen und Regierungen, die sich verpflichtet haben, bis spätestens 2050 klimaneutral zu werden, hat sich laut dem neusten Report von EnviroLab und NewClimate Institute vergangenes Jahr mehr als verdoppelt.

Mehr als 1500 Unternehmen weltweit setzen sich Netto-Null-Klimaziele

Im Rahmen des jährlichen Klimagipfels wurde verkündet, dass die Anzahl der Unternehmen, die sich „Netto-Null-Ziele“ gesetzt haben, von 500 Ende 2019 auf derzeit 1.541 gestiegen ist. Diese Unternehmen repräsentieren gemeinsam 19,5 Millionen MitarbeiterInnen sowie ein Umsatzvolumen von 11,4 Billionen US$.

In ähnlicher Weise ist die Zahl der Regionalregierungen mit Netto-Null-Zielen im Jahr 2020 von 11 auf 101 angestiegen. Die Zahl der stadtweiten Netto-Null-Verpflichtungen hat sich von 100 auf 823 vervielfacht.

Städte und Regionen, die sich Kimaziele setzen.

Race-To-Zero fordert Organisationen auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen

Das „Race to Zero-Programms“ der UN stellt zusätzlich sicher, dass in Zukunft ein beträchtlicher Teil des globalen GDPs durch umfassende Dekarbonisierungsmaßnahmen umgestaltet wird. Die Race to Zero-Kampagne fordert weltweit Regierungen, Unternehmen und Organisationen auf, noch vor dem COP26-Gipfel Netto-Null-Emissionsziele festzulegen. Aktuell stellen die UnterzeichnerInnen 25% der globalen CO2-Emissionen sowie 50% des globalen GDPs dar. Die tatsächlichen Klimaziele, Zielsetzung der Reduktionsmaßnahmen und Zeitpunkte, unterscheiden sich allerdings bei allen UnterzeichnerInnen.

Zeitpunkt der „Netto-Null-Ziele“ und Anzahl der UnterzeichnerInnen

Gerade 2020 mehr Klimaschutz umsetzen

Einige der jüngsten Netto-Null-Zusagen unterstreichen, inwieweit die vollständige Klimatransformation bis spätestens 2050 selbst bei kohlenstoffintensiven Unternehmen und Regionen zum Maßstab für erfolgreichen Klimaschutz wird. Zu den wichtigsten Zusagen seit Jahreswechsel werden die Klimazielsetzungen von New South Wales in Australien, New Delhi, Kolkata und Chennai sowie von dem Zement- und Asphalthersteller LafargeHolcim, dem Technologieriese Facebook und dem Autohersteller Ford gezählt.

„Die Welt kann es sich nicht leisten, im Stich gelassen zu werden. Es geht darum, jetzt – im Jahr 2020 – Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen.“

Patricia Espinosa, Klimachefin der Vereinten Nationen.  

Gemeinsam mit KMUs und ZulieferInnen Klimaziele erreichen

Das neu ins Leben gerufene SME Climate Hub soll Millionen von Kleinunternehmen, die weltweit 90% der Unternehmen repräsentieren, dabei helfen Klimaschutzmaßnahmen zu beschleunigen. Die Initiative wird von einer Reihe globaler Akteure wie IKEA, BT Group und Ericsson sowie der Exponential Roadmap unterstützt. Diese haben angekündigt ihre Bemühungen zu verstärken, um kleinen Unternehmen in ihren Lieferketten zu helfen, ebenfalls Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Der Höhepunkt der aktuellen Klimazielsetzungen wird am 10.10.2020 der Ted Countdown darstellen, wo zahlreiche Initiativen und Akteure ihre Klimamaßnahmen einem breiten Publikum vorstellen.

Jetzt deine Klimatransformation starten!

2020 ist und bleibt das Jahr der klimaneutralen Wirtschaft. Wir bleiben mehr als gespannt und freuen uns, auch dein Unternehmen bei seiner erfolgreichen Klimatransformation zu begleiten. Schreib uns einfach an oder sende gleich deine kostenlose Anfrage.

Emissionsfreie Flottenziele. Wie Unternehmen Schritt für Schritt ihren Fuhrpark umstellen

Brauchen wir noch einen Beweis dafür, dass ganze Fahrzeugflotten emissionsfrei fahren können? Wenn ja, dann ist es dieser: Walmart kündigt an, dass alle seine Fahrzeuge, einschließlich Langstrecken-LKWs, bis 2040 elektrifiziert und auf „Null Emissionen“ gesetzt werden sollen. Dazu gehören mehr als 10.000 Fahrzeuge.

Klimaziele und Kostenreduktion

Der Einzelhändler wählt die radikale Transformation, um seine ambitionierten Klimaziele zu erreichen, aber auch, um Betriebs- (weniger Dieselkraftstoffverbrauch) und Wartungskosten zu senken. Damit steht Walmart nicht alleine da. Im vergangenen Jahr gab Amazon das Ziel bekannt, alle seine Waren über Netto-Null-Lieferungen zustellen zu wollen. Dafür ist geplant 100.000 Elektrofahrzeuge zu kaufen.

Deutsche entdecken Vorteile

Elektromobile in Fahrzeugflotten leisten einen entscheidenden Beitrag zur CO2-Minimierung, senken Kosten bei Kfz-Steuer, Versicherung und Betrieb und transportieren ein umweltbewusstes Bewusstsein. Die Krise der Automobilindustrie hat somit einen klaren Gewinner: das Elektroauto. Während die weltweiten Autoverkäufe der deutschen Hersteller in Q2 2020 um ein Drittel eingebrochen sind, steigen die Kurven für Fahrzeuge mit Elektromotor stark an. Stromer kamen so im August auf einen Marktanteil von mehr als 13% bei den Neuzulassungen – es wurden 16.076 reine Elektroautos und 17.095 Plug-in-Hybride angemeldet.

Was ist mit der Reichweite?

Die heutige Generation E-Autos schafft 400 km und mehr. Im Rahmen des „Tesla Battery Day“ stellte Elon Musk kürzlich sogar das neue Tesla Spitzemodedl S Plaid vor, welches laut Angaben des Herstellers bei unglaublichen 840 km liegen soll. Damit wäre die typische Reichweitenangst kein Thema mehr. Eingeschränkte Reichweiten lassen sich zusätzlich durch ein kluges Management von Fahrzeugen, Ladevorgängen und Energieressourcen auffangen. In Städten ist der elektrische Antrieb somit nicht nur ein Kostenvorteil, sondern unterstützt auch Umwelt- und Lärmschutz.  

Förderung (gewerblicher) E-Mobilität

Seit 2015 hat sich in Deutschland die Anzahl von Elektro-Autos auf der Straße mehr als verdreichfacht. Ein Grund für den aktuellen Elektroboom dürfte die deutlich gestiegene Kaufprämie sein. Sie ist Teil des Konjunkturpakets, das die Bundesregierung nach einem Gipfeltreffen mit der Automobilbranche im Mai beschlossen hat. Bis zu 9.000€ beträgt die Förderung für Batteriefahrzeuge seitdem.

Bund und Länder setzen zusätzlich auf zahlreiche Förderprogramme, um die gewerbliche Nutzung von E-Fahrzeugen zu steigern. In Berlin wird das Förderprogramm „Wirtschaftsnahe Elektromobilität“ (WELMO) ab dem 01.10.2020 mit geänderten Fördervoraussetzungen wieder für die Antragstellung geöffnet. Künftig werden elektrisch betriebene leichte Nutzfahrzeuge ab einem Nettolistenpreis von 40.000€ mit 25% des Nettolistenpreises, maximal 15.000€ je Fahrzeug, gefördert. Zudem werden mit der Wiederaufnahme von WELMO auch elektrische Klein- und Leichtfahrzeuge gefördert.

Einblicke in E-Mobilität für Unternehmen

eeMobility unterstützt Unternehmen dabei, Elektrofahrzeuge in bestehende Fuhrparks zu integrieren, oder diese Schritt für Schritt umzustellen. Ziel ist es, individuelle Mobilitätsanforderungen zu erfüllen und die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen. Im CHOICE Webinar #9 stellt uns Geschäftsführer Robin Geisler die reibungslose Transformation des firmeneigenen Fuhrparks vor.

CHOICE Webinar, 15.10.2020, 13.00 – 14.00 Uhr.

Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung.

CO2- Kompensation. Darauf sollten Unternehmen achten.

Im CHOICE Webinar #8 stellte Vera Bünte von KlimaKollekte das Thema CO2-Kompensation für Unternehmen vor. Sie zeigte auf, welche CO2-Preise sie für Qualität und Fairness als wichtig erachtet, welcher Standard hilft, um gute Projekte zu erkennen und wie sich Greenwashing von Offsetting unterscheidet. 

Das aufgezeichnete CHOICE Webinar findest Du unten, hier folgt eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

Klimagerechtigkeit: Die Besonderheiten der CO2-Kompensation

Ganzheitlicher Klimaschutz sollte mit sozialer Gerechtigkeit verbunden werden, so das Konzept von KlimaKollekte und zahlreichen, zertifizierten Klimaprojekten. 

Nach Kyoto-Protokoll ermöglichen es freiwillige Kompensationsmaßnahmen unvermeidbare CO2-Emissionen in Industrieländern, durch Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern zu kompensieren. Ziel dabei ist es Menschen vor Ort zu unterstützen Klimaschutz voranzubringen und gleichzeitig lokale Lebensbedingungen zu verbessern. Klimaschutzprojekte setzen daher besonders dort an, wo der Klimawandel schon heute stark zu spüren ist, aber auch „kostengünstig“ angegangen werden kann. In Ländern des globalen Südens.

Daraus resultiert allerdings der Vorwurf des Greenwashings. Warum setzen wir nicht gleich vor der eigenen Haustüre an?

Gegen Greenwashing – Qualitätsstandard sichern

Der von WWF und anderen Umweltverbänden entwickelte Gold Standard (GS), strebt danach Kompensationsprojekte überprüfbar und fair zu gestalten.

  • Es handelt sich um den weltweit strengsten Zertifizierungsstandard für Klimaschutzprojekte, der sicherstellt, dass diese zusätzlich, permanent und effektiv sind.
  • Der GS regt Unternehmen an „Klima positiv“ zu werden und neben starken CO2-Reduktionsmaßnahmen, auch Kompensation als Klimaschutz zu betreiben.
  • Neben der Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen und Klimaschutz, sichert er ebenso soziale Entwicklung. Der GS führt dazu u.a. auf wie stark die jeweiligen Klimaprojekte auf einzelne soziale, wirtschaftliche und ökologische Werte einzahlen.
  • Derzeit wird an der Entwicklung eines neuen Standards gearbeitet, dem “Gold Standard for the Global Goals (GS4GG)”, der verstärkt die Auswirkungen auf Bereiche wie Gesundheit und Wasserversorgung messen soll.

Greenwashing und Offsetting können nah beieinander liegen. Ergreifen Unternehmen allerdings umfangreiche Reduktionsmaßnahmen, folgen anerkannten Standards und erkennen Klimaschutzprojkete als Teil ihrer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie, so kann Offsetting ein wertvoller Schritt für sichtbare und greifbare, unternehmerische Verantwortung sein.

Mit diesen CO2-Preisen kannst Du rechnen

Die Kosten von Kompensationsprojekten variieren stark. Bei der KlimaKollekte kostet der Ausgleich von einer Tonne CO2, also einem Zertifikat, 23€. Dabei gehen 89% (19€) direkt an die Projekte, 2,50€ fließen in die Administration und 1,50€ in einen Kleinstprojektefond. Als gGmbH strebt die KlimaKollekte danach Qualität und Standard der Projekte sicherzustellen und arbeitet daher hauptsächlich mit Goldstandard Projekten.

Ein Beispiel eines Klimaschutzprojekts

Ruanda

Hier wird üblicherweise auf offenen Feuerstellen gekocht. Weite Strecken müssen zurückgelegt werden, um das knappe Brennholz zu beschaffen.  Durch das Projekt entstehen nun 6.000 energieeffiziente Brennholzöfen. Darüber hinaus werden 6.000 Wasserfilter installiert, um verschmutztes Wasser reinigen zu können. 

Nun wird 45% weniger Brennholz benötigt und durch eine geringere Rauchentwicklung werden Atemwegserkrankungen reduziert. Durch den Bau und die Wartung der Öfen, werden Arbeitsplätze geschaffen.

Dieses Projekt läuft über sechs Jahre und führt zu einer CO2-Einsparung von 173.000 t CO2.

Der CHOICE Workshop in ganzer Länge

Du hast Fragen an Vera Bünte oder suchst nach weiteren AnbieterInnen, um dein Unternehmen klimaneutral zu gestalten? Gerne helfen wir dir weiter.

Die neuen Klimaziele: Historische CO2-Emissionen von Unternehmen und ganzen Kontinenten

Unternehmen beginnen Pionierarbeit zu leisten, um nicht nur ihren aktuellen CO2-Fußabdruck, sondern auch ihre historischen CO2-Emissionen auszugleichen.

Historischen Fußabdruck ausgleichen

Als Microsoft Anfang dieses Jahres ankündigte bis 2030 CO2-negativ zu werden, ging es noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen plant seinen historischen CO2-Fußabdruck seit seiner Gründung in 1975 auszugleichen. Ein Ziel, das andere Unternehmen aufzugreifen beginnen. Zuletzt kündigte Velux an seine historischen Emissionen auszugleichen. Der in Dänemark ansässige Dachfensterhersteller, verspricht erzeugte Treibhausgase aus den letzten 79 Jahren durch Aufforstungs- und Biodiversitätsprojekte zu kompensieren, um „lebenslang klimaneutral“ zu werden.

Verursacherprinzip als Leitsatz

Woher kommen die neuen Klimaziele? Um im Einklang mit dem Ziel des Pariser Abkommens – die globale Erwärmung unter 1,5 Grad Celsius zu halten – zu sein, richten immer mehr Unternehmen ihren Blick über CO2-Neutralität hinaus. Sie streben danach Verantwortung für ihre historischen Emissionen nach dem Verursacherprinzip zu übernehmen, so Marco Lambertini, der internationale Generaldirektor der Umweltorganisation WWF.

Der Blick in die Zukunft zählt

Ein Problem bei der Verbreitung dieser Praxis ist allerdings, dass es für ein Unternehmen nicht einfach ist, die Emissionen in der Vergangenheit abzuschätzen. Es gibt keine Standardmethode zur Berechnung des historischen CO2-Fußabdrucks. Zusätzlich ist laut Exponential Roadmap gerade der Blick in die Zukunft wichtig. Nur eine sprichwörtlich exponentielle Reduktion der firmeneigenen Emissionen kann eine Reduktion der globalen Treibhausgase bis 2050 ermöglichen.

Walmart setzt daher auf Reduktionsmaßnahmen: Bis 2040 plant das Unternehmen, im weltweiten Betrieb emissionsfrei zu sein, ohne Offsetting zu verwenden. Mit anderen Worten, es strebt tatsächlich „Null“ Emissionen an, keine Netto-Null. Hauptmaßnahme wird dabei der Umstieg auf 100% Erneuerbare.

„Gemeinsam müssen wir als Gesellschaft nicht nur aufhören zu emittieren, sondern auch Kohlenstoff aus der Atmosphäre abbauen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden“

Kathleen McLaughlin, Executive Vice President und Chief Sustainability Officer von Walmart, Präsident der Walmart Foundation.

EU und China setzen neue Klimaziele

Unternehmen erhalten bei der Erstellung ihrer Klimaziele verstärkt Vorgaben durch politische Forderungen. Die EU positioniert sich aktuell als Klimavorreiterin und strebt eine Reduktion der CO2e-Emissionen bis 2050 um mehr als 50% an. Doch gerade macht ihr China diese Position streitig.

Größter CO2-Emitter will bis 2060 klimaneutral werden

Status Quo: Fossile Brennstoffe

Bisher ist China weltweit der größte Kohlendioxidemitter und für rund 28% der weltweiten Emissionen verantwortlich. 2018 und 2019 stiegen sogar die Emissionen des Landes, das bis heute 85% seiner Energie aus fossilen Brennstoffe gewinnt.

Ankündigung: Klimaneutralität

Doch Präsident Xi Jinping kündigte bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York an, sein Land werde seine Spitzen-Emissionswerte vor 2030 erreichen und vor 2060 CO2-neutral sein. Da das Land der Mitte für das konsequente Erreichen seiner politischen Ziele bekannt ist, kann man hier sehr gespannt sein.

Klimawirtschaft versus Klimaziele

Schon heute produziert China 45% aller Windturbinen und über 60% der weltweiten Solaranlagen. KlimaforscherInnen zeigen allerdings, dass China bereits 2030 klimaneutral sein müsste, um mit einer Wahrscheinlichkeit von 66% die globale Erderwärmung unter 1,5°C zu begrenzen. Die EU übrigens 2032.

New Normal: Eine klimaneutrale Wirtschaft für alle

Die Ankündigung Chinas wird nichtsdestotrotz weltweit als wichtiger Schritt der Klimatransformation anerkannt. Die erfolgreiche Umsetzung der chinesischen Klimaziele könnte allein zu 0,25°C weniger Erderwärmung führen. Präsident Xi Jinping forderte außerdem alle Länder auf, nach der Coronavirus-Pandemie eine umweltfreundliche Erholung der Weltwirtschaft zu erreichen.

 Stellt sich also die Frage: Wird Washington und der Rest der Welt folgen?

Best Practice Beispiele der Klimatransformation: Insights und Highlights vom #CTS2020.

Dank dem Pariser Abkommen reden wir heute nicht mehr über ein „Ob“, sondern über das „Wie“ der Klimatransformation. Wie können wir es schaffen, bis 2050 eine klimaneutrale Wirtschaft aufzubauen?

Der Best Practice Guide zum #CTS2020

Beim Climate Transformation Summit Ende Juni, haben wir mit 50 Expert*innen und 500 Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland über Lösungen für eine erfolgreiche Klimatransformation entlang folgender 7 CLIMATE Kategorien diskutiert: Energie, Gebäude, Produktion, Mobilität, Food, Digitales und Umwelt. Mit dabei waren ClimatePartner, Climeworks, Eaternity, Ecosia, Klima.Metrix, Plan A, SirPlus und viele mehr!

Highlights und Beispiele

Die Highlights stellen wir nun im Best Practice Guide #Klimatransformation vor.

Ein Key-Learning aus dem #CTS2020 war für uns, dass sich Klimabeauftragte gerade heute mehr Vernetzung und transparentes Wissen wünschen. Mit dem Best Practice Guide #Klimatransformation wollen wir Wissen der Klimatransformation für die Praxis anwendbar machen.

THE CLIMATE CHOICE Gründerin Lara Obst.

Emissionen einsparen, aber wie?

Viele Unternehmen setzen schon heute auf umfangreiche CO2-Reduktion als langfristiges Klimaziel, sowie die eigene Klimaneutralität. Laut IPCC Report müssen wir zunächst 50% unserer Emissionen bis 2030 einsparen, um so die Weichen für eine Erderwärmung deutlich unter 2°C zu stellen.

„Für eine vollständige Berechnung des unternehmerischen CO2-Fußbadrucks, ist der Einbezug von Emissionen entlang der eigenen Lieferkette unabdingbar. Diese sind durchschnittlich 5,5-mal höher als direkte Emissionen und müssen daher in jeder umfassenden Klimastrategie, im GHG-Accounting und der Berichterstattung berücksichtigt werden.“

Linda Kannenberg, CDP

Jetzt loslegen!

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, diese Ziele in konkrete Handlungen zu überführen. Die Exponential Roadmap zeigt dazu 36 skalierbare Maßnahmen in 7 Industrien auf, die wir in die 7 Climate Impact Kategorie überführt haben. Gerade kleineren Unternehmen fehlen jedoch oft die Ressourcen, um ins Handeln zu kommen – dafür bündelt der Best Practice Guide konkrete Ansätze und Inspirationen um direkt loszulegen.

Der vollständige Guide steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung!

Science Based Targets entwickelt den ersten Standard für Net-Zero Klimaziele

Die Initiative Science Based Targets (SBTi) startete Anfang der Woche die Entwicklung des ersten wissenschaftsbasierten, globalen Standards für die Festlegung von Net-Zero-Zielen für Unternehmen. Dieser soll sicherstellen, dass die „Netto-Null“-Klimapläne zahlreicher Unternehmen in Maßnahmen umgesetzt werden, die mit der Erreichung des 1,5°C-Ziels vereinbar sind und eine klimaneutrale Wirtschaft bis spätestens 2050 sicherstellen. Der neu veröffentlichte Report stellt konzeptionelle Grundlagen für wissenschaftlich fundierte CO2-Reduktions-Ziele dar und wurde in einem online Webinar den Klimabeauftragten dieser Welt vorgestellt. Hier in Kürze die wichtigsten Hinhalte.

Neu erschienener Report zeigt Grundlage für Reduktionsziele auf

„Während die Regierungen daran arbeiten, sich von den verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu erholen, haben wir die einmalige Gelegenheit, eine gesunde, belastbare und kohlenstofffreie Wirtschaft aufzubauen, die zukünftige Bedrohungen abschwächt, menschenwürdige Arbeitsplätze schafft und nachhaltiges Wachstum ermöglicht.“

Nigel Topping, UK High Level Climate Action Champion für die COP26.

Emissionen müssen auf Netto-Null sinken

Der Report bezieht sich zunächst darauf, dass der Sonderbericht 2018 des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) betont, dass die globalen Emissionen bis 2050 auf null sinken müssen, um die katastrophalsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden. Daher legt der neue Bericht des SBTi – in Absprache mit einer Vielzahl von Interessengruppen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Naturschutz und Finanzen – die Grundlagen für die Festlegung von Netto-Null-Zielen von Unternehmen. Diese werden in detaillierte Richtlinien und Kriterien übersetzt, die nun von der Initiative im Rahmen eines fortgesetzten Multi-Stakeholder-Prozesses entwickelt werden.

„Die Klimawissenschaft muss den Unternehmenssektor über Netto-Null-Ziele informieren, um sicherzustellen, dass die wachsende Dynamik hinter den Plänen auch in Maßnahmen umgesetzt wird, die mit der Erreichung der Klimaneutralität bis spätestens 2050 vereinbar sind.“, so die Autoren des Papiers.

Voraussetzungen für wissenschaftsbasierte Klimaziele

Damit ein Reduktionsziele von Unternehmen nach SBTi wissenschaftlich fundiert sind, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:

  1. Sie müssen zu einer Dekarbonisierung führen, die mit der tiefgreifenden Reduzierung der Emissionen in der Weltwirtschaft vereinbar ist, um die Erwärmung auf 1,5 ° C zu begrenzen.
  2. Die Auswirkungen von Rest-Emissionsquellen müssen klimawirksam neutralisiert werden.

Kompensation und CO2-Reduktion

Hierzu können Unternehmen ihre Emissionen beim Übergang zu einem Netto-Null-Zustand ausgleichen. Dies kann dazu beitragen, dringend benötigte Finanzmittel von Unternehmen auf Klimaaktivitäten zu lenken, mit denen Emissionen vermieden oder die Kohlenstoffkonzentration in der Atmosphäre gesenkt werden können. Durch die Kompensation von Emissionen entfällt jedoch nicht die Notwendigkeit, die Emissionen im Einklang mit der Wissenschaft zu reduzieren. Die CO2-Reduktion muss also die übergeordnete Priorität für Unternehmen und der zentrale Schwerpunkt jeder glaubwürdigen Netto-Null-Strategie sein.

„Net-Zero bis 2050 ist unser Nordstern, aber jede Sekunde, die bis dahin vergeht, wird bestimmen, ob wir dort ankommen. Es ist keine Zeit zu verlieren. Neben den langfristigen Ambitionen müssen wir jetzt und in allen Bereichen der Weltwirtschaft aggressive Emissionsreduzierungen im Einklang mit der Klimawissenschaft realisieren. Hunderte von Unternehmen auf der ganzen Welt zeigen bereits, dass dies möglich ist, und vertrauen auf die Wissenschaft, um die CO2-freie Wirtschaft der Zukunft aufzubauen.“

Alberto Carrillo Pineda, CDP.