3 Tipps, um die firmeneigene E-Mobilität erfolgreich umzusetzen!

Die Umstellung auf Elektromobilität bedeutet Veränderung, aber auch Kostenersparnis und Klimaschutz. Ab Januar 2021 wird der CO2-Preis auf den Verkehrssektor ausgeweitet, von 25€ pro Tonne CO2 soll er bis 2025 sogar auf 55€ ansteigen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt für Veränderungen in der hauseigenen Fahrzeugflotte!

Wie die interne Mobilitätswende gelingen kann und was dabei zu beachten ist, stellte Robin Geisler von eeMobility im vergangenen CHOICE Webinar vor. Hier folgt die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, weiter unten findest Du die vollständige Videoaufzeichnung.

Robin Geisler, Geschäftsführer eeMobility

Der aktuelle Elektromobilitätsmarkt

Elektromobilität erlebt derzeit einen echten Boom, fast wöchentlich werden neue Modelle vorgestellt und die Zulassungszahlen zeigen: Im ersten Halbjahr diesen Jahres erhöhte sich der Marktanteil um 41%, verglichen zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es steckt also noch viel Potential in der E-Mobilität, doch welche Vorteile bringt sie für Unternehmen mit sich?

Die Basis: Ladeinfrastruktur, was speziell für MitarbeiterInnen wichtig ist

Zu Hause aufladen

Robin Geisler zeigte auf: Wenn sich in der Handhabung zum bisherigen Firmenwagen durch Elektromobilität etwas ändert, dann ist es das Tanken. Der Schlüssel für zufriedene NutzerInnen ist die Ladesäule direkt zu Hause, hier werden durchschnittlich 80% der Aufladungen getätigt. Eine Befragung der MitarbeiterInnen vor der Umstellung auf E-Mobilität, kann frühzeitig Potentiale für lokale Ladeinfrastruktur im Eigenheim oder in der Nähe der MitarbeiterInnen sicherstellen.

Tanken Unterwegs

Die aktuelle Reichweitenkapazität von über 400 km der Batterie-betriebenen Fahrzeuge macht zum heutigen Stand der Technik keine Probleme mehr. Ist man unterwegs und muss weite Strecken zurücklegen, findet man außerdem europaweit derzeit 200.000 Ladepunkte vor. Das Aufladen unterwegs bereitet heute also keine Sorgen mehr. Karten und Apps zeigen zuverlässig wo die nächste Tanksäule wartet.

In Deutschland sind es derzeit ca. 40.000 Ladepunkte. Im vergleich: herkömmliche Tankstellen gibt es dagegen 14.450. Zusätzlich ist die Ladeinfrastruktur aktuell stark im Ausbau, sie wird sich also stetig verbessern.

Quelle: Robin Geisler

Zufriedene MitarbeiterInnen

Für eine zufriedene MitarbeiterIn, ist die Installation einer Lademöglichkeit zu Hause wichtig. Statistisch gesehen wird der Dienstwagen am häufigsten daheim geladen. Diese Installation und Wartung der Ladesäule übernimmt u.a. eeMobility.

Wichtig: Ohne Ökostrom kein klimaneutrales Fahren

eeMobility ist Teil der Stadtkraft Gruppe, dem größten Erzeuger erneuerbarer Energien in Europa. So kann die sichere Zustellung von Ökostrom gewährleistet werden.

Frühzeitig die Skalierung planen

Achte dabei auf skalierbare Lösungen, da die Nachfrage der MitarbeiterInnen oftmals stark ansteigt. Der Netzwerk-Effekt in der eigenen Firma tritt häufig schneller ein, als man zu Anfang noch annimmt.

Ökostrom auch zu Hause

Der Strombezug zu Hause ist dann am „saubersten“, wenn die generelle Nachfrage an Strom am geringsten ist. Das ist Nachts oder früh morgens und genau dann sollte das Auto geladen werden. Dieser Strom ist Teil der Firmenkosten und nicht steuerpflichtig, so kann die einzelne MitarbeiterInnen tatsächlich mehrere hundert Euro netto pro Monat einsparen.

Die 3 grundlegenden Tipps zur E-Mobilität von Unternehmen

Das CHOICE Webinar zeigte uns, worauf es bei der Umstellung auf Elektromobilität für Unternehmen und Ihre MitarbeiterInnen ankommt. Hier kommen in Kürze die 3 wichtigsten Tipps von Robin Geisler:

  1. Ladeinfrastruktur: Achtet auf eine skalierbare Lösung, es geht langsam los, dann steigt die Nachfrage oft schneller als erwartet.
  2. Die steuerliche Förderung wirkt: Je nach Fahrzeugwert und Pendelstrecke bekommen FahrerInnen mehrere Hundert Euro monatlich mehr Nettogehalt, wenn sie einen elektrischen Firmenwagen nutzen!
  3. MitarbeiterInnen Motivation: Das Aufladen von zu Hause auf Firmenkosten, ist der Schlüssel zu zufriedenen NutzerInnen.

Alle Inhalte des CHOICE Webinars!

Live Beitrag vom CHOICE Webinar, mit Robin Geisler

Fazit

Elektromobilität bietet ein hohes CO2-Einsparpotential, was auch Grund für die Einführung des CO2-Preises ab Januar 2021 ist. Somit entstehen neue Chancen, um Kosten einzusparen und die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen zu steigern. eeMobility zeigt worauf es ankommt, um einfach anwendbare Lösungen umzusetzen. Wenn du persönliche Fragen klären und das Potential deines Fuhrparks abstimmen möchtest, vereinbare ein unverbindliches Beratungsgespräch.

Wie geht es weiter?

Bei Fragen rund um eine erfolgreiche Transformation helfen wir gerne weiter. Zusätzlich findest Du auf LinkedIn die nächsten, kostenlosen CHOICE Webinare, zu denen wir dich gerne über unsere CLIMATE News einladen!

Wir haben uns verdreifacht! TeamClimate startet mit extra Power in die Zukunft

Das THE CLIMATE CHOICE-Team, besser bekannt als #TeamClimate, verdreifacht sich und stellt gemeinsam die Weichen für eine klimaneutrale Zukunft. Mit Leidenschaft arbeiten wir an der Klimatransformation der Wirtschaft – jetzt mit extra Teampower.

Im September haben wir Verstärkung im Bereich Data Science und künstliche Intelligenz, in der Web-Entwicklung, im Business Development und in der Kommunikation dazu gewonnen. Mit ein bisschen Stolz und sehr viel Freude teilen wir diesen Erfolg mit Euch und freuen uns, jetzt noch besser auf Eure Wünsche eingehen zu können.

Im Folgenden stellen wir Euch das interne #TeamClimate vor. Unsere großartige #TeamClimate Community auf LinkedIn und Slack fehlt hier bislang, aber auch Euch werden wir in Zukunft noch stärker einbinden und vorstellen. Seid gespannt!

Alle guten Dinge sind drei! Dr. Rey Farhan wird als Co-Founder und Chief Data Scientist Teil des FounderTeams

Die Klimatransformation vorantreiben, das heißt heute Datenmanagement par excellence zu betreiben. CO2-Daten in Scope 1, 2 und 3 zu sammeln reicht nicht mehr aus, um ganzheitliche Klimaziele zu gestalten und Reduktionspotentiale auszuschöpfen. Wir setzten daher im #TeamClimate auf erfolgreiche Klimalösungen, die Emissionen langfristig reduzieren und das gemeinsame Pariser-Klimaziel für Unternehmen praktisch umsetzbar machen. Dazu arbeiten wir mit einer Vielzahl an PartnerInnen zusammen, um Best-Practice aufzuzeigen und Impact-Daten sinnvoll zu managen.

“Der Fokus von Unternehmen sollte nicht auf dem CO2-Ausgleich liegen, sondern auf der CO2-Reduktion. Nur so entsteht die Chance sich erfolgreich zu verändern, zu innovieren und zukunftsorientiert zu wachsen.”

Dr. Rey Farhan

Dank Rey, kommen wir diesem Ziel jeden Tag einen Schritt näher. Er ist unser analytischer Tech-Master, der mit Leichtigkeit komplexe Zusammenhänge in scheinbar einfache Prozesse und visuelle Lösungen umwandelt. Der gebürtige Engländer, schloss nach einem Master in Physik, seinen Ph.D. in Bioinformatics an der University of Manchester ab. Rey bring darüber hinaus jahrelange Erfahrung aus der Startup-Welt ein, wo er unter anderem bei Soundcloud und zuletzt bei Originate als Director of Data Science im Software Development arbeitete.

Rey, großartig, dass Du dabei bist!

Das ist Zora – Unsere smarte Entrepreneur in Residence

Zora ist unsere Wunderwaffe für alle kniffligen Herausforderungen im Büroalltag sowie die großen und kleinen Fragen rund um Nachhaltigkeit und CSR. Voller Elan und Smartness deckt sie Hindernisse auf und räumt sie aus dem Weg, noch bevor jemand ins Stolpern kommt. Diese Fähigkeit macht sie zu unserer absoluten „Let’s-get-things-done“-Heldin, die jeden Tag mehr Aufgaben im Team-Board abhakt als man gucken kann. Zusätzlich absolviert Zora derzeit, nach ihrem Bachelor in Music Business, ihren MBA in Sustainability Management an der Leuphana Universität. Vor THE CLIMATE CHOICE war sie zwei Jahre lang Projektleiterin bei halle02 und unterstützt uns nun als Entrepreneur in Residence im Business Development. Wir sind überaus dankbar die gebürtige Schweizerin im #TeamClimate zu haben.

Mich beschäftigt der Klimawandel schon seit der Grundschule. Ich möchte unseren Planeten lebenswert erhalten für unsere und zukünftige Generationen.

Zora Brändle

Willkommen Zora!

Kundenbezogenes Product Management – Unser Werkstudent Malte

Keine Technik dieser Welt löst Probleme im Bildflug, sie muss echten Kundenbedürfnissen begegnen und diese voll und ganz befriedigen. Keine einfache Aufgabe. Aber weniger, bringt die Klimatransformation nicht voran. Malte konnte hierzu schon vielseitige Eindrücke sammeln. Nach seinem Praktikum im Bereich Thermodynamik und Applikation bei BMW, entschied der gebürtige Berliner den Master Betriebliche Umweltinformatik an der HTW Berlin anzuschließen. Malte möchte so Technik und Umweltschutz vereinen und Daten dazu nutzen, die dringen Fragen dieser Zeit schnell und effektiv anzugehen,

“Ich möchte Verantwortung nicht nur für mich, sondern auch für unsere Folgegenerationen übernehmen.”

Malte Räuchle.

Malte gestaltet unser Product Development und unterstützt Rey in der Daten-basierten Systementwicklung. Wir freuen uns sehr, dass Du dabei bist!

Unsere kreative Praktikantin Hannah – Liebe fürs Design

Was unterscheidet einen Social-Media-Post von einer faszinierenden CLIMATE Botschaft? Hannah. Sie liebt Formen, Text und Design und schreckt nicht davor zurück klimapolitische CLIMATE News in farbfrohe Bildsprache zu übersetzen. Die Klimatransformation macht Spaß – so ihre inspirierende Mission.

“Wir können den Klimawandel nicht mehr ignorieren, müssen wir aber auch nicht! Ich habe mich entschieden Verantwortung zu übernehmen und möchte tun, was mir möglich ist. Wenn ich damit andere inspirieren kann, um so besser.”

Hannah Kleffmann

Hannah studiert derzeit Angewandte Medien und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau und leitete die letzten drei Jahre das Marketing für das erste nachhaltige Festival in Thüringen. Jetzt setzt Hannah ihre Kreativität ein, um unsere Kommunikation und das Content Marketing zu gestalten. Hannah, fantastisch Dich im Team zu haben!

Für alle, die Lara und Yasha noch nicht kennen, hier unsere GründerInnen

Lara – Co-Founder & Managing Director

Lara Obst THE CLIMATE CHOICE

Lara lebt ganz für die Klimatransformation. Als sie 2014 dank Professor Dr. Edenhofer den IPCC Report studierte, wurde ihr klar, dass die Wirtschaft maßgeblichen Einfluss auf eine klimaneutrale Zukunft hat. Seitdem strebt sie danach die Verbindung zwischen Innovation, Gesellschaft und Unternehmen zu stärken, um gemeinsam Klimalösungen umzusetzen.

“Jede Geschäftsentscheidung hat einen Einfluss auf unsere Zukunft. Die Emissionen in der globalen Lieferkette sind bis zu 5,5x größer als in der firmeneigenen Produktion. Mit jeder Kaufentscheidung können wir daher CO2 reduzieren!”

Lara Obst

Lara absolvierte nach ihrem Bachelor in Art and Culture Organisation an der Leuphana Universität, ihren Doppelmaster in Innovation Management and Entrepreneurship an der TU Berlin / Universität Twente. Ihre Zusatzmasterlabel erhielt sie in Sustainability Entrepreneurship sowie Design Thinking.

2016 gründete Lara bereits das Windstartup MOWEA mit und war später als Corporate Accelerator Managerin bei Climate-KIC, Europas größter Cleantech-Initiative. Als Gründerin von THE CLIMATE CHOICE verantwortet Lara das Business Development, die Kommunikation und alle Frage zum Thema Nachhaltigkeit. Lara, danke für deine ClimatePower!

Yasha – Co-Founder & Managing Director

Yasha Tarani THE CLIMATE CHOICE

Yasha ist leidenschaftlicher Gründer, durch und durch. Er möchte Dinge zum wachsen bringen, das besondere Potential in jedem Einzelnen hervorbringen und gemeinsam eine bestmögliche Zukunft kreieren. Yasha glaubt an das Gute im Menschen und hat die einmalige Fähigkeit Chancen aufzuspüren, um diese gewinnbringend für alle Beteiligten umzusetzen.

„Ich will etwas verändern und nicht darauf warten bis Dritte aktiv werden. Mein Motto ist daher: Mache zuerst das Offensichtliche leicht umsetzbar und fokussiere dich dabei auf einen hohem Wirkungsgrad. Für die Klimatransformation heißt das: Fange bei der Umstellung auf erneuerbare Energien, Maßnahmen zur Energieeffizienz und klimafreundlichen Reiserichtlinien an.”

Yasha Tarani

Yasha absolvierte seine Bachelor in Media Economics an der Hochschule der Medien in Stuttgart und später seinen Master in Management an der Leuphana Universität. Noch im Studium gründete er das Unternehmen resimo.com und war dort sieben Jahre lang als CEO tätig. Anschließend unterstützte er Tech-Startups im B2B Sales, Fundraising und Management. Als Gründer von THE CLIMATE CHOICE verantwortet Yasha Finanzen, Sales und Partnerschaften. Yasha, danke für deine ClimateEnergie!

#TeamClimate und Du

Das sind wir – THE CLIMATE CHOICE! Mit geballter Energie, Motivation und Expertise arbeiten wir gemeinsam an der Klimatransformationen.

Aber ohne unsere Community wäre das alles nicht möglich. Danke, dass Du dabei bist und uns unterstützt! Wenn du direkt in Kontakt treten willst, Fragen hast oder die Klimatransformation deines Unternehmens gestalten willst – schreib uns gerne an.

Lasst uns CO2 reduzieren!

2020 – Das Jahr der Klimatransformation. Über 1500 Unternehmen wollen klimaneutral werden

Die Zahl der Unternehmen und Regierungen, die sich verpflichtet haben, bis spätestens 2050 klimaneutral zu werden, hat sich laut dem neusten Report von EnviroLab und NewClimate Institute vergangenes Jahr mehr als verdoppelt.

Mehr als 1500 Unternehmen weltweit setzen sich Netto-Null-Klimaziele

Im Rahmen des jährlichen Klimagipfels wurde verkündet, dass die Anzahl der Unternehmen, die sich „Netto-Null-Ziele“ gesetzt haben, von 500 Ende 2019 auf derzeit 1.541 gestiegen ist. Diese Unternehmen repräsentieren gemeinsam 19,5 Millionen MitarbeiterInnen sowie ein Umsatzvolumen von 11,4 Billionen US$.

In ähnlicher Weise ist die Zahl der Regionalregierungen mit Netto-Null-Zielen im Jahr 2020 von 11 auf 101 angestiegen. Die Zahl der stadtweiten Netto-Null-Verpflichtungen hat sich von 100 auf 823 vervielfacht.

Städte und Regionen, die sich Kimaziele setzen.

Race-To-Zero fordert Organisationen auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen

Das „Race to Zero-Programms“ der UN stellt zusätzlich sicher, dass in Zukunft ein beträchtlicher Teil des globalen GDPs durch umfassende Dekarbonisierungsmaßnahmen umgestaltet wird. Die Race to Zero-Kampagne fordert weltweit Regierungen, Unternehmen und Organisationen auf, noch vor dem COP26-Gipfel Netto-Null-Emissionsziele festzulegen. Aktuell stellen die UnterzeichnerInnen 25% der globalen CO2-Emissionen sowie 50% des globalen GDPs dar. Die tatsächlichen Klimaziele, Zielsetzung der Reduktionsmaßnahmen und Zeitpunkte, unterscheiden sich allerdings bei allen UnterzeichnerInnen.

Zeitpunkt der „Netto-Null-Ziele“ und Anzahl der UnterzeichnerInnen

Gerade 2020 mehr Klimaschutz umsetzen

Einige der jüngsten Netto-Null-Zusagen unterstreichen, inwieweit die vollständige Klimatransformation bis spätestens 2050 selbst bei kohlenstoffintensiven Unternehmen und Regionen zum Maßstab für erfolgreichen Klimaschutz wird. Zu den wichtigsten Zusagen seit Jahreswechsel werden die Klimazielsetzungen von New South Wales in Australien, New Delhi, Kolkata und Chennai sowie von dem Zement- und Asphalthersteller LafargeHolcim, dem Technologieriese Facebook und dem Autohersteller Ford gezählt.

„Die Welt kann es sich nicht leisten, im Stich gelassen zu werden. Es geht darum, jetzt – im Jahr 2020 – Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen.“

Patricia Espinosa, Klimachefin der Vereinten Nationen.  

Gemeinsam mit KMUs und ZulieferInnen Klimaziele erreichen

Das neu ins Leben gerufene SME Climate Hub soll Millionen von Kleinunternehmen, die weltweit 90% der Unternehmen repräsentieren, dabei helfen Klimaschutzmaßnahmen zu beschleunigen. Die Initiative wird von einer Reihe globaler Akteure wie IKEA, BT Group und Ericsson sowie der Exponential Roadmap unterstützt. Diese haben angekündigt ihre Bemühungen zu verstärken, um kleinen Unternehmen in ihren Lieferketten zu helfen, ebenfalls Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Der Höhepunkt der aktuellen Klimazielsetzungen wird am 10.10.2020 der Ted Countdown darstellen, wo zahlreiche Initiativen und Akteure ihre Klimamaßnahmen einem breiten Publikum vorstellen.

Jetzt deine Klimatransformation starten!

2020 ist und bleibt das Jahr der klimaneutralen Wirtschaft. Wir bleiben mehr als gespannt und freuen uns, auch dein Unternehmen bei seiner erfolgreichen Klimatransformation zu begleiten. Schreib uns einfach an oder sende gleich deine kostenlose Anfrage.

Emissionsfreie Flottenziele. Wie Unternehmen Schritt für Schritt ihren Fuhrpark umstellen

Brauchen wir noch einen Beweis dafür, dass ganze Fahrzeugflotten emissionsfrei fahren können? Wenn ja, dann ist es dieser: Walmart kündigt an, dass alle seine Fahrzeuge, einschließlich Langstrecken-LKWs, bis 2040 elektrifiziert und auf „Null Emissionen“ gesetzt werden sollen. Dazu gehören mehr als 10.000 Fahrzeuge.

Klimaziele und Kostenreduktion

Der Einzelhändler wählt die radikale Transformation, um seine ambitionierten Klimaziele zu erreichen, aber auch, um Betriebs- (weniger Dieselkraftstoffverbrauch) und Wartungskosten zu senken. Damit steht Walmart nicht alleine da. Im vergangenen Jahr gab Amazon das Ziel bekannt, alle seine Waren über Netto-Null-Lieferungen zustellen zu wollen. Dafür ist geplant 100.000 Elektrofahrzeuge zu kaufen.

Deutsche entdecken Vorteile

Elektromobile in Fahrzeugflotten leisten einen entscheidenden Beitrag zur CO2-Minimierung, senken Kosten bei Kfz-Steuer, Versicherung und Betrieb und transportieren ein umweltbewusstes Bewusstsein. Die Krise der Automobilindustrie hat somit einen klaren Gewinner: das Elektroauto. Während die weltweiten Autoverkäufe der deutschen Hersteller in Q2 2020 um ein Drittel eingebrochen sind, steigen die Kurven für Fahrzeuge mit Elektromotor stark an. Stromer kamen so im August auf einen Marktanteil von mehr als 13% bei den Neuzulassungen – es wurden 16.076 reine Elektroautos und 17.095 Plug-in-Hybride angemeldet.

Was ist mit der Reichweite?

Die heutige Generation E-Autos schafft 400 km und mehr. Im Rahmen des „Tesla Battery Day“ stellte Elon Musk kürzlich sogar das neue Tesla Spitzemodedl S Plaid vor, welches laut Angaben des Herstellers bei unglaublichen 840 km liegen soll. Damit wäre die typische Reichweitenangst kein Thema mehr. Eingeschränkte Reichweiten lassen sich zusätzlich durch ein kluges Management von Fahrzeugen, Ladevorgängen und Energieressourcen auffangen. In Städten ist der elektrische Antrieb somit nicht nur ein Kostenvorteil, sondern unterstützt auch Umwelt- und Lärmschutz.  

Förderung (gewerblicher) E-Mobilität

Seit 2015 hat sich in Deutschland die Anzahl von Elektro-Autos auf der Straße mehr als verdreichfacht. Ein Grund für den aktuellen Elektroboom dürfte die deutlich gestiegene Kaufprämie sein. Sie ist Teil des Konjunkturpakets, das die Bundesregierung nach einem Gipfeltreffen mit der Automobilbranche im Mai beschlossen hat. Bis zu 9.000€ beträgt die Förderung für Batteriefahrzeuge seitdem.

Bund und Länder setzen zusätzlich auf zahlreiche Förderprogramme, um die gewerbliche Nutzung von E-Fahrzeugen zu steigern. In Berlin wird das Förderprogramm „Wirtschaftsnahe Elektromobilität“ (WELMO) ab dem 01.10.2020 mit geänderten Fördervoraussetzungen wieder für die Antragstellung geöffnet. Künftig werden elektrisch betriebene leichte Nutzfahrzeuge ab einem Nettolistenpreis von 40.000€ mit 25% des Nettolistenpreises, maximal 15.000€ je Fahrzeug, gefördert. Zudem werden mit der Wiederaufnahme von WELMO auch elektrische Klein- und Leichtfahrzeuge gefördert.

Einblicke in E-Mobilität für Unternehmen

eeMobility unterstützt Unternehmen dabei, Elektrofahrzeuge in bestehende Fuhrparks zu integrieren, oder diese Schritt für Schritt umzustellen. Ziel ist es, individuelle Mobilitätsanforderungen zu erfüllen und die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen. Im CHOICE Webinar #9 stellt uns Geschäftsführer Robin Geisler die reibungslose Transformation des firmeneigenen Fuhrparks vor.

CHOICE Webinar, 15.10.2020, 13.00 – 14.00 Uhr.

Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung.

CO2- Kompensation. Darauf sollten Unternehmen achten.

Im CHOICE Webinar #8 stellte Vera Bünte von KlimaKollekte das Thema CO2-Kompensation für Unternehmen vor. Sie zeigte auf, welche CO2-Preise sie für Qualität und Fairness als wichtig erachtet, welcher Standard hilft, um gute Projekte zu erkennen und wie sich Greenwashing von Offsetting unterscheidet. 

Das aufgezeichnete CHOICE Webinar findest Du unten, hier folgt eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

Klimagerechtigkeit: Die Besonderheiten der CO2-Kompensation

Ganzheitlicher Klimaschutz sollte mit sozialer Gerechtigkeit verbunden werden, so das Konzept von KlimaKollekte und zahlreichen, zertifizierten Klimaprojekten. 

Nach Kyoto-Protokoll ermöglichen es freiwillige Kompensationsmaßnahmen unvermeidbare CO2-Emissionen in Industrieländern, durch Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern zu kompensieren. Ziel dabei ist es Menschen vor Ort zu unterstützen Klimaschutz voranzubringen und gleichzeitig lokale Lebensbedingungen zu verbessern. Klimaschutzprojekte setzen daher besonders dort an, wo der Klimawandel schon heute stark zu spüren ist, aber auch „kostengünstig“ angegangen werden kann. In Ländern des globalen Südens.

Daraus resultiert allerdings der Vorwurf des Greenwashings. Warum setzen wir nicht gleich vor der eigenen Haustüre an?

Gegen Greenwashing – Qualitätsstandard sichern

Der von WWF und anderen Umweltverbänden entwickelte Gold Standard (GS), strebt danach Kompensationsprojekte überprüfbar und fair zu gestalten.

  • Es handelt sich um den weltweit strengsten Zertifizierungsstandard für Klimaschutzprojekte, der sicherstellt, dass diese zusätzlich, permanent und effektiv sind.
  • Der GS regt Unternehmen an „Klima positiv“ zu werden und neben starken CO2-Reduktionsmaßnahmen, auch Kompensation als Klimaschutz zu betreiben.
  • Neben der Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen und Klimaschutz, sichert er ebenso soziale Entwicklung. Der GS führt dazu u.a. auf wie stark die jeweiligen Klimaprojekte auf einzelne soziale, wirtschaftliche und ökologische Werte einzahlen.
  • Derzeit wird an der Entwicklung eines neuen Standards gearbeitet, dem “Gold Standard for the Global Goals (GS4GG)”, der verstärkt die Auswirkungen auf Bereiche wie Gesundheit und Wasserversorgung messen soll.

Greenwashing und Offsetting können nah beieinander liegen. Ergreifen Unternehmen allerdings umfangreiche Reduktionsmaßnahmen, folgen anerkannten Standards und erkennen Klimaschutzprojkete als Teil ihrer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie, so kann Offsetting ein wertvoller Schritt für sichtbare und greifbare, unternehmerische Verantwortung sein.

Mit diesen CO2-Preisen kannst Du rechnen

Die Kosten von Kompensationsprojekten variieren stark. Bei der KlimaKollekte kostet der Ausgleich von einer Tonne CO2, also einem Zertifikat, 23€. Dabei gehen 89% (19€) direkt an die Projekte, 2,50€ fließen in die Administration und 1,50€ in einen Kleinstprojektefond. Als gGmbH strebt die KlimaKollekte danach Qualität und Standard der Projekte sicherzustellen und arbeitet daher hauptsächlich mit Goldstandard Projekten.

Ein Beispiel eines Klimaschutzprojekts

Ruanda

Hier wird üblicherweise auf offenen Feuerstellen gekocht. Weite Strecken müssen zurückgelegt werden, um das knappe Brennholz zu beschaffen.  Durch das Projekt entstehen nun 6.000 energieeffiziente Brennholzöfen. Darüber hinaus werden 6.000 Wasserfilter installiert, um verschmutztes Wasser reinigen zu können. 

Nun wird 45% weniger Brennholz benötigt und durch eine geringere Rauchentwicklung werden Atemwegserkrankungen reduziert. Durch den Bau und die Wartung der Öfen, werden Arbeitsplätze geschaffen.

Dieses Projekt läuft über sechs Jahre und führt zu einer CO2-Einsparung von 173.000 t CO2.

Der CHOICE Workshop in ganzer Länge

Du hast Fragen an Vera Bünte oder suchst nach weiteren AnbieterInnen, um dein Unternehmen klimaneutral zu gestalten? Gerne helfen wir dir weiter.

Die neuen Klimaziele: Historische CO2-Emissionen von Unternehmen und ganzen Kontinenten

Unternehmen beginnen Pionierarbeit zu leisten, um nicht nur ihren aktuellen CO2-Fußabdruck, sondern auch ihre historischen CO2-Emissionen auszugleichen.

Historischen Fußabdruck ausgleichen

Als Microsoft Anfang dieses Jahres ankündigte bis 2030 CO2-negativ zu werden, ging es noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen plant seinen historischen CO2-Fußabdruck seit seiner Gründung in 1975 auszugleichen. Ein Ziel, das andere Unternehmen aufzugreifen beginnen. Zuletzt kündigte Velux an seine historischen Emissionen auszugleichen. Der in Dänemark ansässige Dachfensterhersteller, verspricht erzeugte Treibhausgase aus den letzten 79 Jahren durch Aufforstungs- und Biodiversitätsprojekte zu kompensieren, um „lebenslang klimaneutral“ zu werden.

Verursacherprinzip als Leitsatz

Woher kommen die neuen Klimaziele? Um im Einklang mit dem Ziel des Pariser Abkommens – die globale Erwärmung unter 1,5 Grad Celsius zu halten – zu sein, richten immer mehr Unternehmen ihren Blick über CO2-Neutralität hinaus. Sie streben danach Verantwortung für ihre historischen Emissionen nach dem Verursacherprinzip zu übernehmen, so Marco Lambertini, der internationale Generaldirektor der Umweltorganisation WWF.

Der Blick in die Zukunft zählt

Ein Problem bei der Verbreitung dieser Praxis ist allerdings, dass es für ein Unternehmen nicht einfach ist, die Emissionen in der Vergangenheit abzuschätzen. Es gibt keine Standardmethode zur Berechnung des historischen CO2-Fußabdrucks. Zusätzlich ist laut Exponential Roadmap gerade der Blick in die Zukunft wichtig. Nur eine sprichwörtlich exponentielle Reduktion der firmeneigenen Emissionen kann eine Reduktion der globalen Treibhausgase bis 2050 ermöglichen.

Walmart setzt daher auf Reduktionsmaßnahmen: Bis 2040 plant das Unternehmen, im weltweiten Betrieb emissionsfrei zu sein, ohne Offsetting zu verwenden. Mit anderen Worten, es strebt tatsächlich „Null“ Emissionen an, keine Netto-Null. Hauptmaßnahme wird dabei der Umstieg auf 100% Erneuerbare.

„Gemeinsam müssen wir als Gesellschaft nicht nur aufhören zu emittieren, sondern auch Kohlenstoff aus der Atmosphäre abbauen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden“

Kathleen McLaughlin, Executive Vice President und Chief Sustainability Officer von Walmart, Präsident der Walmart Foundation.

EU und China setzen neue Klimaziele

Unternehmen erhalten bei der Erstellung ihrer Klimaziele verstärkt Vorgaben durch politische Forderungen. Die EU positioniert sich aktuell als Klimavorreiterin und strebt eine Reduktion der CO2e-Emissionen bis 2050 um mehr als 50% an. Doch gerade macht ihr China diese Position streitig.

Größter CO2-Emitter will bis 2060 klimaneutral werden

Status Quo: Fossile Brennstoffe

Bisher ist China weltweit der größte Kohlendioxidemitter und für rund 28% der weltweiten Emissionen verantwortlich. 2018 und 2019 stiegen sogar die Emissionen des Landes, das bis heute 85% seiner Energie aus fossilen Brennstoffe gewinnt.

Ankündigung: Klimaneutralität

Doch Präsident Xi Jinping kündigte bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York an, sein Land werde seine Spitzen-Emissionswerte vor 2030 erreichen und vor 2060 CO2-neutral sein. Da das Land der Mitte für das konsequente Erreichen seiner politischen Ziele bekannt ist, kann man hier sehr gespannt sein.

Klimawirtschaft versus Klimaziele

Schon heute produziert China 45% aller Windturbinen und über 60% der weltweiten Solaranlagen. KlimaforscherInnen zeigen allerdings, dass China bereits 2030 klimaneutral sein müsste, um mit einer Wahrscheinlichkeit von 66% die globale Erderwärmung unter 1,5°C zu begrenzen. Die EU übrigens 2032.

New Normal: Eine klimaneutrale Wirtschaft für alle

Die Ankündigung Chinas wird nichtsdestotrotz weltweit als wichtiger Schritt der Klimatransformation anerkannt. Die erfolgreiche Umsetzung der chinesischen Klimaziele könnte allein zu 0,25°C weniger Erderwärmung führen. Präsident Xi Jinping forderte außerdem alle Länder auf, nach der Coronavirus-Pandemie eine umweltfreundliche Erholung der Weltwirtschaft zu erreichen.

 Stellt sich also die Frage: Wird Washington und der Rest der Welt folgen?

Best Practice Beispiele der Klimatransformation: Insights und Highlights vom #CTS2020.

Dank dem Pariser Abkommen reden wir heute nicht mehr über ein „Ob“, sondern über das „Wie“ der Klimatransformation. Wie können wir es schaffen, bis 2050 eine klimaneutrale Wirtschaft aufzubauen?

Der Best Practice Guide zum #CTS2020

Beim Climate Transformation Summit Ende Juni, haben wir mit 50 Expert*innen und 500 Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland über Lösungen für eine erfolgreiche Klimatransformation entlang folgender 7 CLIMATE Kategorien diskutiert: Energie, Gebäude, Produktion, Mobilität, Food, Digitales und Umwelt. Mit dabei waren ClimatePartner, Climeworks, Eaternity, Ecosia, Klima.Metrix, Plan A, SirPlus und viele mehr!

Highlights und Beispiele

Die Highlights stellen wir nun im Best Practice Guide #Klimatransformation vor.

Ein Key-Learning aus dem #CTS2020 war für uns, dass sich Klimabeauftragte gerade heute mehr Vernetzung und transparentes Wissen wünschen. Mit dem Best Practice Guide #Klimatransformation wollen wir Wissen der Klimatransformation für die Praxis anwendbar machen.

THE CLIMATE CHOICE Gründerin Lara Obst.

Emissionen einsparen, aber wie?

Viele Unternehmen setzen schon heute auf umfangreiche CO2-Reduktion als langfristiges Klimaziel, sowie die eigene Klimaneutralität. Laut IPCC Report müssen wir zunächst 50% unserer Emissionen bis 2030 einsparen, um so die Weichen für eine Erderwärmung deutlich unter 2°C zu stellen.

„Für eine vollständige Berechnung des unternehmerischen CO2-Fußbadrucks, ist der Einbezug von Emissionen entlang der eigenen Lieferkette unabdingbar. Diese sind durchschnittlich 5,5-mal höher als direkte Emissionen und müssen daher in jeder umfassenden Klimastrategie, im GHG-Accounting und der Berichterstattung berücksichtigt werden.“

Linda Kannenberg, CDP

Jetzt loslegen!

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, diese Ziele in konkrete Handlungen zu überführen. Die Exponential Roadmap zeigt dazu 36 skalierbare Maßnahmen in 7 Industrien auf, die wir in die 7 Climate Impact Kategorie überführt haben. Gerade kleineren Unternehmen fehlen jedoch oft die Ressourcen, um ins Handeln zu kommen – dafür bündelt der Best Practice Guide konkrete Ansätze und Inspirationen um direkt loszulegen.

Der vollständige Guide steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung!

Science Based Targets entwickelt den ersten Standard für Net-Zero Klimaziele

Die Initiative Science Based Targets (SBTi) startete Anfang der Woche die Entwicklung des ersten wissenschaftsbasierten, globalen Standards für die Festlegung von Net-Zero-Zielen für Unternehmen. Dieser soll sicherstellen, dass die „Netto-Null“-Klimapläne zahlreicher Unternehmen in Maßnahmen umgesetzt werden, die mit der Erreichung des 1,5°C-Ziels vereinbar sind und eine klimaneutrale Wirtschaft bis spätestens 2050 sicherstellen. Der neu veröffentlichte Report stellt konzeptionelle Grundlagen für wissenschaftlich fundierte CO2-Reduktions-Ziele dar und wurde in einem online Webinar den Klimabeauftragten dieser Welt vorgestellt. Hier in Kürze die wichtigsten Hinhalte.

Neu erschienener Report zeigt Grundlage für Reduktionsziele auf

„Während die Regierungen daran arbeiten, sich von den verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu erholen, haben wir die einmalige Gelegenheit, eine gesunde, belastbare und kohlenstofffreie Wirtschaft aufzubauen, die zukünftige Bedrohungen abschwächt, menschenwürdige Arbeitsplätze schafft und nachhaltiges Wachstum ermöglicht.“

Nigel Topping, UK High Level Climate Action Champion für die COP26.

Emissionen müssen auf Netto-Null sinken

Der Report bezieht sich zunächst darauf, dass der Sonderbericht 2018 des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) betont, dass die globalen Emissionen bis 2050 auf null sinken müssen, um die katastrophalsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden. Daher legt der neue Bericht des SBTi – in Absprache mit einer Vielzahl von Interessengruppen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Naturschutz und Finanzen – die Grundlagen für die Festlegung von Netto-Null-Zielen von Unternehmen. Diese werden in detaillierte Richtlinien und Kriterien übersetzt, die nun von der Initiative im Rahmen eines fortgesetzten Multi-Stakeholder-Prozesses entwickelt werden.

„Die Klimawissenschaft muss den Unternehmenssektor über Netto-Null-Ziele informieren, um sicherzustellen, dass die wachsende Dynamik hinter den Plänen auch in Maßnahmen umgesetzt wird, die mit der Erreichung der Klimaneutralität bis spätestens 2050 vereinbar sind.“, so die Autoren des Papiers.

Voraussetzungen für wissenschaftsbasierte Klimaziele

Damit ein Reduktionsziele von Unternehmen nach SBTi wissenschaftlich fundiert sind, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:

  1. Sie müssen zu einer Dekarbonisierung führen, die mit der tiefgreifenden Reduzierung der Emissionen in der Weltwirtschaft vereinbar ist, um die Erwärmung auf 1,5 ° C zu begrenzen.
  2. Die Auswirkungen von Rest-Emissionsquellen müssen klimawirksam neutralisiert werden.

Kompensation und CO2-Reduktion

Hierzu können Unternehmen ihre Emissionen beim Übergang zu einem Netto-Null-Zustand ausgleichen. Dies kann dazu beitragen, dringend benötigte Finanzmittel von Unternehmen auf Klimaaktivitäten zu lenken, mit denen Emissionen vermieden oder die Kohlenstoffkonzentration in der Atmosphäre gesenkt werden können. Durch die Kompensation von Emissionen entfällt jedoch nicht die Notwendigkeit, die Emissionen im Einklang mit der Wissenschaft zu reduzieren. Die CO2-Reduktion muss also die übergeordnete Priorität für Unternehmen und der zentrale Schwerpunkt jeder glaubwürdigen Netto-Null-Strategie sein.

„Net-Zero bis 2050 ist unser Nordstern, aber jede Sekunde, die bis dahin vergeht, wird bestimmen, ob wir dort ankommen. Es ist keine Zeit zu verlieren. Neben den langfristigen Ambitionen müssen wir jetzt und in allen Bereichen der Weltwirtschaft aggressive Emissionsreduzierungen im Einklang mit der Klimawissenschaft realisieren. Hunderte von Unternehmen auf der ganzen Welt zeigen bereits, dass dies möglich ist, und vertrauen auf die Wissenschaft, um die CO2-freie Wirtschaft der Zukunft aufzubauen.“

Alberto Carrillo Pineda, CDP.

Klimapolitik. Worauf sich Firmen im politischen Herbst 2020 einstellen sollten.

Die Sommerpause ist vorbei, die PolitikerInnen kehren zurück. Im CHOICE Webinar „Klimapolitik“ haben uns David Wortmann und Niels Schnoor von der Cleantech Strategieberatung DWR eco ihre Einschätzung des politischen Herbsts 2020 dargestellt. Das Video findest du weiter unten zum Nachschauen, hier die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte (nach David Wortmann).

Status Quo Klima: Ganz klar handlungsbedürftig!

Die globale Klimakrise hatte keine Sommerpause, ganz im Gegenteil. Der Nordpol erwärmt sich rasant: Der Eisverlust im arktischen Ozean ist in den letzten 40 Jahren auf die 8-fache Größe Deutschlands angewachsen. Selbst Sibirien schaffte es zeitweise auf 38° Celsius, sodass hier Wälder brannten. In den USA tobte Hurrikan »Laura« und in Kalifornien überraschen die Brände kaum noch.

Da fragt man sich, wie die Politik in Deutschland auf das Klima eingehen wird? Können wir Ende 2020 noch mit einem Fokus auf langfristige Ziele rechnen oder bleibt die große Koalition mit Blick auf die Bundestagswahl 2021 inaktiv?

Eine Übersicht der wichtigsten klimapolitischen Themen

I. Neuauflage Erneuerbare-Energien-Gesetz

Schon lange müsste längst entschieden werden in wieweit Wind-, Solar- und anderer erneuerbarer Energieanlagen pro Jahr ausgebaut werden. Nicht nur, um mindestens 65% erneuerbare Energien bis 2030 zu erreicht, sondern auch um die Benutzung von Altanlagen (die nun nach 20 Jahren ihre EEG-Vergütung verlieren) zu regeln. Sie einfach abzuschalten wäre werde ökonomisch noch ökologisch sinnvoll.

II. Off-Shore Windenergie werden ausgebaut

Wie viel Energie soll auf See durch Windkraft erzeugt werden? Offshore-Wind könnten bis 2030 auf 20GW und bis 2040 auf 40GW angehoben werden. Hier müssen neue Höchstwerte definiert werden.

III. Noch keine Reform der Netzentgelte in Sicht

Im Koalitionsvertrag 2016 wurde zwar formuliert, dass eine verursachergerechte Verteilung der Netzkosten aufgebaut werden soll – um Anreizen zur Flexibilität und Netzdienlichkeit für erneuerbare Energien zu schaffen – aber viel ist noch nicht passiert.

IV. Dynamische Stromtarife kommen, aber wann?  

Die EU-Strommarkt-Richtlinien verlangen eine Verringerung staatlich veranlasster Strompreisbestandteile wie Umlagen, Abgaben und Steuern. Diese kenne wir in Deutschland zur Genüge. Die Bundesregierung müsste daher, bestehende Abgaben- und Umlagesysteme reformieren. Aber dass es noch zu konkreten Entscheidungen kommt, gilt als unwahrscheinlich.

V. Das ändert sich sicher: Der CO2-Preis

Alle Inhalte des CHOICE Webinars!

Live Beitrag vom CHOICE Webinar, mit David Wortmann und Niels Schnoor.

Die Chancen und Herausforderungen einer klimaneutralen Wirtschaft gestalten sich neu. Doch eines ist klar: Noch nie war Wandel so systematisch spürbar! Die eigene Klimatransformation wirkt dabei für Großunternehmen, ZulieferInnen und KMUs die Möglichkeit transistorische Risiken zu minimiere und zukunfsorientierte Positionen einzunehmen.

Wie geht es weiter?

Bei Fragen rund um eine erfolgreiche Transformation helfen wir gerne weiter. Ansonsten findest Du auf LinkedIn die nächsten, kostenlosen CHOICE Webinare, zu denen wir dich gerne über unsere CLIMATE News einladen.

Fairness per Gesetz. Sorgfaltspflicht in der Lieferkette.

Die globale Wertschöpfungskette macht 80% des Welthandels aus. In 2018 kamen alleine 320.000 Export-Unternehmen in Deutschland auf einen Umsatz von 1.3 Billionen Euro. Im Import waren 775.000 Unternehmen aktiv (BMZ). Dabei entstehen täglich unzählige Kaufentscheidungen entlang der eigenen Lieferkette: Der Kaffee aus Brasilien, die Pflastersteine aus Indien oder das Cobalt aus dem Kongo – sind diese Produkte nachhaltig produziert und vor allem fair für alle Beteiligten? In globalen Lieferketten sind heute 450 Millionen Menschen beschäftigt, da fehlt es leicht an Übersichtlichkeit, Transparenz und klaren Regelungen. Das Lieferketten-Gesetz soll das nun ändern, aus Deutschland heraus. Das hat sowohl etwas mit Umweltschutz zu tun, als auch mit Menschenrechten. Wie dies geschehen soll und was bereits festgelegt ist, findest du im Folgenden heraus.

Die Diskussion um das Lieferketten-Gesetzt

Die letzten Monate haben gezeigt, dass Unternehmen, die auf verlässliche Partnerschaften setzen, ihre LieferantInnen kennen und sich gegenseitig unterstützen, ebenfalls krisenfester sind. Das Lieferkettengesetz, das Menschenrechte und Sorge für die Umwelt verpflichtet, soll nun ins Gesetzt verankert werden. Teile der Wirtschaft begrüßen diese verordnete „Sorgfaltspflicht“, andere lehnen sie ab und verweisen auf die Aufgabe des Staates. Sie fordern: Transparenz, Nachhaltigkeit und Fairness, wie bislang üblich durch Leitlinien und freiwillige Verpflichtungen zu regeln. Das aber soll jetzt anders werden.

Aktuelle Entwicklung des Gesetzentwurfes

Das Bundeskabinett wird am 26. August den Gesetzentwurf von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) unter dem Namen „Sorgfaltspflichtengesetz“ diskutieren. Frisch nach der Sommerpause scheint ein guter Zeitpunkt zu sein, um darüber nachzudenken wie wir die zweite Hälfte von 2020 nutzen wollen, um Nachhaltigkeit zurück auf die Agenda zu holen. Das Gesetz sieht daher vor: Unternehmen ab einer Größe von 500 Beschäftigten zur Wahrung von Menschen-, Arbeits- und Umweltrechten in ihrer „globalen Lieferkette“ zu verpflichten. Konkrete Formulierungen sind bisher allerdings noch nicht veröffentlicht worden.

Welche Regelungen bestehen bereits?

Die Bundesregierung setzt bislang auf freiwillige Verpflichtung entlang der Lieferkette. 2018 wurde allerdings im Koalitionsvertrag vereinbart, ein Gesetz zu beschließen, sofern diese Freiwilligkeit nicht eingehalten werden. Vorgaben zu dieser Freiwilligkeit beschreibt der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP). Dieser wurde Ende 2016 verabschiedet und setzt UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte um, die der UN-Menschenrechtsrat 2011 beschlossen hatte. Darin werden die staatliche Schutzpflicht und die unternehmerische Verantwortung für Menschenrechte in globalen Lieferketten definiert.

Warum es jetzt anders werden soll

Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sehen das Prinzip allerdings als gescheitert an. Sie wollen noch in dieser Legislaturperiode ein entsprechendes Lieferkettengesetz auf den Weg bringen. Hintergrund ist eine Befragung der Bundesregierung unter deutschen Unternehmen – nur etwa 455 Unternehmen von 2.250 haben befriedigende Antworten zurückgesendet. Weniger als 50% seien somit ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht nachkommen, teilten die Ministerien mit.

Was soll das neue Lieferkettengesetz bringen?

Das Lieferkettengesetz soll Menschen und Umwelt in der globalen Wirtschaft schützen, im dem die sogenannten „externen Kosten“ in die Produktentstehung mit einberechnet werden müssen. Höhere Kosten durch Sicherheit am Arbeitsplatz, Hygienemaßnahmen oder Umweltschutz würden dann durch höhere Produktpreise sichtbar, aber auch gefördert und unterstützt. Das Motto „Qualität hat seinen Preis“ soll hier zum Tragen kommen. Kinderarbeit, Ausbeutung, Diskriminierung, Arbeitsrechte und Umweltzerstörung sollen verhindert werden sowie illegale Abholzung, Pestizid-Ausstoß, Wasser- und Luftverschmutzung gestoppt werden. Können aber Unternehmen wirklich für das Wirken Dritter zur Verantwortung gezogen werden?

Wie könnte das konkret in der Praxis aussehen?

Firmen würden durch das Gesetzt verpflichtet werden, entlang ihrer gesamten Lieferkette ökologische und soziale Mindeststandards durchzusetzen. Regelmäßige Risikoanalysen, konstante Erfassung der eigenen Ökobilanz aber auch lokale Bemühungen, um Transparenz, Fairness und Umweltschutz zu belegen, würden nötig werden. Sprich: die Transitorischen Kosten dieser Lieferketten-Transformation würden mittelfristig ansteigen. Gleichzeitig würden Bußgelder oder der Ausschluss aus Handelszonen bei Verstößen gegen das Gesetz drohen. Ein Preisanstieg für Produkte und Services würde folgen. Speziell in den sogenannten Risiko-Industrien Textilien, Leder und Chemikalien, in denen Lieferketten häufig soziale und ökologische Mängel aufweisen, müssten mit Preissteigerungen rechnen. Kritiker heben daher einen Wettbewerbsnachteil für deutsche Unternehmen ab 500 MitarbeiterInnen hervor, für die das Gesetzt verpflichtend wäre. Andersherum würde mehr Transparenz und Fairness in den Lieferketten die Risiken zukünftiger Krisen und umweltbedingter Produktionseinbußen mindern. KundInnen und InvestorInnen könnten ebenfalls positiv auf rasche Änderungen reagieren.

Kritik

Für das Verhalten Dritter zu haften, das widerspricht laut KritikerInnen den Regeln der Vereinten Nationen. Probleme in der Umsetzung, Wettbewerbsnachteile und aktuelle Wirtschaftskrisen würden das Gesetz aktuell nicht praktikabel machen – so der Bundesverband der Deutschen Industrie, die Deutsche Industrie- und Handelskammer. Peter Altmaier sieht das ähnlich.  

 „Dass die Verantwortung jetzt auf die Unternehmen abgewälzt werden soll, ist ungeheuerlich. Und deutsche Alleingänge nützen den Menschen in den Entwicklungsländern überhaupt nicht – sie zementieren nur die Armut in diesen Ländern.“

Anton Börner (65), Ehrenpräsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA)

Unterstützung

Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein Zusammenschluss von mehr als 60 renommierter Organisationen, die sich einem gemeinsamen Ziel verpflichten. Nach eigenen Aussagen treten sie für eine Welt ein, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden – auch im Ausland. Sie fordern das Lieferkettengesetz – darunter KIK, Nestlé, Tchibo, Rewe, Ritter Sport, Oxfam, Weleda und Vaude. Sie glauben: Freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Stattdessen sollen sie in Zukunft für Schäden an Mensch und Umwelt – in ihren Lieferketten verursacht oder in Kauf genommen – haften. Sie fordern die Regierung auf zu handeln und schlagen folgende Punkte für das Lieferkettengesetz vor.

Das soll im Gesetzt stehen

  1. Unternehmerische Verpflichtung in der gesamten Wertschöpfungskette Sorgfalt walten zu lassen. Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte müssen sichergestellt werden, Unternehmen müssen ihr Risiko analysieren, wirksame Maßnahmen ergreifen und darüber berichten.
  2. Der Zusammenhang zwischen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung soll anerkannt werden. Umweltschäden (wie z.B. Verseuchtes Trinkwasser oder gerodete Wälder), die aus wirtschaftlichen Tätigkeiten entstehen, gefährden oftmals auch grundlegende Menschenrechte.
  3. Eine staatliche Behörde muss dazu befugt sein, die Einhaltung der Menschenrechts- und Umweltschutzvorgaben zu kontrollieren. Sanktionen für Unternehmen, die das Gesetz missachten müssen durch Bußgelder oder den Ausschluss von öffentlichen Aufträgen und der Außenwirtschaftsförderung durchgesetzt werden.
  4. Nicht nur große Unternehmen sollten betroffen sein, sondern alle Unternehmen aus Sektoren mit großen Menschenrechtsrisiken – etwa der Textilbranche, der Auto- oder Chemieindustrie.
  5. Eine zivilrechtliche Haftung muss ermöglicht werden, wenn ein Schaden eingetreten ist. Es muss Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen im Ausland die Möglichkeit gegeben werden, von Unternehmen vor deutschen Gerichten Schadensersatz einzuklagen, wenn sie keine angemessenen Sorgfaltsmaßnahmen ergriffen haben.

Deutsches Gesetz in der EU

In Deutschland ist man sich noch uneinig wie das Lieferkettengesetz gestaltet werden sollte. Eines ist allerdings klar: Die Integration in europäisches Gesetz ist dringend erforderlich. Das Wirtschaftsforum der SPD sprach sich daher dafür aus, das Gesetz sofort europäisch zu denken, um „eine Zersplitterung des EU-Binnenmarkts durch unterschiedliche nationale Regelungen“ zu verhindern. So kündigte EU-Justizkommissar Didier Reynders  bereits am 29. April 2020 an, im Jahr 2021 einen Gesetzesentwurf zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht vorlegen zu wollen. Diese Ankündigung wurde von Europaabgeordneten und Befürwortern eines deutschen Lieferkettengesetzes begrüßt.

Wie geht es weiter?

Es bleibt abzuwarten, wie die Bundeskabinett reagiert. Als Inspiration könnten ähnliche Gesetzt aus den Niederlanden, Frankreich und der Schweiz dienen. Transparenz, ja. Da sind sich viele einig. Zu welchen Kosten, das scheint nicht klar zu sein. Ein vorausschauendes Unternehmertum stellt sich besser heute als morgen auf steigende Regulation und Forderungen nach Nachhaltigkeitsstandards ein. Eine frühzeitige Transformation kann Wettbewerbsvorteile sicherstellen und den eigenen Einfluss auf Mensch, Natur und Gesellschaft positiv verbessern. Wir helfen gerne weiter bei Fragen zum Lieferketten-Management.

Bildquelle: Morning Brew und Donald Giannatti  auf Unplash.com.

CLIMATE NEWS: DAS KLIMAWORT DER WOCHE

Kohleverstromungsbeendigungsgesetz

Schönes deutsches Wortungetüm, was verbirgt sich dahinter? Die Zeichen stehen auf Wandel. Kurz bevor Peter Altmaier diese Woche Versäumnisse in der Klimapolitik einräumte, verkündete die Bundesnetzagentur einen weiteren bedeutenden Schritt. Den Kohleausstieg!

Klimaneutralität, bis 2050

Altmaier betonte, in den kommenden Monaten den Weg zur Klimaneutralität „unumkehrbar“ zu machen. Der Kohleausstieg, der Green Deal der EU und der neue CO2-Preis seinen Beispiele dafür, dass die Bundesregierung den Klimaschutz ernst nimmt.

Das ist in Sachen Kohleausstieg passiert

Bundestag und Bundesrat haben das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz verabschiedet. Damit ist die Stilllegung der Kohlekraftwerke bis zum Jahr 2038 beschlossen. Vorteil: Mit dem Gesetz wird ein Zeitplan zur Abschaltung der Kohlewerke festgesetzt. Nachteil: Ein Kohleausstieg nach 2030 sehen UmweltwissenschaftlerInnen als zu spät an. 

2020 voller erneuerbarer Energie

Der Corona-Einbruch der Wirtschaft hat bereits zu einer deutlichen Verschiebung im deutschen Energiemix geführt. Im ersten Halbjahr 2020 ist der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Energieverbrauch erstmals höher als der von Stein- und Braunkohle, wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen auf der Basis vorläufiger Zahlen errechnet hat. Der Verbrauch an Braunkohle sei um mehr als 1/3 gesunken, Steinkohle um 1/4.

Und was ist mit Kohle…?

Zum Vergleich: In den ersten 6 Monaten diesen Jahres lag der Anteil der Kohle an der deutschen Nettostromerzeugung lediglich bei rund 20 %. Im Jahr 2019 betrug dieser 29 % und 2018 sogar 37 %. Es zeigte sich also, dass der Ausbau Erneuerbarer, günstige Gaspreise und gestiegene Preise für Emissionszertifikate die Kohlestromproduktion auch ohne ein Ausstiegsgesetz und ohne Entschädigungszahlungen allein aus wirtschaftlichen Gründen stark zurückdrängen (Fraunhofer ISE 2020).

Kohleausstieg mit Prämie

Kritischer Punkt des Kohleausstiegs bleiben daher die „Prämien“ zur Abschaltung der Steinkohlekraftwerke, welche voraussichtlich ab 1.9.2020 durch Ausschreibungen freigeschaltet werden. BetreiberInnen können sich bis 2027 auf diese bewerben, um gegen eine Zahlung ihre Werke abzuschalten – wer die geringste Entschädigung verlangt, bekommt den Zuschlag. 40€ Milliarden sind dafür vorgesehen. Förderanreize für einen früheren Ausstieg oder regionale Wirtschaftstransformation fehlen allerdings. 

Wirtschaft und Gesellschaft will mehr

Bleibt also die Frage: Wie genau nehmen es Altmaier und Bundesregierung mit der Klimaneutralität bis 2050? Wirtschaft und Gesellschaft fordern Planbarkeit und Minimierung zukünftiger Klimarisiken. Es gibt in Deutschland eine breite Mehrheit für die international vereinbarten Klimaschutzziele. 2/3 der deutschen Haushalte befürworten außerdem einen rascheren Kohleausstieg bis 2030 vorziehen, laut Scientists For Future.

Was können Unternehmen tun?

Der erste Schritt der erfolgreichen Klimatransformation ist die Analyse des eigenen Einflusses auf das Klima. CO2-Messung durch Software- und Monitoring-Tools können dabei helfen. Langfristige CO2-Reduktionspotentiale bieten besonders der Bezug von 100% erneuerbarer Energie, derUmstieg auf umweltfreundliche Mobilität sowie der CO2-arme Betrieb und Umbau von Gebäuden. Stell uns noch heute deine kostenlose Anfrage, um Unterstützung bei der Research und Auswahl passender Lösungen zu finden.

Deine CHOICE Webinare im August. Von CO2-Speichertechnologie zur Klimapolitik.

Der Sommer ist heiß. Wenn auch nicht überall in Deutschland, so doch besonders nördlich von uns und auch im Süden werden Rekordtemperaturen erreicht. Alles keine Seltenheit mehr. Kein Grund das #NewNormal hinzunehmen. Die Klimatransformation wird hier und heute gestaltet und vorangetrieben. Unternehmen weltweit sind Teil davon. Ebenso die Politik, InnovatorInnen und Gesellschaft.

Eine Stunde Klimatransformation in der Mittagspause

In unserer CHOICE Webinar Reihe stellen wir Unternehmen und InnovatorInnen als Klimabeauftragte für Klimabeauftragte vor. Für eine Stunde tauchen wir in ein aktuelles Thema der Klimatransformation ein und erfahren was nun getan wird, um eine klimaneutrale Zukunft aufzubauen. Du wünschst dir ein spezielles Thema oder möchtest deine Lösung vorstellen? Dann schreib uns jetzt an!

CHOICE Webinar #5: CO2-Speichertechnologie, ein Zukunftswunsch oder notwendige Klimainnovation?

Dr. Stefan Max Garzarolli strebt danach in Sachen Klima Zeit zu gewinnen, um Wandel und Innovation für eine klimaneutrale Zukunft möglich zu machen. Nach seiner Promotion in theoretischer Ökologie, spezialisierte er sich daher auf „Sustainability und Purpose“. Als Mit-Gründer der Innovationsberatung Mindfracking stellt er uns im CHOICE Webinar #5 die BECCS Technologie vor.

BECCS als Chance CO2 zu speichern

Am 20.08.2020, 13.00 – 14.00 Uhr, stellt uns Dr. Garzarolli die CO2-Speichertechologie BECCS vor. Theoretisch kann man CO2 der Atmosphäre entziehen und dort einlagern, wo es in Form von Gas, Öl oder Kohle ursprünglich entnommen wurde (Carbon Capture and Storage – CCS). Die These: Damit könnte man quasi an der Klima-Uhr drehen. Nur war dies bisher zu teuer. Jetzt gibt es einen neuen Ansatz der schwedischen Forschungsgruppe um Prof. Lyngfelt, die mit einer thermischen Abscheidung von CO2 die Kosten entscheidend drücken konnten. BECCS (Bio-Energy-CCS) ergänzt das Verfahren um ein weiteres Element: Die Verbrennung von Biomasse, die CO2 konzentriert. Entscheidend ist dabei die nachhaltige Produktion dieser Biomasse, die keine Konkurrenz zu Nahrungsproduktion darstellen darf. Laut Mercator-Institut könnte BECCS so jährlich bis zu 5 Milliarden Tonnen CO2 nachhaltig speichern.

CHOICE Webinar #6: Klimapolitik rund um Konjunkturprogramm und EU-Finanzen

David Wortmann, Gründer und Geschäftsführer der 2012 gegründeten Strategieberatung DWR eco, berät Firmen und Politik im Bereich Cleantech, Nachhaltigkeit und Zukunftstechnologien. DWR eco wirkt an seinen beiden Standorten, Brüssel und Berlin, aktiv an der tagesaktuellen Klimapolitik mit und unterstützt dabei disruptive Technologien und Geschäftsmodellen, um die Klimatransformation voranzutreiben.

Wie beeinflusst Klimapolitik Unternehmen?

Am 27.08.2020, 13.00 – 14.00 Uhr, stellt uns David Wortmann die aktuelle Klimapolitik vor. Im CHOICE Webinar #6 teilt er dazu seine Einblicke aus über 20 Jahren Klimapolitik und speziell die aktuellen Änderungen durch das deutsche Konjunkturpaket sowie die Vorgaben des EU-Plans. Welche Cleantech-Lösungen werden jetzt gefördert, wie stellen sich Unternehmen auf steigende CO2-Steuern oder Umweltkosten ein und wie sieht es mit dem #GreenDeal der EU aus? Fragen, die wir im Webinar David Wortmann stellen können.

Jetzt kostenlos anmelden!

THE CLIMATE CHOICE bietet die kostenlose CHOICE Webinar Reihe an, um Best-Practice Lösungen zur Klimatransformation vorzustellen. Hier kannst du dich für das CHOICE Webinar #5 BECCS anmelden, hier findest du zur Anmeldung für das CHOICE Webinar #6: Klimapolitik.