Enjoy your Home-Office: Nachhaltigkeit im heimischen Büro

Deborah Iber

Gastbeitrag. Zu der Autorin:

Deborah Iber verantwortet seit 2020 bei LifeVERDE die Bereiche Marketing und Kommunikation. Im Folgenden Gastbeitrag teilt Sie ihre Einblicke in die Gestaltung eines emissionsarmen Home-Offices, welche gerade in den letzten Monaten an Bedeutung gewonnen hat.

Zuhause nachhaltig arbeiten

Die Arbeit im Home-Office ist nicht jedermanns Sache, hat sich aber spätestens seit der Corona-Pandemie fest etabliert. Die neue Arbeitssituation bietet dabei bekannte Vorteile: Man kann Aufgaben flexibler einteilen, spart den Weg zur Arbeit und muss sich nicht in Anzüge zwängen. Das Einsparen von Transport-Emissionen steht dabei klar auf der positiven Liste. Was lässt sich darüber hinaus tun, um sich im Home-Office wohlzufühlen und Emissionen einzusparen?

Es gibt viele Aspekte, die beim Arbeiten von zuhause emissionsarm gestaltet werden können. Mit LifeVerde konnten wir einige praktische Tipps erfassen und stellen sie gerne hier als Alternativen vor – von der Ausstattung, über die Pausensnacks bis zur Arbeitsplatz-Umgebung.

Praxis Tipps fürs Home-Office

Für mehr Funktionalität: Verbringt man eine Weile im Home-Office, merkt man, was auf einem praktischen Arbeitstisch nicht fehlen darf: etwa eine Schreibtischunterlage oder ein Mauspad. Eine nachhaltige Auswahl an Home-Office-Accessoires dieser Art findest du zum Beispiel bei NATURE FIT. Die Schreibtisch-Accessoires werden in Handarbeit aus nachwachsenden Naturmaterialien wie Wollfilz hergestellt und bringen ein bisschen Wärme auf den heimischen Schreibtisch.

Für die Ordnung: Wer mehr Struktur und Ordnung auf dem Schreibtisch sucht, für den eignen sich Organisierboxen, Ablageständer oder Laptoptische. Diese gibt es zum Beispiel bei dein bambuswald. Alle dort angebotenen Produkte sind aus Bambus – ein schnell nachwachsender Rohstoff, der beim Abbau weniger Umweltbelastungen mit sich bringt. Für diejenigen, die ihren Home-Arbeitsplatz gerne flexibel (um)strukturieren möchten, sind die nachhaltig gefertigten Produkte von WERKHAUS ein perfekter Begleiter. Die Ablageboxen und Schubladenkonstellationen verfügen über ein einfaches Stecksystem, womit sie überall auf- und abgebaut werden können. Die Möbel können so jede Ecke der Wohnung in ein kleines Home-Office verwandeln. 

Für die Elektronik: Mit elektronischen Geräten ist man im Home-Office ständig in Kontakt – vermehrt auch um die Verbindung zu den Kolleg:innen zu halten. Für Geräte wie Laptop oder Smartphone gibt es nützliche Zubehörprodukte von Woodcessories. Die Ladekabel und -stationen, Monitorständer und Handyhüllen werden in Handarbeit und ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen, hauptsächlich Holz, hergestellt. 

Für die Gesundheit: Vor allem die Gesundheit des Rückens wird bei der Büroarbeit viel zu oft vernachlässigt. Für eine gute Haltung und die passende Sitzmöglichkeit sollte aber auch im Home-Office unbedingt gesorgt werden. Den Küchenstuhl kann man getrost in der Küche lassen und stattdessen am besten einen höhenverstellbaren Bürostuhl nutzen. Der Monitor sollte auf Augenhöhe sein. Wenn ein Laptop genutzt wird, ist es auf jeden Fall ratsam, einen separaten Bildschirm zu besorgen. Gebrauchte und wiederaufbereitete Bildschirme gibt es zum Beispiel bei Backmarket oder refurbed – das ist nicht nur günstiger, sondern schont auch Ressourcen. Der Monitor kann unkompliziert an die gewünschte Höhe anpasst werden – auch indem man Bücher oder Kisten unterstellt. Ansonsten finden sich Monitorständer bei dein bambuswald oder Woodcessories. 

Natürlicher Wohlfühlfaktor steigert Gesundheit und Ergebnisse

Empfehlenswert ist es ebenso, ab und zu im Stehen zu arbeiten: Das tut Rücken und Kreislauf gut. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist nicht für jede:n eine Option. Es gibt aber die Möglichkeit, einen Schreibtischaufsatz zu verwenden, der den Schreibtisch im Nu in einen Steh-Arbeitsplatz verwandelt. Zum Beispiel der Aufsatz von Standsome: Durch die kleine, höhenverstellbare Schreibtischplatte kann der Schreibtischaufsatz auf die gewünschte Höhe anpasst werden. Der Standsome wird in Handarbeit aus Birkensperrholz gefertigt und kommt ohne Schrauben oder Plastikteile aus. Außerdem ist er sehr leicht und kompakt – und passt damit auf jede Unterlage.

Für die Nature-Vibes im Home-Office: Die sollten am heimischen Arbeitsplatz auf keinen Fall fehlen. Denn Pflanzen steigern direkt den Wohlfühlfaktor und sorgen für bessere Laune und ein gesundes Raumklima. Eine nachhaltige Variante, sich mit Pflanzen auszustatten, ist übrigens das Mieten oder Tauschen der Grünlinge – hier eine Übersicht, wo das möglich ist.

Für den Energiekick: Das Sitzen und die fehlende „Büro-Stimmung“ kann ganz schön müde machen. Regelmäßige Kaffeepausen sind im Home-Office mindestens genauso wichtig wie auch sonst im Büroalltag. Für den passenden Pausentrunk eignet sich fair gehandelter Kaffee oder Trinkschokolade – beides findet man bei Green Cup Coffee. Mate de Pantera bietet mit biologischem Mate-Tee eine nachhaltige Kaffee-Alternative. Der dazugehörige Pausensnack darf natürlich auch nicht fehlen: nucao oder foodlose produzieren Energieriegel nur mit biologischen Zutaten und ohne Zucker. 

Wichtige Regeln für die Arbeit daheim

Zum Schluss noch ein paar handfeste Tipps, die im Home-Office Alltag hilfreich sein können:

Mit diesen Tipps und Alternativen wird das Home-Office nicht nur umweltfreundlich, sondern auch zum Wohlfühlort. Wichtig: Natürlich macht es nur Sinn, nachhaltige Alternativen anzuschaffen, wenn noch nichts in dieser Form zuhause vorhanden ist. Einige der vorgeschlagenen Alternativen bieten sich auch fürs Büro an.

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Die Chancen der nachhaltigen Beschaffung nutzen: 3 Tipps zur Umsetzung

Der Hebel der Klimatransformation: Der Einkauf.

Die nachhaltige Beschaffung von Produkten ist ein elementarer Teil des Nachhaltigkeitsmanagements eines Unternehmens. Nachhaltigkeit als Einkaufsziel zu etablieren, bedeutet Prozesse und Vorgaben so zu gestalten, dass die produzierten Waren oder Dienstleistungen möglichst geringe, negative Umweltbelastungen aufweisen. Hierbei ist neben der eigenen Klimaperformance vor allem die der Zuliefer*innen eines Unternehmens von Bedeutung. Schon heute ist es daher wichtig, seine Zuliefer*innen bewusst zu wählen und für klimafreundliches Handeln zu sensibilisieren.

Die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Beschaffung bietet die Möglichkeit, energie- und ressourceneffizient sowie kostensparend zu handeln. Dabei werden sowohl unternehmerische als auch gesamtgesellschaftliche Ziele verfolgt. Finde im Folgenden heraus, welche Chancen eine nachhaltige Lieferkette Unternehmen bietet und anschließend drei Schritte, um die Lieferkette nachhaltig zu gestalten.

Nachhaltige Beschaffung ermöglicht energie- und ressourceneffizientes Handeln

Nachhaltiger Einkauf ermöglicht Unternehmen durch eine effizientere Ressourcennutzung nicht nur die Einsparung von Emissionen innerhalb der eigenen Lieferkette, sondern auch Wettbewerbsvorteile. Stand 2020 legen 71% aller Konsument*innen und Kund*innen Wert auf eine nachhaltige Produktion von Lebensmitteln (Utopia), aber auch beim Kauf anderer Konsumgüter nimmt das Bewusstsein der Verbraucher*innen bezüglich nachhaltiger Produktion zu. Darüber hinaus steigt die Nachfrage nachhaltig produzierter Produkte auch durch politische Vorgaben und Regulationen.

Um Transparenz zu schaffen, verpflichtet das Corporate Social Responsibility-Richtlinien Umsetzungsgesetz seit 2017 Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigen dazu, Informationen über Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange zu veröffentlichen. Um globale Standards zu setzen, beschloss das Europaparlament im März diesen Jahres einen Gesetzesvorschlag für ein europäisches Lieferkettengesetz. Damit werden europäische Unternehmen aufgefordert, ihre gesamte Lieferkette transparent offenzulegen und gerechte Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt einzuhalten. Auch Investor*innen beobachten die Klimaperformances von Unternehmen und tätigen immer häufiger „Green Investments“. Laut Venture Capital verdoppelten sich im Jahre 2019 Investments in nachhaltige Start-Ups nahezu, vor allem innerhalb der Nahrungsmittel-Industrie. Nachhaltiger Einkauf trägt zur Resilienz und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens bei und ermöglicht dessen langfristige Wirtschaftlichkeit.

3 Schritte zur Etablierung von Nachhaltigkeit in der Beschaffung

Laut efficio fehlen stand heute häufig Angaben darüber, wie Nachhaltigkeit aktiv als Einkaufsziel in die Beschaffung integriert werden kann. Im Folgenden stellen wir Dir daher 3 Schritte vor, um Nachhaltigkeit im Einkauf zu etablieren. 

1. Ausgangslage erfassen und Beschaffungsstrategie definieren

Um Nachhaltigkeit im Lieferketten-Management zu verankern, ist es zunächst wichtig, einen Überblick über den gesamten Beschaffungsprozess des eigenen Unternehmens aufzustellen. Dazu gehören die Strukturen des Prozesses sowie die wichtigsten Akteur*innen in der Lieferkette. 

Dann gilt es gemeinsam eine zielgerichtete Beschaffungsstrategie festzulegen, welche sowohl der ökologischen als auch den sozialen und ökonomischen Dimensionen gerecht wird. Konkret heißt das, dass ein klimafreundlicher Umgang mit Ressourcen und Materialien und die Nutzung regenerativer Energien als Auswahlkriterien aufgenommen wird. Darüber hinaus sollte die soziale Verantwortung gegenüber Angestellten, Dienstleister*innen und Zuliefer*innen in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit Ausdruck finden.

2. Einkaufsfunktionen auf Nachhaltigkeit ausrichten

Die Auffassung, die Beschaffung umweltfreundlicher Produkte sei zwangsläufig mit höheren Kosten verbunden, ist immer noch weit verbreitet. Dabei steht Nachhaltigkeit als Einkaufsziel nicht im Widerspruch zu etablierten Einkaufszielen, wie zB Kostensenkung oder Risikominimierung. Nachhaltige Produkte können heute teilweise aufgrund einer geringen Wertschöpfungstiefe günstiger produziert werden. Zusätzlich minimieren sich Liefer-Ausfallrisiken sowie Logistikkosten durch den Fokus auf ausgewählte, lokale Anbieter*innen.

Um den Einkauf umfassend auf Nachhaltigkeitsziele auszurichten, wird auf Basis der Corporate-Social-Responsibility-Strategie ein praktischer Leitfaden für Einkäufer*innen erstellt. Als “Verhaltenscodex” umfasst dieser die Anforderungen und Richtlinien für Einkaufsverantwortliche und Zuliefer*innen. Um diese tatsächlich umzusetzen, bieten Schulungen von Mitarbeiter*innen die Chance, die Umstellung schnellstmöglich greifbar zu machen. Im Anschluss stellen Unternehmen Indikatoren zur Bewertung der Entwicklungen der nachhaltigen Beschaffung auf, um die neuen Prozesse zu steuern und Erfolge messen zu können.

3. Eine nachhaltige Einkaufspraxis implementieren

Jetzt heißt es: Praktische Maßnahmen umsetzen und im täglichen Einkauf klimarelevante Entscheidungen treffen! Dazu werden Zuliefer*innen, welche für das Unternehmen von hoher strategischer Bedeutung sind priorisiert. Hierzu werden nun die zuvor identifizierten Nachhaltigkeits-Indikatoren genutzt. Schließlich ergibt sich so entlang der Wertschöpfungskette ein zuverlässiges Bild über die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie in der Beschaffung, was später ebenfalls als Grundlage für CSR-Berichte dienen kann. Wichtig ist, dass sich das Monitoring nicht nur auf die Kontrolle der Zuliefer*innen beschränkt, sondern auch die eigene Arbeit als Unterstützung der sozialen und ökologischen Standards einschließt. Gegebenenfalls leiten Unternehmen gemeinsam mit den Zuliefer*innen Verbesserungsmaßnahmen ein. Dies unterstützt eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung.

Weitere praktische Schritte für die Etablierung von Nachhaltigkeitszielen im Einkauf findest Du im CHOICE Event #14 mit Yvonne Jamal, Gründerin und Vorstandsvorsitzende des JARO Instituts für Nachhaltigkeit und Digitalisierung e.V.. Sie erläuterte die Umsetzung einer nachhaltigen Lieferkette anhand von vier Schritten.

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6 Best-Practices zur Klimatransformation. Climate Community Talk #1

In unserem ersten CLIMATE Community Talk auf Clubhouse, tauschten wir uns im Panel „2021, Klimatransformation in Unternehmen. Von CSR zu nachhaltigem Einkauf“ zu aktuellen Best-Practices der Klimatransformation aus. Rund um die Fragen:

Welche Herausforderungen erleben Unternehmen heute in der Klimatransformation und wie können sie sich darauf einstellen?

konnten Dr. Jill Küberling-Jost, Michelle Büttner, Markus Suddhoff, Max Jungmann und Nadine Michalske ihre Einblicke und Erfahrungen in die Klimatransformation teilen. Finde hier die wichtigsten Erkenntnisse des Gesprächs zusammengefasst.

KMUs und die Klimatransformation

Kleine und mittelständische Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle für die Klimatransformation, außerdem bietet nachhaltiges Handeln langfristige Chancen für KMUs. Dennoch haben sich viele deutsche mittelständische Unternehmen noch nicht, oder noch nicht umfassend mit der Klimatransformation auseinandergesetzt.

Herausforderungen

Die Klimatransformation ist ein komplexes Thema und eine große Herausforderung für viele Unternehmen mit einem traditionellen Geschäftsmodell. Umzudenken und neue Wege zu gehen erscheint oft schwer.

Die meisten Unternehmen verfügen weder über eine Nachhaltigkeitsabteilung noch über ausgebildete Klimabeauftragte, die das nachhaltige Management des Unternehmens steuern könnten.

Ein weiteres Hindernis stellt die Menge an Wissen im Bereich der CO2-Reduktion und die Vielzahl an Anbieter*innen von klimafreundlichen B2B-Produkten und Dienstleistungen dar. Enscheider*innen sind mit dieser Informationsflut oft überfordert und wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Es mangelt an transparentem Wissen, konkreten Handlungsansätzen und Vernetzung zwischen den Akteuren.

Die Chancen

Der Handlungsdruck auf Unternehmen nimmt nicht nur von der öffentlichen Seite zu, sondern gerade auch Mitarbeiter*innen werden zunehmend aktiv und fordern ein klimafreundliches Handeln ihrer Arbeitgeber*innen.

Viele Unternehmen erkennen zunehmen ihre Verantwortungen und setzen sich weitreichende Ziele.

Allerdings fehlt den Unternehmen häufig eine Handlungsebene für die Klimatransformation. Gerade kleineren Unternehmen mangelt es an Budgets, strategischen Zielen und Ressourcen, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

6 Best-Practices der Klimatransformation

1. Unternehmensinternes Bewusstsein schaffen

Der erste Schritt zur Klimatransformation ist das Schaffen eines unternehmensinternen Bewusstseins. Von den Mitarbeiter*innen bis zur Geschäftsführer*in, die meisten Abteilungen betrifft die Thematik und sollten auf den Weg mitgenommen werden, so Michelle Büttner, Klimaschutzmanagerin bei mb Consulting. Dr. Jill Kübelring-Jost, Gründerin von Antheas, stimmte Michelle hierbei zu. Auch für sie fängt die Klimatransformation in einem Unternehmen bei den Verhaltensweisen, Praktiken und der intrinsischen Motivation der Mitarbeiter*innen an.

2. Transformationsprozesse auf der Führungsebene etablieren

Weiterhin sind die Unterstützung der Führungsebene sowie ein innovative, strategische Denkweise notwendig, um die Klimatransformation in Unternehmen voranzubringen, so Markus Suddhoff, Gründer des Entrepreneurship-Programms CLIMATE FOUNDERS.

3. Wissenstransfer fördern

Interdisziplinärer Wissenstransfer und interaktiver Austausch sind notwendig, um fundierte Entscheidungen im Bereich der Klimatransformation zu treffen und letztlich einen nachhaltigen Geschäftserfolg zu erzielen. Gerade Klimabeauftragte wünschen sich mehr Vernetzung und transparentes Wissen. In unseren CHOICE Webinaren, dem CLIMATE Magazin und beim #CTS2021 können sich Unternehmen umfassend über die Klimatransformation und Best-Practices informieren und austauschen.

4. Pragmatischen Ansatz wählen

Weiterhin verlangt die Gestaltung nachhaltiger Unternehmensprozesse pragmatische Ansätze. Als Basis kann ein Nachhaltigkeitsbericht dienen, indem Visionen und Strategien sowie konkrete Ziele und Maßnahme in puncto Nachhaltigkeit definiert werden. Hilfestellungen bietet dabei die Gemeinwohl-Ökonomie sowie die  17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs ) der UN. Obwohl SDG 13 in Bezug auf das Klima das wichtigste ist, ist die Berücksichtigung aller SDGs sowie ihrer Unterziele und Indikatoren für Unternehmen ebenfalls besonders wichtig, so Max Jungmann. Mit Moventum Novum unterstützt er u.a. Unternehmen dabei, ihren Beitrag zu den SDGs zu analysieren und entsprechende Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln.

5. Klimarisiken beachten

Klimarisiken beeinflussen Unternehmen akut und sind als Gesundheits- und Geschäftsrisiken zu beachten. Diese müssen quantifiziert werden, um konkrete Klimaziele festzulegen und Reduktionsmaßnahmen einzuleiten. Mit einer SaaS-Lösung, die automatisiert aus Unternehmensdaten den Firmen-eigenen CO2-Fußdruck berechnen kann, unterstützt Klima-Metrix Unternehmen bei der Entwicklung einer Klimastrategie basierend auf realen CO2-Werten.

6. Best-Practices umsetzen

Unternehmen stehen vor der Herausforderungen, ihre Klimaziele in konkrete Handlungen zu überführen. Der beste Weg um Reduktionsmaßnahmen schnell umzusetzen, ist die Nutzung von Best Practices zur CO2-Reduktion, die Unternehmen bereits angewendet haben, beispielsweise in Bereichen der Mobilität (eeMobility) oder Energie (Greenpeace Energy). Weitere Ansätze und Inspirationen bündelt unser Best-Practice-Guide.

Gemeinsam mit der Climate Community

Die wichtigste Wirtschaftstransformation der Geschichte können wir nur gemeinsam umsetzen! Neben Wissenstransfer, verlässliche Berechnungen und Green-Tech Innovationen brauchen wir Klimaallianzen und Partnerschaften. Du möchtest Dich mit unserer Climate Community austauschen? Dann trete jetzt unserer Slack Community bei und melde Dich für unser nächstes CHOICE Webinar sowie für den #CTS2021 an!

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Wird das Klima zur Schwachstelle in der Lieferkette?

Im Zusammenhang mit der globalen COVID-19-Pandemie sowie akuten Wetterereignissen werden immer weitere Fragen zu Risiken und Belastbarkeit der Lieferkette aufgeworfen. Da der Klimawandel extreme Wetterereignisse häufiger auftreten lässt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Produktionsanlagen und lokale LieferantInnen durch intensive Veränderungen beeinflusst werden. Wertschöpfungsketten sind daher einem breiten Spektrum von Risiken ausgesetzt, einschließlich Klimaereignissen.

Undurchsichtige Lieferketten zwischen Wirtschaft und Klima

Der Großteil der globalen Wirtschaftsproduktion, 20 Billionen USD pro Jahr, finden in einer global organisierten Lieferkette statt. Dieser internationale Austausch von Waren hat den Zugang zu Produkten und Materialien extrem erleichtert und zum Beispiel Computer, Autos, Medikamente und Lebensmittel erschwinglich gemacht. Gleichzeitig wurden allerdings Lieferwege immer intransparenter und Umweltkosten sowie soziale Missstände externalisiert. Für Endprodukte, die aus vielen tausend Teilen aus aller Welt bestehen, können so kaum noch die Ursprünge geschweige denn die entstandenen Emissionen zurückverfolgt werden. Da die CO2-Emissionen von Produkten allerdings aus bis zu 80% aus der Lieferkette stammen, sind diese Informationen entscheidend. Die Beziehung zu LieferantInnen, besonders um ihre Bedingungen vor Ort und ihre verursachten Emissionen zu verstehen, werden daher immer wichtiger.

Extreme Wetterereignisse beeinflussen die Lieferkette

Neben den undurchsichtigen Klimaauswirkungen, werden die Lieferketten selbst zum Risiko. Laut McKinsey gibt es hauptsächlich drei klimabedingte Gründe für kurzfristige Ausfälle bei LieferantInnen:

  1. Physische Schäden an Einrichtungen, Produktionsanlagen und Lagerbeständen.
  2. Umsatzrückgang, entweder weil die Produktion gestört ist oder weil Waren nicht auf den Markt gebracht werden können.
  3. Höhere Kosten in der Wiederaufbauphase der Anlage, da die Marktpreise für Arbeit, Energie und Logistik nach extremen Wetterevents steigen können.

Die Kombination dieser Auswirkungen kann auch die Fähigkeit der LieferantInnen einschränken, die Produktion schnell und effizient wiederherzustellen, da sie weniger Kapital für Reparaturen beschaffen können oder den kurzfristigen Cashflow drosseln müssen.

Nachhaltiger Einkauf in einer transparenten Lieferkette

Wie stellen sich Unternehmen auf zunehmende Risiken im Einkauf ein und sorgen gleichzeitig für sinkende CO2-Emissionen in ihrer Lieferkette? Die Antwort kann nur in einem gewandelten Verständnis des Einkaufs liegen. Früher lag die primäre Aufgabe des klassischen Einkaufs in der kostengünstigen Beschaffung von Materialen zur bestmöglichen Qualität. In Zeiten steigender Umweltvorgaben und KonsumentInnenanforderungen hat der Einkauf weitere Aufgaben. Kosten senken zu jedem Preis, das lässt heute das Risiko steigen. Wer jedoch „Nachhaltigkeit“ in seine Lieferkette integriert, differenziert sich im Wettbewerb und kann Umsätze steigern.

Umstieg auf Zusammenarbeit und Integration

Laut Jaro Institut ist der Einkauf heute daher ein Multiplikator, der das Wirtschaften der eigenen Firma und die Beziehung zu LieferantInnen deutlich verändern kann und somit einen großen Mehrwert für die Umsetzung der Nachhaltigkeit liefert! Eine strategische Ausrichtung der Beschaffung, auf Augenhöhe mit der Geschäftsführung, stellt somit die Weichen, um nachhaltige Beschaffung umzusetzen. Das Jaro Institut empfiehlt hierzu die folgenden vier Schritte:

1. Basis für eine nachhaltige Beschaffung im Unternehmen legen

2. Integration nachhaltiger Aspekte in die Beschaffungsprozesse

3. Kontinuierliche Leistungsausarbeitung und -verbesserung mit LieferantInnen

4. Steuern und lernen

Wer noch weitere Klimaziele in sein Lieferketten-Management integrieren will, kann sich den „Supply Chain Leaders“ anschließen. Diese setzen sich das Ziel, ihre absoluten Treibhausgasemissionen vor 2030 zu halbieren und ihre Lieferketten vor 2050 klimaneutral zu gestalten.

Fazit

Alle Ansätze zeigen auf dasselbe Ergebnis: EinkäuferInnen und Führungskräfte müssen mit ihren LieferantInnen zusammenarbeiten, um die gemeinsamen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und dabei ihre Treibhausgasemissionen tatkräftig zu reduzieren.

Registriere dich jetzt für einen von 10 limitierten Workshops!

Heute ist es endlich soweit! Du kannst dich jetzt für einen der 10 interaktiven Workshops des Climatesummit.de anmelden. 13 ExpertInnen aus den Bereichen CO2 messen, reduzieren und ausgleichen stellen dir die Grundlagen der Klimatransformation vor und erarbeiten mit dir gemeinsam Inhalte und Maßnahmen, mit denen du loslegen kannst. Im Folgenden klären wir Fragen zur Anmeldung und stellen dir anschließend die Workshops und ihre Hosts vor.

Viel Spaß dabei.

Wie läuft die Workshop-Anmeldung ab?

Was: Melde dich verbindlich für einen der 10 interaktiven Workshops des #CTS2020 an. Da alle Workshops zeitgleich stattfinden, melde dich bitte nur für einen an. Falls du nach der Anmeldung feststellen solltest, dass du doch nicht teilnehmen kannst, sage bitte frühzeitig ab.

Wer: Die Registrierung für einen der 10 Workshops ist für alle TeilnehmerInnen des Summits kostenlos. Nach Ticketkauf erhalten alle TeilnehmerInnen ab sofort eine persönliche Einladung zur Registrierung mit Passwort.

Wie: Einfach eines der 10 Tickets auswählen und mit der Email-Adresse registrieren, mit der du dir dein Summit Ticket gekauft hast. Dabei vor dem Kaufprozess unter „Werbecode“ das Passwort, dass du in deiner Email-Einladung zur Registrierung erhalten hast, eingeben. Danach ist das Ticket kostenlos.

Warum: Die TeilnehmerInnen-Anzahl pro Workshop ist begrenzt, um eine gleichmäßige Verteilung auf die Workshops zu ermöglichen. Es gilt daher das „first come, first served“ Prinzip.

Eine ausführliche Beschreibung aller Workshops findest du hier oder etwas kürzer im folgenden Text weiter unten. Falls du noch kein Ticket zum Climatesummit.de hast, erhältst du es hier.

Wie melde ich mich für einen der Workshops an?

Wähle dazu einfach auf der Registrierungsseite das entsprechende Ticket aus. Hier die Übersicht, welches Ticket zu welchem Workshop gehört.

  1. Ticket: „Sustainability Guidelines“ sichert dir deine Teilnahme in dem Workshop mit Giulia Hauck und Clemens Fauvel.
  2. Ticket: „Zukunft der Klimaarbeit“ sichert dir deine Teilnahme in dem Workshop mit Stefanie Ollenburg und Dr. Stefan Bergheim.
  3. Ticket: „Schwarm-Intelligenz“ sichert dir deine Teilnahme in dem Workshop mit Dr. Fabian Feutlinske.
  4. Ticket: „Kickstart your Climate Team“ sichert dir deine Teilnahme in dem Workshop mit Christian Dommers.
  5. Ticket: „Zukunft erträumen“ sichert dir deine Teilnahme in dem Workshop mit Thomas Schindler.
  6. Ticket: „#mymoneymyplanet“ sichert dir deine Teilnahme in dem Workshop mit Diane Delava und Mayur Singh.
  7. Ticket: „Klimaprodukte“ sichert dir deine Teilnahme in dem Workshop mit Georg Caspary.
  8. Ticket: „CO2-Kompensation“ sichert dir deine Teilnahme in dem Workshop mit Dr. Oliva Henke.
  9. Ticket: „Klimakommunikation“ sichert dir deine Teilnahme in dem Workshop mit Sybille Chiari.
  10. Ticket: „Cradle2Cradle“ sichert dir deine Teilnahme in dem Workshop mit Janna Kuhlmann.

Super, verstanden. Und worum geht’s in den Workshops?

Gerne stellen wir dir hier alle 10 Workshops und ihre Hosts vor. Eine ausführlichere Workshopübersicht findest du unter climatesummit.de/workshops/.

1. Sharkbite’s Sustainability Guideline

Sharkbite glaubt an eine neue Art des Firmenaufbaus, bei der alle Mitarbeiter mitbestimmen, für welche Art von Organisation sie arbeiten. Um aus diesen Worten Taten werden zu lassen, hat das Team eine Nachhaltigkeitsrichtlinie für ihr eigenes Verhalten innerhalb von Sharkbite und in Zusammenarbeit mit ihren KundInnen geschaffen. Diese Guideline befasst sich mit Themen wie Reisen, Essen, Abfall, Kundenarbeit uvm. In dem Workshop stellen Giulia Hauck und Clemens Fauvel die Guideline interaktiv vor und entwickeln sie gemeinsam mit dir weiter.

2. Die Zukunft der Klimaarbeit in Unternehmen

Dr. Stefan Bergheim und Stefanie Ollenburg vom Zentrum für gesellschaftlichen Fortschritt e. V. laden alle TeilnehmerInnen ein, in ein einstündiges Zukünftelabor einzutauchen. Die Teilnehmenden erleben und gestalten wahrscheinliche, wünschenswerte und alternative Zukünfte der Klimaarbeit in Unternehmen sowie in anderen Organisationen. Tief verankerte Annahmen werden sichtbar und neue Optionen für die eigene Arbeit an der grundsätzlich offenen Zukunft ermöglicht. Der Workshop stärkt die Zukünftebildung aller Teilnehmenden, also die Fähigkeit Bilder der Zukunft für verschiedene Zwecke und auf unterschiedlichen Wegen einzusetzen. Zur Einstimmung gibt es diesen Film.

3. Schwarm-Intelligenz: Die Entwicklung von GermanZero und COBIOM

In Zeiten von starker Volatilität sind nicht Einzellösungen wie Digitalisierung, New Work oder nachhaltigem Wirtschaften gefragt, sondern eine gesamtheitliche Lösung in Organisationen, die wie ein Schwarm funktionieren und agieren. System Thinker und Neurowissenschafter Dr. Fabian Feutlinske zeigt in diesem Workshop, wie er die politische NGO GermanZero zu einer agilen Organisation gemacht hat und wie er sein eigenes Startup als lebendiges System aufbaut. TeilnehmerInnen können im Workshop gemeinsam ihre eigenen Firmen und Organisationen überdenken und als Schwarm umgestalten.

4. How to kickstart your Climate Transformation Team (english)

How do you set up and organize an effective sustainability team within your company? Christian shares his best practices from his role as a Climate Protection Officer at eye/o and invites the attendees to share their experiences as well. It’s partly a presentation, a discussion and an open dialogue.

5. Warum ist es wichtig eine Zukunft zu erträumen – und wie man das macht.

Wann hast Du das letzte Mal etwas nach einem Rezept gekocht, ohne zu wissen was dabei herauskommen soll? Wahrscheinlich noch nie. Warum verhalten wir uns dann genau so, wenn es darum geht, die grossen Herausforderungen unserer Welt und unserer Zeit zu lösen? Weil es schwer ist, weil es ein unheimlich grosses und komplexes Unterfangen ist, eine Zukunft auszumalen. In diesem Workshop, von delodi Gründer Thomas Schindler, bekommen alle TeilnehmerInnen ein Gefühl und ein Werkzeug dafür, so ein Bild zu malen.

6. #mymoneymyplanet workshop (englisch)

Have you asked yourself how you can easily contribute to a sustainable future? Do you know what emissions are caused by your savings? Have you heard about sustainable finance? Ever wondered how to make your money more sustainable?
If these are questions you need answered, this workshop is meant for you! As you might know, our money is used by banks to finance projects across the world – many of which have a negative impact on our planet. Diane Delava and Mayur Singh from mattrvest lead this workshop for you.

7. Wie wählt man klimafreundliche Produkte oder Dienstleistungen für sein Unternehmen aus?

Der Workshop befasst sich mit Lösungsansätzen für die Auswahl klimafreundlicher Lösungen und wurde im Dezember 2019 auf der Klimakonferenz in Madrid (COP-25) vorgestellt. Grundlage ist eine strukturierte Bewertung der unternehmenseigenen Bedürfnisse für neue klimarelevante Produkte oder Dienstleistungen. Im Workshop diskutiert Georg Caspary, CEO der Scaletech GmbH,  mit allen TeilnehmerInnen zwei Szenarien zu der Entwicklung von Auswahlsentscheidungen sowie der Integration von neuen Produkten.

8. Intensiver Einstieg in CO2-Kompensation

Dr. Olivia Henke, Geschäftsführerin der Klima-Kollekte, vermittelt in diesem Workshop einen intensiven Überblick über das Thema CO2-Kompensation. Nachfolgende Leitfragen werden thematisiert: Welchem Prinzip folgt die Kompensation von Emissionen? Welche Standards gibt es für Klimaschutzprojekte und wofür stehen diese? Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf die Klimaschutzprojekte aus?

9. Viel Lärm, wenig Wirkung? Tools der effektiven Klimakommunikation

Kaum etwas haben wir unversucht gelassen, um den Menschen die Klimakrise näher zu bringen. Apokalyptische Bilder, gruselige Zahlenschlachten, moralische Keulen, Wattebausch-Rhetorik und vieles mehr. Mit überschaubarem Erfolg. Im Workshop ergründen TeilnehmerInnen – gemeinsam mit Sybille Chiari, Mitglied von Scientists4Future – Tools der effektiven Klimakommunikation, die uns helfen auch harte Nüsse, Menschen außerhalb der ‚Klima-Bubble‘, für das Thema zu knacken.

10. Cradle to Cradle – Circular Economy: positive Fußabdrücke auf Produkt- und Unternehmensebene

In dem Workshop beschäftigen wir uns mit dem Paradigmen Wechsel. Wie kommen wir weg vom Gedanken weniger schlecht sein zu wollen, hin zu positivem Wirken auf Umwelt und Gesellschaft? Folgende Themen werden beleuchtet und erarbeitet: Cradlebility: Glaubwürdige Nachhaltigkeit auf Unternehmensebene und wie steht mein Unternehmen oder Produkt in punkto Kreislaufführung da? Janna Kuhlmann von  EPEA GmbH führt dich durch die Kreislaufwirtschaft.

Alles gelesen und verstanden? Dann kann es jetzt losgehen. Melde dich hier für einen der 10 teilenehmerlimitierten Workshops an.

Du hast noch Fragen? Wir helfen Dir gerne weiter.

7 Wege, um deinen Climate Impact wirtschaftlich erfolgreich zu skalieren.

 🤨 Warum ist es so schwer Best-Practices für die Klimatransformation zu finden?

Genervt von stundenlanger Recherche und unverständlichen Klimawerten? Der #CTS2020 kürzt die Suche nach klimarelevanten Best-Practices ab und stellt 50+ ExpertInnen aus den 7 Impact Kategorien Energie, Gebäude, Produktion, Mobilität, Food, Digitales und Umwelt vor. Sie teilen mit uns Best-Practices, die schon heute am Markt erprobt und für Unternehmen schnell einsetzbar sind. Suche dir deine Themen heraus und merke dir die wichtigsten Time-Slots vor. Die Übersicht dazu findest du in der Agenda.

7 Wege zur Klimatransformation und wirtschaftlicher Zukunftsorientierung 🏆

Zur Klimatransformation führen viele Wege, beim #CTS2020 bauen wir gemeinsam die 7 wichtigsten auf. Egal ob BeginnerIn oder Profi in Sachen Klimatransformation, die Fireside Chats bieten dir wertvolle Einblicke, neue Ideen und handfeste Maßnahmen von branchenbekannten ExpertInnen. Hol dir dein Ticket hier.

Aktuelle Brancheneinblicke und geballtes Klimawissen

Ohne Messung keine umsetzbaren Maßnahmen. Ohne Maßnahmen keine CO2 Reduktion. Wer Klimaschutz in seinem Unternehmen ernst meint, fängt bei einer CO2-Bilanz an. Aber was kommt dann? Unsere SpeakerInnen teilen ihre Best-Practices und unterstützen so die Entwicklung nachhaltiger Wege aus der aktuellen Wirtschaftslage. Nadine Michalske von Klima.Metrix erklärt zum Beispiel im Fireside Chat „Digitales“ wie Firmen ihren CO2-Fußabdruck messen können, Christian Kroll erläutert im „Umwelt“ Chat warum er Bäume pflanzen für sinnvoll hält und Verpackungsexpertin Carolina Schweig diskutiert im „Produktions“ Fireside Chat warum sie Nachhaltigkeit nicht nur durch CO2-Werte misst. Klimabeauftragte aus Unternehmen können sich dabei direkt mit unseren Climate Champions austauschen und lernen sich Online im Networking Raum kennenlernen. Gemeinsam erproben wir wie Wirtschaftlichkeit, Kundenwünsche und Umweltschutz zukunftsweisend vereint werden können.

Warum braucht es Austausch und Best-Practices 👩🏽‍🔧?

In Sachen Klimaschutz und Impact kann man sich selten auf sein Bauchgefühl verlassen. Branchenbekannte Hosts moderieren die jeweiligen Fireside Chats und anschließenden Workshops, damit wir ganz genau erfahren welche Maßnahmen welche Auswirkungen auf Klima und Wirtschaft haben können. David Wortmann, Gründer von DWR eco und dem Podcast „Let’s Talk Change“ führt uns durch das Hauptpanel, und findet mit den Panelisten heraus, was heute stand der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist. Christian Huder fragt nach was in der Energiewende noch fehlt, Laura Kohler erforscht die klimarelevanten Möglichkeiten der Mobilität und Tim Schuhmacher findet heraus wie Umweltschutz mit Wirtschaftlichkeit zusammenhängt. Finde alle Fireside Chats hier.

🌍 Gemeinsam zur Klimatransformation – los geht’s!

Die Klimatransfromation passiert, genau jetzt. Deutschlandweit sind laut Green Startup Monitor über 6.000 Startups aus Greentech-, CO2- und Impact-Bereich dabei eine klimafreundliche Wirtschaft aufzubauen. Aber nicht nur sie sind aktiv, auch der deutsche Mittelstand sucht nach Lösungen, selbst führende Corporates und die Finanzwelt fangen an umzudenken. Greentech und Impact Entrepreneure sind keine Randfiguren mehr, sondern treten als Climate Leader für ganze Industrien und ihren Wandel ein. Wir laden euch alle herzlich ein Teil des #CTS2020 zu sein und eure Erfahrungen einzubringen! Get your ticket here.

Nachhaltiges Bauen? CHOICE Webinar mit CAALA – digitale Planung und Ökobilanzierung von Gebäuden.

Im CHOICE Webinar #3 stellt Philipp Hollberg, Gründer und CEO der Software-Firma CAALA, die Grundlagen des Lifecycle Assessment (LCA) am Beispiel „Gebäude“ vor. Hier kostenlos für das Webinar am 28. Mai 2020 von 13.00 bis 14.00 Uhr anmelden.

Wieviel CO2 entsteht deutschlandweit im Bau?

Mehr als ein Drittel aller Ressourcen in Deutschland werden durch Gebäude verbraucht. In Nachhaltigkeitsstrategien liegt der Fokus häufig auf Energiemanagement, doch über 30% des deutschen CO2-Ausstoßes stammen aus Gebäuden. Hier spielen Heizen und Strom zwar eine große Rolle, besonders aber auch energieintensive Rohstoffe, großräumige Flächennutzung und inneffiziente Dämmung. Energiesparen ist somit für Unternehmen und Privatpersonen einer der schnellsten Weg, um das Klima zu schützen und Geld zu sparen, Investitionen in Gebäudeplanung, Infrastruktur und Management zahlen sich allerdings ebenfalls aus und können CO2-Emissionen stark senken (laut DGNB).

Klimaneutraler Gebäudebestand in Deutschland

Das Umweltbundesamt empfiehlt in seiner Studie „Klimaneutraler Gebäudebestand 2050“ eine umfassende Sanierung aller Gebäude in Deutschland, um diesen bis 2050 klimaneutral zu stellen. Was jedoch beim Neubau oder der Sanierung von Bürogebäuden, Lagerhallen oder Verkaufsflächen beachtet werden muss, scheint unübersichtlich. Basierend auf den drei klimarelevanten Aspekten: Umwelt, Wirtschaftlichkeit und Soziales, wurden in den letzten Jahren verschiedene Zertifizierungssysteme für nachhaltige Gebäude entwickelt sowie eine neue Bauprodukteverordnung verfasst. Eine systematische Planung durch eine Lebenszyklusbetrachtung ermöglicht es Unternehmen daher ihre Immobilien energetisch, ökologisch und wirtschaftlich zu optimieren.

Digitales Werkzeug zur Ökobilanzierung

Hier setzt die Lösung des Münchner Startups CAALA an, welche aus klimarelevanten Eckdaten in Echtzeit Vordimensionierung und Ökobilanzierung von geplanten Bauprozessen visuell aufbereitet darstellt. Die Gebäudeplanungs-Software erlaubt es ArchitektInnen und BauplanerInnen schon früh im Entwurfsprozess verschiedene Entwurfsvarianten durchzuspielen und schnelles Feedback über die Auswirkungen auf Energieverbräuche oder Lebenszykluskosten zu erhalten. Die besondere Stärke liegt dabei in der Visualisierung von CO2-Verbrauch, Kosten und Zertifizierungsbedarf. Die Einsparungen durch Solar oder die Verluste durch Abwärme werden ebenso dargestellt wie die gesamte CO2-Bilanz des geplanten Gebäudes. Neben der digitalen Lebenszyklusanalyse und Berechnung des Energiebedarfs bietet das Unternehmen individuelle Beratungsleistung und hilft bei der Erstellung von EnEV-Nachweisen.

Lerne die Lebenszyklusbetrachtung kennen

Um energetische Standards und Ökobilanz eines Gebäudes im Blick zu haben, bietet sich die CAALA Software als umfassendes Werkzeug an. Im CHOICE Webinar #3 stellt CEO Philipp Hollberg die Grundlagen der Lebenszyklusbetrachtung am Beispiel „Gebäude“ vor. Hier kannst du dich kostenlos für das Webinar am 28. Mai (13.00 – 14.00 Uhr) anmelden und einen einfachen, digitalen Zugang zu ehemals langwierigen Berechnungsschritten kennenlernen.

Ein Online-Konferenz voller klimarelevanter Lösungen

Weitere LösungsanbieterInnen aus den 7 Impact Kategorien: Energie, Gebäude, Mobilität, Produktion, Food, Digitales und Umwelt, könnt ihr beim CLIMATE TRANSFORMATION Summit am 26. Juni online kennenlernen und euch direkt mit ihnen austauschen. Hier mit dabei sein.

Bei Fragen zu CAALA oder dem #CTS2020, schreibt uns gerne an!

Erfahrung aus 7 Jahren Online-Shop, wie kommt man Schritt für Schritt Richtung Nachhaltigkeit?

Christian Schönborn hat in den letzten 7 Jahren den Bereich Nachhaltigkeit bei SugarShape aufgebaut, Deutschlands schnellst wachsende Onlineplattform für Unterwäsche. Dass in diesem Prozess nicht alles einfach ist und Lieferketten immer komplexer werden, erklärte Christian ehrlich und transparent in unserem CHOICE Webinar #1. Als Klimabeauftragter für Klimabeauftragte, teilt er hier seine Erfahrung und Learnings. 

Die Lieferkette in der Praxis kritisch hinterfragen

Christian konnte schnell in der Praxis feststellen, dass Textilprodukte entlang der gesamten Wertschöpfungskette kritische Punkte aufweisen. Die 5 Schritte: Sourcing, Produktion, Verpackung, Versand & Transport sowie Nutzung & End-of-Life hat er dabei als besonders entscheidend eingestuft und konnte sie für SugarShape Schritt für Schritt angehen. Diesen Prozess in Richtung Nachhaltigkeit versteht er als anhaltend und möchte ihn in Zukunft immer weiter ausbauen. Hier geht es zur Online-Shop Checkliste

Von fairen Arbeitsbedingungen für ProduzentInnen zu Umweltschutz

Am Anfang, 2012 bei Gründung von SugarShape, stand der Wunsch vor allem die ProduzentInnen der Wäsche besonders zu unterstützen, nicht zuletzt da auch SugarShape von zwei Frauen gegründet wurde. Recherchen vor Ort und erste Maßnahmen warfen allerdings schnell den Aspekt Umwelt auf. Christian analysierte daher die eigene Lieferkette und fand entlang der oben genannten 5 Schritte immer wieder neue Fragestellungen und Herausforderung aus der Praxis, auf die er wie folgt reagierte. 

5 Schritte in Richtung Nachhaltigkeit

  1. Sourcing: Materialien und Erstverarbeitung von Textilen sind sehr komplex, da zum Beispiel Baumwolle zwar natürlich aber extrem Ressourcenintensiv ist und auch wiederverwendete Materialien wie Kunststoffe viel Energie in der Erzeugung bzw. im Recycling benötigen können. Der Bezug der Material sei daher besonders schwieriger und bislang nicht einheitlich geklärt. Für einige Produkte bezieht Christian recyceltes Plastik, welches aus dem Meer gesammelt wurde. Fast alle Stoffe sind inzwischen Ökotex 100 zertifiziert und somit auf 100 umweltschädliche Einzelstoffe geprüft. 
  2. Produktion: Hinzukommen häufig undurchsichtige Arbeitsbedingungen und strukturelle Benachteiligungen der ProduzentInnen. Christian betont daher, dass seiner Meinung nach ein Besuch vor Ort unabdingbar ist, egal im welchem Land produziert würde. Soziale Kriterien könnten so am besten überprüft werden, da auch Regelungen wie Gehälter über dem Mindestlohn und sichere Arbeitsbedingungen in vielen Ländern kaum zum Standard gehören. 
  3. Verpackung: Vertrieb über eine Onlineplattform ist stets mit Paketlieferung und somit mit (unnötigem) Verpackungsmüll verbunden. Christian hat hier für einige Lieferung, die am häufigsten von Retour betroffen sind, eine Mehrwegverpackung eingeführt. Anderen Verpackung wurden aus Abfallstoffen der Zuckerrohrproduktion erstellt und sollen so zur Schonung des Rohstoffes “Holz” beitragen.
  4. Versand & Transport: Da die Textilen aus Übersee bezogen werden, hat Christian Schiffstransport gegen Flugweg, Schiene und Straße abgewogen und sich für den Seeweg entschieden. Auch wenn Transportschiffe überwiegend starke Luftverschmutzer sind, sind die CO2-Emissionen bei einer so langen Strecke dennoch geringer als bei den alternativen Transportwegen. Flüge versucht SugarShape generell stark einzuschränken. 
  5. Nutzung & End-of-Life: Unterwäsche wird kaum als Textil wiederverwendet. Christian führte das SugarCycling ein, welches KundInnen auffordert Wäsche wieder einzusenden, auch von Fremdmarken. Die Stoffe werden wieder aufbereitet und recycelt. 

Wie geht es weiter?

Das CHOICE Webinar #1 mit Christian warf die Frage nach CO2-Messung auf, welche er gerne in Zukunft durchführen möchte, um noch genauer die Hotspots in der Lieferkette zu verstehen. Nichtsdestotrotz stellen die eingeführten Änderungen schon jetzt Best-Practices in der Fashionindustrie dar, die er gerne mit weiterentwickeln möchte. 

Bei Anmerkungen oder Rückfragen zu Christian, schreibt uns gerne an!

Für unser nächste CHOICE Webinar #2 mit Klima.Metrix zum Thema „Klimarisiko durch CO2-Berechnung minimieren“ kannst du dich kostenlos hier anmelden.

Wie kommen Digital Climate Champions und ihre Top-Talente erfolgreich durch die Krise?

Im Gespräch mit Julian von Blücher, Gründer und CEO von Talent Tree.

Julian von Blücher, Gründer und CEO von Talent Tree, hat uns erzählt was er momentan im Personalmarkt beobachtet, welche Chancen neu entstehen und warum Unternehmen ihre Top-Talente gerade jetzt fördern und weiterbilden. Talent Tree ist der digitale Personalberater für innovative Startups und agile Technologie-Unternehmen.

Wonach suchen Digital Climate Champions momentan? 

Starke Gründungspersönlichkeiten mit Weitblick schaffen es in Zeiten der Unsicherheit durch Imagination sich selbst eine positive Zukunft zu konstruieren. In Krisenzeiten wird oftmals der Grundstein für Neugründungen gelegt, das können wir jetzt schon anhand von vielen Gesprächen in unserem Netzwerk beobachten oder durch eine eigene Produktidee, die wir mit Talent Tree noch schneller umsetzen werden. Ein hoch relevantes Beispiel hierfür ist die Plattform Join the Transition, die bei der Umsetzung nachhaltiger Ziele unterstützt. 

Natürlich gehört auch zur Wahrheit, dass die Startup- und Digital-Szene vor einer existenziellen Bewährungsprobe steht. Allerdings blicken die meisten zuversichtlich nach vorne, wie eine Studie zeigt. Für digitale Talente ist es entscheidend Technologien und Geschäftsmodelle zu identifizieren, die sowohl kurz- als auch langfristig tragfähig sind. Damit sind wir nach unserer persönlichen Überzeugung zwangsläufig beim Nachhaltigkeitsthema. Hier mit eingeschlossen, sehen wir auch Medizintechnik oder Social Business. 

Wie unterstützt ihr aktuell Top-Talente? 

Mit unseren Remote-Recruiting-Prozessen helfen wir ihnen bei der Suche. In laufenden Prozessen empfehlen wir diese virtuell so gut es geht, fortzusetzen. Zusätzlich können Referenzen und Online Assessments eingesetzt werden um das Bild des Bewerbers zu vervollständigen. Dies kommt auch der Umwelt zugute, denn durch die Vermeidung von Offline-Terminen wird der CO2-Ausstoß so niedrig wie möglich gehalten. Bei uns läuft unser hohes Service-Level uneingeschränkt weiter.  

Ihr habt für Digital Climate Champions, wie sonnen oder tado rekrutiert und spannende Positionen besetzt. Was macht solche Innovatoren besonders? 

Durch digitale Teamevents Identität und Unternehmenskultur stärken. Digitale Climate Champions
Identität und Unternehmenskultur ist maßgeblich.

Neben dem starken Einfluss durch die Technologie ist hierbei die Unternehmenskultur maßgebend. Diese liegt in der Firmenphilosophie und -identität verankert. Noch stärker als bei “normalen” Unternehmen müssen sich Mitarbeiter von Startups persönlich mit der Unternehmenskultur identifizieren. Top-Talente sind oft starke Persönlichkeiten, die viel Herzblut in ihre Arbeit stecken. Da muss das Gesamtpaket stimmen. 

Wie können Unternehmen momentan ihre MitarbeiterInnen fördern und ihr Vertrauen in das Unternehmen stärken? 

Für Führungskräfte gilt es ihre Teams bestmöglich durch die Krise zu manövrieren. Wir müssen mit positivem Beispiel vorangehen und dem Team die Vision und Mission aufzeigen. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wer die starken Führungspersönlichkeiten sind, die ihr Team sicher durch den Sturm bringen. Sie müssen den Mitarbeitern Mut machen, anpacken und Verantwortung übernehmen. 

Durch Weiterbildungsmaßnahmen, wie E-Learning-Angebote, erfahren die Mitarbeiter Wertschätzung und Anerkennung. Jetzt gilt es ein Investment in die Unternehmenskultur zu machen, zum Beispiel durch Weiterentwicklung und Weiterbildung. Denn es ist sehr aufwendig und teuer Top-Talente zu finden. Noch schmerzhafter ist es diese aufgrund von mangelnder oder schlechter Weiterentwicklung und vermeintlicher Perspektivlosigkeit zu verlieren. 

Wir danken Julian herzlich für das Gespräch!

Schreibt uns gerne bei Fragen oder Interesse zum Thema „Top-Talente unterstützen“ an.

Bild: Talent Tree und Annie Spratt auf Unsplash.

Die 5 wichtigsten Schritte, um deinen Online-Shop nachhaltig fit zu machen. Jetzt beim CHOICE Webinar mit Christian Schönborn anmelden.

Klimabeauftragter von SugarShape teilt die 5 wichtigsten Schritte, um deinen Online-Shop nachhaltig fit zu machen.

Christian Schönborn ist seit 7 Jahren im Gründerteam von SugarShape im Einsatz: Als Business Developer, Leiter der Lieferantenbeziehungen und schließlich als Sustainability-Beauftragter. Der Job im Startup ist vielseitig und immer eine Herausforderung, aber gerade das Thema Nachhaltigkeit wurde mit den Jahren für Christian immer wichtiger. SugarShape kümmert sich ganzheitlich um die Bedürfnisse ihrer KundInnen, LieferantInnen und schließlich ProduzentInnen und hat daher ganz selbstverständlich soziale Verantwortung und Umweltschutz zur Chefsache gemacht.

Jetzt für das erste CHOICE Webinar mit Christian Schönborn anmelden!

Über die Jahre hat Christian daraufhin den gesamten Bereich Nachhaltigkeit aufgebaut. Was er dabei lernen konnte und welche Tipps er für deinen Online-Shop hat, kannst du im CHOICE Webinar am 16. April um 14h erfahren. Die TeilnehmerInnenanzahl ist begrenzt, bitte daher vorab hier anmelden.

Warum ist Nachhaltigkeit für Online-Shops wichtig?

E-Commerce ist die Innovation der letzten 10 Jahre im Handel. Unternehmen erreichen ihre KundInnen bequem zuhause, bieten Services rund um die Uhr und helfen auch in den aktuellen Zeiten Waren bis an die Türe zu bringen. Ein Klick genügt. Die Prozesse im Hintergrund sind allerdings weitaus komplexer als man meint. Einkauf, Beschaffung, Transport, Produktion, Vertrieb, Verpackung, Versand, Retour, Recycling und „End-of-Life“. Die Lieferkette ist komplex und lässt sich in unzählige Zwischenschritte zerlegen. Ebenso unübersichtlich sind häufig die erzeugten Emissionen und sozialen Auswirkungen. Welche (seltenen) Rohstoffe oder Chemikalien stecken im Produkt? Wer hat das Produkt unter welchen Bedingungen hergestellt? Und wieviel CO2 wurde durch Produktion und Versand hergestellt? Oft gewinnen Unternehmen nur nach und nach den Überblick über ihre Lieferketten und können daher am besten dort anfangen wo sie stehen: im Online-Shop.

Welche Schritte sind im Onlinehandel am kritischsten?

Nachhaltigkeit ist keine festgelegte Kennzahl. Die Messung von CO2 ist zwar weit verbreitet und auf dem Weg zur unternehmerischen Klimatransformation unumgänglich, gerade im Bereich Textilproduktion oder Lebensmittel sind aber besonders auch die sozialen Auswirkungen von großer Bedeutung! Standards wie fairtrade, der Blaue Engel oder FairWear geben Richtlinien an die Hand und versuchen Transparenz zu schaffen. Kinderarbeiten, Lohndumping und gefährliche Arbeitssituationen müssen als Allererstes ausgeschlossen werden! Danach stellt der Onlinehandel aber besonders die Herausforderung Materialbedarf, Produktion, Lieferwege und Verpackung anhand von Nachhaltigkeitskriterien und CO2-Werten kritisch zu beleuchten.

Was sind die ersten Schritten für einen nachhaltigen oder sogar klimaneutralen Online-Shop?

In Deutschland legen 60% der KonsumentInnen großen Wert auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit bei ihrem Online-Einkauf. Schwierig ist dabei, dass jedes Päckchen mit einem zusätzlichen CO2-Rucksack von 600g geliefert wird. Darüber hinaus verursacht die Retour von jedem sechsten Packet wiederum eine Menge CO2.

Möchtest du deinen Online-Shop klimaneutral gestalten, musst du daher:

  1. Den CO2-Fußabdruck messen: Für das Unternehmen, dazu gehört vor allem auch IT & Cloudspeicher.
  2. Den Produkt-CO2-Fußabdruck erfassen: Beinhaltet Material, Produktion, Verpackung und Versand etc.
  3. Nach der Berechnung CO2-Reduktionsstrategien für Produkt und Unternehmen festlegen.
  4. Wichtig: Nur die nicht einsparbaren CO2-Emissionen sollten mit Klimaschutzprojekten kompensieren werden.
  5. Klimaneutrales Unternehmen sein und andere inspirieren.

Jetzt für das CHOICE Webinar anmelden

Dein Online-Shop braucht noch etwas Hilfe in Sachen Nachhaltigkeit? Dann erfahre mehr im CHOICE Webinar mit Christian Schönborn von SugarShape. Blicke hinter die Kulissen des Onlinehandels und lerne welche 5 Schritte am wichtigsten sind.

Wann: 16. April, 14-15h.

Was: 5 Schritte für deinen nachhaltigen Online-Shop.

Wer: Christian Schönborn, Klimabeauftragter von SugarShape.

Wie: Hier kostenlos anmelden und einen der limitierten Plätze reservieren.

Bildquelle: USGS, SugarShape, Kira auf der Heide auf Unsplash.