Der CLIMATE TRANSFORMATION Summit in Zahlen und Feedback

Als erste 100% online Konferenz zur Klimatransformation vernetzte der zweite CLIMATE TRANSFORMATION Summit über 600 Teilnehmer:innen und stellte 50 Expert:innen aus der Praxis sowie 50 Lösungsanbieter:innen vor. Unter dem Motto: „Von Klimazielen zur Umsetzung!“ teilten am 10. und 11. Juni Expert:innen aus Unternehmen und alle Teilnehmenden ihre Best-Practices rund um klimarelevantes Wirtschaften. In interaktiven Panels und Fireside Chats stellten Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen ihre aktuellen Klimamaßnahmen vor, während Lösungsanbieter:innen spezifische Lösungsansätze der Klimatransformation aufzeigten. Entlang der 7 Impact Kategorien – Energie, Gebäude, Produktion, Mobilität, Food, Digitales und Umwelt – teilten Pioniere wie Neueinsteiger:innen transparent ihre Erfahrungen und Herausforderungen, um das gemeinsame Ziel der CO2-Reduktion umzusetzen.

War der Summit ein Erfolg?

Das bewertest vor allem Du und alle Teilnehmenr:innen! Während des #CTS2020 konnten wir eine Menge über online Event-Organisation sowie über Verbesserungspotenziale für den diesjährigen Summit lernen. So zum Beispiel, dass die Klimadebatte aus der Nische, rein in die beriete Wirtschaft muss. Einige dieser Learnings konnten wir umsetzen, andere kamen hinzu. Finde hier unsere Auswertung des Teilnehmer:innen Feedbacks und alle wichtigen Summit-Daten. Viel Spaß dabei!

Der #CTS2021 IN ZAHLEN

  1. Teilnehmer:innen: Von den ca. 600 Teilnehmer:innen waren 51% weiblich und 49% männlich. Was freut uns!
  2. Demographische Verteilung: Die Teilnehmer:innen waren aus 15 verschiedenen Ländern zugeschaltet. Die große Mehrheit kam aus der DACH-Region (Deutschland 91%, Schweiz 5%, Österreich 2%).
  3. Unternehmensgröße: Die Teilnehmer:innen stammten zu 60% aus Start-Ups, NGOs und kleinen Unternehmen, zu 22% aus dem deutschen Mittelstand und zu 18% aus Großunternehmen und Konzernen. Dabei konnten sich alle Teilnehmer:innen via Ticketkauf selbst einer dieser Kategorien zuordnen.
  4. Impact-Kategorien: Die meisten Teilnehmer:innen kamen aus dem Bereich Digital & Services (28%), gefolgt von der Kategorie Umwelt (22%). 10% kamen aus dem Energiesektor und 9% aus dem Produktions-Bereich. Aus dem Mobilitätssektor stammten 5 % und aus dem Food-Bereich und Gebäudesektor jeweils 4% der Teilnehmer:innen. 18 % kamen aus anderen Bereichen.
  5. Zoom- Aktivität: Durchschnittlich haben 200 Teilnehmer:innen über beide Tage den Summit über Zoom live mitverfolgt. In der Spitze waren wir 300, im Minimum 120.
  6. Interaktion: Während des Summit-Zeitraums haben sich die Teilnehmer:innen über Slack mit 2.561 Nachrichten ausgetauscht. Ihr seid echte Schnellschreiber!
  7. Speaker:innen: Nach dem der Anteil der weiblichen Speaker:innen im letzten Jahr bei 34% lag, haben wir uns dieses Jahr das Ziel 50% gesetzt. Geschafft haben wir: 48% aller Speaker:innen waren weiblich.
  8. Workshops: In 11 interaktiven Workshops entwickelten Expert:innen aus der Praxis und der neu entstehenden ClimateTech-Branche gemeinsam mit ingesamt 300 Teilnehmer:innen Aktionspläne für ihre eigene Klimatransformation. Die Workshophosts waren zu 47% weiblich. 
  9. CO2-Emissionen: Gegenüber einem offline Event konnten deutlich CO2-Emissionen eingespart werden. Gemeinsam mit unserem Partner Fokus Zukunft GmbH & Co. KG  haben wir 4t CO2-Ausstoß berechnet. Dieser ist durch Zoom, Youtube Übertragung, die Nutzung von Slack und Gather-Town sowie die Anreise zweier Teammitglieder mit der Bahn entstanden. Durch ein Goldstandard Windkraftprojekt in der Türkei gleichen wir das Doppelte der entstandenen Emissionen aus. Unsere Reduktionsbemühung? Die Planung eines 100% online Events, vegetarische Verpflegung und die innerstädtische Reise mit den ÖPNV oder Rad.
  10. Zufriedenheit: Danke, dass ihr 2021 dabei ward! Das Teilnehmer:innen Feedback ergab, dass unser Net Promoter Score bei großartigen 46* liegt.

*Update: 21. Juni

Feedback der Teilnehmer:innen

Das gefiel den Teilnehmer:innen am besten: Besonders inspirierend für die Teilnehmer:innen waren die Keynotes von Georg Schürmann (Triodos Bank), Beth Thoren (Patagonia) und Dr. Jonathan Foley (Project Drawdown). Außerdem waren die Teilnehmer:innen besonders von den Vernetzungs- und Diskussionsmöglichkeiten und den daraus resultierenden intensiven Austausch mit anderen Teilnehmer:innen begeistert. Zudem haben ihnen die Short Pitches der Lösungsanbieter:innen sowie die Speaker:innen aus unterschiedlichen Branchen und ihre persönlichen Einblicke besonders gut gefallen.  

„Danke für diese zwei intensiven und liebevoll organisierten Tage. Ich gehe mit vielen neuen Fragen und einigen konkreten Ideen ins Wochenende.“

– Teilnehmer:in des Summits

Verbesserungswünsche: Auch in diesem Jahr haben wir viel aus dem Summit gelernt! Bewusst waren die Speaker:innen dieses Jahr vorwiegend Klimabeauftragte oder Geschäftsführer:innen aus mittelständischen und großen Unternehmen, um aufzuzeigen wo wir heute in der Umsetzung stehen und hinter die Kulissen zu schauen. Teilnehmer:innen wünschten sich teilweise noch mehr kritische und aktivistische Stimmen. Auch der Mix an Kommunikationsmittel gefiel den einen besonders, anderen fehlte der Überblick. Zudem wurden längere Breakout-Sessions zum Austausch mit anderen Teilnehmer:innen in den Fireside Chats gewünscht.

Vielen Dank für Euer Feedback! Wir werden es weiter vertiefen und hoffentlich einige spannende Entscheidungen daraus für 2022 ableiten.

Die Climate Community mit starken Partner:innen

Ganzheitlicher Klimaschutz bedeutet gemeinsames Handeln in eine Richtung! Wir freuen uns daher, dass wir beim #CTS2021 starke Partner:innen an unsere Seite hatten, die den Summit zum echten Community Event gemacht haben. Vielen Dank South Pole, B.A.U.M.e.V., First Climate, Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima, Quantis, Climate Partner, Soil & More Impacts, Helioz, Naturstrom, Bundesverband für nachhaltige Wirtschaft, myclimate, Trilux, Fairantwortung, DKB, blueworld.group, dass Ihr den Summit möglich gemacht habt!

Wie geht es weiter?

Vielen Dank, dass Du Teil des #CTS2021 warst!

Alle Inhalte des Summits findest Du in Kürze auf unserem Youtube Kanal. Alle Teilnehmer:innen sind herzlich dazu eingeladen, unserer Slack Community beizutreten und sich mit CLIMATE Champions und Interessierten zu vernetzen. Best-Practices und Klimanachrichten kannst Du hier genauso teilen, wie kritische Nachfrage.

Wir danke Dir für dein Vertrauen, Teilnahme und Beitrag zur Klimatransformation!

Dein CLIMATE Team

Business Parks und klimaschonende Mobilität – Die Chancen des RideSharings für Unternehmen

Eine große Rolle in der Klimatransformation spielt die klimafreundliche Mobilität. Kaum etwas entwickelt sich derzeit so rapide. Die Neugestaltung der Mobilität und die Verkehrswende sind Hebel in der Klimatransformation und bieten großes Potenzial, CO2 einzusparen. Wie können die Chancen innovativer Technologien und Vernetzungs-Tools dafür genutzt werden? Und welche Lösungsansätze gibt es, um die Mobilität in Zukunft grüner zu gestalten?

Im folgenden Gastbeitrag von B2RIDE gehen wir der Frage nach, welche klimarelevanten Lösungen es gibt, um eine effiziente und klimaschonende Mobilität zu entwickeln. Gastbeitrag: Dr.-ing. Bernhard Edmaier gründete 2017 die tow-ride UG. Als Mobilitätsexperte teilt er mit uns seine Einblicke rund um RideSharing – Fahrgemeinschaften.

Wachstum als Herausforderung 

In Deutschland liegt der durchschnittliche PKW-Besetzungsgrad im Berufsverkehr bei 1,1 Personen. Die Gründe dafür sind individuelles Mobilitätsverhalten der Pendler:innen, die aus privaten oder beruflichen Gründen alleine mit ihrem Fahrzeug fahren und nicht ausreichendes ÖPNV Angebot in der Peripherie oder auf dem Land. Die Folgen sind ausgelastete Infrastrukturen, Staus, Parkraumknappheit und Umweltbelastungen.

Straße mit Autolichtern

Business Parks haben besondere Eigenschaften, die sich die grüne Mobilitätswende zunutze machen sollte. Durch die verdichtete Ansiedelung von KMUs und Industrie und damit einhergehende steigende Mitarbeiter:innenzahlen wird der ursprünglich geplante Parkraum oft bereits nach wenigen Jahren zu knapp. Doch weitere Neubauten und Bodenversiegelungen durch Parkhäuser sind nicht mehr die Antwort der Zeit. 

Ridesharing erfindet sich neu

Bereits in den 1940er Jahren wurden Fahrgemeinschaften im Berufsverkehr in den USA gebildet. Auch in Deutschland werden seit Jahrzehnten Fahrgemeinschaften im Berufsverkehr genutzt. Dabei schließen sich zwei oder mehr Personen zusammen, um ihren Arbeitsweg ganz oder teilweise gemeinsam in einem Fahrzeug zurückzulegen. Meist handelt es sich hierbei um feste Fahrgemeinschaften, die wiederkehrend zur selben Zeit und mit den gleichen Personen fährt.

Mit der Digitalisierung ergeben sich auch für Berufspendler:innen ganz neue Möglichkeiten. Eine Vermittlung von Fahrgemeinschaften in Echtzeit erhält die Flexibilität und bietet die Chance seinen Arbeitsweg täglich neu zu gestalten und das unternehmensübergreifend.

Vorteile von Ridesharing

Menschen in Bewegung

Kein Selbstläufer in der Mobilität – Der Mensch im Mittelpunkt von Ridesharing

Eine App oder Software löst zwar nicht das Problem des Berufsverkehrs, ist aber ein besonders attraktives Angebot. Die erwünschte Veränderung des individuellen Mobilitätsverhaltens geschieht allerdings nicht von selbst. Dafür braucht es intelligente Anreizsysteme aber vor allem ein attraktives Angebot. Ein gut geschnürtes und attraktiv verpacktes Ridesharing-Angebot ist nicht nur ein Gewinn für die Nutzer:innen, sondern auch ein starkes Wettbewerbsargument für den Businesspark selbst. Wir erleben gerade eine gewaltige Verschiebung von einem Arbeitgeber:innenmarkt zu einem Arbeitnehmer:innenmarkt. Employer-Branding-Argumente, die auf den ideellen und aber auch materiellen Mehrwert für die Mitarbeiter:innen einzahlen, werden zunehmend über die Attraktivität des Standortes entscheiden. 

Wie unterstützt B2RIDE den Mittelstand bei der Verkehrswende und einer klimaschonenden Mobilität ?

B2RIDE Business Ridesharing bietet die Mitfahrlösung, um eine attraktive, umweltfreundliche und kostengünstige Anbindung zwischen Wohn- und Arbeitsort zu ermöglichen. Insbesondere dort, wo das Angebot des ÖPNV nicht ausreicht oder nicht genügend Parkraum vorhanden ist, wird Ridesharing relevant. Businessparks bieten hierfür die idealen Voraussetzungen. Die Einführung von B2RIDE Business Ridesharing ist denkbar einfach. B2RIDE übernimmt nämlich den gesamten Einführungsprozess und steuert diesen bis hin zur Kommunikation aus. 

Daten zur Steigerung der Vermittlungsrate

Die Verwendung von (anonymisierten) Bewegungsdaten kann die Vermittlungsrate bei der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit verbessern. Hier spielen viele Parameter eine Rolle: Welches Zeitfenster haben die Personen? Wieviel Umweg wird in Kauf genommen und welche Wohngebiete liegen dann in der neuen Reichweite? Indem all diese Daten ausgewertet, potenzielle Fahrgemeinschaften ermittelt und auch Alternativen zu den eingegebenen Toleranzen angeboten werden, kann die Vermittlungsrate noch einmal deutlich erhöht werden. Das System vermittelt dann nicht nur effizienter, sondern auch bedarfsgerechter. 

RideSharing ist somit eine Zukunftslösung, die heute schon gestartet werden kann und in der Mobilität nur Gewinner produziert: Pendler:innen, Businessparks, ihre Unternehmen und vor allem die Umwelt.

Dich interessiert was Du gelesen hast? Erfahre hier mehr zum Aufbau von smart cities und new Mobility und warum dies die Grundlage für die Klimatransformation und die Zukunftsfähigkeit der Mobilität bildet.

Dir gefällt was Du hier erfahren hast? Dann melde Dich für unsere CLIMATE News an und werde Teil unserer CLIMATE Community auf Slack. Wir freuen uns, dass Du dabei bist!

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Registriere Dich Jetzt Für Einen Von 11 Limitierten Workshops!

#CTS2021 – Der Auftakt zur Umsetzung der Klimaziele!

Der Countdown läuft. Der CLIMATE TRANSFORMATION Summit 2021 steht vor der Tür! Es erwarten Dich spannende Keynotes, interaktive Workshops und vieles mehr…

2021 ist alles im Aufbruch. Ein „Weiter so“ gibt es nicht. In den letzten Monaten haben wir vieles dazu gelernt. Besonders, dass es anders geht und nichts wirklich feststeht. Außer: Die Klimatransformation ist in vollem Gange. Klimaziele werden politisch vorgegeben, aber wer arbeitet an der Umsetzung? Wir alle! Der #CTS2021 lädt daher alle Interessierten, Entscheider*innen und Klimabeauftragten ein, die jetzt einen Unterschied machen und Klimaziele umsetzen wollen. 

Du fragst Dich, wie es möglich ist eine Wirtschaft zu gestalten, die sich langfristig positiv auf das Klima auswirkt? Wir auch! Beim #CTS2021 tauschen wir uns daher 2 Tage lang, 100% online und interaktiv mit über 50 Expert*innen aus der Wissenschaft, Politik und Wirtschaft aus und entdecken auf einer online Messe 50 Klimainnovator*innen und ihre Lösungsansätze. Damit nicht genug, denn Du machst den Unterschied! Der Summit ist ganz für Dich da. Nutze die unterschiedlichen Inhalte und Angebote des #CTS2021 als Leinwand, Du selbst aber bist die Farbe und gestaltest Dein individuelles Summit-Programm! Kreiere, diskutiere und erarbeite in Panels, Breakout Sessions, Workshops und auf der Messe konkrete Maßnahmen und Lösungsansätze für eine klimarelevante Wirtschaft. Nie war die Klimatransformation greifbarer als jetzt!

Gestalte den Summit mit uns, bringe Deine praktischen Erfahrungen mit ein und tausche Dich mit anderen Teilnehmer*innen über Best-Practices rund um CO2 messen, reduzieren und ausgleichen aus.

Wand mit Farbe und dem Schriftzug "Together"

Das erwartet Dich!

Du bist dabei? Dann erfahre hier, was Dich während dem Summit erwartet.

Das Programm des #CTS2021 bietet 2 Keynotes und 2 Hauptpanels, 6 FireSide Chats, 11 Workshops und als Highlight eine Online Messe. 

Die Keynotes schildern die großen und kleinen Klimaerfolge, aber auch bestehenden Herausforderungen der Transformation. Erfahre hier welche Chancen die Klimatransformation für Dein Unternehmen bietet. 

Die 2 Hauptpanels steigen noch tiefer ein. Hier diskutieren wir: Wo stehen wir politisch, wirtschaftlich und wissenschaftlich in Hinblick auf Klimaziele? Welche Veränderungen hat das letzte Jahr mit sich gebracht und durch welche konkreten Maßnahmen lassen sich Klimaziele in die Tat umsetzten? Die gute Nachricht gleich vorweg: Erprobte Klimalösungen und innovative Ansätze gibt es schon! Einige von ihnen stellen Dir Vorreiter*innen aus der ClimateTech-Branche in kurzen Pitches, Workshops und in persönlichen Gesprächen auf der Online Messe vor.

Die 6 FireSide Chats zeigen darüber hinaus, wie wir in den Bereichen: Energie, Gebäude, Produktion, Mobilität, Food, Digitales & Umwelt CO2 reduzieren und welche konkreten Maßnahmen dafür schon genutzt werden. 

Du bist aktiv mit dabei! In den Fireside Chats, Workshops und auf der online Messe hast Du die Möglichkeit, dich mit über 50 Expert*innen sowie 50 Lösungsanbieter*innen auszutauschen und Teil der CLIMATE Community zu werden. 

Gestalte Maßnahmen für deine Klimatransformation in einem der 11 limitierten Workshops! 

Der #CTS2021 lebt von Transparenz, Diversität und offenem Austausch auf Augenhöhe. In einem der 11 limitierten Workshops hast Du die Möglichkeit, gemeinsam mit Expert*innen aus der Praxis, der Wissenschaft und dem ClimateTech-Branche konkrete Maßnahmen zur Umsetzung deiner erfolgreichen Klimatransformation zu entwickeln. Du entscheidest dabei selbst, welches der Themen Dich am meisten interessiert und welchen Workshop Du mitgestalten möchtest. Die Anmeldung zu einem der Workshop ist für alle Teilnehmer*innen ab dem 1. Juni freigeschaltet. Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist auf 30 Personen pro Workshop limitiert. 

Menschen am Arbeitsplatz

Lerne im Folgenden die Inhalte der einzelnen Workshops kennen und sichere Dir jetzt noch bis Ende Mai dein Summit-Ticket, um frühzeitig einen der Workshops zu buchen. 

#1 “Betriebsabläufe klimakompatibel machen” mit B.A.U.M. und FirstClimate 

Wie gestaltest Du die Betriebspraxis Deines Unternehmens klimaneutral? Was bedeutet Klimaneutralität als Chance für Unternehmen und wie lässt sich die eigene Unternehmenstätigkeit langfristig darauf ausrichten? Diesen Fragen gehen Antonia Thiele und Yvonne Zwick von B.A.U.M gemeinsam mit Dir und ihrem Workshop-Gast Karsten Miede von VW nach. Anhand des Autobauer-Beispiels diskutiert ihr darüber, wie sich Klimaziele praktisch umsetzen lassen. Mike Hatert von FirstClimate teilt zusätzlich seine Einblicke zu CO2-Bilanzierung und Kompensation sowie deren Wirkung auf das Klima. Diskutiere mit und erfahre mehr darüber, wie Nachhaltigkeit ganz praktisch in Betriebsabläufe integriert werden kann.

#2 “Wie funktioniert Klimaschutz auf See?” mit Boris Herrmann und Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima

Klimaschutz. Ein Thema, das in diesem Workshop gleich von mehreren Seiten beleuchtet wird. Als Profisegler kann Boris Herrmann die Klimakrise direkt auf den Ozeanen der Erde hautnah miterleben. Sein Ziel dabei ist es, die Wissenschaft mit wertvollen Daten dabei zu unterstützen, die Auswirkungen des Klimawandels auf Ozeane besser zu verstehen. Das Stichwort Klimaschutz ist ebenfalls für Dr. Olivia Henke von der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima relevant. Gemeinsam mit Boris Herrmann und allen Teilnehmer*innen diskutiert sie, wie nachhaltige Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern Klimaschutz verbessern, welche Rolle dabei internationale Standards spielen und wie wir gemeinsam die Klimaziele der Vereinten Nationen umsetzen. 

#3 “Über die Chemie der Nachhaltigkeit” mit Quantis

Chemieprodukte und Nachhaltigkeit? Das scheint nicht wirklich zusammen zu passen. Patricia Granadas und Dr. Ivo Mersiowsky von Quantis stellen Dir vor, wie die Chemieindustrie Teil der Klimalösung werden kann und wo die Potenziale für einzelne Unternehmen liegen. So viel vorab: Der Einkauf ist ebenso entscheidend wie die klimarelevante Produktion. 

#4 “Mit einer Klimastrategie gelingt die Transformation im Unternehmen – freiwillig und konsequent” mit myclimate

Was bedeutet es für Unternehmen, sich freiwillig für den Klimaschutz zu engagieren und welche Chancen ergeben sich dadurch für Dein Unternehmen? Harald Rettich und Marlien Rubner von myclimate diskutieren mit Dir die Grundlagen und wichtigsten Ansatzpunkte für freiwilligen Klimaschutz. Erfahre, wie Du ein klimarelevantes Bewusstsein in deinem Unternehmen schaffst und eine individuelle Klimaschutzstrategie entwickeln kannst. 

#5 “Viele Wege führen nach Paris” mit right.based on science

Netto-Null Bilanz und Pariser Abkommen. Sind wirklich alle Netto-Null Ziele kompatibel mit dem Pariser Klimavertrag? Dieser Frage gehst Du gemeinsam mit Liv Hammann und Nicolas Schürhoff von right.based on science nach und erfährst, wie Du eine Paris-kompatible Strategie für Dein Unternehmen entwickelst. Wie können wir eine Unternehmenspraxis erarbeiten, die gleichzeitig den globalen Klimazielen und der eigenen Wirtschaftlichkeit gerecht wird? In diesem Workshop finden Teilnehmer*innen gemeinsam Lösungen und diskutieren die Verknüpfung zwischen Wertschöpfung und Emissionsreduktion.

#6 “Klimamanagement – Transformation wirksam und glaubwürdig umsetzen” mit OmniCert

Klimaziele setzen ist einfach. Doch erst die praktische Umsetzung schafft Veränderung! Wie gelingt einem Unternehmen die Transformation hin zu einem klimafreundlichen und zukunftsfähigen Geschäftsmodell? In diesem Workshop diskutieren Expert*innen aus dem Umweltmanagement und der nachhaltigen Unternehmensführung die Kernfragen der konkreten Umsetzung der Klimatransformation mit Dir. Christoph Töpfer und Theresa Steyer von Arqum vom Umweltbundesamt sowie Thorsten Graten von OmniCert stellen die Chancen und Herausforderungen der Umsetzung von Klimaschutz und Anpassung auf betrieblicher Ebene vor. Sei Teil der Debatte und lerne, ein erfolgreiches Klimamanagement in deinem eigenen Unternehmen aufzubauen.

#7 “Sustainability is here to stay!” mit VERSO

Die erfolgreiche Klimatransformation meint Klimaziele zu erreichen und dauerhaft nachhaltig zu wirtschaften. In diesem Workshop dreht sich daher alles um das Thema „Zukunftsfähigkeit“. Andreas Maslo von VERSO teilt mit Dir seine Erfahrungen aus 10 Jahren CSR-Management, wie eine langfristige Ausrichtung auf Nachhaltigkeit funktioniert und welche Unternehmensvorteile dadurch entstehen. Als kleiner Einstieg vorab: Die Erfassung der richtigen Daten spielt eine große Rolle dabei. Diskutiere mit anderen Teilnehmer*innen darüber, wie sich die erfolgreiche Klimatransformation schnell und nachhaltig umsetzen lässt.

#8 “SDGs und ihre Relevanz für KMUs” mit BVMW

Die SDGs der Vereinten Nationen sind für den nachhaltigen Schutz von Umwelt und Klima von großer Bedeutung. Warum ist es aber gerade auch für kleine und mittelständische Unternehmen wichtig, die globalen Nachhaltigkeitsziele in ihre Unternehmenspraxis zu integrieren und welche Chancen birgt das sowohl für das Klima als auch das eigene Unternehmen? In diesem Workshop fokussieren sich Daniela Besser von BVMW und Nils Giesen von abat AG vorwiegend auf die vier SDGs: Erneuerbare Energie, nachhaltige Produktion, Klimaschutz und Partnerschaften. Teile hier Deine Erfahrungen und lass Dich von anderen Teilnehmer*innen dazu inspirieren, konkrete Ideen zur Umsetzung zu verwirklichen.

#9 “Vom Unternehmensfußabdruck zur Klimaneutralität” mit GUTcert

Wie erfasse ich die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen meines Unternehmens? Die Basis dafür, CO2 zu reduzieren, ist die Klimaperformance des eigenen Unternehmens zu verstehen. Nur so lassen sich Reduktionspotenziale aufdecken und erfolgreich umsetzen. Frank Blume von GUTcert und Marius Hasenheit von Sustainable Natives vermitteln Dir in diesem Workshop die Grundlagen für die eigenständige Messung von Treibhausgasemissionen und bereiten Dich darauf vor, möglichen Herausforderungen und Fragen der Treibhausgas-Bilanzierung und Klimaneutralität zu begegnen.

#10 “200% – Warum Klimaneutralität nicht reicht” mit Ecosia

Durch positive Klimaauswirkungen eine regenerative Welt schaffen! Das ist das Ziel der globalen Klimatransformation. Wolfgang Oels und Danijel Visevic von Ecosia diskutieren gemeinsam mit den Teilnehmer*innen, warum Klimaneutralität und die Netto Null-Bilanz von Unternehmen nicht ausreichen, um die irreversiblen Auswirkungen des Klimawandels zu bewältigen. Wie kannst Du in den bevorstehenden Herausforderungen, wertvolle Chancen für Dein Unternehmen sehen und eine langfristig erfolgreiche Zukunft sichern? Diskutiere mit allen Teilnehmer*innen und erfahre mehr dazu, wie eine “klimapositive Zukunft” für Dein Unternehmen aussehen kann.

#11  “Was brauchen KMUs für den Klimaschutz?” mit ICC Germany und Oxford Net Zero

Kleine und mittelständische Unternehmen sind maßgeblich an der globalen Dekarbonisierung beteiligt. In diesem Workshop gehen Regina Karakina von ICC Germany und Christian Schroeder de Witt von Oxford Net Zero der Frage nach, wie man KMUs dabei unterstützen kann, Resilienz aufzubauen und Klimaschutz voranzutreiben. Eine zentrale Anlaufstelle für KMUs bietet die internationale Plattform SME Climate Hub – um eine von der UN anerkannte Klimaverpflichtungen einzugehen und Zugang zu praktischen und relevanten Tools zu erhalten. Sei Teil der Debatte darüber, wie KMUs in Deutschland dabei unterstützt werden können, ihre eigenen CO2-Reduktionspotenziale aufzudecken.

Arbeitende Personen am Tisch

Den #CTS2021 gemeinsam gestalten!

Du hast deinen Wunsch-Workshop gefunden? Großartig! Sichere dir jetzt bis Ende Mai dein Summit Ticket, um rechtzeitig zur Anmeldung für einen der 11 limitierten Workshops eingeladen zu werden. 

Wir freuen uns darauf, den #CTS2021 mit Dir zu gestalten und zusammen Klimalösungen umzusetzen!

Daten nutzen zum Aufbau und zur Verbesserung von smart Cities und new Mobility

Daniel Priem

Zum Autor: Daniel Priem ist ein Green Evangelist. Als Gründungsstudent der grünsten Hochschule Deutschlands, dem Umwelt-Campus-Birkenfeld in Trier, hat er bereits 1996 den Grundstein für seinen Beitrag zur  Klimatransformation gelegt. Danach hat er u.a. 12 Jahre die Solarenergiebranche vorangetrieben und ist jetzt bei Ubilabs, Expert*innen für Smart Cities und New Mobility, als Team Lead Business Development tätig.


Wie Daten helfen Städte smart und Mobilität zukunftsfähig zu machen und somit ein wichtiges Fundament für die Klimatransformation bilden.

Im Fokus: Smart Cities, New Mobility und Sustainability 

Wie werden Menschen zukünftig leben, arbeiten, mobil sein? Wie entscheiden Unternehmen fortschrittlich und wirtschaften verantwortungsvoll? Diese Fragen sind es, mit denen wir uns bei Ubilabs vorrangig beschäftigen.

Als Spezialist*innen für Data und Location Technology arbeiten wir an Lösungen, die unsere digitale Zukunft prägen und das Leben mobiler, intelligenter und nachhaltiger machen. Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Entwicklung individueller datenbasierter Kartenanwendungen für New Mobility, Smart Cities und Sustainability.

New Mobility – mit Daten die Zukunft bewegen

Kaum etwas hat sich in den vergangenen Jahren so rasant entwickelt wie die Mobilität. Wie wir uns von A nach B bewegen, verändert sich grundlegend. Eine Schlüsselrolle spielt dabei „Mobility as a Service“: Aus vereinzelten Pionierprojekten ist innerhalb weniger Jahre eine große Vielfalt an Car-, Bike- und Scooter-Sharing-Diensten entstanden. Das Bereitstellen von Mobilität auf Zeit und nach Bedarf hat sich zu einem der größten Wachstumsmärkte entwickelt. 

Shared Mobility – Nutzung im Raum München
Mobility Service Heatmap

Angetrieben wird die neue Mobilität durch Location Intelligence: Hoch entwickelten Technologien, die aus einer Vielzahl ortsbezogener Daten verlässliche Analysen und Prognosen ableiten. So gibt zum Beispiel die Auswertung von Bewegungsdaten Aufschluss darüber, an welchen Orten Mobilitätsangebote verfügbar sein sollten, wofür sie benötigt werden und wie sie beschaffen sein müssen. Auf dieser Basis können Städte und Unternehmen nicht nur bessere und nachhaltigere Lösungen entwickeln, sondern auch innovativer und kosteneffizienter arbeiten. 

Wir unterstützen Mobilitätsanbieter*innen dabei, ihre Lösungen zielgerichteter, kund*innenfreundlicher und umweltbewusster zu gestalten. Anhand relevanter Daten und deren Visualisierung lassen sich unter anderem folgende Aspekte beleuchten:

Zu den erfolgreich umgesetzten Projekten von Ubilabs im Bereich New Mobility gehören unter anderem:

Mobility Services Pipeline: Ob Carpooling oder Carsharing, die Echtzeit-Analyse und Vorhersage weltweiter Mobilität hilft Anbieter*innen, ihre Angebote noch genauer am tatsächlichen Bedarf auszurichten.

Road Weather Information System: Eine App verarbeitet mobile Wetterdaten in Echtzeit und unterstützt so den gezielten Einsatz von Schneepflügen, Kehrmaschinen und Enteisern.

Mobility Dashboards: Visualisierung von Mobilitätsveränderungen in Zeiten der Pandemie, um schnell auf aktuelle Anforderungen in Bezug auf die Verkehrssituation reagieren zu können.

Smart Cities – besser leben in der Stadt

Immer mehr Menschen und Autos, immer weniger Platz und Luft zum Atmen. Metropolen und Städte auf der ganzen Welt sehen sich mit denselben Problemen konfrontiert. Wie lassen sich Nachhaltigkeit, Lebensqualität und das Zusammenleben auf engem Raum verbessern? Moderne Technologien, digitale Lösungen und smarte Dienstleistungen können hierauf Antworten geben. 

Sensoren, interaktive Karten, neue Kommunikationstools: Sie alle liefern Daten, aus denen Stadtverwaltungen und Dienstleister*innen die Bedürfnisse der Einwohner*innen ableiten und so besser auf sie eingehen können. Mit einer Art neuronalem Netz, basierend auf einer technologischen Infrastruktur zum Sammeln, Vernetzen und Auswerten von Daten, wird aus einer Stadt eine Smart City. 

Parkraum Belegung im öffentlichen Raum

Ubilabs entwickelt Dashboards, die Daten in benutzerdefinierte und schnell verständliche Berichte übersetzen. Diese Dashboards helfen zum Beispiel Stadtplaner*innen, einzelne Ökosysteme der Stadt besser zu verstehen. Oder mit Echtzeitanalysen einen besseren Überblick zur aktuellen Verkehrs-, Emissions- oder Parkraumsituation zu gewinnen. 

Mit Technologie und Know-how hilft Ubilabs Städten bei ihrer Entwicklung hin zur Smart City. Auf dem Weg zur Smart City sind folgende Aspekte wichtig: 

Eines unserer aktuellen Projekte im Bereich Smart City ist das Telekom Parkdaten-Projekt: Sichtbarmachung von Parkraumdaten, um den Parksuchverkehr zu reduzieren und Städte langfristig lebenswerter zu machen.

5 Dinge, die Du unbedingt über Klimaneutralität wissen solltest


Ein verheißungsvoller Titel, was könnte sich wohl dahinter verbergen? Eine Menge Tatendrang, Aufbruchsstimmung und der Wille, jetzt gemeinsam einen Unterschied zu machen. Der Begriff “klimaneutral” taucht heute im Zusammenhang mit vielen Produkten und Dienstleistungen auf, auch wenn man manchmal nicht ganz versteht, wofür die Bezeichnung wirklich steht. Was steckt also hinter dem Begriff und was sollten wir über das Konzept “Klimaneutralität” wissen?

Finde hier 5 Dinge, die Dir in der Debatte weiterhelfen. 

1. Klimaneutralität: Dreiklang aus CO2 messen, reduzieren und ausgleichen

Das Konzept der Klimaneutralität sieht vor, dass Tätigkeiten oder Produkte keine positive oder negative Auswirkung auf die CO2-Bilanz der Atmosphäre haben. Die Gesamtmenge an klimaschädlichen Treibhausgasen verändert sich also bilanziell nicht. So einfach ist das? Wie diese “Netto Null” erreicht wird, ist vielschichtig. 

Die UN gibt für die Erreichung der “Klimaneutralität” den Dreiklang aus CO2 messen, reduzieren und nur unvermeidbare Emissionen ausgleichen vor. Die Umsetzung dieser drei Schritte lag bisher im individuellen Ermessensspielraum. Als praxisnahes Werkzeug wurde durch das Kyoto-Protokoll (1997) das System des CO2-Handels ins Leben gerufen. Dieses ermöglicht, erzeugte Treibhausgas-Emissionen durch zweierlei Mechanismen auszugleichen: Über das CO2-Handelssystem auf staatlicher Ebene und über Klimaschutzmaßnahmen an anderer Stelle, als am Ort der Produktion. Auch das scheint soweit erst einmal einfach. Emissionen sollen im ersten Fall durch preisgetriebene Marktmechanismen kontrolliert und gedeckelt werden. Im zweiten Fall werden dort Klimaschutzprojekte gefördert, wo ihre Finanzierung sonst nicht möglich wäre. 

Der Knackpunkt ist dabei allerdings das übergeordnete Ziel: Die CO2-Reduktion. Diese lässt sich am Entstehungsort der Emissionen nur indirekt durch die beiden Systeme steuern. Das Europäische Emissionshandelssystem soll daher noch dieses Jahr neu aufgesetzt werden. Der Fokus im Bereich Klimaneutralität rückt also auch politisch immer stärker in Richtung Reduktion. Wie stark Unternehmen bereits zu dieser umfangreichen Klimatransformation bereit sind, ist unterschiedlich. Es zeigt sich aber deutlich: Klimapioniere profitieren mehrfach.

2. Die Politik setzt Klimaziele, wir setzen sie um!

2021 scheint alles möglich. Die EU verstärkt ihre Klimaverpflichtungen auf 55 % CO2-Reduktion bis 2030, Biden startet ein nie dagewesenes Klima-Konjunkturprogramm und deutsche Verfassungsrichter*innen fordern ein langfristig wirksames Klimaschutzgesetz. Das Pariser Klimaabkommen rückt in den Fokus und plötzlich wissen alle: Wir können noch so viel mehr erreichen! 192 Länder unterzeichneten vor fünf Jahren das Klimaabkommen und verpflichteten sich, die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf unter 2°C zu begrenzen und gemeinsam bis 2050 klimaneutral zu werden. Dazu setzen sie nacheinander Klimaverpflichtungen und Reduktionsziele fest sowie spezifische CO2-Budgets pro Kontinent, Nation und Industrie. 

Das sind wirkungsvolle, mächtige Mittel, um Klimaschutz in alle Lebensbereiche, besonders auch in die Wirtschaft zu integrieren. Trotzdem treiben heute gerade auch Kund*innen, Mitarbeiter*innen und Geschäftspartner*innen die Klimatransformation voran! Wie? Sie fordern Veränderung und stimmen mit ihren Entscheidungen ab.

3. Klimalösungen ermöglichen exponentielle CO2-Reduktion

Die gute Nachricht ist: Die Klimalösungen, die uns heute schon ermöglichen drastisch CO2 zu reduzieren, sind bekannt. Die Exponentiell Roadmap zeigt Wege in eine klar “klimaneutrale Wirtschaft” auf, die durch die erfolgreiche Klimatransformation nicht nur ihre Strategie umweltfreundlich gestaltet, sondern ganze Geschäftsmodelle verändert hat. Dazu zeigt sie 36 skalierbare Lösungen in 7 Impact Kategorien auf. Die Bereiche Energie, Gebäude, Produktion, Mobilität, Food, Digitales und Umwelt bieten enorme Einsparpotentiale. 

Dr. Jonathan Foley, Director des Project Draw Down, nennt diese Klimalösungen “Quick Wins”. Sie helfen uns, in den nächsten 10 Jahren die Klimatransformation mit größtmöglichem Impact umzusetzen und von heute an starke CO2-Einsparung wirklich möglich zu machen. Dabei zeigt er ebenfalls auf, dass diese Quick Wins bereits bekannt sind – wir müssen sie nur tatsächlich einsetzen. Angefangen bei erneuerbarer Energie, isolierten und energiearmen Gebäuden, ressourcenschonender, zirkulärer Produktion sowie alternative Antriebe und Transportprozesse führen den Weg in eine regenerative Zukunft. Sie schaffen zusätzlich jede Menge neuer Arbeitsplätze. Warum also nicht nach der Krise die Chance ergreifen, um gleich ganz neu anfangen? 

4. Best-Practices der Klimatransformation lassen sich heute schon umsetzen

In Sachen Klimaneutralität müssen wir also das Rad nicht neu erfinden. Zur CO2-Reduktion stehen uns zahlreiche Lösungen zur Verfügung.  Was ist mit der Messung und dem Ausgleich von CO2? Wenn diese Schritte zum Dreiklang dazu gehören, dann sollten sich Unternehmen doch ihnen auch widmen. Richtig. Aller Anfang ist die eigene CO2-Bilanz. Dazu bieten heute zahlreiche Beratungen, Software-Anbieter*innen und Datenbanken unterschiedliche Hilfestellungen an. 

Auch wer freiwilligen Klimaschutz betreiben möchte, findet eine Fülle an Auswahl. Wichtig sind hierbei die oben genannten Qualitätsmerkmale und die eigene Motivation etwas zusätzlich Gutes zu tun. Wer durch CO2-Messung die eigene Bilanz geprüft und Emissionen reduziert hat, kann darüber hinaus viele weitere Schritte zum Klimaschutz unternehmen. 

Im Best-Practice Guide des #CTS2020 finden sich einige namenhafte sowie innovative Anbieter*innen klimafreundlicher B2B-Lösungen und Dienstleistungen. 

5. Die CLIMATE Community vernetzt sich und fängt heute an

Zu guter Letzt, aber mindestens genauso wichtig: das eigene Team. Jede*r Entscheider*in, jede*r Einzelne steht heute vor der Aufgabe, eine noch nie dagewesene Transformation der Gesellschaft, Wirtschaft und vielleicht sogar Politik auszuloten und für sich zu bewerten. Informationen einzuordnen und Angebote zu prüfen ist dabei noch der einfachste Schritt, wenn auch zeitraubend. Ein starkes #TeamClimate im eigenen Unternehmen oder der Austausch mit anderen helfen hier weiter. 

Das ist der Grund, warum wir den CLIMATE TRANSFORMATION Summit 2021 ins Leben gerufen haben. Gemeinsam galt es im Corona-Jahr 2020 “Climate Distancing” zu widerstehen und Klimalösungen kennenzulernen. 2021 gehen wir noch weiter: Jetzt setzen wir Klimaziele um! Dazu haben wir Expert*innen aus Politik, Wirtschaft und Praxis eingeladen, die sich mit uns zwei Tage lang online austauschen und ihre Klimamaßnahmen vorstellen. Vom Großkonzern, der sich wissenschaftlich-basierte Klimaziele gesetzt hat, bis hin zur Politiker*in und Klimapionier*in – alle sind dabei. Transparent und auf Augenhöhe tauschen wir uns beim #CTS2021 aus und gestalten die Klimatransformation der Wirtschaft.

Du willst mehr über Best-Practices rund um CO2 messen, reduzieren und ausgleichen lernen und deinen Beitrag zur Klimatransformation beisteuern? Dann werde Teil der CLIMATE Community und sicher dir dein Ticket für den #CTS2021, am 10. Und 11. Juni. 

Wir freuen uns auf Dich! 

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Klimaschutz im E-Commerce – 3 Tipps für einen nachhaltigeren Onlinehandel

Beim CHOICE Event #20 erklärte uns das Team von Yook, wie Händler*innen im E-Commerce auf die sich verändernden Kund*innenbedürfnisse im Bereich der nach Nachhaltigkeit eingehen können. Doch wieso steigt der Druck auf Händler*innen und was sollten diese nun tun? Finde hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte sowie die Aufzeichnung des gesamten Webinars.

Über YOOK

Das Climate-Tech Startups Yook und nutzt simple, digitale Lösungen, um Klimaschutz im E-Commerce voranzutreiben. Im Zentrum steht eine Integration für Online Shops, die das Kompensieren von CO2 direkt im Checkout Bereich ermöglicht.

Welche Relevanz spielt der E-Commerce beim Klimawandel?

Die durchschnittliche Deutsche produziert etwa 11 Tonnen CO2 pro Jahr. Der allgemeine Konsum ist dabei für 39% der Gesamtemissionen verantwortlich. Dazu gehört auch der E-Commerce. Die Reduktion der Emissionen im E-Commerce ist für Händler*innen oft eine große Herausforderung: Der Handlungsspielraum ist beschränkt, da Geschäftsmodelle und Produkte oftmals tief in der Unternehmensstrategie verankert sind. Veränderungen am Produkt sind also häufig nur bedingt möglich. Umso relevanter werden die Faktoren Herstellung und Distribution, die oft den größten Anteil der Emissionen im Produktzyklus ausmachen.

Quelle: Umweltbundesamt (2021)

E-Commerce: Besser als der Ruf?

In 75% der Fällen ist der Online-Einlauf klimafreundlicher als der Einkauf im stationären Handel. Dies liegt daran, dass CO2 Emissionen vor allem oftmals auf der Transport-Ebene entstehen. Zu diesem Ergebnis kam das Öko Institut e.V. im Jahre 2015. Das ist zwar eine sehr vereinfachte Ansicht, zeigt jedoch, dass auch dieser Bereich einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Natürlich hängt dies jedoch von den angebotenen Produkten ab.

Der Druck auf Händler*innen steigt

Heute zeigen 66% der Online-Shopper eine klare Präferenz zu nachhaltigen Marken und Händler*innen. Somit machen umweltbewusste E-Shopper die größte Käufer*innengruppe aus. Konsument*innen erwarten also Transparenz über die Klimaauswirkungen sowie die Möglichkeit den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Trotzdem: Eine Verschlechterung des Einkaufserlebnis möchten wenige in Kauf nehmen.

Was können Händler*innen tun?

Die meisten Händler*innen denken instinktiv an die Distribution und Logistik. Dieser Bereich bietet viel Raum für schnelle und effektive Erfolge. Jedoch spielt sich die Logistik in der Regel außerhalb des eigentlich Einkaufserlebnisses ab und wird dadurch nicht direkt mit dem Kund*innenerlebnis assoziiert. Yook hat es sich zur Aufgabe gemacht, Online-Händler*innen ein klimafreundliches Online-Erlebnis zu ermöglichen und empfiehlt für die Klimastrategie drei Schritte:

1) Kurzfristig kann der CO2 Ausstoß im Warenkorb direkt kompensiert werden

2) Mittelfristig können CO2 Informationen bereitgestellt und nachhaltige Produkte hervorgehoben werden

3) Langfristig sollten die Sortimente nachhaltig ausgerichtet werden

Yook stellt für Onlineshops die im Bereich der Nachhaltigkeit kurzfristig aktiv werden wollen eine entsprechende Software-Lösung bereit.

Du interessiert Dich für Klimaschutz im E-Commerce? Finde hier weitere interessante Inhalte und Best-Practices für einen nachhaltigeren Onlinehandel.

Alle Inhalte des CHOICE Events

http://www.youtube.com/watch?v=twMQHoum31E

Deine CHOICE Events

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Bildquelle: Unsplash

Unser Netzwerk für Deine Klimatransformation wächst. Das sind die 5 neuen THE CLIMATE CHOICE Partner*innen

Das nachhaltige Geschäftsmodell der Zukunft, wie sieht das aus? Immer mehr Unternehmen setzen ihre Klimatransformation um, treffen dabei aber auf herausfordernde und neuen Thematiken. Unsere Mission ist es diesen Prozess einfach und unkompliziert umsetzbar zu machen, sodass jedes Unternehmen die neu entstehenden Chancen nutzen kann und zum Klimaschutz beiträgt.

CO2 messen, reduzieren und unvermeidbare Emissionen ausgleichen Die Klimalösungen unseres THE CLIMATE CHOICE Partner*innen-Programms unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung des Dreiklangs der Klimatransformation.

Wir freuen uns nun fünf weitere THE CLIMATE CHOICE Partner*innen vorstellen zu dürfen, welche ihren Fokus besonders auf die CO2-Reduktion in den Impact-Kategorien Digital & Service sowie Umwelt legen.

Die Klimalösungen unserer Partner*innen

Unsere fünf neuen Partner*innen entlang der Impact-Kategorien.

Umwelt

GreenMiles
greenmiles logo

Klimaschutz-Expertise seit 2007: greenmiles bietet einen Full-Service rund um das ganzheitlich, klimaneutrale Unternehmen. Dabei unterstützt greenmiles Unternehmen professionell bei der Berechnung ihrer CO₂-Emissionen und berät sie in allen Fragen der Klimatransformation.  Mit der Erstellung von CO₂-Bilanzen, der Erarbeitung von Klimazielen und -strategien, Reduktionsplänen und einem erfahrenen Projektmanagement übernimmt greenmiles die gesamte Abwicklung.

Treeme

treeme steht für den nachhaltigen Anbau- und die Bewirtschaftung von Paulownia-Bäumen auf treeme-eigenen Plantagen zur Erzeugung von Edelholz als Clear & Clean A-Ware. Schon heute kooperiert die Green Wood International AG durch das treeme Projekt mit Unternehmen, um die Entwicklung innovativer Paulowniaholz-Produkte umzusetzen. Die Aufzucht der treeme-Bäume in Europa vereint ökologische und wirtschaftliche Faktoren: Hochwertiges Holz wird in der EU geerntet und somit artengeschützte Regenwälder langfristig bewahrt.

Digital & Service

ENDUREConsulting

ENDUREConsulting bringt Ökonomie und Ökologie miteinander in Einklang. Dabei begleiten sie Unternehmen bei jedem Schritt der Klimatransformation. Vom gemeinsamen Verständnis der Ausgangssituation bis zur Umsetzung von Projekte und der effektiven Schließung noch vorhandener Kompetenzlücken.  ENDUREConsulting ist Profi in der operativen Umsetzung und stellt sicher, dass sich nicht nur Prozesse, sondern auch Kultur und Arbeitsweise von Unternehmen nachhaltig verändern.

Grubengold

Grubengold bietet nachhaltige Innovationsberatung und unterstützt klimarelevante Innovationen vom ersten Gedanken bis hin zur cleveren Umsetzung. Mit kreativen Tools, unkonventioneller Beratung und einer liebevollen Umsetzung begleitet Grubengold von Anfang an und fördert nachhaltige Innovation für eine glücklichere Zukunft. Das Team entwickelt effiziente Werkzeuge, welche nachhaltige Innovation prüfen, verbessern und umsetzen. So können Konzepte, Produkte und Geschäftsmodelle durchleuchtet und Ideen in die Wirklichkeit übertragen werden.

BKK ProVita

Die BKK ProVita ist als erste gemeinwohlbilanzierte Krankenkasse Vorreiter*in für Nachhaltigkeit in Deutschland. Sie arbeitet seit 2017 klimaneutral und ist unter anderem durch drei Bilanzen bei der Gemeinwohlökonomie Pionier dieser Bewegung. Durch ihr zukunftsfähiges Handeln möchte die BKK ProVita nicht nur ihre eigenen Mitarbeiter*innen oder Versicherten zu nachhaltigem Handeln motivieren, sondern arbeitet auch mit Hochdruck an einer Transformation in der Gesellschaft und Politik hin zu einer nachhaltigen Zukunft. 

Jetzt beginnen und Chancen nutzen

Die Klimatransformation bietet zahlreiche Chancen für Unternehmen. Wo fängt man aber am besten an? Wir geben Euch die wichtigsten Mittel zur Hand, um Eure Transformation einfach und unkompliziert umzusetzen.

Werde Teil der Klimalösung!

Wir freuen uns sehr, über unsere neuen CLIMATE CHOICE Partner*innen. Wenn Dein Unternehmen erfahren möchte, wo es in Sachen Klimatransformation steht, kontaktiere uns und  erfahre mehr über die Klimaperformance deines Unternehmens. Anhand unseres CLIMATE READINESS Checks finden wir heraus, wie dein Unternehmen passende Klimamaßnahmen umsetzen kann.

Als Anbieter*in einer Klimalösung nehmen wir dein Unternehmen gerne nach entsprechender Prüfung in unser Partner*innennetzwerk auf.

Als Unternehmen „CLIMATE READY“ werden – Das Zusammenspiel aus Reduktion und Anpassung

Viele Nationen, Städte und individuelle Unternehmen setzten sich zum Ziel, bis spätestens 2050 klimaneutral zu sein und streben eine „Netto Null“-Bilanz an. Voraussichtlich werden Unternehmen noch dieses Jahr durch das Inkrafttreten des EU-Klimaschutzgesetzes verpflichtet, eine “Netto Null”-Bilanz vorzuweisen. Was wichtig ist, um dies zu erreichen und wie Dein Unternehmen „Climate Ready“ wird, zeigen wir im Folgenden.

Mit Messung, Reduktion und Ausgleich zur „Netto-Null“-Bilanz

Wichtig für die Umsetzung einer klimaneutralen Unternehmensführung ist die Kombination aus der CO2-Messung, der CO2-Reduktion intern, als auch innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette sowie dem Ausgleich von unvermeidbaren Emissionen.

Messen und reduzieren

Die Messung der Emissionen ist wichtig, um Transparenz zu schaffen und die emissionsreichen Stufen der Wertschöpfungskette zu identifizieren. So kann man CO2-Reduktionspotenziale im eigenen Unternehmen erkennen, um die Klimaperformance zu verbessern. Da ein Großteil der Emissionen eines Unternehmens innerhalb der Lieferkette produziert wird, liegt großes Potenzial im nachhaltigen Einkauf. Optimal ist die Entwicklung spezifischer Strategien, die gleichzeitig helfen, technologische und strukturelle Anpassungen vorzunehmen und somit eine langfristig erfolgreiche Zukunft zu realisieren. 

Welche Wege gibt es, um die unvermeidbaren CO2-Emissionen zu kompensieren?

Der Großteil der gesamten Emissionen wird von land- oder wasserbasierten Ökosystemen absorbiert. Etwa 45% der jährlich ausgestoßenen Treibhausgase bleiben in der Atmosphäre (Global Carbon Project). Ein effektiver Lösungsansatz ist demnach, die Aktivität dieser natürlichen Senken zu verbessern, z.B. durch Aufforstung und den Schutz natürlicher Ökosysteme.

Die Idee des CO2-Ausgleichs sieht die Kompensation der ausgestoßenen Emissionen durch Einsparung an einer anderen Stelle vor. Dies trägt dazu bei, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre nicht zunimmt. Zum Beispiel durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten sowie technologischen oder naturbasierten Kohlenstoff-Entfernungs-Prozessen können ausgestoßene Treibhausgase dezentral ausgeglichen werden. Dadurch werden die Gesamtemissionen jedoch nicht gesenkt. Deshalb bietet ein Lösungsansatz, der sich auf die CO2-Reduktion fokussiert und zusätzlich Kompensation von CO2 als freiwilligen Klimaschutz umfasst, großes Potenzial. Die erfolgreiche Umsetzung dieses Ziels leistet einen entscheidenden Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft.

Durch Reduktion und Anpassung „Climate Ready“ werden 

Das Zusammenspiel von CO2-Reduktion und der Anpassung an den Klimawandel ist von großer Bedeutung, um als Unternehmen für sich und andere eine zukunftsfähige Entwicklung zu ermöglichen.

Bereits heute spüren viele Unternehmen die Folgen der globalen Erderwärmung auf die eigene Geschäftstätigkeit. Aber auch das Risiko, durch herkömmliche Produkte und Services hohe Emissionswerte in ihre CO2-Bilanz, und damit steigende Kosten einzukaufen, steigt. Deshalb müssen Unternehmen schon heute „Climate Ready“ werden und ihre Klimaperformance verstehen. 

“Climate Ready” zu sein umfasst einerseits, aktive Reduktionsmaßnahmen einzuleiten und die Treibhausgasemissionen durch Einsparung zu reduzieren. Zum Anderen bedeutet dies, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, um den eigenen Handlungsspielraum bestimmen und mit geeigneten Lösungsstrategien zu reagieren. Die Auswirkungen des Klimawandels auf die eigene Tätigkeit zu verstehen, ermöglicht eine widerstandsfähigere Unternehmensperformance. Darüber hinaus eröffnet die Entwicklung zielgerichteter Anpassungsstrategien neue Chancen für das Unternehmen.

Neue Marktchancen durch robuste und nachhaltige Anpassung

Die  “Klima-Anpassung” von Unternehmen bringt neue ökonomische Möglichkeiten durch innovatives Wachstum. Produkte und Dienstleistungen frühzeitig anpassungsfähig zu gestalten, steigert die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und eröffnet neue Marktchancen. Das zunehmende Interesse von Kund*innen und Konsument*innen führt zu steigender Nachfrage von nachhaltig produzierten Gütern. Somit können Klimaanpassungsmaßnahmen und die Reduktion von Treibhausgasen eines Unternehmens zur Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit führen. 

Die flexible Planung von robusten und nachhaltigen Anpassungsmaßnahmen ermöglicht eine positive Entwicklung des Unternehmens in unterschiedlichen Klimaszenarien. Gleichzeitig trägt dies zu einer dauerhaft umwelt- und sozialgerechten Entwicklung der Gesellschaft bei.

Unternehmen können jetzt aktiv die Chance nutzen, Teil der Klimatransformation zu sein und diese für sich nutzen. Eine Klimatransformation nach dem Motto: Nicht mehr nur „Schützen und Überleben“, sondern „Anpassen und Entfalten“.

Praktische Tipps und innovativen Ideen für eine nachhaltige Lieferkette findest Du hier

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Die Energie der Belegschaft für die Klimatransformation nutzen – Wie Sie ein „Corporate Green Team“ erfolgreich aufbauen und führen

Tim Riedel

Gastbeitrag von Tim Riedel

Tim Riedel ist Unternehmer, systemischer Organisationsberater und Gründer von „planetgroups“. Die NGO unterstützt Beschäftigte, die ihre Firma und ihren Job nachhaltiger gestalten wollen, und sie hilft Sustainability Manager*innen und Geschäftsleitungen dabei, ihre Mitarbeiter*innen einzubinden und mitzunehmen beim Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz.


Wie Sie ein „Corporate Green Team“ erfolgreich aufbauen und führen

Nachhaltig und klimagerecht ausgerichtete Unternehmen sind erfolgreicher. Über 6-mal erfolgreicher, wie das Start – Up „right. based on science“ kürzlich gezeigt hat. Mit bis zu 12% höheren Margen, wie die Boston Consulting Group bereits 2017 herausgefunden hat.   Gleichzeitig stellen Personalberatungen wie Gallup und ADP regelmäßig fest, dass nur 15 % der Mitarbeiter*innen wirklich emotional mit ihrer Arbeit verbunden sind. Ihnen fehlt es an Sinn und Zweck, sie „kommen nur zur Arbeit“.  Ein ähnlicher Befund: 86 % aller Befragten weltweit haben kürzlich in einer Studie im Auftrag des Weltwirtschaftsforums den Satz „Ich möchte, dass die Welt nachhaltiger und gerechter wird als vor COVID“ unterschrieben.   

Verbindet man diese Punkte, ist die Schlussfolgerung einfach: Wir können Unternehmen erfolgreicher machen, indem wir die Mitarbeiter*innen, die den Planeten schützen und regenerieren wollen, in die Transformation einbeziehen. Wenn es jemals eine echte WIN-WIN-WIN-Konstellation gab, dann ist es diese.

Aber wie setzen wir diese Erkenntnis in unseren Unternehmen um?

Sind sogenannte „Green Groups“, also Mitarbeiter*innengruppen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, die Lösung? Was können wir wirklich von ihnen erwarten? Wie können wir sie so unterstützen, dass sie sich nicht nur noch um recyceltes Druckerpapier oder die Reduzierung von Plastikflaschen kümmern, während das Kerngeschäft weitgehend unberührt bleibt? Was sind die Erfolgsfaktoren, die darüber entscheiden, ob eine Employee Green Group echte und nachhaltige Veränderungen in die angestrebte Richtung bewirken kann?

Erfolgsfaktoren für „Employee Green Groups“

Mit unserer Non-For-Profit-Beratung planetgroups ermöglichen und unterstützen wir Mitarbeiter*innen, die sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz in ihren Unternehmen einsetzen wollen: Wir schaffen Strukturen, Räume und Prozesse, wir eröffnen neue Perspektiven, Ideen und Inspirationen, wir organisieren regelmäßigen Austausch und Treffen – auch mit planetgroups aus anderen Unternehmen – und wir sorgen durch Sichtbarkeit, Anerkennung und positive emotionale Erlebnisse für einen stetigen Zufluss von Schwung und Energie im Prozess.

Sowohl aus unseren eigenen Erfahrungen als auch aus Recherchen und Interviews, die wir vor der Gründung unserer NGO durchgeführt haben, haben wir dabei die folgenden neun Erfolgsfaktoren für die Arbeit von mitarbeiter*innengetriebenen „Green Groups“ identifiziert.

1. Nachhaltigkeit als Managementaufgabe angehen – Mitarbeiter*innengruppen sind dazu da, zu helfen 

Viel zu oft wird von Green Teams erwartet, dass sie nicht nur Vorschläge machen, wie ihr Unternehmen nachhaltiger werden kann, sondern dass sie diese dann auch umsetzen. Doch dafür sind sie schlecht ausgestattet, sowohl was die Ressourcen, das Fachwissen als auch die Entscheidungsbefugnis angeht. Meistens haben die Mitarbeiter*innen keine dafür relevante Position in der Hierarchie, sie haben keinen fachlichen Hintergrund in Sachen Nachhaltigkeit, und sie sollen den Großteil ihres Klimaengagements zusätzlich zu ihrem täglichen Arbeitspensum erledigen. Das ist nicht wirklich fair, und es ist auch nicht erfolgversprechend.

Unser Rat an mitarbeiter*innengetriebene Klimagruppen ist daher, ihre Rolle anders zu interpretieren. Nachhaltigkeit ist eine Managementaufgabe. Die Gruppen sind „nur“ dazu da, zu helfen. Sie sollten also gar nicht erst versuchen, gleich die Antworten zu liefern – Ihre Aufgabe ist es, Fragen zu stellen. Sie sind Ideengeber*innen und Motivator*innen für Veränderungen, aber nicht die Ausführenden. 

2. Fokus auf den Kern

Meistens wird Nachhaltigkeit immer noch als eine Strategie angesehen, um zu reparieren oder zu beheben, was das Kerngeschäft zerstört hat. Aber dieser Ansatz kann per Definition niemals nachhaltig sein. Das eigentliche Business muss aufhören, den Planeten zu beschädigen – dann ist hinterher kein Reparieren mehr nötig. Wir müssen gar nichts „on top“ tun, um nachhaltig zu werden; wir müssen die Art und Weise ändern, wie wir das tun, was wir im Kerngeschäft tun. Die Rahmenbedingungen unserer Unternehmen (Emissionen im Produktionsprozess und durch Gebäude) sind natürlich auch wichtig. Aber vor allem sollten sich Nachhaltigkeitsgruppen auf den Business Case als solchen konzentrieren, und zwar ganzheitlich und allumfassend. 

Jedes verkaufte Produkt und jede erbrachte Dienstleistung muss am Ende dazu beitragen, die Welt zu einem besseren und gesünderen Ort zu machen. Je mehr wir verkaufen, desto besser muss es für unseren Planeten sein. Unternehmen, denen das gelingt – siehe oben – werden Marktführer*in in ihrer Branche sein, sie werden die besten Talente anziehen, ihre Mitarbeiter*innen werden mit der höchsten Motivation und Erfüllung an die Arbeit gehen, und nur so werden wir gemeinsam unseren Planeten wiederherstellen.

3. Fokus auf das Geschäft – und den Business Case

building covered in plants

Unternehmen sind Systeme mit einem Zweck – und der wichtigste Zweck jeder Organisation ist immer die Sicherstellung ihrer eigenen Lebensfähigkeit: In einem Unternehmen heißt das, genug Geld zu verdienen, idealerweise mit einer Marge, um alle Kosten zu amortisieren. 

Employee Green Groups müssen daher ihre Aktivitäten innerhalb dieses Rahmens legitimieren. Nun ist das Schöne an der Nachhaltigkeit, dass sie, wie wir oben gesehen haben, einen unmittelbaren Business Case generiert. Die Kund*innen von heute fordern Nachhaltigkeit, die Öffentlichkeit fordert es, die Politik fordert es, die Investor*innen fordern es, und die Mitarbeiter*innen fordern es auch. Nachhaltigkeit ist immer mehr der Königsweg, um Umsätze und Margen zu steigern, die Stabilität hoch und die Kosten niedrig zu halten. Je besser sich Green Groups auf diesen kaufmännischen „WIN – WIN“-Argumentationsrahmen fokussieren, desto größer ist ihre Chance, dass sie bekommen, was sie wollen.

4. Eine inspirierende Geschichte

Menschen mögen es in der Regel nicht, wenn man sie an die Klimakrise erinnert. Die vier Hauptgründe für unsere Untätigkeit in Sachen Klima sind laut dem norwegischen Psychologen Per Espen Stoknes „Untergang (doom), Distanz, Dissonanz und iDentität.“   Die Geschichte über die Selbstzerstörung unseres Planeten passt einfach nicht zu all den anderen Geschichten, die wir uns darüber erzählen, was in unserem Leben zählt. 

Wenn wir also wollen, dass unsere Kolleg*innen und Führungskräfte handeln, dann müssen wir ihnen eine inspirierende Geschichte erzählen, mit der sie sich positiv identifizieren können. Der Aufbau einer besseren Welt ist eine solche Geschichte. Echten, kund*innenorientierten Mehrwert für unsere Kund*innen zu schaffen ist eine andere. Das Leben in unseren Familien und Heimatregionen zu schützen und zu verbessern ist auch eine. Bahnbrechende Innovationen in die Welt zu bringen, kann uns begeistern und engagieren. Auch viel Geld zu verdienen und unsere Konkurrent*innen auszustechen, kann uns inspirieren. Wir müssen deutlich machen dass das, was auch immer wir erreichen wollen, unserer Welt und unseren Unternehmen genau jetzt einen greifbaren Fortschritt bringt, dass es etwas schafft, das wir uns wünschen und genießen werden. Es ist nicht motivierend, nur etwas Schreckliches in der Zukunft vermeiden zu wollen, Angst ist keine positive Stimulanz. Wichtig ist, dass wir ein positives Bild haben für das, was wir gemeinsam erreichen wollen.

5. Mutige und ehrgeizige Forderungen

Seien wir ehrlich, das Erreichen von „Net Zero“ bis 2050 ist weder ein ehrgeiziges Ziel, noch inspirierend, noch in irgendeiner Weise ausreichend, um den Planeten und unsere Spezies zu retten. Wenn wir die neueste Zusammenfassung über den Zustand des Planeten lesen, dann wird klar, dass wir jetzt sofort mit einer kompletten Neugestaltung unserer Wirtschaft beginnen müssen, indem wir sie mit noch nie dagewesener Geschwindigkeit in ein regeneratives, „planet positives“ Geschäftsmodell transformieren: „Um die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren, wird es nicht ausreichen, nur unsere Emissionen zu entfernen.“ „Es ist ein grundlegender Perspektiv- und Handlungswechsel erforderlich, der … den Wiederaufbau und die Stärkung der Resilienz insgesamt … beinhaltet.“  

Green Groups sollten diese klare Botschaft in den Vordergrund stellen, wo immer sie können. Das „herumdoktorn“ an Symptomen wird nicht reichen. Als Unternehmen können wir diesen Wandel proaktiv gestalten und von ihm profitieren, oder wir können defensiv darauf reagieren und unsere Marktanteile an die Konkurrenz verlieren. Jeder nur halbherzige Ehrgeiz, der versucht, kleinere Anpassungen an Randerscheinungen vorzunehmen, während der Kern des Geschäfts unverändert bleibt, ist zum Scheitern verurteilt, sowohl auf ökologischer als auch auf geschäftlicher Ebene. 

6. Tolerante und verständnisvolle Kommunikation

Die Klimakrise ist nicht das Ergebnis einer schwarz-weiß Entscheidung oder eines epischen Kampfes der Guten gegen die Bösen. Sie ist das Ergebnis eines Wirtschaftssystems, das in überwältigender Weise Anreize für die Anhäufung von Geld geschaffen hat, während es den Schutz und die Regeneration unserer grundlegenden natürlichen Ressourcen vernachlässigt. Wir müssen akzeptieren und anerkennen, dass Management und Beschäftigte bislang zum größten Teil nur das taten und tun, wovon sie glaubten, dass es von ihnen erwartet wird. Sie dafür zu kritisieren oder zu beschämen mag aus umweltpolitischer Sicht verständlich sein, aber es ist nicht hilfreich, wenn wir jetzt gemeinsam das System ändern wollen.

Wir sind alle Teil des Problems, sind auf die eine oder andere Weise sowohl Verursacher*in als auch Nutznießer*in. Und alle von uns können und müssen jetzt Teil der Lösung werden. Wir alle wollen auf einem gesunden Planeten leben, wir alle wollen eine Zukunft für unsere Kinder haben, wir alle wollen einen anständigen Lebensunterhalt verdienen, und wir alle wollen für erfolgreiche Unternehmen arbeiten. Diese Bestrebungen sind keine Widersprüche, und wir sollten vermeiden, sie – und uns – gegeneinander auszuspielen. Wir spielen alle in der gleichen Mannschaft. Das ist auch der Hauptgrund, warum wir dieses Spiel noch gewinnen können, wenn wir uns endlich mit Herz und Verstand darauf einlassen.

7. Struktur und Beharrlichkeit

Die Wirkung von Green Groups hängt weitgehend von den Ressourcen und Strukturen ab, die man ihnen zur Verfügung stellt. Wenn sie ihren Aufgaben nur nach Feierabend nachgehen können, wenn sie alles selbst organisieren müssen, wenn sie innerhalb der Organisation nicht gut repräsentiert und vernetzt sind, und wenn ihre Arbeit nicht von relevanten Entscheidungsträger*innen in der Hierarchie unterstützt wird, dann werden sie es sehr schwer haben, nachhaltige und spürbare Veränderungen zu erreichen. In unserem Ansatz mit planetgroups betonen wir daher die Notwendigkeit klarer und regelmäßiger Meeting-Strukturen und eines expliziten Zeitbudgets, über das jedes planetgroup-Mitglied frei verfügen kann, um „planet projects“ zu verfolgen. 

Ja, das erfordert Investitionen auf Seiten des Unternehmens. Aber der Ertrag überwiegt bei weitem den Aufwand. Er macht nicht nur das Unternehmen erfolgreicher, indem er es nachhaltiger macht, sondern er schafft einen erstaunlichen Mehrwert in der Belegschaft – weit über die Kernmitglieder der planetgroup hinaus – in Bezug auf Inspiration, Engagement, Attraktivität, Innovation und Customer Centricity.

8. Best-Practice-Beispiele, Benchmarks und Austausch

Wir Menschen sind soziale Lebewesen. Wir tun mehr oder weniger das, was die anderen von uns erwarten. Und wir verändern uns, wenn wir sehen, wie sich andere Menschen verändern – besonders wenn wir sie kennen und ihnen vertrauen. Der beste Weg, das eigene Unternehmen zu verändern, ist also, andere Unternehmen aufzuzeigen, die dies erfolgreich getan und davon profitiert haben. 

Eine Employee Green Group sollte also immer versuchen, möglichst viele Beispiele aus vergleichbaren Unternehmen in vergleichbaren Branchen zu finden, sich mit ihnen auszutauschen, von ihnen zu lernen und sie zu nutzen, um die eigenen Leute davon zu überzeugen, dass Veränderung nicht nur möglich, sondern positiv und vorteilhaft ist. 

9. Erfolge feiern

Zu guter Letzt gibt es noch ein zentraler Punkt: Es muss Spaß machen. Wenn es keinen Spaß macht, dann tun wir es nicht und dann sind wir nicht wirksam.

Die Forschung zeigt immer wieder, dass Menschen am besten motiviert sind, wenn sie sich mit anderen verbunden fühlen, wenn sie einen Sinn in ihrer Tätigkeit sehen und wenn sie das Gefühl haben, dass sie durch ihr Handeln etwas bewirken. Wenn Green Groups den Wandel in ihren Organisationen vorantreiben wollen, dann sollten sie dafür sorgen, dass sich ihre Kolleg*innen genau so fühlen – verbunden, sinnhaft und wirkungsvoll. Dies lässt sich am einfachsten durch positive Botschaften, schöne Meetings und regelmäßige gegenseitige Anerkennung aller Beteiligten erreichen.

Wie wir erfolgreiche Green Teams aufbauen und steuern

Diese neun Empfehlungen mögen wie eine unlösbare Aufgabe klingen. Das schaffen wir nie… Viele Mitarbeiter*innen und viele Unternehmen sind diesen Weg aber schon erfolgreich gegangen. Es ist gar nicht so schwer, wenn man sich einmal dafür entschieden hat. 

Wer gerne die Unterstützung unserer NGO planetgroups in Anspruch nehmen möchte, kann uns einfach eine E-Mail an info@planetgroups.net schicken. Wir helfen gerne mit, und unsere Hilfe ist immer kostenlos, solange bis wir das Management „an Bord“ haben – und auch dann ist unsere Unterstützung nicht teuer. Für ein erstes Gespräch stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung. 

Aber auch ohne uns kann man eine Menge tun. Zusammen mit Kolleg*innen und strategischen Funktionen wie HR, Kommunikation, Nachhaltigkeit oder Strategie kann man sich das notwendige Buy-In und die Ressourcen vom Management organisieren, um loslegen zu dürfen. Die obigen neun Empfehlungen sollen bei der Gestaltung des Prozesses helfen. Jedes Unternehmen ist natürlich anders, jede Green Group hat ihren eigenen Kontext, ihre eigenen Möglichkeiten und Einschränkungen. Aber alles, was wir tun, wird etwas bewirken und die Dynamik des Systems beeinflussen. Es gibt keinen Grund, nicht zu beginnen.

Viel Glück und Erfolg dabei!

Bildquellen: planetgroups, Unsplash, shutterstock

Konzerne setzen sich Science Based Targets, aber wie setzen sie ihre Klimaziele um?

In den letzten Jahren hat die Science Based Targets Initiative (SBTi) erfolgreich einen methodischen Rahmen für die Klassifizierung und Bewertung von unternehmensbezogene Emissionsminderungsziel entwickelt. Diese werden als wissenschaftlich fundiert angesehen. Dies bedeutet, dass Firmen ihre Emissionsreduktionen an der konkreten Zielsetzung des Pariser Klimaabkommens ausrichten, um dem Klimawandel effektiver entgegenwirken zu können.

Zum diesjährigen CLIMATE TRANSFORMATION Summit haben wir daher einige Unternehmen eingeladen, die sich bereits Science Based Targets gesetzt haben. Mit dabei sind IKEA, Telefónica, Nestlé und Vattenfall. Uns interessiert besonders ein Austausch auf Augenhöhe und ein Blick hinter die Kulissen. Wir gehen den Fragen nach, wie Transformation in einem Großunternehmen funktioniert, das verursachte Klimaschäden oder unternehmerische Altlasten angehen muss?

2020 – das Jahr der Klimatransformation

Der Wettlauf um die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C und die Vermeidung der katastrophalsten Auswirkungen des Klimawandels hat begonnen. Um dies zu erreichen, müssen wir die Emissionen bis 2030 halbieren und bis spätestens 2050 Netto-Null erreichen. Auch Unternehmen müssen sich auf den transformativen Wandel einstellen. Dazu gehören innovative Ansätze, ambitionierte Klimaziele und die Dekarbonisierung von Betriebsabläufen. Laut dem neusten Report von EnviroLab und NewClimate Institute ist die Anzahl der Unternehmen, die sich „Netto-Null-Ziele“ gesetzt haben, von 500 Ende 2019 auf 1.541 im September 2020 gestiegen ist.  Über 1.000 Unternehmen schlossen sich der Science Based Target Initiative an. Obwohl sich Unternehmen weltweit weitreichende Klimaziele setzen, bleibt die Frage, wie sie ihre Klimatransformation konkret umsetzen können.

Was bedeutet Klimatransformation in der Wirtschaft?

Ausgangspunkt der Klimatransformation ist eine starke Reduzierung der C02-Emissionen bis 2030. Auf diese Weise können wir bis 2050 eine klimaneutrale Wirtschaft erreichen. Um diesen Wandel zu vollziehen, sollten Unternehmen nicht nur auf CO2-Kompensation setzen. Verstärkte Reduktionsmaßnahmen werden immer wichtiger. Der Dreiklang aus CO2-Messung, -Reduktion und -Kompensation ist laut UN der effektivste Weg, um eine nachhaltige Transformation zu erreichen. Zur Transformation gehört somit auch, dass Unternehmen ihre Klimamaßnahmen in die strategische Ausrichtung des gesamten Managements integrieren. Weiterhin müssen sie ihre Reduktionspotenzial ausschöpfen und LieferantInnen miteinbeziehen. Außerdem können bei der Umsetzung der Maßnahmen Best-Practices genutzt werden, um geeignete Methoden, Abläufe und Lösungen zu identifizieren.

#CTS2021: Von Klimaziele zur Umsetzung

Im Rahmen des CLIMATE TRANSFORMATION Summit der ersten Online-Konferenz für Klimatransformation, stellen wir daher nicht nur Lösungsansätze vor mit deren Hilfe die Klimatransformation umgesetzt werden kann, sondern auch Unternehmen, die sich bereits mitten in der Klimatransformation befinden. Eingeladen haben wir unter anderem Nestlé, IKEA Group, Telefónica und Vattenfall. Alle vier haben sich im letzten Jahr freiwillig wissenschaftsbasierte Klimaziele gesetzt, um einen klaren Weg zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen zu erreichen. Wir freuen uns auf den Austausch und sind gespannt zu erfahren, welche Herausforderungen bei der Umsetzung auftreten, wie Reduktionpotentiale genutzt werden und ob Best-Practices von anderen oder für andere Unternehmen ableitbar sind. Gemeinsam wollen wir ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen in der Privatwirtschaft vorantreiben und möglichst viele Unternehmen unterstützen, ihre Reduktionsziele umzusetzen.

Best Practice Beispiele beim #CTS2021

Der CLIMATE TRANSFORMATION Summit 2021 zeigt auf transparente und praxisnahe Art und Weise, wie die Klimatransformation in Unternehmen vorangetrieben werden kann. In interaktiven Panels erfahren wir von zahlreichen Unternehmen, in welchem Stadium ihrer Transformation sie sich befinden und welche Umsetzungsmöglichkeiten bestehen. Gemeinsam diskutieren wir über Klimaziele und werfen einen Blick auf die Herausforderungen bei der Umsetzung, aber auch auf die Chancen, welche die Klimatransformation mit sich bringt. Dabei wollen wir nicht nur Unternehmen erreichen, die bereits Climate Champions sind, sondern auch solche, die sich gerade jetzt transformieren.

Weiterhin zeigen Unternehmen und Klimabeauftragte während des Summits anhand gesetzter Klimaziele ihre Maßnahmen auf, die sie für die Klimatransformation einsetzen. Sie treffen auf Pioniere der Climate-Branche, die ihre Lösungen auf einer Online-Messe und in interaktiven Workshops präsentieren. Mit dabei sind u.a. Ecosia, Project Drawdown, Patagonia, Greenpeace Energy und viele mehr. Entlang der 7 Impact-Kategorien erfahren Teilnehmer*innen beim Summit, welche Methoden bestehen und wie sie als Unternehmen Emissionen reduzieren können.

Bist Du als Climate Champion dabei?

Dein Unternehmen setzt sich bereits Klimaziele oder stellt eine eigene Klimalösung für die Wirtschaft bereit? Gerne laden wir dich zum #CTS2021 ein, um gemeinsam Hindernisse aus dem Weg zu räumen und die Netto-Null durch starke Klimamaßnahmen umzusetzen. Sichere Dir jetzt noch bis zum 31. März Dein Early-Bird-Ticket für den online Summit am 10. und 11. Juni. Wir freuen uns auf Dich! Gemeinsam gestalten wir die Klimatransformation der Wirtschaft. Als CLIMATE Community, auf Augenhöhe und mit praktischen Denkanstößen und Best-Practices. DANKE!

Beitragsbild: Unsplash

Mitarbeiter*innen in den Klimaschutz einbinden

Frank Glanert
Meret Nehe

Im vergangenen CHOICE Webinar erzählten Frank Glanert von Codyo und Meret Nehe, wie Mitarbeiter*innen in den Klimaschutz eingebunden werden. Dabei erzählten sie von der Codyo.app, die Verhaltensänderungen spielerisch leicht macht und somit als Grundlage für den unternehmerischen Klimaschutz gut genutzt werden kann. Finde hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte sowie die Aufzeichnung des gesamten Webinars.

Wer repräsentiert ein Unternehmen?

Es ist jede*r einzelne*r Mitarbeiter*in. Daher ist für eine erfolgreiche Klimatransformation die Einbindung der Mitarbeiter*innen von hoher Bedeutung. Sie stellt die Basis des unternehmerischen Klimaschutzes dar. Sobald die Motivation der Mitarbeiter*innen geweckt ist und alle gemeinsam die Klimaziele erreichen möchten, ist der erste große Schritt in Richtung “Klimaneutrales Unternehmen” getan. Hierzu benötigt es jedoch zwei grundlegende Vorraussetzungen: 1. Aufklärung und 2. Motivation. Diese Aspekte werden durch die Codyo-App kombiniert und bereiten auf diese Weise die Grundlage für die Klimatransformation.

Die Klimabewegung bis heute

Quelle: Codyo

Die erste Klimakonferenz der United Nations fand in 1972 statt. Wesentlich später, erst in 1990 und nach der Gründung des IPCC in 1988 , fand die zweite Klimakonferenz der UN statt, auch bekannt als „Erdgipfel“. Seit 1995 wird die UN Klimakonferenz jährlich abgehalten. Ab 2000 kam die Klimabewegung langsam ins Rollen und es entstanden neue Verordnungen und Gesetze. In 2004 führte die EU den CO2-Zertifikatehandel ein. 2012 fand die Rio +20 Konferenz statt, welche die Steilvorlage des Pariser Abkommens in 2015 darstellte. Gleichzeitig wurden die 17 Sustainable Development Goals der UN verabschiedet. Zur gleichen Zeit fand auch der G7-Gipfel statt, und spätestens zu diesem Zeitpunkt waren sich auch die Unternehmen der aktuellen Herausforderungen bewusst.

Was fällt hierbei auf?

Wenn wir den Zeitstrahl zwischen 1972 und 2030 betrachten fällt auf, welcher kurze Zeitraum uns jetzt noch zur Verfügung steht, um die 17 SDGs sowie die Ambitionen des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Der Zeitraum ist kurz, die Ambitionen sind groß und daher tun wir nun unser Bestes um das Unmögliche möglich zu machen.

Der Mensch im Mittelpunkt des Aktivismus

Wir als Menschen stehen nun vor einer globalen Herausforderung. Laut Meret Nehe befinden wir uns derzeit jedoch in einer Arte „Schockstarre“. Dabei verweist sie auf die Informationen der Klimapsychologie. Wir haben vor allem Angst und Angst ist nicht dafür bekannt, zum Handeln anzuregen. Das Klimatransformation ist komplex und mit vielen unternehmerischen Ängsten verbunden. An dieser Stelle setzt Codyo an.

Wie unterstützt Codyo die Klimatransformation?

Codyo beschäftigt sich mit der Umsetzung von Verhaltensänderungen. Ängste hemmen den Aktivismus. Codyo wandelt Ängste durch Interaktivität, positive Rückmeldungen und Wissensvermittlung in Motivation um. Codyo misst den persönlichen CO2-Abdruck und den der Kolleg*innen und macht somit auch Fortschritte sichtbar, ein wichtiger Aspekt für die Entstehung von Motivation. Durch Challenges und weitere Funktionen entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, wodurch sich ein gemeinsames Ziel herauskristallisiert: Die unternehmerische Klimaneutralität.

Ausblick

Codyo arbeitet derzeit an der Entwicklung einer Dashboard-Version. So sollen Daten getrackt werden können und viele weitere Funktionen entstehen. Diese Funktion macht die App besonders für Unternehmen attraktiv.

Quelle: Codyo

Das gesamte CHOICE Webinar

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Titelbild: Unsplash

Wir begrüßen Dr. Jonathan Foley, den Geschäftsführer des Project Drawdown beim #CTS2021

Dr. Jonathan Foley, Geschäftsführer der Non-Profit-Organisation Project Drawdown, wird den diesjährigen CLIMATE TRANSFORMATION SUMMIT als Keynote-Speaker abschließen. Wir freuen uns sehr auf das Finale!

Dr. Jonathan Foley ist ein weltweit anerkannter Umweltwissenschaftler, Nachhaltigkeitsexperte, Autor und öffentlicher Redner. Seine Arbeit konzentriert sich darauf, unseren sich verändernden Planeten zu verstehen und neue Lösungen für den Erhalt des Klimas, der Ökosysteme und der natürlichen Ressourcen zu finden. Durch seine Forschungen und Erkenntnisse ist Foley heute ein vertrauenswürdiger Berater von Regierungen, Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen und Wirtschaftsführer*innen auf der ganzen. Mit Project Drawdown verfolgt er die Mission, der Welt zum „Drawdown“ zu verhelfen. Dabei handelt es sich um den Punkt in der Zukunft, an dem die Konzentrationen von Treibhausgasen in der Atmosphäre von Jahr zu Jahr zu sinken beginnen. Somit kommt der Klimawandel zum Stillstand – und zwar so schnell, sicher und gerecht wie möglich.

100 Lösungen für den Climate Drawdown

Das Projekt zur Eindämmung des Klimawandels wurde 2014 von Paul Hawken und Amanda Joy Ravenhill initiiert. Im Zentrum steht die Zusammenstellung einer Liste der 100 nachhaltigsten bestehenden Lösungen in den folgenden sieben Kategorien für die globale Erwärmung:

An der Forschung und Analyse dieser Liste waren mehr als 200 Wissenschaftler*innen, Politiker*innen, Wirtschaftsführer*innen und Aktivist*innen beteiligt. Das Team hat jede Lösung getestet und ihre Auswirkungen auf den Kohlenstoffausstoß bis 2050 gemessen und modelliert. Dabei haben sie gezeigt, dass die Transformation in drei miteinander verknüpften Aktionsbereichen stattfinden muss. Diese sind: Reduzierung der Emissionsquellen, Unterstützung von Kohlenstoffsenken und Erreichen einer gleichberechtigten Gesellschaft. Innerhalb jedes Handlungsfeldes gibt es Sektoren und Untergruppen mit unterschiedlichen Lösungen. Zusammen bilden sie das Drawdown Framework für Klimalösungen. Diese Arbeit belegt, dass der Drawdown bis 2050 erreicht werden kann, wenn alle bestehenden Lösungen eingesetzt werden. Zusammengefasst wurde die Forschung in dem New York Times-Bestseller „Drawdown – The Most Comprehensive Plan Ever Proposed to Reverse Global Warming“.

100 Lösungen zur Eindämmung der globalen Erwärmung bis 2050.
Quelle: chadfrischmann.com

Project Drawdown und THE CLIMATE CHOICE

Wir freuen uns ganz besonders, dass Dr. Jonathan Foley mit dem Project Drawdown auf dem CLIMATE TRANSFORMATION SUMMIT vertreten ist. Das Project Drawdown trägt nicht nur dazu bei, eine Vielzahl der SDGs umzusetzen, sondern auch die Best-Practices der Exponential Roadmap stammen überwiegend aus dem Project Drawdown. Die Exponential Roadmap zeigt sektorspezifische Lösungen für eine erfolgreiche Klimatransformation auf und dient als Grundlage der 7 Impact Kategorien von THE CLIMATE CHOICE.

Mit unserer Mission, jedem Unternehmen die Klimatransformation einfach und unkompliziert möglich zu machen, verfolgen wir das gleiche Ziel: Wir wollen Lösungen und Best Practices aufzeigen, um CO2 zu reduzieren und die Klimatransformation zu beschleunigen!

Auf dem #CTS2021 diskutieren wir mit Jonathan und weiteren Speaker*innen über die Umsetzung von Klimazielen und schauen auf die Umsetzungsmöglichkeiten, Herausforderungen, Chancen und Teilerfolge von Klimalösungen in Unternehmen.

Wir freuen uns riesig auf das Keynote-Finale mit Dr. Jonathan Foley!

Mehr über die weiteren bestätigten Speaker*innen findest Du auf ClimateSummit.de.

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