Wird das Klima zur Schwachstelle in der Lieferkette?

Im Zusammenhang mit der globalen COVID-19-Pandemie sowie akuten Wetterereignissen werden immer weitere Fragen zu Risiken und Belastbarkeit der Lieferkette aufgeworfen. Da der Klimawandel extreme Wetterereignisse häufiger auftreten lässt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Produktionsanlagen und lokale LieferantInnen durch intensive Veränderungen beeinflusst werden. Wertschöpfungsketten sind daher einem breiten Spektrum von Risiken ausgesetzt, einschließlich Klimaereignissen.

Undurchsichtige Lieferketten zwischen Wirtschaft und Klima

Der Großteil der globalen Wirtschaftsproduktion, 20 Billionen USD pro Jahr, finden in einer global organisierten Lieferkette statt. Dieser internationale Austausch von Waren hat den Zugang zu Produkten und Materialien extrem erleichtert und zum Beispiel Computer, Autos, Medikamente und Lebensmittel erschwinglich gemacht. Gleichzeitig wurden allerdings Lieferwege immer intransparenter und Umweltkosten sowie soziale Missstände externalisiert. Für Endprodukte, die aus vielen tausend Teilen aus aller Welt bestehen, können so kaum noch die Ursprünge geschweige denn die entstandenen Emissionen zurückverfolgt werden. Da die CO2-Emissionen von Produkten allerdings aus bis zu 80% aus der Lieferkette stammen, sind diese Informationen entscheidend. Die Beziehung zu LieferantInnen, besonders um ihre Bedingungen vor Ort und ihre verursachten Emissionen zu verstehen, werden daher immer wichtiger.

Extreme Wetterereignisse beeinflussen die Lieferkette

Neben den undurchsichtigen Klimaauswirkungen, werden die Lieferketten selbst zum Risiko. Laut McKinsey gibt es hauptsächlich drei klimabedingte Gründe für kurzfristige Ausfälle bei LieferantInnen:

  1. Physische Schäden an Einrichtungen, Produktionsanlagen und Lagerbeständen.
  2. Umsatzrückgang, entweder weil die Produktion gestört ist oder weil Waren nicht auf den Markt gebracht werden können.
  3. Höhere Kosten in der Wiederaufbauphase der Anlage, da die Marktpreise für Arbeit, Energie und Logistik nach extremen Wetterevents steigen können.

Die Kombination dieser Auswirkungen kann auch die Fähigkeit der LieferantInnen einschränken, die Produktion schnell und effizient wiederherzustellen, da sie weniger Kapital für Reparaturen beschaffen können oder den kurzfristigen Cashflow drosseln müssen.

Nachhaltiger Einkauf in einer transparenten Lieferkette

Wie stellen sich Unternehmen auf zunehmende Risiken im Einkauf ein und sorgen gleichzeitig für sinkende CO2-Emissionen in ihrer Lieferkette? Die Antwort kann nur in einem gewandelten Verständnis des Einkaufs liegen. Früher lag die primäre Aufgabe des klassischen Einkaufs in der kostengünstigen Beschaffung von Materialen zur bestmöglichen Qualität. In Zeiten steigender Umweltvorgaben und KonsumentInnenanforderungen hat der Einkauf weitere Aufgaben. Kosten senken zu jedem Preis, das lässt heute das Risiko steigen. Wer jedoch „Nachhaltigkeit“ in seine Lieferkette integriert, differenziert sich im Wettbewerb und kann Umsätze steigern.

Umstieg auf Zusammenarbeit und Integration

Laut Jaro Institut ist der Einkauf heute daher ein Multiplikator, der das Wirtschaften der eigenen Firma und die Beziehung zu LieferantInnen deutlich verändern kann und somit einen großen Mehrwert für die Umsetzung der Nachhaltigkeit liefert! Eine strategische Ausrichtung der Beschaffung, auf Augenhöhe mit der Geschäftsführung, stellt somit die Weichen, um nachhaltige Beschaffung umzusetzen. Das Jaro Institut empfiehlt hierzu die folgenden vier Schritte:

1. Basis für eine nachhaltige Beschaffung im Unternehmen legen

2. Integration nachhaltiger Aspekte in die Beschaffungsprozesse

3. Kontinuierliche Leistungsausarbeitung und -verbesserung mit LieferantInnen

4. Steuern und lernen

Wer noch weitere Klimaziele in sein Lieferketten-Management integrieren will, kann sich den „Supply Chain Leaders“ anschließen. Diese setzen sich das Ziel, ihre absoluten Treibhausgasemissionen vor 2030 zu halbieren und ihre Lieferketten vor 2050 klimaneutral zu gestalten.

Fazit

Alle Ansätze zeigen auf dasselbe Ergebnis: EinkäuferInnen und Führungskräfte müssen mit ihren LieferantInnen zusammenarbeiten, um die gemeinsamen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und dabei ihre Treibhausgasemissionen tatkräftig zu reduzieren.

Community Beitrag: Trend Teamsport – CO₂ reduzieren.

„CO2-Reduktion darf Spaß machen und geht jetzt auch gemeinsam.“

Frank Glanert, Senior Manager Codyo.app

Über den Autor: Frank Glanert ist ausgebildeter Zimmermann und Bauingenieur. Seit 20 Jahren arbeitet er in der Energiewirtschaft sowie der Regionalentwicklung, mit einem Schwerpunkt auf Kommunikation und Mensch zentrierter Entwicklung. Jetzt ist er zum Gründungsteam der Klima-App Codyo gestoßen – ein Corporate Startup der EWE AG. Hier teilt er als Teil der #TeamClimate Community seine Motivation und Einblicke in die Erhebung persönlicher CO2-Verbräuche.

Welchen Effekt haben MitarbeiterInnen auf die unternehmerische CO2-Bilanz?

Das Thema Klimaneutralität ist mittlerweile in aller Munde. Alle möchten CO2 sparen. Das fällt einem als Privatperson allerdings oft schwer, denn in Deutschland verbraucht jeder einzelne ca. 11 Tonnen CO2 pro Jahr. Ich habe mich daher gefragt: Wie können Privatpersonen – aber auch einzelne MitarbeiterInnen – ihren CO2-Fußabdruck verstehen und wirklich reduzieren?

Wie viel CO2 erzeugt mein Mittagessen?

Veränderung fängt im Team an

Schnell stellte ich bei mir selbst fest: Verhaltensänderungen können sehr schwer sein. Damit sie gelingt, benötigen wir vor allem positive Rückmeldungen. Kleine unmittelbare Erfolgserlebnisse, am besten im Team, sind besonders motivierend. So funktionieren Veränderungsprozesse am besten. Genauso wie den gemeinsam gefassten Plan mehr Sport zu treiben, kann ein Team so auch den Vorsatz mehr Klimaschutz zu betreiben, erfolgreich umsetzen! Aus vielen kleinen Schritten wird dann ein großer Schritt in Richtung CO2-Einsparung.

Als gemeinsamer Teamsport wird Klimaschutz spielerisch, aber auch motivierend und für das ganze Unternehmen relevant. Denn das Verhalten der MitarbeiterInnen zahlt direkt auf die CO2-Emissionen einer Firma ein, z.B. durch Geschäftsreisen und Brennstoffverbräuche, Catering, Einkäufe oder Abfälle. Setzt ein Team hier gemeinsam an und setzt sich motivierende Klimaziele, können später auch größere Klimaschutzkonzepte mit geteilter Unterstützung verwirklicht werden.

Mein persönliches Klima-Verhalten

Aber nicht nur im Team ist es wichtig, ein klares Ziel vor Augen zu haben und transparente Ergebnisse zu schaffen, sondern auch für jeden einzelnen. Auch mir war der Einfluss meines persönlichen Verhaltens auf das Klima natürlich irgendwie bewusst. Ehrlich gesagt spielte dieser Effekt bei alltäglichen Entscheidungen aber eher eine untergeordnete Rolle. Das hatte auch damit zu tun, dass die ganz konkrete Wirkung verschiedener Handlungen ohne valide Datengrundlage fürmich nicht abschätzbar war. Das ändert sich nun durch die Nutzung unserer Klima-App.

Alltagstipps fürs Klima

Oftmals fehlt es nur an kleinen Denkanstößen, um aufzuzeigen, was alles möglich ist. Klimaschutz muss keine Einschränkung sein, vielmehr ein aufmerksames Optimieren. Das Ausschalten von Standby-Geräten, Rad fahren, Arbeiten von zu Hause oder ein Glas Leitungswasser: all diese Maßnahmen machen Spaß, halten gesund und helfen auch noch Geld zu sparen. Zusätzlich sind die Aktivitäten denkbar einfach und summieren sich in meiner persönlichen App-Ansicht schnell auf. In vier Wochen konnte ich 70 Kilogramm CO2 in meinem Alltag vermeiden.

5 Dinge, die jede MitarbeiterIn im Home Office umsetzen kann

Was habe ich also über CO2-Reduktion gelernt? Jede MitarbeiterIn kann einen Teil beitragen. Dieses Jahr haben viele mit der Arbeit im Home Office angefangen und somit schon CO2-Emissionen vermieden. Darüber hinaus können wir noch die folgende 5 Dinge optimieren:

  1. Die täglichen Wege vor Ort mit dem Rad zurücklegen.
  2. Lokal und nachhaltig einkaufen, auch für’s Büro.
  3. Auf bewusste Ernährung achten.
  4. Den Energieverbrauch analysieren und Stromfresser austauschen.
  5. Wechsel auf regenerative Energie.

Weitere Klimatipps findest Du hier.

Deine CO2-Challenge

Du und dein Team sind dabei? Dann formt euer TeamClimate und startet eure gemeinsame CO2-Challenge. Ladet euch gerne dazu die kostenlose Codyo-App herunter. Wir sind gespannt, wie viel wir gemeinsam als Community erreichen können.

Bei Fragen, melde Dich gerne direkt bei Frank.

Community Highlight: Vom Webinar zur Gründung.

Im CHOICE Webinar #5 stellte Dr. Stefan Max Garzarolli zusammen mit Arne Knöchel eine der Projekt Drawdown Lösungen vor: BEECS. Die Lösung macht es möglich, CO2 aus der Atmosphäre zu absorbieren. Als Community Highlight stellen wir Euch vor, wie wir den zwei helfen konnten und warum die Methode so besonders ist.

Arne Knöchel und Dr. Stefan Max Garzarolli

“Der Samen unseres Projektes ging auf. Es war der Übergang vom Denken zum Tun. Die Sturm und Drang Phase im Gründungsprozess begann nach dem CHOICE Webinar.”

Arne Knöchel

CO2-Speicherung in Deutschland

Die Gesellschaft diskutiert über den Klimaschutz und dafür benötigte Maßnahmen. Was laut Arne und Max in der Diskussion jedoch oft untergeht, ist die Aufstellung eines konkreten Fahrplans zur Reduktion und Speicherung von CO2. Zwar laufen inzwischen spezielle Forschungsprogramme zur CO2-Entnahme an, in der Klimapolitik findet diese jedoch bislang wenig Beachtung. Hier setzen die zwei an und erklärten uns im August, wie eine solche CO2-Speicherung funktionieren kann.

Energieerzeugung, aber CO2-negativ!

Das BEECS Projekt

Stefan und Arne stellten uns ihre Arbeit an der ersten deutschen BEECS-Anlage vor. BEECS steht für „Bio Energy Carbon Capture and Storage“ und bedeutet in der Praxis: Pflanzliche Biomasse wird zur Energiegewinnung verbrannt. Dabei wird CO2 freigesetzt, welches dann separiert wird. Im Anschluss an die CO2-Abtrennung wird das Gas aufgefangen und somit am Wiedereintritt in die Atmosphäre gehindert. In geologisch geeigneten „Lagerstätten“ soll es dann eingespeichert werden, um so klimaschädliche Auswirkungen zu vermeiden.

Quelle: Arne und Max, CHOICE Webinar #5.

Der IPCC Report schätzt die BECCS-Methode als theoretisch vielversprechendes Verfahren ein, im unternehmerischen Kontext wird es derzeit jedoch deutschlandweit noch nicht genutzt. Das soll sich nun ändern: Stefan und Arne wollen die Methode nachhaltig und wirtschaftlich umsetzen. 

Siehe Zusammenfassung zum CHOICE Webinar #5.

So konnten wir unterstützen

Das Ziel für Arne und Max war es, im Anschluss an das CHOICE Webinar, ihre Forschungsarbeit als Geschäftsidee konkret umzusetzen. Gemeinsam konnten wir den Prozess anstoßen.

“Das Feedback im Telefonat mit Lara Obst war genial. Bei dieser Gelegenheit sprudelte Lara vor Ideen und Möglichkeiten der Kontaktaufnahme. Aus einer dieser Möglichkeiten ist unser Gründungs-Team entscheidend gewachsen. Dies war viel mehr, als wir uns zu erhoffen wagten.”

Arne Knöchel

Im CHOICE Webinar stellten die beiden zum ersten Mal ihr Klimaprojekt der Öffentlichkeit vor und gewannen durch die Fragerunde bereits online direktes Feedback von potentiellen KundInnen. Darüber hinaus, konnten wir im Anschluss in der #TeamClimate Slack-Gruppe relevante Kontakte herstellen.

Wie geht es jetzt weiter?

Aktuell bereitet das Team Kommunikation, Marketing und Business Model vor, um eine langfristige Umsetzbarkeit der BECCS-Anlage zu sichern. Arne verrät uns seinen Langzeitplan.

“Die Möglichkeiten des Projektes skalieren wir weltweit. Denn was wir vorhaben, betrifft alle Menschen dieser Welt und sollte für alle zur Verfügung stehen.”

Arne Knöchel

Im Moment arbeitet das Gründungsteam intensiv an dem ersten Pilotprojekt, das mit sieben Unternehmen umgesetzt werden soll. Kooperationen mit Wissenschaft und Wirtschaft ermöglichten nach dem Webinar bereits einige spannende Neuerungen.  Interessierte des Themas, können jederzeit mit dem Team in Kontakt treten. Gerne leiten wir Nachfragen weiter.

CHOICE Webinare

Du möchtest auch deine Innovation oder Best-Practice der Klimatransformation vorstellen? Dann melde Dich gerne bei uns!

Oder nimm an dem nächsten kostenlosen CHOICE Webinar teil und werde Teil der #TeamClimate Community. Melde dich dazu gerne für unsere CLIMATE News an und werde frühzeitig eingeladen.

3 Tipps, um die firmeneigene E-Mobilität erfolgreich umzusetzen!

Die Umstellung auf Elektromobilität bedeutet Veränderung, aber auch Kostenersparnis und Klimaschutz. Ab Januar 2021 wird der CO2-Preis auf den Verkehrssektor ausgeweitet, von 25€ pro Tonne CO2 soll er bis 2025 sogar auf 55€ ansteigen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt für Veränderungen in der hauseigenen Fahrzeugflotte!

Wie die interne Mobilitätswende gelingen kann und was dabei zu beachten ist, stellte Robin Geisler von eeMobility im vergangenen CHOICE Webinar vor. Hier folgt die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, weiter unten findest Du die vollständige Videoaufzeichnung.

Robin Geisler, Geschäftsführer eeMobility

Der aktuelle Elektromobilitätsmarkt

Elektromobilität erlebt derzeit einen echten Boom, fast wöchentlich werden neue Modelle vorgestellt und die Zulassungszahlen zeigen: Im ersten Halbjahr diesen Jahres erhöhte sich der Marktanteil um 41%, verglichen zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es steckt also noch viel Potential in der E-Mobilität, doch welche Vorteile bringt sie für Unternehmen mit sich?

Die Basis: Ladeinfrastruktur, was speziell für MitarbeiterInnen wichtig ist

Zu Hause aufladen

Robin Geisler zeigte auf: Wenn sich in der Handhabung zum bisherigen Firmenwagen durch Elektromobilität etwas ändert, dann ist es das Tanken. Der Schlüssel für zufriedene NutzerInnen ist die Ladesäule direkt zu Hause, hier werden durchschnittlich 80% der Aufladungen getätigt. Eine Befragung der MitarbeiterInnen vor der Umstellung auf E-Mobilität, kann frühzeitig Potentiale für lokale Ladeinfrastruktur im Eigenheim oder in der Nähe der MitarbeiterInnen sicherstellen.

Tanken Unterwegs

Die aktuelle Reichweitenkapazität von über 400 km der Batterie-betriebenen Fahrzeuge macht zum heutigen Stand der Technik keine Probleme mehr. Ist man unterwegs und muss weite Strecken zurücklegen, findet man außerdem europaweit derzeit 200.000 Ladepunkte vor. Das Aufladen unterwegs bereitet heute also keine Sorgen mehr. Karten und Apps zeigen zuverlässig wo die nächste Tanksäule wartet.

In Deutschland sind es derzeit ca. 40.000 Ladepunkte. Im vergleich: herkömmliche Tankstellen gibt es dagegen 14.450. Zusätzlich ist die Ladeinfrastruktur aktuell stark im Ausbau, sie wird sich also stetig verbessern.

Quelle: Robin Geisler

Zufriedene MitarbeiterInnen

Für eine zufriedene MitarbeiterIn, ist die Installation einer Lademöglichkeit zu Hause wichtig. Statistisch gesehen wird der Dienstwagen am häufigsten daheim geladen. Diese Installation und Wartung der Ladesäule übernimmt u.a. eeMobility.

Wichtig: Ohne Ökostrom kein klimaneutrales Fahren

eeMobility ist Teil der Stadtkraft Gruppe, dem größten Erzeuger erneuerbarer Energien in Europa. So kann die sichere Zustellung von Ökostrom gewährleistet werden.

Frühzeitig die Skalierung planen

Achte dabei auf skalierbare Lösungen, da die Nachfrage der MitarbeiterInnen oftmals stark ansteigt. Der Netzwerk-Effekt in der eigenen Firma tritt häufig schneller ein, als man zu Anfang noch annimmt.

Ökostrom auch zu Hause

Der Strombezug zu Hause ist dann am „saubersten“, wenn die generelle Nachfrage an Strom am geringsten ist. Das ist Nachts oder früh morgens und genau dann sollte das Auto geladen werden. Dieser Strom ist Teil der Firmenkosten und nicht steuerpflichtig, so kann die einzelne MitarbeiterInnen tatsächlich mehrere hundert Euro netto pro Monat einsparen.

Die 3 grundlegenden Tipps zur E-Mobilität von Unternehmen

Das CHOICE Webinar zeigte uns, worauf es bei der Umstellung auf Elektromobilität für Unternehmen und Ihre MitarbeiterInnen ankommt. Hier kommen in Kürze die 3 wichtigsten Tipps von Robin Geisler:

  1. Ladeinfrastruktur: Achtet auf eine skalierbare Lösung, es geht langsam los, dann steigt die Nachfrage oft schneller als erwartet.
  2. Die steuerliche Förderung wirkt: Je nach Fahrzeugwert und Pendelstrecke bekommen FahrerInnen mehrere Hundert Euro monatlich mehr Nettogehalt, wenn sie einen elektrischen Firmenwagen nutzen!
  3. MitarbeiterInnen Motivation: Das Aufladen von zu Hause auf Firmenkosten, ist der Schlüssel zu zufriedenen NutzerInnen.

Alle Inhalte des CHOICE Webinars!

Live Beitrag vom CHOICE Webinar, mit Robin Geisler

Fazit

Elektromobilität bietet ein hohes CO2-Einsparpotential, was auch Grund für die Einführung des CO2-Preises ab Januar 2021 ist. Somit entstehen neue Chancen, um Kosten einzusparen und die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen zu steigern. eeMobility zeigt worauf es ankommt, um einfach anwendbare Lösungen umzusetzen. Wenn du persönliche Fragen klären und das Potential deines Fuhrparks abstimmen möchtest, vereinbare ein unverbindliches Beratungsgespräch.

Wie geht es weiter?

Bei Fragen rund um eine erfolgreiche Transformation helfen wir gerne weiter. Zusätzlich findest Du auf LinkedIn die nächsten, kostenlosen CHOICE Webinare, zu denen wir dich gerne über unsere CLIMATE News einladen!

Emissionsfreie Flottenziele. Wie Unternehmen Schritt für Schritt ihren Fuhrpark umstellen

Brauchen wir noch einen Beweis dafür, dass ganze Fahrzeugflotten emissionsfrei fahren können? Wenn ja, dann ist es dieser: Walmart kündigt an, dass alle seine Fahrzeuge, einschließlich Langstrecken-LKWs, bis 2040 elektrifiziert und auf „Null Emissionen“ gesetzt werden sollen. Dazu gehören mehr als 10.000 Fahrzeuge.

Klimaziele und Kostenreduktion

Der Einzelhändler wählt die radikale Transformation, um seine ambitionierten Klimaziele zu erreichen, aber auch, um Betriebs- (weniger Dieselkraftstoffverbrauch) und Wartungskosten zu senken. Damit steht Walmart nicht alleine da. Im vergangenen Jahr gab Amazon das Ziel bekannt, alle seine Waren über Netto-Null-Lieferungen zustellen zu wollen. Dafür ist geplant 100.000 Elektrofahrzeuge zu kaufen.

Deutsche entdecken Vorteile

Elektromobile in Fahrzeugflotten leisten einen entscheidenden Beitrag zur CO2-Minimierung, senken Kosten bei Kfz-Steuer, Versicherung und Betrieb und transportieren ein umweltbewusstes Bewusstsein. Die Krise der Automobilindustrie hat somit einen klaren Gewinner: das Elektroauto. Während die weltweiten Autoverkäufe der deutschen Hersteller in Q2 2020 um ein Drittel eingebrochen sind, steigen die Kurven für Fahrzeuge mit Elektromotor stark an. Stromer kamen so im August auf einen Marktanteil von mehr als 13% bei den Neuzulassungen – es wurden 16.076 reine Elektroautos und 17.095 Plug-in-Hybride angemeldet.

Was ist mit der Reichweite?

Die heutige Generation E-Autos schafft 400 km und mehr. Im Rahmen des „Tesla Battery Day“ stellte Elon Musk kürzlich sogar das neue Tesla Spitzemodedl S Plaid vor, welches laut Angaben des Herstellers bei unglaublichen 840 km liegen soll. Damit wäre die typische Reichweitenangst kein Thema mehr. Eingeschränkte Reichweiten lassen sich zusätzlich durch ein kluges Management von Fahrzeugen, Ladevorgängen und Energieressourcen auffangen. In Städten ist der elektrische Antrieb somit nicht nur ein Kostenvorteil, sondern unterstützt auch Umwelt- und Lärmschutz.  

Förderung (gewerblicher) E-Mobilität

Seit 2015 hat sich in Deutschland die Anzahl von Elektro-Autos auf der Straße mehr als verdreichfacht. Ein Grund für den aktuellen Elektroboom dürfte die deutlich gestiegene Kaufprämie sein. Sie ist Teil des Konjunkturpakets, das die Bundesregierung nach einem Gipfeltreffen mit der Automobilbranche im Mai beschlossen hat. Bis zu 9.000€ beträgt die Förderung für Batteriefahrzeuge seitdem.

Bund und Länder setzen zusätzlich auf zahlreiche Förderprogramme, um die gewerbliche Nutzung von E-Fahrzeugen zu steigern. In Berlin wird das Förderprogramm „Wirtschaftsnahe Elektromobilität“ (WELMO) ab dem 01.10.2020 mit geänderten Fördervoraussetzungen wieder für die Antragstellung geöffnet. Künftig werden elektrisch betriebene leichte Nutzfahrzeuge ab einem Nettolistenpreis von 40.000€ mit 25% des Nettolistenpreises, maximal 15.000€ je Fahrzeug, gefördert. Zudem werden mit der Wiederaufnahme von WELMO auch elektrische Klein- und Leichtfahrzeuge gefördert.

Einblicke in E-Mobilität für Unternehmen

eeMobility unterstützt Unternehmen dabei, Elektrofahrzeuge in bestehende Fuhrparks zu integrieren, oder diese Schritt für Schritt umzustellen. Ziel ist es, individuelle Mobilitätsanforderungen zu erfüllen und die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen. Im CHOICE Webinar #9 stellt uns Geschäftsführer Robin Geisler die reibungslose Transformation des firmeneigenen Fuhrparks vor.

CHOICE Webinar, 15.10.2020, 13.00 – 14.00 Uhr.

Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung.

Klimastrategie: Der Unterschied zwischen Anpassung an und Minderung von Klimaveränderungen.

Klimabeauftragte in Unternehmen müssen ihre Klimastrategie gegenüber internen EntscheidungsträgerInnen, KundInnen, PartnerInnen und häufig auch der eigenen Überzeugung rechtfertigen. Dabei tauchen ganz am Anfang Fragen zu Begrifflichkeiten, aber auch zu Ausgangspunkten auf. Einer davon ist die Definition der unternehmenseigenen Klimastrategie, soll sie sich auf langfristige Ziele oder auf mittelfristige Maßnahmen stützen? Beide Ansätze werden hier als „Anpassung“ an Klimaveränderungen versus „Minderung“ von diesen beleuchtet.  

Zwei Antworten auf eine Herausforderung

Der Hauptunterschied zwischen Anpassung (engl. „Adaptation“) an den Klimawandel und Minderung (engl. „Mitigation“) des Klimawandels besteht darin, dass sich die Anpassung auf die Maßnahmen zur Verringerung der negativen Folgen von Klimaveränderungen beziehen, während sich die Minderung auf Bemühungen zur Begrenzung der Emission von Treibhausgasen bezieht.

Man stellt also schnell fest: Anpassung und Minderung sind zwei – schon fast politische – Antworten auf den akuten Klimawandel. Politik lässt sich aber meistens schlecht ins Unternehmen tragen. Daher hier ein Versuch eines rationalen Überblicks.

Was versteht man unter Anpassung an den Klimawandel?

Die Anpassung an den Klimawandel bezieht sich auf die Maßnahmen zur Verringerung der nachteiligen Auswirkungen des Klimawandels. Selbst wenn die Treibhausgas Emission durch Klimaschutz langfristig stabilisiert werden, würden bereits stattgefundene Auswirkungen der globalen Erderwärmung (ca. 0,8°C) viele Jahre anhalten. Eine Anpassung ist somit unbedingt erforderlich, um den fortschreitenden Klimaveränderungen zu begegnen. Zur Anpassung gehört es daher geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Schaden durch Wetterbedingte Schäden, Wassermangel oder Ressourceknappheit zu verhindern bzw. zu verringern.

Als Maßnahmen der Anpassung werden z.B. genannt:

Was versteht man dann aber unter Minderung, Klimaschutz?

Minderung bezieht sich auf die Bemühungen, die Emission von Treibhausgasen zu verhindern oder zu stoppen. Ganz konkret vereinbart das Pariser Klimaabkommen eine Begrenzung der globalen Erderwärmung auf deutlich unter 1,5°C. Minderungsmaßnahmen dienen daher dem aktiven Klimaschutz und können auch die Bindung und Speicherung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre beinhalten.

Als Maßnahmen der Minderung werden z.B. genannt

Mit anderen Worten, die Eindämmung des Klimawandels beinhaltet sowohl die Reduzierung von Treibhausgasen als auch die Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre. Die Minderung von Klimaveränderungen wird daher im Allgemeinen als Klimaschutz bezeichnet.

Was ist der Unterschied zwischen Anpassung und Minderung des Klimawandel?

Der entscheidende Unterschied zwischen Anpassung und Abschwächung des Klimawandels besteht zunächst darin, dass sich die Anpassung an den Klimawandel auf die Maßnahmen bezieht, die ergriffen wurden, um die bestehenden negativen Folgen bzw. vergangenen Schäden von Klimaveränderungen zu verringern. Die Minderung des Klimawandels bezieht sich hingegen auf Bemühungen zur aktuellen und zukünftigen Begrenzung der Emissionen.

Anpassung versus Klimaschutz

Um den Unterschied zwischen Anpassung und Eindämmung für Klimabeauftragte in Unternehmen zusammenzufassen: Es stellt sich die Frage nach dem zeitlichen Rahmen der eigenen Klimamaßnahmen. Jede Firma wird sich auf kurz oder lang mit Folgen des Klimawandels beschäftigen, viele fühlen die Veränderungen schon aktiv in der Lieferkette oder sogar vor der eigenen Haustüre. Entscheidet man sich zunächst diesen Folgen zu begegnen, so sind Maßnahmen zur Schadensbegrenzung zu priorisieren. Möchte sich das Unternehmen zukunftsorientiert positionieren, neue Marktchancen erschließen und Klimaschutz vollständig in das eigene Handeln integrieren, so ist eine klare CO2-Reduktionsstrategie der logisch folgende Schritt.

Ist Klimaneutralität Teil des Klimaschutzes?

Klimaneutralität versteht den Prozess aus: CO2 messen, reduzieren und ausgleichen und liegt somit im Spektrum zwischen Anpassung und Minderung. Verbleibt ein Unternehmen bei CO2 messen und ausgleichen, so werden diese Maßnahmen zum Beispiel nicht von der Science-Based-Target Initiative als CO2-Reduktionsmaßnahme anerkannt.

Die umfangreiche Analyse der eigenen CO2-Emissionen und das Überprüfen einzelner Emissionsquellen ist jedoch Grundstein jeder CO2-Reduktionsmaßnahme. Im Vergleich zu herkömmlichen Ansätzen werden ebenso Einsparungspotentiale sichtbar. Sind diese teilweise erst nach langen Transformationsprozessen umsetzbar, empfiehlt die UN „nicht vermeidbare“ Emissionen auszugleichen, um klimaneutral zu werden. Stand heute: allein durch CO2-Reduktion kann keine Firma auf „Netto Null“ Emissionen kommen.

Wie geht es weiter?

Sprich uns gerne an, wenn du die Klimaziele deiner Firma definieren und Reduktionsmaßnahmen umsetzen möchtest.

Bildquelle: USGS auf Unsplash

Erstmals werden soziale Einflüsse auf Klimaziele mit Gold Standard integrierbar

Gold Standard kooperiert mit sozialen Standards

Zum ersten Mal können Standards wie Better Cotton Initiative, Fairtrade, FSC und der Roundtable für nachhaltige Biomaterialien die Reduzierung der CO2-Emissionen ihrer zertifizierten Waren so quantifizieren, dass EinkäuferInnen auf ihre Klimaschutzwirkung zählen können.

Neues Verfahren im Bereich Landwirtschaft

Angesichts der steigenden Nachfrage nach klimafreundlichen Produkten und Dienstleistungen arbeiten die ISEAL-MitgliederInnen mit dem Gold Standard zusammen, um gängige Verfahren zur Berechnung der Reduzierung und Bindung von CO2-Emissionen zu definieren. Das Ziel ist es ökologische Nachhaltigkeit auch im Bereich Landwirtschaft durch zertifizierte Rohstoffe zu fördern. Unternehmen sollen diese Angaben nutzen können, um leichter ihre wissenschaftlich fundierten Ziele definieren und ihre Klimaauswirkungen messen zu können.

Waren sollen Emissionsfaktoren gemäß dem Greenhouse Gas Protocol aufzeigen

Ein Unternehmen, das Fairtrade-zertifizierten Kaffee kauft oder seine Baumwolle als „Better Cotton“ von lizenzierten Landwirten bezieht, soll so beispielsweise niedrigere Emissionsfaktoren für diese Waren gemäß dem Greenhouse Gas Protocol nicht nur annehmen, sondern auch nachverfolgen können. Für die ProduzentInnen erhöht dies den Wert ihrer Ware. Diese sind nun nicht nur als sozialwirksam zertifiziert, sondern zeigen auch einen überprüften CO2-Fußabdruck auf.

 „Wir erwarten, dass diese Initiative Nachhaltigkeitsmaßnahmen und Investitionen in großem Maßstab katalysiert, indem sie mehr Nachfrage nach zertifizierten Waren schafft.“

Paul Chatterton, Gründer und Leiter des WWF Landscape Finance Lab.

Die ersten Schritte im Feldtest

Pilotinitiativen werden begleiten, Ergebnisse überprüfen und Unternehmen dabei unterstützt, die Auswirkungen der neuen CO2-Kennzahlen in ihrer Berichterstattung zu bewerten. Das Konsortium beabsichtigt auch zu untersuchen, wie die Methoden und Leitlinien erweitert werden könnten, um andere kritische Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit (Wassernutzen, Bodenqualität oder Abholzung) zu messen.

Bildquelle. Unsplash.com.

Klimadaten sind das neue Must-Have der Wirtschaft. Wie KMUs mit Science-Based Targets ihre Klimaziele erreichen.

Autorin: Lara Obst, Gründerin von theclimatechoice.com.

Zahlreiche, internationale Konzerne setzen sich Klimaziele, um eine klimaneutrale Wirtschaft und vor allem eine Welt unter 2°C Erderwärmung zu ermöglich. 942 Großunternehmen weltweit nutzen dazu „Science-based Targets“ (SBTs). Nur 10 davon kommen aus Deutschland, so unter anderem SAP, Thyssenkrupp und Zalando. Was zunächst aber nur für Unternehmen ab 500 MitarbeiterInnen möglich war, steht nun auch klein- und mittelständischen Unternehmen offen. Die SBT Initiative brachte kürzlich extra einen KMU-Antrag heraus, um die Vereinbarkeit von wissenschaftsbasierten Klimazielen und Unternehmensstrategie zu vereinfachen.

Wie erreichen Unternehmen die Ziele des Pariser Abkommens?

Die Science Based Targets Initiative – 2015 vom World Resource Institute, WWF, UN Global Compact und CDP ins Leben gerufen – ermöglicht es Unternehmen sich wissenschaftsbasierte Klimaziel zu setzen, die im Einklang mit den Ergebnissen des Paris-Abkommens stehen. Sie zielen also darauf ab die globale Erderwärmung auf 1,5° C bzw. deutlich unter 2° C zu beschränken. Dies bedeutet, dass Firmen ihre Emissionsreduktionen an einer konkreten Zielsetzung ausrichten und sich effektiver auf wandelnde wirtschaftliche, soziale und ökonomische Transformationsprozesse einstellen können.

Warum sind SBTs für Unternehmen wichtig?

Die Beweggründe von Firmen sich SBTs zu setzen sind vielfältig. Die Motivation das eigene Wirken in Einklang mit zukunftsorientierten und klimarelevanten Maßstäben zu bringen, liegt auf der Hand. Unternehmen, die sich bereits der Initiative angeschlossen haben, geben darüber hinaus an Innovationen, Vertrauen und Glaubwürdigkeit gegenüber InvestorInnen sowie Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit stärken zu wollen. Gleichzeitig streben sie danach regulatorische Risiken und Kosten zu senken.

Vorteile der wissenschaftsbasierten Klimaziele

  1. Innovation
  2. Vertrauen und Glaubwürdigkeit
  3. Profitabilität und Wettbewerbsvorteile
  4. Stabilität
  5. Klimaschutz

Unternehmen sehen sich durch SBTs inspiriert innovative Produkte und Services sowie transformative Veränderungen voranzutreiben und zeitgleich eine Vorreiterrolle im Klimaschutz einzunehmen. Eine Datenanalysen vom CDP zeigt außerdem, dass Unternehmen mit öffentlichen Emissionszielen profitabler sind als Firmen, die ihre CO2eq-Daten nicht messen oder veröffentlichen.

Welcher Prozess steht hinter SBTs?

Um sich der Initiative anzuschließen und ihre Klimaziele überprüfen zulassen, folgen Unternehmen diesen 4 Schritten:

  1. „Commitment Letter“ ausfüllen und sich in eine Sektorkategorie einordnen.
  2. Innerhalb von 24 Monaten Reduktionsziele für Scope 1, 2 und 3 (wenn Scope 3 Emissionen mehr als 40% der Emissionen des Unternehmens ausmachen) festlegen. Wichtig: Offsetting ist nicht als Reduktionsmaßnahme erlaubt.
  3. Einreichung der Ziele zum Qualitätscheck durch SBTi.
  4. Ergebnisse veröffentlichen.

Die Herausforderung, die sich aus diesem Prozess ergibt: Scope 3 Emissionen finden sich maßgeblich in der Lieferkette von Großunternehmen wieder. Die Festlegung von Reduktionszielen, wie sie BOSCH, BMW oder Zalando erst kürzlich ankündigten, haben also direkte Auswirkungen auf zahlreiche ZulieferInnen.

Klimadaten als wirtschaftliches „Must-Have“

SBT-Verpflichtungen großer Unternehmen betreffen direkt die eigene Einkaufsabteilung, aber auch Vergabeentscheidung von Aufträgen sowie die Auswahl von Produkten und Dienstleistungen entlang der Lieferkette. ZulieferInnen stehen der Aufgabe gegenüber CO2eq-Daten zu ihren Angeboten anzugeben und darüber hinaus Reduktionsziele vorzuweisen. Folglich ergibt sich für KMUs der Bedarf ebenfalls ambitionierte Klimaziele aufzustellen und so sicherzustellen, dass sie weiterhin zur Wertschöpfung in der jeweiligen Lieferkette beitragen. Großunternehmen fordern somit nicht nur einen Nachweis über CO2eq-Werte, sondern auch über die Anpassungsfähigkeit und Resilienz ihrer PartnerInnen. In Anbetracht der wandelnden Marktsituation, Klimarisiken und regulatorische Änderungen werden Klimadaten zum sektorübergreifenden „Must-Have“ der Wirtschaft.

Wie legen KMUs und ZulieferInnen ihre Klimaziele fest?

Jedes Unternehmen, jede Branche und jeder Sektor sollte sich an der Klimawissenschaft und dem Klimaabkommen von Paris orientieren und in Kooperation Maßnahmen umsetzen. So leistet die Wirtschaft ihren Teil zu Deutschlands Klimaschutzzielen und ist zukunftsfähig aufgestellt.“

Andrea Dreifke-Pieper, Leiterin Wirtschaft und Märkte beim WWF
Gemeinsame Veränderung entlang der Lieferkette schaffen.

Um KMUs bei ihrer Transformation zu unterstützen, stellte die SBT-Initiative kürzlich eine vereinfachte Roadmap speziell für klein- und mittelständische Unternehmen vor. Diese Kurzversion simplifiziert den Prozess der SBT-Zielsetzung und gibt Firmen die Möglichkeit zwischen dem 1,5° C- und „Well-Below-2° C“-Ziel zu wählen. Ebenso verpflichten sich Unternehmen hier zwar ihre Emissionen zu messen und zu reduzieren, müssen aber keine quantifizierten Ziele für Scope 3 angeben. Verantwortung und Umsetzung der Klimatransformation ganzer Lieferketten soll so gerecht unter einzelnen ZulieferInnen und ProduzentInnen aufgeteilt werden, ohne übermäßige Hürden für Kleine-und Kleinstunternehmen aufzubauen.

Prozess für KMUs

Der Antrags- und Erstellungsprozess sieht für KMUs ähnlich aus wie für Großunternehmen. Auch hier muss ein Target Setting Letter ausgefüllt werden, in dem sich KMUs verpflichten Emissionen entlang des GHG Protocols zu messen, die gesetzten Klimaziel in einem spezifischen Zeitraum umzusetzen und die Ergebnisse in einer jährlichen Klimabilanz zu veröffentlichen.  

Wie fange ich mit dem ersten Schritt an?

Wenn dein Unternehmen bereit ist den ersten Schritt zu gehen und die Klimatransformation jetzt aktiv zu gestalten, dann bist du hier goldrichtig! Gerne unterstützen wir dich bei der Auswahl passender PartnerInnen, um ein wissenschaftsbasiertes Klimaziel zu setzen und zeigen dir weitere Reduktionsmöglichkeiten auf. Stell uns unverbindlich eine kostenlose Anfrage.

Ein grüner, realwirtschaftlicher Gesellschafts-Deal für die Klimatransformation

Gebannt zuhause die Nachrichten überprüfen und die immer steigende, rote Fallzahl aktualisieren. So sah für Wochen unser aller Alltag im Homeoffice aus. Eine Krise, die die Welt aus ihrem Business as Usual herausriss. Für Einige zwar nicht der erste Wirtschaftsbruch, aber doch einer, der alles anders erscheinen ließ. Die Ordnung von ökonomischen Interessen zu ökologischen und sozialen Herausforderungen wurde auf einmal neu gemischt. Heute, kurz nach einer ersten Erholung, haben vielen Unternehmen und Führungskräfte allerdings Mühe, ihre sozialen oder ökologischen Ideen in die tägliche Realwirtschaft zu integrieren. Gerade jetzt scheint für viele ein plötzlicher Wandel riskant.

Viele Akteure und Institutionen haben jedoch in den letzten Tagen hilfreiche Maßnahmen und Argumente veröffentlicht, um gerade jetzt die Klimatransformation der Wirtschaft zu starten. Hier eine Übersicht.  

5 Gründe, warum Unternehmen jetzt auf Nachhaltigkeit setzen sollten

Gerade heute benötigen Unternehmen und EntscheiderInnen Argumente für die Klimatransformation, um ihre Budgets und Prioritäten an die aktuelle Situation anpassend zu können.  Social Entrepreneurin Claudia Winkler führt hierzu die 5 Gründe, warum Unternehmen jetzt auf Nachhaltigkeit setzen sollten, an.

  1. Durch die Umsetzung der SDGs, entsteht ein weltweites Marktpotential von 12 Billion Dollar. Daraus ergeben sich besonders Geschäftschancen im Bereich Food, Städte, Energie und Gesundheit.
  2. VerbraucherInnen verlangen nach mehr Nachhaltigkeit. Schon im Jahr 2013 wuchsen klimafreundliche Produkte 5,6 Mal schneller als herkömmliche.
  3. MitarbeiterInnen suchen Unternehmen, die ihren Beitrag zur Welt leisten.
  4. Nachhaltigkeit ist der neue Standard für Investitionen. Sogar BlackRock, der weltgrößte Vermögensverwalter, hat die Anzahl seiner auf Nachhaltigkeit ausgerichteten börsengehandelten Fonds verdoppelt und will sein nachhaltiges Vermögen innerhalb eines Jahrzehnts um das Zehnfache auf $1 Billion erhöhen.
  5. Ein sinnstiftender Unternehmenszweck ist zukunftsweisend und macht nicht nur die eigenen MitarbeiterInnen, sondern auch die Geschäftsführung glücklich.

Ein Social-Green Deal als Vertrag zwischen Zukunft, Verteilung und Realwirtschaft

Eine rein wirtschaftliche Perspektive neigt dazu, die Bedürfnisse des sozialen Sektors nicht umfassend abzubilden sowie die täglichen Entscheidungen über langfristige, ökologische Interessen zu priorisieren. Gerade die unterschiedlichen lokalen, nationalen und europäischen Reaktionen auf die Krise machen dies deutlich. Politökonomin Prof. Maja Göpel schrieb dazu, dass bislang unvorstellbare soziale, politische und wirtschaftliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um kurzfristige Verwerfungen zwischen Wirtschaft, Politik und Gesundheitssystem zu vermeiden. Diese Maßnahmen dürften aber die bereits eingeleitete Klimatransformation nicht stoppen. Ein CO2-neutrales Europa, regenerierter Böden, der Schutz von Artenvielfalt und den Weltmeeren sowie einer ganzheitlichen Kreislaufwirtschaft gelten auch während und nach der Corona Krise. Sie führt daher an, dass ein Social-Green Deal die drei Säulen der Solidarität: Zukunftsorientierung, Verteilungsgerechtigkeit und Realwirtschaft so vereinen muss, dass der Gedanke einer lokalen, nationalen und auch europäischen Schicksalsgemeinschaft Substanz erhält.

Klimaneutralität benötigt umfassende CO2-Innovationen

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt bis 2050 klimaneutral zu sein. Viele ForscherInnen sehen dies als zu spät – wollen wir die globale Erderwärmung auf unter 2 Grad eingrenzen. Nichtsdestotrotz ist dies ein ambitioniertes Ziel, zieht man in Betracht, dass Deutschland alleine jährlich knapp 800 Millionen Tonnen CO2 freisetzt. Die Studie „Unkonventioneller Klimaschutz“ der Stiftung Wissenschaft und Politik, betont daher, dass nur durch CO2-Speicherung langfristig ein solches Ziel erreichbar sei (laut SPIEGEL). Bis solche Technologien massentauglich, energiesparsam und kosteneffizient am Markt einsetzbar sind, bedarf es Investitionen in den sozial-ökologischen Umbau der zentralen Transformationssektoren. Diese sind laut Umweltbundesamt: Energie, Mobilität und Gebäude. Ähnlich wie das anstehende Aufbaupaket der EU, will auch die Bundesregierung den Fokus auf bereits vorhandene Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung legen. Die nationalen Treibhausgasemissionen sollten nach dem Bericht „Nachhaltige Wege aus der Krise“ um mindestens 70% bis 2030 (gegenüber 1990) gemindert werden. Dazu legte das Amt die folgenden 6 Kernhandlungsfelder vor.

  1. Klimapolitik konsequent fortführen, European Green Deal umsetzen
  2. Lock-ins durch Investitionen in überholte Technologien vermeiden
  3. Finanzmittel für einen zukunftsorientierten Strukturwandel einsetzen
  4. Zukunftsfähige Arbeit fördern und soziale Folgen beachten
  5. Europäische Solidarität und Zusammenarbeit stärken
  6. Konjunkturprogramme im Hinblick auf Nachhaltigkeit evaluieren

Wirtschaft, Klimaschutz und Politik als Treiber eines neuen Gesellschaft-Deals

Zusammenfassend kann man festhalten: Es ist heute ein extrem spannender und lohnender Zeitpunkt, um in Nachhaltigkeit zu investieren. Die politischen Rahmenbedingungen stehen in den Startlöchern, Unternehmen erkennen ihre Marktchancen durch die Umstellung auf klimarelevante Geschäftsmodelle und CO2-sparende Innovationen werden weltweit vorangetrieben. Ein grüner, realwirtschaftlicher Gesellschafts-Deal befindet sich in seiner Entstehung, entwickelt durch eine aktive Auseinandersetzung und Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Umweltschutz und Politik.

Online Summit zur Klimatransformation

Um weitere konkrete Maßnahmen für Unternehmen vorzustellen, auszutauschen und kennenzulernen, stellen 50+ SpeakerInnen und Workshop Hosts beim climatesummit.de ihre Best-Practices für die Klimatransformation vor. Die interaktive Agenda erlaubt es allen TeilnehmerInnen sich via Chat oder auch persönlich in Breakout Sessions, Online Netzwerk Räumen und Workshops auszutauschen und Erfahrungen einzubringen. Klimabeauftragte in kleinen Unternehmen, EinkäuferInnen, Interessierte, MitarbeiterInnen aus dem öffentlichen Dienst und ForscherInnen sind ebenso eingeladen wie EntscheiderInnen in Corporates.

Sei dabei und werde Teil der Lösung. Bei Fragen, sprich uns gerne an.

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WTF ist #CTS2020? Der Online Summit zur Transformation des Klimas und der Wirtschaft.

💥 1 Summit, 50 SpeakerInnen, 13 PartnerInnen & Du!

Post-Corona steht in den Startlöchern, die Fragen bleiben. Wie wollen wir weitermachen? Wie geht eine klimafreundliche Wirtschaft, was heißt Nachhaltigkeit in der Wirtschaft und warum sollte sie gerade jetzt möglich sein? Dass weißt du besser als wir. Gemeinsam gestalten, kreieren und diskutieren wir. Einen Tag lang, online, beim CLIMATE TRANSFORMATION Summit 2020. Warum? Weil wir gemeinsam die Transformation des Klimas und der Wirtschaft auf die Beine stellen!

Deine Firma will klimaneutral werden und du willst verstehen wie das geht? 💭

Egal ob EinzelkämpferIn, Interessierte oder Klimabeauftragte im Unternehmen, am 26.06.2020 ziehen wir alle an einem Strang und tauschen Best-Practices zur Klimatransformation aus. In einem großen Kick-Off Panel, Impact „Fireside Chats“ und interaktiven Workshops suchen wir nach Best-Practices für Unternehmen und Climate Champions. Du bist Teil der Lösung, teile deine Erfahrungen und lerne die Community kennen. Alle SpeakerInnen aus dem Greentech-, CO2- und Impact-Bereich findest du hier.

🙌🏽 Dank starken PartnerInnen interaktiv und mit extrem viel Expertise dabei!

Der #CTS2020 lebt von Interaktion, seinen TeilnehmerInnen und Deiner Expertise. Wie das online gehen soll? Yotribe stellt uns den ganzen Tag einen „Mingling“ Networking Raum zur Verfügung, in dem wir nach jedem Panel, Fireside Chat oder Workshop gemeinsam in die Tiefe gehen und uns vernetzen. Dafür benötigst du keine extra App, den Zugang erhältst du nach Ticketkauf via Email Einladung. Netzwerken kannst du auch vorab im #CTS2020 LinkedIn Event. Lerne ExpertInnen, deine MitstreiterInnen oder Interessierte kennen. Welche klimarelevanten Maßnahmen setzt deine Firma um, wo gibt es noch Greentech-Herausforderungen oder bietest du gar eine Lösung an? Sei dabei und lerne die Community kennen. Unsere PartnerInnen Berlin Partner, Berlin Innovation Agency, Borderstep Institut, Bundesverband Deutsche Startups, Circular Berlin, company.kitchen, DWR eco, Greentech Alliance, PIRATE Summit, Start Up Energy Transition und Puzzle Innovation sind schon da!

Wir erforschen mit dir CO2-Messung, -Reduktion und -Ausgleich 🌱

Klimaneutral?! Das hast du schon öfter gehört, aber nie wirklich daran geglaubt, dass es möglich ist eine Wirtschaft zu gestalten, die dieses Prädikat tragen darf? Beim #CTS2020 treten dutzende Climate Champions an, die schon einen Schritt in Richtung Klimatransformation gegangen sind. Ob Software zur CO2-Messung, emissionsarme Lösung oder Klimaprojekt, wir lernen alle Best-Practices kennen und machen uns ein Bild davon, wo wir stehen. Der Summit macht dich zum Climate Transformator, einer ExpertIn rund um Wirtschaft und CO2-Emissionen. In der zweiten Hälfte von 2020, kannst du deine Expertise gleich in die Tat umsetzen und die Klimatransformation vorantreiben! Alle Climate Champions unterstützen dich dabei.

Du bist die Leinwand, die Agenda ist die Farbe

Agenda als Farbe.

Keine Angst, du musst dich nicht vor laufender Kamera anmalen. Gemeint ist, der Summit ist was du daraus machst! Wir alle haben die letzten Wochen im Homeoffice verbracht, unzählige Calls und einige Webinare hinter uns. Das Letzte was wir wollen, ist deine Zeit verschwenden oder dich langweilen. Die Agenda des #CTS2020 ist daher so gestaltet, dass du dir dein eigenes Programm zusammenstellen kannst.

Wir empfehlen 🎨

Ein Ticket, 3 Preise. Warum ist der Summit nicht kostenlos?

THE CLIMATE CHOICE organisiert den #CTS2020 als Teil ihrer Mission, jedem Unternehmen die Klimatransformation einfach und unkompliziert möglich zu machen. Gemeinsam entwickeln wir eine Post-Corona Welt, in der Natur, Mensch und Wirtschaft im Einklang miteinander existieren. Um das Event möglichst vielen Klimabeauftragten, MitarbeiterInnen, Climate Champions und Interessierten zugänglich zu machen, orientieren sich die Tickets am niedrigen Selbstkostenpreis (ab 11,55€), werden aber nicht zur Gewinnausschüttung genutzt. Jedes Ticket trägt somit einen Teil zur Kostendeckung bei und unterstützt ein ausgewähltes Klimaprojekt. Die 3 Ticketkategorien, dienen dem umfangreichen Zugang zu allen Inhalten, für jede TeilnehmerIn. Entscheide selbst ob du als Interessierte oder Selbstständige ein „Climate Hero Ticket„, als Klimabeauftrage oder MitarbeiterIn in einem Mittelstandsunternehmen das „Climate Champion in KMU Ticket“ oder als „Corporate Change Maker“ dieses Ticket wählst. Dein Summit, deine Entscheidung.

Der Summit ist genau das, worauf du gewartet hast?

Super, dann mach mit! Hol dir dein Early-Bird Ticket, werde Teil der Community und lade Freunde und KollegInnen ein. Gemeinsam machen wir den #CTS2020 zu einem einmaligen Netzwerk-Event, indem du und die SpeakerInnen die Hauptrolle spielen. Alle erarbeiteten Inhalte werden dir nach dem Summit zum Download zur Verfügung gestellt. Best-Practices, Maßnahmen und Netzwerk – wir kommen!

Nachhaltiges Bauen? CHOICE Webinar mit CAALA – digitale Planung und Ökobilanzierung von Gebäuden.

Im CHOICE Webinar #3 stellt Philipp Hollberg, Gründer und CEO der Software-Firma CAALA, die Grundlagen des Lifecycle Assessment (LCA) am Beispiel „Gebäude“ vor. Hier kostenlos für das Webinar am 28. Mai 2020 von 13.00 bis 14.00 Uhr anmelden.

Wieviel CO2 entsteht deutschlandweit im Bau?

Mehr als ein Drittel aller Ressourcen in Deutschland werden durch Gebäude verbraucht. In Nachhaltigkeitsstrategien liegt der Fokus häufig auf Energiemanagement, doch über 30% des deutschen CO2-Ausstoßes stammen aus Gebäuden. Hier spielen Heizen und Strom zwar eine große Rolle, besonders aber auch energieintensive Rohstoffe, großräumige Flächennutzung und inneffiziente Dämmung. Energiesparen ist somit für Unternehmen und Privatpersonen einer der schnellsten Weg, um das Klima zu schützen und Geld zu sparen, Investitionen in Gebäudeplanung, Infrastruktur und Management zahlen sich allerdings ebenfalls aus und können CO2-Emissionen stark senken (laut DGNB).

Klimaneutraler Gebäudebestand in Deutschland

Das Umweltbundesamt empfiehlt in seiner Studie „Klimaneutraler Gebäudebestand 2050“ eine umfassende Sanierung aller Gebäude in Deutschland, um diesen bis 2050 klimaneutral zu stellen. Was jedoch beim Neubau oder der Sanierung von Bürogebäuden, Lagerhallen oder Verkaufsflächen beachtet werden muss, scheint unübersichtlich. Basierend auf den drei klimarelevanten Aspekten: Umwelt, Wirtschaftlichkeit und Soziales, wurden in den letzten Jahren verschiedene Zertifizierungssysteme für nachhaltige Gebäude entwickelt sowie eine neue Bauprodukteverordnung verfasst. Eine systematische Planung durch eine Lebenszyklusbetrachtung ermöglicht es Unternehmen daher ihre Immobilien energetisch, ökologisch und wirtschaftlich zu optimieren.

Digitales Werkzeug zur Ökobilanzierung

Hier setzt die Lösung des Münchner Startups CAALA an, welche aus klimarelevanten Eckdaten in Echtzeit Vordimensionierung und Ökobilanzierung von geplanten Bauprozessen visuell aufbereitet darstellt. Die Gebäudeplanungs-Software erlaubt es ArchitektInnen und BauplanerInnen schon früh im Entwurfsprozess verschiedene Entwurfsvarianten durchzuspielen und schnelles Feedback über die Auswirkungen auf Energieverbräuche oder Lebenszykluskosten zu erhalten. Die besondere Stärke liegt dabei in der Visualisierung von CO2-Verbrauch, Kosten und Zertifizierungsbedarf. Die Einsparungen durch Solar oder die Verluste durch Abwärme werden ebenso dargestellt wie die gesamte CO2-Bilanz des geplanten Gebäudes. Neben der digitalen Lebenszyklusanalyse und Berechnung des Energiebedarfs bietet das Unternehmen individuelle Beratungsleistung und hilft bei der Erstellung von EnEV-Nachweisen.

Lerne die Lebenszyklusbetrachtung kennen

Um energetische Standards und Ökobilanz eines Gebäudes im Blick zu haben, bietet sich die CAALA Software als umfassendes Werkzeug an. Im CHOICE Webinar #3 stellt CEO Philipp Hollberg die Grundlagen der Lebenszyklusbetrachtung am Beispiel „Gebäude“ vor. Hier kannst du dich kostenlos für das Webinar am 28. Mai (13.00 – 14.00 Uhr) anmelden und einen einfachen, digitalen Zugang zu ehemals langwierigen Berechnungsschritten kennenlernen.

Ein Online-Konferenz voller klimarelevanter Lösungen

Weitere LösungsanbieterInnen aus den 7 Impact Kategorien: Energie, Gebäude, Mobilität, Produktion, Food, Digitales und Umwelt, könnt ihr beim CLIMATE TRANSFORMATION Summit am 26. Juni online kennenlernen und euch direkt mit ihnen austauschen. Hier mit dabei sein.

Bei Fragen zu CAALA oder dem #CTS2020, schreibt uns gerne an!

5 Risikofaktoren, die Unternehmen unbedingt bedenken sollen, um die Klimatransformation nicht zu verpassen.

Im CHOICE Webinar #2 mit Nadine Michalske von Klima.Metrix konnten die TeilnehmerInnen lernen, dass Klimarisiken schon heute – in Deutschland und weltweit – Firmen akut beeinflussen. Diese Klimarisiken sollten nicht unbedacht bleiben. Im Gegenteil, sie sind Geschäftsrisiken. Langfristig geplant kann nicht nur CO2 gespart werden, sondern auch die Positionierung, Finanzierung und Reputation von Unternehmen entscheidend beeinflusst werden. Eine fokussierte Klimastrategie, basierend auf realen CO2-Werten, kann daher maßgeblich über die Entwicklung eines Unternehmens in den nächsten 5 Jahren entscheiden. Der kommende CLIMATE TRANSFORMATION Summit steht ganz in diesem Zeichen, mehr dazu hier.

Welche Klimarisiken gibt es?

Klimarisiken lassen sich in „Physische“ und „Transistorische“ Risiken einteilen. Physische Risiken sind uns meistens geläufig: z.B. Stürme, Überschwemmungen, Dürren und Hitzewellen. Transistorische Risiken sind hingegen als vorübergehend definiert und etwas sperriger. Laut BaFin stehen sie besonders im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft. Denn wie der IPCC Report aufzeigt, sind die atmosphärischen Konzentrationen von Kohlendioxid, Methan und Stickstoffoxid so hoch wie seit mindestens 800.000 Jahren nicht mehr.

5 Faktoren von Transitionsrisiken

Transitionsrisiken beinhalten beispielsweise politische und rechtliche Maßnahmen (wie z.B. den Kohleausstieg und die steigende CO2-Steuer), hohe Investitionskosten (Sanierungen von Gebäuden und Anlagen) oder Zinsen (einige Banken binden schon heute die Zinshöhe an Klimarisikoprofile von Firmen), neue Technologien (z.B. Disruption durch Elektromobilität), veränderte Kundenpräferenzen oder gesellschaftliche Erwartungen. Diese Veränderungen können die Anforderungen an Geschäftsmodelle von Unternehmen, die hierauf nicht rechtzeitig reagieren und gegensteuern, gefährden.

Gibt es auch Chancen?

Chancen ergeben sich gerade aus den veränderten Bedingungen. Nicht jedes Unternehmen sollte sein altes Geschäftsmodell beibehalten oder gar weiter am Markt tätig sein. Besonders Ölkonzerne oder Autobauer sollten schleunigst umstellen. Aus dieser Umstellung ergeben sich für alte und neue MarktteilnehmerInnen Chancen. Der europäische Green Deal, Klimaklagen gegen Firmen wie TOTAL, aber auch Erfolgsgeschichten wie TESAL zeigen, dass eine Zeitenwende bereits begonnen hat. Selbst in den USA sind zwischen 2013 und 2018 nachhaltige Produkte 5,6 mal stärker gewachsen als konventionelle, laut Harvard Business Review. Sie werden außerdem als anpassungsfähiger und krisensicher beschrieben.  Vieles dieser Produkte und Services kannst du hier kennenlernen.

Was hat CO2-Berechnung damit zu tun?

Nur was messbar ist, ist auch managebar. Das wissen wir. CO2 ist nicht die einzige Kennzahl, um Nachhaltigkeit zu untersuchen, aber eine der messbarsten. Unternehmen kennen ihren CO2-Fußabdruck allerdings häufig nicht. Der Aufwand Daten zu erheben, Klimaziele festzulegen, Chancen und Risiken abzuwägen sowie konkrete Reduktionsmaßnahmen einzuleiten ist bis heute, im laufenden Betrieb, oftmals zu komplex. Anstatt ihr Risiko-Profil und CO2-Fußabdruck zu kennen, fliegen Unternehmen daher häufig im Blindflug.

Wie berechne ich einfach den CO2-Fußabdruck von meinem Unternehmen?

Seit einigen Jahren verändert sich der CO2-Berechnungsmarkt. Zahlreiche, kompetente Beratungen aber auch Softwarelösungen und offene Datenbanken zeigen ob Unternehmen unverändert Klimasünder bleiben oder sich als Climate Champion positionieren. Softwarelösungen dienen dabei speziell der CO2-Messung in Echtzeit, im eigenen Hause und mit professioneller Datenunterstützung. Klima.Metrix bietet hierzu einmalig die Möglichkeit an ihrer Studie zu Emissionseinsparungen in Corona-Zeiten mitzumachen. Deutsche Unternehmen mit mehr als 75 MitarbeiterInnen können kostenlos und anonym ihren CO2-Wert aus 2020 errechnen lassen und erhalten anschließend Maßnahmen für die Zukunft, um möglichst schnell CO2 zu reduzieren.

Wie kann ich mitmachen?

Wir helfen euch gerne weiter, schreibt uns einfach an. Auch wenn deine Unternehmen weniger als 75 MitarbeiterInnen hat, finden wir eine passende Lösung für dich. Außerdem kannst du beim CLIMATE TRANSFORMATION Summit direkt aus der Praxis lernen und online mitdiskutieren.

CHOICE WEBINAR #3 Gebäude LCA

Am 28. Mai lernst du im nächsten CHOICE Webinar von Philipp Hollberg, CEO und Gründer von CAALA wie ein Lifecycle Assessment eines Gebäudes durchgeführt wird und was es zu beachten gibt. Kostenlos anmelden kannst du dich hier.

Bildquelle: Unsplash.