2022 – Herausforderungen der Dekarbonisierung meistern und Chancen der Klimatransformation nutzen!

Zur Jahreswende finden wir uns tief in den ersten Wehen der Klimatransformation wieder. Nachdem das Jahrzehnt genauso bedeutungsschwer wie radikal transformierend angefangen hat, verstärkte 2021 die zunächst zaghaften Veränderungen um ein Vielfaches. Ein Weg zurück ist ausgeschlossen. Das „New Normal“ bringt ein neues Klima-Risikobewusstsein für die 2020er mit sich, dass auf der einen Seite ganzheitliche Verantwortung bis in die Lieferkette hinein fordert und auf der anderen Seite grundlegende Transparenz fördert. Klimaversprechen allein reichen nicht mehr, vielmehr geht der Trend in Richtung: Datengetriebene Dekarbonisierung. Was heißt das für Unternehmen im nächsten Jahr genau? Hier eine Übersicht über die Herausforderungen und Chancen der Klimatransformation im Jahr 2022. 

Klimarisiko als stärkste Existensbedrohung erkennen 

Unternehmen stehen 2022 einem nie dagewesenen Klimarisiko gegenüber. Drastisch steigende CO2Preise, Reporting-Standards und Kundenanforderungen führen schon bei Betrieben mit wenigen hundert Mitarbeiter:innen zu unkalkulierbaren CO2-Kosten in Millionenhöhe, einem enormen Administrationsaufwand und Auftragsverlusten von gerade jenen einkaufsstärksten Kund:innen. Kurz: Die Existenzgrundlage einer Vielzahl an Unternehmen ist auf kurz oder lang bedroht. Nichtsdestotrotz bietet gerade dieser allumfassende Neuanfang die Chance in der neuen „Low carbon economy“ als Klimapionier durchzustarten. 

Dabei gilt es die folgenden drei Herausforderung zu meistern und Chancen zu nutzen.

3 Herausforderung der Dekarbonisierung

  1. Intransparente Klimadaten 
  2. Ungenaue Kosten- und Risikokalkulation 
  3. Unzureichende Erfüllung steigender Anforderungen

3 Chancen der Klimatransformation

  1. Transparente Klimadaten 
  2. Kollaboratives Lieferketten-Engagement 
  3. Klimaroadmap zur Dekarbonisierung 

Herausforderung: Intransparente Klimadaten steigern das Klimarisiko 

Zur Einschätzung des eigenen Klimarisikos spielt die eigene Lieferkette eine elementare Rolle. Hier entstehen typischerweise mehr als 90 % der Emissionen eines Unternehmens, die durch Produkte und Services eingekauft werden. Der exakte CO2-Fußabdruck kann also nur durch Daten aus der Wertschöpfungskette ermittelt und nur durch ihre aktive Mithilfe reduziert werden. Die Größe der Herausforderung ist dabei klar: Wertschöpfungsketten sind komplex und bestehen mitunter aus Tausenden klein und mittelständischen Unternehmen, die nur begrenzte Möglichkeiten haben, ihr Klimamanagement grundlegend zu strukturieren. Stand heute ist daher die notwendige Granularität der Klimainformationen aus der eigenen Lieferkette nicht gegeben, sodass mit Durchschnittswerten und rückwärtsgerichteten Metriken versucht wird, das eigene Risiko detailliert und zukunftsorientiert zu managen. Dass dies nicht möglich ist, liegt auf der Hand. Kundenanforderungen bleiben unerfüllt und Reporting-Standards können nicht eingehalten werden, sodass Kosten steigen und Transformationsanforderungen weiter in die Zukunft verlagert werden. 

Chance: Die ganzheitliche Klimaleistung managen und langfristig wirtschaften 

Um die klimarelevanten Informationen und Anforderungen erfüllen zu können, müssen Unternehmen heute eine aktive Rolle in der Klimatransformation übernehmen. Als Konsequenz heißt das, dass sie nicht nur die Verpflichtung eingehen ihre eigenen Emissionen zu reduzieren, sondern auch die ihrer Wertschöpfungskette. Das Sammeln und Bereitstellen von transparenten, klimarelevanten Informationen und CO2-Daten entlang der Lieferkette ist daher heute die entscheidende Grundlage, um gemeinsam wirksame Dekarbonisierungsmaßnahmen umzusetzen und langfristig Kosten und Risiken zu reduzieren. Klimadaten müssen dabei granular und ganzheitlich erfasst werden, sodass Aussagen über zukünftige CO2-Reduktion möglich sind und Risiken langfristig managebar werden. 

Klimatransformation erfolgreich umsetzen

Nach den ersten zwei Jahren des entscheidenden Jahrzehnts der Klimatransformation stehen alle Zeichen auf Dekarbonisierung. Unternehmen müssen ihrer Rolle gerecht werden und nachweisen, wie und wann sie Emissionen reduzieren. Die Backbox Lieferkette kann dabei kein Schwarzesloch der Transparenz bleiben und stellt ebenso Chance wie Risiko dar. Unternehmen, die sich jetzt als Pioniere positionieren und Marktanteile für sich gewinnen, unterstützen ihre Lieferant:innen, um gemeinsam die Datengrundlage für eine erfolgreiche Transformation bereitzustellen. 

Digitale Tools der Dekarbonisierung

Auf dem Weg in die regenerative Wirtschaft der Zukunft bieten gerade digitale Tools die Möglichkeit, die eigene Klimaleistung ganzheitlich, zukunftsorientiert und entlang internationaler Standards zu erfassen und mit nachfragenden Geschäftspartner:innen zu teilen. 

THE CLIMATE CHOICE bietet seinen Kund:innen eine plattformbasierte End-to-End-Lösung, um die eigene sowie die Klimaleistung ihrer Lieferant:innen, transparent abzubilden und vergleichbar zu machen. Auf diese Weise unterstützt die Software-Plattform den Aufbau klimakompatibler Lieferketten und Geschäftsbeziehungen. Hauptprodukt ist das CLIMATE Performances Rating, aus dem Stärken und Potenziale sowie konkrete Dekarbonisierungsmaßnahmen abgeleitet werden. Digitale Schnittstellen ermöglichen die Einbindung in bestehende Einkaufssysteme und eine konsequente Emissionsreduktion in der eigenen Lieferkette. Durch den ganzheitlichen Ansatz ermöglicht THE CLIMATE CHOICE eine umfassende Klimatransformation entlang der Wertschöpfungskette und über unterschiedliche Industrien hinaus. Durch die Kombination aus klimafokussierter ESG-Ratingmethodik und intelligenter Plattformtechnologie bietet es einen einfachen und unkomplizierten Zugang, der Einkäufer:innen, Klimabeauftragte und Entscheider:innen befähigt, ihre Lieferkette dauerhaft klimakompatibel zu strukturieren.

Fazit

Die CLIMATE Data Platform ermöglicht es Unternehmen, tief in das Klimamanagement einzusteigen und ihre Dekarbonisierungsmaßnahmen voranzutreiben. Wir ermöglichen eine reiche Zusammenarbeit zwischen der Wertschöpfungskette und den einkaufenden Unternehmen. Auf diese Weise befähigen wir Unternehmen zu Klimameistern, die die Klimatransformation erfolgreich gestalten! Wir laden Dich ein, der Klima-Community beizutreten, jetzt!

Du willst mehr darüber erfahren, wie die Software-Tools von THE CLIMATE CHOICE Dein Unternehmen bei der Klimatransformation unterstützen können? Dann kontaktiere uns.

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Klimaschutz im E-Commerce – 3 Tipps für einen nachhaltigeren Onlinehandel

Beim CHOICE Event #20 erklärte uns das Team von Yook, wie Händler*innen im E-Commerce auf die sich verändernden Kund*innenbedürfnisse im Bereich der nach Nachhaltigkeit eingehen können. Doch wieso steigt der Druck auf Händler*innen und was sollten diese nun tun? Finde hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte sowie die Aufzeichnung des gesamten Webinars.

Über YOOK

Das Climate-Tech Startups Yook und nutzt simple, digitale Lösungen, um Klimaschutz im E-Commerce voranzutreiben. Im Zentrum steht eine Integration für Online Shops, die das Kompensieren von CO2 direkt im Checkout Bereich ermöglicht.

Welche Relevanz spielt der E-Commerce beim Klimawandel?

Die durchschnittliche Deutsche produziert etwa 11 Tonnen CO2 pro Jahr. Der allgemeine Konsum ist dabei für 39% der Gesamtemissionen verantwortlich. Dazu gehört auch der E-Commerce. Die Reduktion der Emissionen im E-Commerce ist für Händler*innen oft eine große Herausforderung: Der Handlungsspielraum ist beschränkt, da Geschäftsmodelle und Produkte oftmals tief in der Unternehmensstrategie verankert sind. Veränderungen am Produkt sind also häufig nur bedingt möglich. Umso relevanter werden die Faktoren Herstellung und Distribution, die oft den größten Anteil der Emissionen im Produktzyklus ausmachen.

Quelle: Umweltbundesamt (2021)

E-Commerce: Besser als der Ruf?

In 75% der Fällen ist der Online-Einlauf klimafreundlicher als der Einkauf im stationären Handel. Dies liegt daran, dass CO2 Emissionen vor allem oftmals auf der Transport-Ebene entstehen. Zu diesem Ergebnis kam das Öko Institut e.V. im Jahre 2015. Das ist zwar eine sehr vereinfachte Ansicht, zeigt jedoch, dass auch dieser Bereich einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Natürlich hängt dies jedoch von den angebotenen Produkten ab.

Der Druck auf Händler*innen steigt

Heute zeigen 66% der Online-Shopper eine klare Präferenz zu nachhaltigen Marken und Händler*innen. Somit machen umweltbewusste E-Shopper die größte Käufer*innengruppe aus. Konsument*innen erwarten also Transparenz über die Klimaauswirkungen sowie die Möglichkeit den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Trotzdem: Eine Verschlechterung des Einkaufserlebnis möchten wenige in Kauf nehmen.

Was können Händler*innen tun?

Die meisten Händler*innen denken instinktiv an die Distribution und Logistik. Dieser Bereich bietet viel Raum für schnelle und effektive Erfolge. Jedoch spielt sich die Logistik in der Regel außerhalb des eigentlich Einkaufserlebnisses ab und wird dadurch nicht direkt mit dem Kund*innenerlebnis assoziiert. Yook hat es sich zur Aufgabe gemacht, Online-Händler*innen ein klimafreundliches Online-Erlebnis zu ermöglichen und empfiehlt für die Klimastrategie drei Schritte:

1) Kurzfristig kann der CO2 Ausstoß im Warenkorb direkt kompensiert werden

2) Mittelfristig können CO2 Informationen bereitgestellt und nachhaltige Produkte hervorgehoben werden

3) Langfristig sollten die Sortimente nachhaltig ausgerichtet werden

Yook stellt für Onlineshops die im Bereich der Nachhaltigkeit kurzfristig aktiv werden wollen eine entsprechende Software-Lösung bereit.

Du interessiert Dich für Klimaschutz im E-Commerce? Finde hier weitere interessante Inhalte und Best-Practices für einen nachhaltigeren Onlinehandel.

Alle Inhalte des CHOICE Events

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