Klimareport THE CLIMATE CHOICE – Unsere Klimaleistung 2021

Im Jahr 2021 haben viele Unternehmen die Chance der Klimatransformation ergriffen, sich Klimaziele gesetzt und diese mit konkreten Dekarbonisierungsmaßnahmen in Angriff genommen. THE CLIMATE CHOICE unterstützt Unternehmen dabei, ein CLIMATE Champion zu werden, entlang der gesamten Lieferkette Emissionen zu reduzieren und so ihre Klimaleistung zu verbessern.

Transparente Berichterstattung spielt dabei eine große Rolle und macht einen entscheidenden Teil der unternehmerischen Verantwortung aus. Es ist uns wichtig, auch als Startup kritisch zu reflektieren und die eigene Klimaleistung zu analysieren und stetig zu verbessern.

Nachhaltigkeitsziele und Mission 

Die Mission von THE CLIMATE CHOICE ist es, jedem Unternehmen die Klimatransformation einfach und unkompliziert zugänglich zu machen. Mit unserem Software-Tool möchten wir es Unternehmen ermöglichen, bis 2030 rund 50 % der Emissionen in der Lieferkette zu reduzieren. Darüber hinaus wollen wir auch durch unsere eigenen Unternehmenstätigkeiten dazu beitragen, das 1,5 °C-Ziel umzusetzen. Unsere gesamte Unternehmenstätigkeit und unser wirtschaftliches Handeln liegt diesem Ziel zugrunde, um die Wirtschaft zu transformieren und eine regenerative Zukunft zu schaffen.

Unsere Klimaleistung entlang 5 Dimensionen – Eine Status-Quo-Analyse

Entlang der 5 Dimensionen unseres CLIMATE Readiness Checks, unserem branchenunabhängigen Klima-Rating, haben wir unsere Klimaleistung für das Jahr 2021 analysiert. Eine umfassende Analyse geht dabei über die CO2-Bilanz hinaus und bezieht mit ein, in welcher Intensität und Schnelligkeit Klimaziele durch konkrete Maßnahmen und ein wirksames Klimamanagement umgesetzt werden. Dadurch können wir unser unternehmerisches Handeln nachvollziehen. Daraus ergeben sich konkrete Stärken und Potenziale, welche wir künftig als Grundlage für klimarelevante Entscheidungen nutzen können.

Climate Readiness Check The Climate Choice 2021
Climate Readiness Check The Climate Choice 2021

1. Wirkungsmodell

Mit unserem CLIMATE Readiness Check als auch mit der CLIMATE Data Plattform unterstützen wir Unternehmen dabei, die eigene Klimaleistung sowie den Klimareifegrad ihrer Lieferanten zu analysieren. Denn bis zu 90 % der Emissionen im Unternehmen entstehen in der Lieferkette durch eingekaufte Produkte oder Dienstleistungen. Daher unterstützen wir dabei, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Lieferanten zu stärken und die Einkaufspraxis klimakompatibel zu gestalten. Um fachübergreifenden Austausch zu fördern, organisieren wir regelmäßige CHOICE Events, in denen Expert:innen online zu relevanten Themen rund um die Lieferkettendekarbonisierung sprechen und nutzen unser CLIMATE Magazin als Medium für Wissenstransfer. Den CLIMATE Transformation Summit, welcher seit 2020 bereits zwei Mal stattfand, schafft eine Bühne für breitgefächerte Debatten und Austausch. Wir organisieren den Summit, um branchenübergreifende Zusammenarbeit zu stärken und knowledge-sharing zu ermöglichen. Somit tragen wir mit unserem Geschäftsmodell unmittelbar zu den UN Sustainable Development Goals 13 „Climate Action“ und 17 „Partnerships to achieve the Goals“ bei. Dass wir als Unternehmen u. a. Teil von B.A.U.M. e.V., einem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften und der Initiative „Leaders for Climate Action“ sind, hilft uns dabei, unser eigenes Geschäftsmodell stetig kritisch zu hinterfragen und die Wirkung eigener Maßnahmen durch kooperativen Austausch zu vervielfältigen.  

2. Klimamangement

Das Klimamanagement eines Unternehmens ist relevant, um Klimaziele zu erreichen und den Anforderungen von Seiten der Politik und Kund:innen entsprechend zu handeln. Wir profitieren von klaren Verantwortlichkeiten, Lara Obst als Chief Climate Officer und Theresa Wenning als Climate Performance Analyst. Sie sind speziell für die Identifizierung und das Management klimarelevanter Themenbereiche zuständig. So können wir klimabezogene Chancen und Risiken insbesondere bezüglich finanzieller und strategischer Auswirkungen analysieren und transparent offenlegen.

3. Klimaeinfluss

Die Dimension Klimaeinfluss konzentriert sich auf zentrale Kennzahlen und Ziele der Klimatransformation von Unternehmen, um die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft zu analysieren. Die wichtigste Kennzahl ist dabei der Carbon Footprint des Unternehmens, d.h. die Bilanz der errechneten CO2-Emissionen. 

Unsere CO2-Emissionen für das Jahr 2021 belaufen sich auf insgesamt 4,05 Tonnen. Letztes Jahr betrugen unsere Emissionen 7,7 Tonnen. Der Unterschied erklärt sich zum einen durch die Verwendung eines anderen Softwaretools und zum anderen durch die Verwendung von Durchschnittswerten im letzten Jahr. Unser Corporate Carbon Footprint wird derzeit noch von unserem externen Partner myclimate validiert. Inbegriffen sind hier Emissionen aus Scope 1-3. Somit nicht nur die Emissionen der eigenen unternehmerischen Handlungen, sondern auch die, welche entlang der gesamten Lieferkette entstanden sind. 

4. Transparenz

Durch regelmäßigen Austausch mit unserem Advisory Board und den Netzwerken (B.A.U.M. e.v. und BNW) beziehen wir externe Stakeholder:innen in die klimabezogene Strategie, Politik und Leistung ein und schaffen somit ein wirksames Stakeholdermanagement. In wöchentlichen Demo-Meetings gewährleisten wir auch die interne Kommunikation klimarelevanter Themen im Team. Aktuell sind wir in Zusammenarbeit mit dem gesamten Team dabei, einen Verhaltenskodex zu entwickeln, der verantwortungsvolles Handeln in Bezug auf Menschen- und Arbeitsrechte sowie Richtlinien für Nachhaltigkeitsakitvitäten im Unternehmen umfasst.

5. Ökologisches Handeln

Für unsere Plattform nutzen wir 100 % klimaneutrale Webhosting- und Cloud-Dienste. Darüber hinaus ist unsere Software nach höchsten Sicherheitsstandards von einem 100 % durch Windenergie betriebenen Rechenzentrum in Deutschland gehostet und DSGVO- sowie BDSG-konform und ISO/IEC 27001 zertifiziert. Außerdem nutzen wir mit GLS einen nachhaltigen Bankanbieter, der nachhaltige Unternehmen finanziert und u. a. Projekte, wie Windkraftanlagen und die ökologische Landwirtschaft unterstützt. Durch die Nutzung von refurbished Hardware, tragen alle Mitarbeiter:innen im Arbeitsalltag zu einer geringeren Emissionserzeugung bei. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen gemeinsam mit MOBIKO durch flexible Mobilitätsbudgets für Mitarbeiter:innen eine CO2-arme Fortbewegung.

Auch während des CLIMATE Transformation Summit im Juni 2021, der 100 % online rund 600 Teilnehmer:innen mit Klimaexpert:innen und Lösungsanbieter:innen vernetzte, konnten im Vergleich zu einem Offline-Event deutlich Emissionen eingespart werden. Gemeinsam mit unserem Partner Fokus Zukunft GmbH & Co. KG  haben wir 4t CO2-Ausstoß berechnet, welche durch Zoom, YouTube-Übertragung, die Nutzung von Slack und Gather-Town sowie die Anreise zweier Teammitglieder mit der Bahn entstanden ist. Durch ein Goldstandard Windkraftprojekt in der Türkei  haben wir das Doppelte der entstandenen Emissionen ausgeglichen.

Die Klimatransformation im Jahr 2022

Gemeinsam Klimaziele umsetzen – das ist das Motto für das kommende Jahr 2022. Unsere Learnings aus dem CLIMATE Readiness Check helfen uns dabei, die Klimatransformation im eigenen Unternehmen voranzutreiben und den Fokus im kommenden Jahr auf das zu legen, was bisher noch untergegangen ist. Wir haben erkannt, dass es nicht ausreicht, ein klimafreundliches Produkt oder Service anzubieten,. Jedes Unternehmen muss bei sich ansetzen, die gesamte Unternehmens-DNA klimafreundlich gestalten und Nachhaltigkeit als Kernbereich der Unternehmensführung priorisieren. Der wichtigste Trend dafür wird im kommenden Jahr die Lieferkettendekarbonisierung sein – Klimarelevante Einkaufsentscheidungen sind das, was zählt! Lasst uns dies in 2022 umsetzen und die Chancen der Klimatransformation nutzen, indem wir in branchenübergreifender Kooperation gemeinsam konkret Maßnahmen erarbeiten und entlang der gesamten Lieferkette Klimaziele umsetzen.

Du willst auch einen besseren Überblick über die klimarelevanten Chancen und Risiken Deines Unternehmens bekommen? Dann melde Dich bei uns und fordere Informationen zum CLIMATE Readiness Check an.

2022 – Herausforderungen der Dekarbonisierung meistern und Chancen der Klimatransformation nutzen!

Zur Jahreswende finden wir uns tief in den ersten Wehen der Klimatransformation wieder. Nachdem das Jahrzehnt genauso bedeutungsschwer wie radikal transformierend angefangen hat, verstärkte 2021 die zunächst zaghaften Veränderungen um ein Vielfaches. Ein Weg zurück ist ausgeschlossen. Das „New Normal“ bringt ein neues Klima-Risikobewusstsein für die 2020er mit sich, dass auf der einen Seite ganzheitliche Verantwortung bis in die Lieferkette hinein fordert und auf der anderen Seite grundlegende Transparenz fördert. Klimaversprechen allein reichen nicht mehr, vielmehr geht der Trend in Richtung: Datengetriebene Dekarbonisierung. Was heißt das für Unternehmen im nächsten Jahr genau? Hier eine Übersicht über die Herausforderungen und Chancen der Klimatransformation im Jahr 2022. 

Klimarisiko als stärkste Existensbedrohung erkennen 

Unternehmen stehen 2022 einem nie dagewesenen Klimarisiko gegenüber. Drastisch steigende CO2Preise, Reporting-Standards und Kundenanforderungen führen schon bei Betrieben mit wenigen hundert Mitarbeiter:innen zu unkalkulierbaren CO2-Kosten in Millionenhöhe, einem enormen Administrationsaufwand und Auftragsverlusten von gerade jenen einkaufsstärksten Kund:innen. Kurz: Die Existenzgrundlage einer Vielzahl an Unternehmen ist auf kurz oder lang bedroht. Nichtsdestotrotz bietet gerade dieser allumfassende Neuanfang die Chance in der neuen „Low carbon economy“ als Klimapionier durchzustarten. 

Dabei gilt es die folgenden drei Herausforderung zu meistern und Chancen zu nutzen.

3 Herausforderung der Dekarbonisierung

  1. Intransparente Klimadaten 
  2. Ungenaue Kosten- und Risikokalkulation 
  3. Unzureichende Erfüllung steigender Anforderungen

3 Chancen der Klimatransformation

  1. Transparente Klimadaten 
  2. Kollaboratives Lieferketten-Engagement 
  3. Klimaroadmap zur Dekarbonisierung 

Herausforderung: Intransparente Klimadaten steigern das Klimarisiko 

Zur Einschätzung des eigenen Klimarisikos spielt die eigene Lieferkette eine elementare Rolle. Hier entstehen typischerweise mehr als 90 % der Emissionen eines Unternehmens, die durch Produkte und Services eingekauft werden. Der exakte CO2-Fußabdruck kann also nur durch Daten aus der Wertschöpfungskette ermittelt und nur durch ihre aktive Mithilfe reduziert werden. Die Größe der Herausforderung ist dabei klar: Wertschöpfungsketten sind komplex und bestehen mitunter aus Tausenden klein und mittelständischen Unternehmen, die nur begrenzte Möglichkeiten haben, ihr Klimamanagement grundlegend zu strukturieren. Stand heute ist daher die notwendige Granularität der Klimainformationen aus der eigenen Lieferkette nicht gegeben, sodass mit Durchschnittswerten und rückwärtsgerichteten Metriken versucht wird, das eigene Risiko detailliert und zukunftsorientiert zu managen. Dass dies nicht möglich ist, liegt auf der Hand. Kundenanforderungen bleiben unerfüllt und Reporting-Standards können nicht eingehalten werden, sodass Kosten steigen und Transformationsanforderungen weiter in die Zukunft verlagert werden. 

Chance: Die ganzheitliche Klimaleistung managen und langfristig wirtschaften 

Um die klimarelevanten Informationen und Anforderungen erfüllen zu können, müssen Unternehmen heute eine aktive Rolle in der Klimatransformation übernehmen. Als Konsequenz heißt das, dass sie nicht nur die Verpflichtung eingehen ihre eigenen Emissionen zu reduzieren, sondern auch die ihrer Wertschöpfungskette. Das Sammeln und Bereitstellen von transparenten, klimarelevanten Informationen und CO2-Daten entlang der Lieferkette ist daher heute die entscheidende Grundlage, um gemeinsam wirksame Dekarbonisierungsmaßnahmen umzusetzen und langfristig Kosten und Risiken zu reduzieren. Klimadaten müssen dabei granular und ganzheitlich erfasst werden, sodass Aussagen über zukünftige CO2-Reduktion möglich sind und Risiken langfristig managebar werden. 

Klimatransformation erfolgreich umsetzen

Nach den ersten zwei Jahren des entscheidenden Jahrzehnts der Klimatransformation stehen alle Zeichen auf Dekarbonisierung. Unternehmen müssen ihrer Rolle gerecht werden und nachweisen, wie und wann sie Emissionen reduzieren. Die Backbox Lieferkette kann dabei kein Schwarzesloch der Transparenz bleiben und stellt ebenso Chance wie Risiko dar. Unternehmen, die sich jetzt als Pioniere positionieren und Marktanteile für sich gewinnen, unterstützen ihre Lieferant:innen, um gemeinsam die Datengrundlage für eine erfolgreiche Transformation bereitzustellen. 

Digitale Tools der Dekarbonisierung

Auf dem Weg in die regenerative Wirtschaft der Zukunft bieten gerade digitale Tools die Möglichkeit, die eigene Klimaleistung ganzheitlich, zukunftsorientiert und entlang internationaler Standards zu erfassen und mit nachfragenden Geschäftspartner:innen zu teilen. 

THE CLIMATE CHOICE bietet seinen Kund:innen eine plattformbasierte End-to-End-Lösung, um die eigene sowie die Klimaleistung ihrer Lieferant:innen, transparent abzubilden und vergleichbar zu machen. Auf diese Weise unterstützt die Software-Plattform den Aufbau klimakompatibler Lieferketten und Geschäftsbeziehungen. Hauptprodukt ist das CLIMATE Performances Rating, aus dem Stärken und Potenziale sowie konkrete Dekarbonisierungsmaßnahmen abgeleitet werden. Digitale Schnittstellen ermöglichen die Einbindung in bestehende Einkaufssysteme und eine konsequente Emissionsreduktion in der eigenen Lieferkette. Durch den ganzheitlichen Ansatz ermöglicht THE CLIMATE CHOICE eine umfassende Klimatransformation entlang der Wertschöpfungskette und über unterschiedliche Industrien hinaus. Durch die Kombination aus klimafokussierter ESG-Ratingmethodik und intelligenter Plattformtechnologie bietet es einen einfachen und unkomplizierten Zugang, der Einkäufer:innen, Klimabeauftragte und Entscheider:innen befähigt, ihre Lieferkette dauerhaft klimakompatibel zu strukturieren.

Fazit

Die CLIMATE Data Platform ermöglicht es Unternehmen, tief in das Klimamanagement einzusteigen und ihre Dekarbonisierungsmaßnahmen voranzutreiben. Wir ermöglichen eine reiche Zusammenarbeit zwischen der Wertschöpfungskette und den einkaufenden Unternehmen. Auf diese Weise befähigen wir Unternehmen zu Klimameistern, die die Klimatransformation erfolgreich gestalten! Wir laden Dich ein, der Klima-Community beizutreten, jetzt!

Du willst mehr darüber erfahren, wie die Software-Tools von THE CLIMATE CHOICE Dein Unternehmen bei der Klimatransformation unterstützen können? Dann kontaktiere uns.

Bildquelle: Unsplash

TRILUX: “Unsere Verantwortung hört nicht an der Arnsberger Stadtgrenze auf.”

Katrin Discher

Interviewpartnerin: Katrin Discher ist seit 2020 für den Bereich Nachhaltigkeit innerhalb der TRILUX Gruppe verantwortlich. Der deutsche Marktführer für technische Leuchten hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt und arbeitet nun intensiv an deren Umsetzung.

Um eine grundlegende Übersicht und eine vergleichbare Bewertung ihrer Zielsetzungen und entsprechenden Maßnahmen zu erhalten, hat TRILUX den CLIMATE Readiness Check durchgeführt. Wir sprechen mit Katrin Discher über ihre Erfahrungen, die wichtigsten Erkenntnisse sowie die nächsten Schritte auf ihrem Weg der Klimatransformation.

Wir freuen uns, mit TRILUX gemeinsam den CLIMATE Readiness Check durchgeführt zu haben. Könnt ihr euch kurz vorstellen?

Das inhabergeführte Unternehmen Trilux mit Sitz im im sauerländischen Arnsberg ist ein technisch-orientierter Hersteller von professionellen LED-Beleuchtungslösungen und Steuerungssystemen für Einsatzzwecke in der Industrie, Office, Health & Care, Education, Retail sowie in der Außenbeleuchtung. Wir beschäftigen weltweit ca. 5.000 Mitarbeitende und steuern mit dem Einsatz unserer energieeffizient ausgelegten Produkte zur globalen CO2-Reduktion bei.

Wie positioniert ihr euch in Sachen Klimatransformation? Welche Klimaziele habt ihr für euch definiert?

Wir beschäftigen uns schon seit vielen Jahren mit Energie- und Emissionsreduktion und haben entsprechend ein sehr umfassendes ISO Energie- und Umweltmanagementsystem. Nichtsdestotrotz haben wir uns auf Basis der Science Based Targets (SBTs) ein klares Klimaziel gesetzt: Wir wollen an allen deutschen Produktionsstandorten bis 2025 klimaneutral sein, mit einem Reduktionsziel von mindestens 2,5 bis 4,2 % pro Jahr. Im zweiten Schritt gehen wir die europäischen Produktionsstandorte an. Als Unternehmen haben wir dabei erkannt, dass wir uns fokussieren müssen, um schnell ins Handeln zu kommen. Deswegen starten wir mit dem deutschen Produktionsstandort, da wir hier mit Abstand den größten Impact haben. 

Wie hat euch der CLIMATE Readiness Check dabei geholfen? Welche wichtigsten Learnings nehmt ihr mit?

Der CLIMATE Readiness Check hilft uns zu verstehen, wo wir aus externer Perspektive in der Klimatransformation stehen und wie wir entsprechend bewertet werden. Mit dem Check konnten wir intern gegenprüfen, ob wir auf dem richtigen Weg sind und ob die Ziele in allen Bereichen ambitioniert genug sind. So lässt sich unser aktueller Stand nun ganz konkret verorten.

Es ist wichtig für Kund:innen, Lieferanten und Partner:innen, dass es ein einheitliches, vergleichbares Scoring gibt, das auch einfach zu handhaben ist. Denn es gibt einige international anerkannte, aber sehr komplexe Scorings, die der Mittelstand in dieser Form nur mit extrem hohen Aufwänden bedienen kann. Daher finde ich es ganz toll, dass wir schon lange intensiv mit THE CLIMATE CHOICE im Austausch sind und den Readiness Check durchführen konnten.

Dabei haben wir gemerkt: Wir müssen in einigen Bereichen die Zahlen konkretisieren. Der Readiness Check hat uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber wir wollen natürlich noch weiter gehen. Das Feedback aus dem Scoring nehmen wir intern mit auf den Prüfstand, um zu schauen an welcher Stelle wir uns verbessern müssen. Wir haben auf jeden Fall noch einige Schritte zu gehen!

Was sind die nächsten Schritte, die ihr im Rahmen der Klimatransformation angehen wollt?

Aktuell befinden wir uns in der Strategiephase. Das bedeutet, wir haben unsere Nachhaltigkeitsstrategie für 2023 intern mit dem Vorstand besprochen sowie abgesegnet und sind jetzt dabei, diese konkret mit Meilensteinen zu versehen. Ein großes Element davon ist unsere Klimastrategie: Momentan sind wir dabei, unseren CO2-Fußabdruck von 2020 zu ermitteln, um dann in internen Workshops mit den betroffenen Fachabteilungen zu schauen, wo konkretes und weiteres Potenzial zur Reduktion liegt. 

Wie geht ihr dabei mit eurer Lieferkette und den hier entstehenden Emissionen um?

Die Lieferkette ist ein extrem wichtiger Punkt, der uns sehr umtreibt – denn unsere Verantwortung hört nicht an der Arnsberger Stadtgrenze auf. Wir haben ein relativ großes Lieferantennetzwerk und es ist uns wichtig, mit den Partner:innen kooperativ zusammenzuarbeiten und alle mitzunehmen. Seit diesem Jahr sind wir verstärkt mit unseren größten Partner:innen im Dialog, um gemeinsam die Klimaziele voranzutreiben und uns zu fragen, wie wir neben der CO2-Reduktion auch andere Nachhaltigkeitsziele etablieren können. 

Zusammen mit dem Einkauf werden wir daher in den nächsten Monaten konkrete Maßnahmen angehen. Der CLIMATE Readiness Check stellt hier ebenfalls eine gute Möglichkeit dar, unserem Lieferkettenmanagement den Spiegel vorzuhalten. Ganz klar ist die Lieferkette also eines unserer Fokusthemen im nächsten Jahr.

Welche Tipps und Best Practices wollt ihr anderen Unternehmen mit auf den Weg geben?

Als erstes hilft es auf jeden Fall, sich einen Moment Zeit zu nehmen und zu fokussieren. Als ich die Funktion im Nachhaltigkeitsbereich übernommen habe, wurde ich mit vielen verschiedenen Aufgaben konfrontiert und bin dann in alle Richtungen losgelaufen. Da ist mir schnell der Atem ausgegangen. Daher musste ich mich anfangs wirklich gut sortieren. Wir verfügen als mittelständisches Unternehmen über begrenzte Ressourcen und müssen uns fragen: Wie können wir diese nutzen, um ambitionierte Klimaziele zu erreichen? Es ist also wichtig, gut zu planen und festzulegen, bis zu welchem Zeitpunkt das Unternehmen welches Zwischenziel konkret erreichen kann. Themen, die vielleicht noch eine Nummer zu groß sind, können dann im nächsten Schritt angeschaut werden. 

Ebenfalls wichtig sind Netzwerke und Partnerschaften. Gemeinsam Best Practices für die konkrete Umsetzung zu entwickeln, von- und miteinander zu lernen und sich über Herausforderungen auszutauschen, ist extrem hilfreich. Dabei können auch wichtige Synergien entstehen – ob nun regional, deutschlandweit oder global. Gerade da hat uns das Netzwerk von THE CLIMATE CHOICE sehr geholfen, uns auch mit weiteren Expert:innen auszutauschen und ganz konkret ins Handeln zu kommen. 

Vielen Dank für das interessante Interview, Frau Discher. Wir freuen  uns sehr über die Zusammenarbeit mit Trilux und darauf, gemeinsam die Klimatransformation der Wirtschaft voranzutreiben.

Der CLIMATE Readiness Check – Der Einstieg in die Klimatransformation für Dein Unternehmen

Unternehmen und Konzerne stehen heute vor der Herausforderung, eine klimakompatible Wirtschaft zu schaffen. Die Transformation hin zu einer regenerativen Wirtschaft ist ein wichtiger Schritt, um gemeinsam die UN-Klimaziele zu erreichen und die eigene Zukunftsfähigkeit im Unternehmen zu ermöglichen.

Laut UN bildet der Dreiklang aus CO2 messen, reduzieren und kompensieren die Grundlage für die Verbesserung der eigenen Klimaleistung im Unternehmen. Wer die eigene Klimawirkung realistisch einschätzen kann und die größten Emissionsquellen identifiziert hat, kann effektive Reduktionsmaßnahmen einleiten und im zweiten Schritt unvermeidbare Emissionen ausgleichen. 

Das bedeutet also: Auf dem Weg zu einer erfolgreichen Klimatransformation kommen Unternehmen nicht daran vorbei, die eigene Unternehmenstätigkeit einschließlich der gesamten Lieferkette auf klimarelevante Kriterien zu untersuchen. Das zeigen auch aktuelle Vorgaben und Regulierungen. So fordert unter anderem die neue Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) bald schätzungsweise über 15.000 Unternehmen in Deutschland dazu auf, auch soziale und ökologisch Belange der eigenen Unternehmenstätigkeit zu untersuchen und transparent zu machen. 

Die Bewertung des Status-Quo der eigenen Klimaleistung ist somit die Grundlage für eine erfolgreiche Klimatransformation.

Eine umfassende Status-Quo-Analyse der eigenen Klimawirkung

Hierfür ist eine ganzheitliche Analyse der eigenen Klimawirkung erforderlich. Nicht nur unternehmensweite Emissionen sind relevant, auch das Klimamanagement innerhalb des Unternehmens sowie die kritische Betrachtung der etablierten Klimastrategie gehört zu einer umfassenden Übersicht. So lassen sich individuelle Klimastärken sowie -Potenziale beleuchten, passende Handlungsstrategien entwickeln und effiziente Emissionsreduktionsmaßnahmen vornehmen.

Der software-basierte CLIMATE Readiness Check bietet Unternehmen genau das und ermöglicht einen einfachen Einstieg in die eigene Klimatransformation. Das umfangreiche Analyse-Tool ermöglicht es Unternehmen, die eigene Klimawirkung bis in die Lieferkette hinein einzuschätzen und die größten Handlungspotenziale zu entdecken. 

Im Folgenden stellen wir Dir vor, wie der CLIMATE Readiness Check funktioniert und wie das datengetriebene Assessment-Tool Dein Unternehmen dabei unterstützt, die eigene Klimawirkung einzuordnen und gesetzte Klimaziele in konkrete Handlungsschritte zu übersetzen.

Was ist der CLIMATE Readiness Check? 

Der CLIMATE Readiness Check ist ein branchenunabhängiges Klimaperformance-Rating, das entlang internationaler Vorgaben die Klimaleistung von Unternehmen und Organisationen unterschiedlicher Größe bewertet. Die gesamte Status-Quo-Analyse setzt sich aus einem Fragebogen, einer ausführlichen Auswertung sowie individuellen Handlungsempfehlungen zusammen. Auf dieser Grundlage können Unternehmen konkrete Maßnahmen einleiten und die eigenen Klimawirkung optimieren.

Mithilfe des CLIMATE Readiness Checks kann Dein Unternehmen:

1. DIE EIGENE KLIMALEISTUNG ERFASSEN UND VERSTEHEN

Entlang internationaler Standards bietet der CLIMATE Readiness Check eine schnelle, strukturierte und datengetriebene Analyse Deiner Klimaleistung. So kann Dein Unternehmen die eigenen Klimastärken und -potenziale realistisch einschätzen.

2. INTERNATIONALE KLIMAANFORDERUNGEN ERFÜLLEN

Politische Rahmenwerke, wie unter anderem das nicht finanzielle Reporting, verlangen künftig, dass Unternehmen der Berichtspflicht nachkommen und die eigene Klimaperformance transparent offenlegen. Der CLIMATE Readiness Check basiert auf international anerkannten Standards und hilft, die neuen Informations-Anforderungen einzuschätzen, zukünftige Risiken zu minimieren und sich auf Kund:innenanforderungen einzustellen.

3. INDIVIDUELLE QUICK WINS IDENTIFIZIEREN

Unternehmen fehlen heute häufig die passenden Ressourcen, um effiziente CO2-Reduktionsmaßnahmen aktiv in die Tat umzusetzen. Der CLIMATE Readiness Check zeigt Dir daher individuelle Handlungsempfehlungen sowie Quick Wins auf. Diese kann Dein Unternehmen direkt mit unseren validierten CLIMATE Solution Partnern umsetzen, um Schritt für Schritt die Klimatransformation Deines Unternehmens voranzutreiben. 

Wie funktioniert der CLIMATE Readiness Check für Dein Unternehmen?

Der Check beinhaltet einen dynamischen Fragebogen, der wesentliche Bereiche der Transformationsbereitschaft eines Unternehmens abdeckt. In ca. einer Stunde lässt sich dieser ausfüllen; die erforderlichen Daten finden sich im unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsbericht oder sind meist ohne großen Aufwand bei den Klimabeauftragten zu erfragen. Die Auswertungen des Selbsttests sind Basis für einen individuellen Erkenntnisbericht, der im Nachgang in einem persönlichen Gespräch präsentiert wird. Hier zeigen Dir Klimaexpertinnen und -experten von THE CLIMATE CHOICE Stärken und Potenziale der eigenen Klimaperformance entlang von fünf Dimensionen auf und bieten konkrete Handlungsempfehlungen.

Die fünf Dimensionen des CLIMATE Readiness Check, die in das finale CLIMATE Performance Scoring einfließen, dienen als Grundlage für eine ausdifferenzierte Status-Quo-Analyse des eigenen Klimamanagement, der Klimastrategie, Transparenz sowie Metriken der Umwelt- und Klimawirkung.

Die 5 Dimensionen des CLIMATE Readiness Checks:

1. Wirkungsmodell

Diese Dimension beschäftigt sich mit dem Geschäftsmodell und der Klimastrategie eines Unternehmens. Hier werden Unternehmenstätigkeiten besonders auf Basis der Regulationen der EU-Taxonomie bewertet. Die EU-Taxonomie stuft wirtschaftliche Aktivitäten als „ökologisch nachhaltig“ bzw. „grün“ ein, sobald sie die Umsetzung von mindestens einem der EU-Klima- und Umweltziele fördern. Darüber hinaus darf dabei keines der anderen Ziele maßgeblich beeinträchtigt werden. Sind Planung, Strategie sowie Unternehmensstruktur auf die Klimaziele des Unternehmens ausgerichtet? Im Vordergrund steht hier die Verankerung von Klimaschutz im eigenen Geschäftsmodell.

2. Klimamanagement

Das Klimamanagement eines Unternehmens zu betrachten, wird künftig immer wichtiger, um Klimaziele zu erreichen und den Anforderungen von Seiten der Politik und Kund:innen entsprechend zu handeln. In Übereinstimmung mit Empfehlungen der Task Force of Climate-related Financial Disclosures (TCFD) und dem Carbon Disclosure Project (CDP) befasst sich diese Dimension mit den internen Governance- und Führungsprozessen einer Organisation, einschließlich der Schulung und Überprüfung des Managements, der eigenen Mitarbeiter:innen sowie der Lieferant:innen und relevanter Stakeholder:innen. Es wird untersucht, ob es in einem Unternehmen Verantwortliche speziell für die Identifizierung und das Management klimarelevanter Themenbereiche gibt. Zusätzlich wird betrachtet, ob klimabezogene Chancen und Risiken identifiziert und gesteuert werden.

3. Klimaeinfluss

Für diese Dimension sind  zentrale Klimakennzahlen, wie der unternehmensweite und produktbezogene Carbon Footprint wichtig. In das Rating dieser Dimension fließen zusätzlich relevante Daten zu unternehmerischen Klimaauswirkungen, wie z. B. Ressourcen- und Energieverbrauch sowie Abfallmanagement ein. Genau zu identifizieren, welche Emissionstreiber im Unternehmen vorliegen, ist die Grundlage dafür, passende und wirksame Gegenmaßnahmen zu entwickeln und CO2-Reduktionsstrategien zu implementieren. 

4. Transparenz

Transparente Kommunikation und Offenlegung klimarelevanter Daten werden für Unternehmen künftig immer wichtiger. Investor:innen und Kreditgeber:innen sowie Verbraucher:innen fordern zunehmend vergleichbare, klimabezogene Daten. Unternehmen werden dazu verpflichtet, Informationen über die eigene Klimaleistung offenzulegen. In diesem Bereich wird in Übereinstimmung mit der Global Report Initiative die transparente Kommunikation eines Unternehmens untersucht. Die Dimension überprüft, ob ein Unternehmen den Berichtspflichten über soziale und ökonomische Auswirkungen ausreichend nachkommt und fordert eine verantwortungsvolle Unternehmenspraxis sowie Zertifizierung durch anerkannte Standards. 

5. Ökologisches Handeln

Neben der Entwicklung eines klimakompatiblen Geschäftsmodells können Unternehmen durch die Umsetzung kurzfristiger Maßnahmen, sogenannter Quick Wins, erhebliches Einsparpotenzial ausschöpfen. In diesem Bereich wird untersucht, inwieweit Unternehmen Klimaschutzmaßnahmen entlang der 9 Impact Kategorien – in Bereichen wie Energie, Gebäudemanagement, Mobilität, Finanzen, Digitales und freiwillige CO2-Kompensation – ergreifen. 

Dein Ergebnis des CLIMATE Readiness Checks

Auf Basis dieser fünf Dimensionen werden Unternehmen, die den CLIMATE Readiness Check erfolgreich durchgeführt haben, je nach Ergebnis mit dem CLIMATE Label in Bronze, Silber oder Gold ausgezeichnet. Das Rating und entsprechende Label können Unternehmen für die interne als auch externe Kommunikation nutzen. 

Die digitale Plattform der Klimatransformation

Der CLIMATE Readiness Check ist der Anfang! Validierte Unternehmen werden Teil der digitalen Plattform der Klimatransformation. 

Um die Herausforderung der CO2-Reduktion entlang der gesamten Lieferkette durch klimarelevanten Einkauf zu lösen, baut THE CLIMATE CHOICE die B2B-Online-Plattform der Klimatransformation. Diese bietet ein Verzeichnis klimakompatibler Unternehmen, ihren Produkten und zugehörige klimarelevante Informationen, kombiniert mit einer leistungsstarken Suchmaschine. 

Wir glauben, dass die Dekarbonisierung von Unternehmen und ihren Lieferketten am besten durch datengestützte Kaufentscheidungen zu erreichen ist und bieten die Plattform, um dies zu ermöglichen. Eine umfangreiche Auswahl an Lösungsanbieter:innen aus den unterschiedlichen Impact-Kategorien Energie, Gebäude, Industrie, Verkehr, Ernährung, Digital, Umwelt, Finanzen und Gesellschaft ist bereits auf der Plattform verfügbar. 

Dich interessiert, was Du gelesen hast und Du möchtest einen CLIMATE Readiness Check für Dein Unternehmen durchführen, um den nächsten Schritt hin zu einer erfolgreichen Klimatransformation zu gehen? Melde Dich gern bei uns und vereinbare ein persönliches Gespräch!