Grünes Smartphone

Mobilfunk geht auch klimafreundlich!

25.10.2021 | Lesedauer: 5 Minuten

Andreas Schmucker

Interviewparter: Andreas Schmucker ist bei WEtell einer der drei Geschäftsfüher:innen. Zudem leitet er die Bereiche Marketing und Vertrieb und ist damit für den „Wachstumsmotor“ von WEtell verantwortlich.

Fairness und Transparenz sind in der Mobilfunkbranche leider Begriffe, die viel zu selten gelebt werden. Damit sich das ändert, setzt sich Andreas Schmucker für dieses Thema bei WEtell ein. Mit WEtell möchte er zeigen, dass gemeinwohlorientiertes Arbeiten und gewinnorientiertes Wirtschaften Hand in Hand gehen können.

Wir freuen uns, dass WEtell als neuer CLIMATE Solution Partner auf unserer Plattform dabei ist. Könnt Ihr Euch kurz vorstellen?

Ja klar! Sehr gerne! Wir sind WEtell. Der erste klimaneutrale und nun auch Gemeinwohlökonomie-bilanzierte Mobilfunkanbieter. Das war jetzt kompliziert. Einfacher: Wir setzen voll auf Nachhaltigkeit. Konkret verstehen wir darunter Klimaschutz, Datenschutz, Fairness und Transparenz.

So vermeiden wir wo es geht Emissionen und setzen auf klimaschonende Alternativen. Überall dort, wo das nicht geht, gewinnen wir über Pflanzenkohleprojekte die nicht vermeidbaren Emissionen wieder aus der Atmosphäre. Bei uns liegen alle Kund:innendaten auf deutschen Servern und wir löschen Personen- und Verkehrsdaten so früh es geht. Vor allem aber treten wir ganz anders als andere Mobilfunkanbieter mit unseren Kund:innen in Kontakt. Bei uns gibt es noch echten Service von Mensch zu Mensch. Keine Sprachcomputer, keine Bots. Alle Tarife sind monatlich kündbar, es gibt keine versteckten Kosten und wir haben es sogar geschafft, Tarifverbesserungen nicht nur für Neukund:innen geltend zu machen, sondern auch in unseren Kund:innenbestand durchzureichen. 

Vor allem aber sehen wir uns als Leuchtturm. Wir sind angetreten, um in der Mobilfunkbranche neue Standards zu setzen und um allgemein zu zeigen, dass moderne digitale Dienstleistungsprodukte durchaus auch nachhaltig und sozialverträglich umgesetzt werden können. Und dass erfolgreich und ohne, dass dabei der Spaß auf der Strecke bleibt.

Welche klimarelevanten Herausforderungen seht Ihr im Alltag vieler Unternehmen heute?

Wir alle kennen den Königsweg beim Klimaschutz: Zunächst einmal alle möglichen Emissionen vermeiden. Dann die verbleibenden Prozesse durch nachhaltige Alternativen ersetzen und wenn dann immer noch etwas übrig bleibt, den Rest kompensieren. In den ersten beiden Punkten steckt viel Arbeit und gleichzeitig das größte Einsparpotenzial. 

Der dritte Punkt ist bestimmt der komfortabelste, bietet aber für das Klima das größte Risiko. Mit Kompensationspreisen zwischen wenigen und einigen hundert Euro gibt es auch viele unseriöse Angebote. Wir haben uns daher sehr viel mit diesem Thema beschäftigt und zunächst einmal die Pflanzenkohleprojekte von Carbon Future für unsere letzte Kompensation ausgemacht. Hier sind wir sicher, dass es kein double counting gibt – nicht einmal auf Ebene der vertraglichen Verpflichtungen der Bundesregierung – und dass die Emissionen garantiert über mind. 100 Jahre im Boden gespeichert sein werden. 

Genau aus diesem Grund arbeiten wir auch mit einem unserer echten Ökostrompartner aktuell daran, ein solches Kompensationskonzept aufzusetzen. Wir wollene eine Möglichkeit schaffen, dass Unternehmen und Privatpersonen durch Investitionen in erneuerbare Energien hier in Deutschland einfach und zu 100 % garantiert ihre unvermeidbaren Emissionen kompensieren können.

Die eigentliche Herausforderung ist aber natürlich die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber konventionellen Unternehmen. Klimaschutz bedeutet leider noch häufig Zusatzkosten, bzw. Extraaufwand. Das ist bei uns genauso. Das fängt bei der Dienstreise an und hört bei der Druckerfarbe noch lange nicht auf. Das Gute ist: Dadurch eröffnen sich auch Märkte, die man sich nutzbar machen kann. Am Ende ist es ein unumgänglicher Transformationsprozess. Es wird nicht mehr lange dauern, da sind die nachhaltigen Alternativen im Vorteil und dann ist es gut, wenn man seine Hausaufgaben bereits gemacht hat.

Wie helft Ihr anderen Unternehmen, klimafreundlich zu handeln?

Naja, zunächst einmal bieten wir natürlich allen Unternehmen die Möglichkeit, mit ihren Mobilfunkverträgen zu uns zu wechseln und damit auch noch in diesem Bereich eine echt saubere Alternative zu wählen. Das zahlt voll auf den zweiten Punkt von dem, was wir eben besprochen haben, ein. Dafür haben wir ein Geschäftskund:innenportfolio, welches wir nur wärmstens empfehlen können. Gerade für Unternehmen mit einem echten Wunsch zur Wirtschaftstransformation ein echtes must have!

Aber wir machen natürlich auch noch vieles andere: Aktuell sind wir zum Beispiel dabei, eines unserer größeren Partnerunternehmen bei der Transformation zur Klimaneutralität zu begleiten. Das ist viel Arbeit und wir müssen gemeinsam wirklich tief in die Geschäftsprozesse einsteigen. Dabei ist es mega cool zu sehen, was die Menschen bewegt und wie immer wichtiger das Thema Klimaschutz wird. Wir freuen uns, hier unserem Wunsch nach Strahlkraft für den Klimaschutz nachkommen zu können.

Gemeinsam haben wir den CLIMATE Readiness Check durchgeführt. Was war eure Motivation dabei?

Bei vielen Unternehmen entstehen die meisten Emissionen in der Lieferkette. Laut Carbon Disclosure Project sind das über 80 % der Emissionen eines Unternehmens. Das macht eine nachhaltige Beschaffungspolitik unabdingbar.

Der CLIMATE Readiness Check setzt genau hier an und bietet ein vergleichendes Benchmark. Darum war es uns wichtig mit dabei zu sein. Wir wollen uns mit anderen Climate Champions vernetzen und unsere Erfahrungen an das Netzwerk weiterzugeben.

Was sind die drei Best Practices, die ihr Unternehmen mit auf den Weg geben wollt?

Auf jeden Fall als erstes: Verbündet euch. Klimaschutz ist ein Herzensthema. Das trägt weit über rein geschäftliche Interessen hinaus. Wir hatten in diesem Umfeld schon so viele wahnsinnig gute Erfahrungen mit Partnerunternehmen, die uns echt beeindruckt haben. Uns wurde Unterstützung im Bereich von Marketing, Vertrieb, Finanzierung und vieles mehr angeboten, einfach weil wir auf dem Weg zum gleichen Ziel unterwegs waren. Ohne Gegenleistung und einfach nur mit einem „Schön, dass ihr auch auf diesem Weg seid!“

Nehmt euch die Zeit es richtig zu machen. Die wirklich vermiedenen Emissionen sind die, die richtig Spaß machen. Das schützt das Klima am meisten und spart am Ende auch das meiste Geld.

Und guckt euch um nach nachhaltigen Alternativen. Es gibt mittlerweile echt für fast jedes Thema eine leistungsstarke und wettbewerbstaugliche Lösung. WEtell als nachhaltiger Mobilfunkanbieter ist nur eine davon.

Du bist neugierig geworden und willst in Zukunft auch klimafreundlich telefonieren? Finde hier mehr Informationen zu den WEtell-Tarifen.

Bildquelle: Unsplash