Klimatransformation made in 2020: Diese 20 Unternehmen setzen sich klare CO2-Reduktionsziele.

07.09.2020 | Lesedauer: 8 Minuten

Die Klimatransformation bleibt nicht stehen, auch in 2020! Aktuell erleben wir das Gegenteil. So verhandelt die EU um die Verschärfung des Klimaschutzziels für 2030. Zudem zeigte eine Studie des Öko-Institutes vor kurzem auf, dass es für alle EU-Länder technisch und wirtschaftlich möglich sei ihre Treibhausgasemissionen in den nächsten 10 Jahren um 55% gegenüber 1990 zu verringern. Aktuell liegt das Klimaziel der EU lediglich bei einer Minderung um 40%. Unter deutscher Ratspräsidentschaft soll nun das neue Klimaziel noch bis Ende 2020 beschlossen werden, um 2021 pünktlich zur Klimakonferenz COP26 in Glasgow der internationalen Staatengemeinschaft vorgelegt zu werden.

Warum braucht es Klimaziele?

2050 leben ca. 9,5 Milliarden Menschen auf der Erde, in einer Wirtschaft, die noch einmal 3-4 mal größer geworden ist, mit doppelt so viel privater Mobilität und 300% gesteigertem Warentransport. Und: diese Welt wird klimaneutral sein. Laut Science-Based Targets Initiative verpflichten sich bereits heute 978 Unternehmen in den nächsten 10 Jahren 50% CO2 zu reduzieren.

Die Verstärkung der Klimaschutzvorgaben in der EU sind daher nötig, um gemeinsam das 2°C-Ziel zu erreichen, wie es im Pariser Abkommen 2015 beschlossen wurde, und unsere Zukunft mensch- und umweltfreundlich zu gestalten. Besonders die CO2-Emissionen der Industrie und Energiewirtschaft, aber auch der Mobilität, Gebäudeindustrie und Landwirtschaft sollen laut Öko-Institute Studie stärker (ca. 15-20%) sinken als bislang festgelegt.

Unternehmen stellen sich auf neue Chancen und Risiken ein

Unternehmen wissen heute, dass nicht nur aktuelle Marktveränderungen auf sie zu kommen, sondern auch zukünftige Chancen und Risiken. Es besteht heute die Chance in die Zukunft zu investieren, die eigene Firma umweltfreundlich zu positionieren und gleichzeitig Risiken durch steigende Kosten und Regulationen zu minimieren. Vorausschauende und verantwortungsbewusste Unternehmen ergreifen die Initiative, um ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und die eigene Klimatransformation umzusetzen.

Wie weit sind Unternehmen in der EU?

Dabei stellt sich aber die Frage: Wie anfangen und die eigene Klimatransformation umsetzen, wenn selbst die EU unklar über Maßnahmen und Ziele ist? Einige Großunternehmen machen es vor – sie setzen auf kontinuierliche CO2-Messung, langfristige Reduktionsziele entlang der Science-Based-Targets (SBTs) und wirksame Klimaschutzprojekte in der eigenen Lieferkette.

Mittelständler*Innen und Kleinunternehmen fehlen teilweise die Kapazitäten, um eigene Klimateams aufzustellen oder sind durch Sorge um Greenwashing abgeschreckt. Die folgenden Beispiele zeigen daher Unternehmen, die bereits einen Schritt gegangen sind. Sie verpflichten sich der Science-Based Traget Initiative oder führen starke Klimamaßnahmen ein. Die SBT-zertifizierten Unternehmen verantworten zusammen – mit ihren Lieferketten – 3,9 Milliarden t CO2 und beschäftigen nach eigener Aussage 5,8 Millionen Menschen. Dies entspricht rund 90% der EU-Emissionen.

Auch 2020 geht die Klimatransformation voran! Diese 20 Unternehmen setzten sich dieses Jahr klare Reduktionsziele

Diese 20 Unternehmen setzen sich dafür ein, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und für andere in ihrer Branche Vorbilder zu setzen. Sie setzen innovative Lösungen und ambitionierte Ziele ein, um umweltfreundliche Ergebnisse zu erzielen.

Die Bewertung zur Umsetzung, Machbarkeit oder Effektivität der einzelnen Maßnahmen soll hier nicht erfolgen. Vielmehr möchten wir die ersten Schritte der Klimatransformation einzelner Firmen als Inspiration aufzeigen und Anregungen für die klimaneutrale Wirtschaft von morgen bieten. Über Kritik oder weitere Best-Practices freuen wir uns. Schreibt uns gerne!

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