Business Parks und klimaschonende Mobilität – Die Chancen des RideSharings für Unternehmen

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Eine große Rolle in der Klimatransformation spielt die klimafreundliche Mobilität. Kaum etwas entwickelt sich derzeit so rapide. Die Neugestaltung der Mobilität und die Verkehrswende sind Hebel in der Klimatransformation und bieten großes Potenzial, CO2 einzusparen. Wie können die Chancen innovativer Technologien und Vernetzungs-Tools dafür genutzt werden? Und welche Lösungsansätze gibt es, um die Mobilität in Zukunft grüner zu gestalten?

Im folgenden Gastbeitrag von B2RIDE gehen wir der Frage nach, welche klimarelevanten Lösungen es gibt, um eine effiziente und klimaschonende Mobilität zu entwickeln. Gastbeitrag: Dr.-ing. Bernhard Edmaier gründete 2017 die tow-ride UG. Als Mobilitätsexperte teilt er mit uns seine Einblicke rund um RideSharing – Fahrgemeinschaften.

Wachstum als Herausforderung 

In Deutschland liegt der durchschnittliche PKW-Besetzungsgrad im Berufsverkehr bei 1,1 Personen. Die Gründe dafür sind individuelles Mobilitätsverhalten der Pendler:innen, die aus privaten oder beruflichen Gründen alleine mit ihrem Fahrzeug fahren und nicht ausreichendes ÖPNV Angebot in der Peripherie oder auf dem Land. Die Folgen sind ausgelastete Infrastrukturen, Staus, Parkraumknappheit und Umweltbelastungen.

Straße mit Autolichtern

Business Parks haben besondere Eigenschaften, die sich die grüne Mobilitätswende zunutze machen sollte. Durch die verdichtete Ansiedelung von KMUs und Industrie und damit einhergehende steigende Mitarbeiter:innenzahlen wird der ursprünglich geplante Parkraum oft bereits nach wenigen Jahren zu knapp. Doch weitere Neubauten und Bodenversiegelungen durch Parkhäuser sind nicht mehr die Antwort der Zeit. 

Ridesharing erfindet sich neu

Bereits in den 1940er Jahren wurden Fahrgemeinschaften im Berufsverkehr in den USA gebildet. Auch in Deutschland werden seit Jahrzehnten Fahrgemeinschaften im Berufsverkehr genutzt. Dabei schließen sich zwei oder mehr Personen zusammen, um ihren Arbeitsweg ganz oder teilweise gemeinsam in einem Fahrzeug zurückzulegen. Meist handelt es sich hierbei um feste Fahrgemeinschaften, die wiederkehrend zur selben Zeit und mit den gleichen Personen fährt.

Mit der Digitalisierung ergeben sich auch für Berufspendler:innen ganz neue Möglichkeiten. Eine Vermittlung von Fahrgemeinschaften in Echtzeit erhält die Flexibilität und bietet die Chance seinen Arbeitsweg täglich neu zu gestalten und das unternehmensübergreifend.

Vorteile von Ridesharing

Menschen in Bewegung

Kein Selbstläufer in der Mobilität – Der Mensch im Mittelpunkt von Ridesharing

Eine App oder Software löst zwar nicht das Problem des Berufsverkehrs, ist aber ein besonders attraktives Angebot. Die erwünschte Veränderung des individuellen Mobilitätsverhaltens geschieht allerdings nicht von selbst. Dafür braucht es intelligente Anreizsysteme aber vor allem ein attraktives Angebot. Ein gut geschnürtes und attraktiv verpacktes Ridesharing-Angebot ist nicht nur ein Gewinn für die Nutzer:innen, sondern auch ein starkes Wettbewerbsargument für den Businesspark selbst. Wir erleben gerade eine gewaltige Verschiebung von einem Arbeitgeber:innenmarkt zu einem Arbeitnehmer:innenmarkt. Employer-Branding-Argumente, die auf den ideellen und aber auch materiellen Mehrwert für die Mitarbeiter:innen einzahlen, werden zunehmend über die Attraktivität des Standortes entscheiden. 

Wie unterstützt B2RIDE den Mittelstand bei der Verkehrswende und einer klimaschonenden Mobilität ?

B2RIDE Business Ridesharing bietet die Mitfahrlösung, um eine attraktive, umweltfreundliche und kostengünstige Anbindung zwischen Wohn- und Arbeitsort zu ermöglichen. Insbesondere dort, wo das Angebot des ÖPNV nicht ausreicht oder nicht genügend Parkraum vorhanden ist, wird Ridesharing relevant. Businessparks bieten hierfür die idealen Voraussetzungen. Die Einführung von B2RIDE Business Ridesharing ist denkbar einfach. B2RIDE übernimmt nämlich den gesamten Einführungsprozess und steuert diesen bis hin zur Kommunikation aus. 

Daten zur Steigerung der Vermittlungsrate

Die Verwendung von (anonymisierten) Bewegungsdaten kann die Vermittlungsrate bei der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit verbessern. Hier spielen viele Parameter eine Rolle: Welches Zeitfenster haben die Personen? Wieviel Umweg wird in Kauf genommen und welche Wohngebiete liegen dann in der neuen Reichweite? Indem all diese Daten ausgewertet, potenzielle Fahrgemeinschaften ermittelt und auch Alternativen zu den eingegebenen Toleranzen angeboten werden, kann die Vermittlungsrate noch einmal deutlich erhöht werden. Das System vermittelt dann nicht nur effizienter, sondern auch bedarfsgerechter. 

RideSharing ist somit eine Zukunftslösung, die heute schon gestartet werden kann und in der Mobilität nur Gewinner produziert: Pendler:innen, Businessparks, ihre Unternehmen und vor allem die Umwelt.

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Bildquellen: unsplash