5 Sustainability-Trends, die Unternehmen in 2021 antreiben.

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Wir befinden uns im entscheidenden Jahrzehnt der Klimatransformation. Obwohl das Jahr 2020 von den Auswirkungen der globalen Pandemie dominiert wurde, verstärkte dies jedoch den allgemeinen Ehrgeiz zur Klimatransformation. Wir berichten Dir hier, welche Sustainability-Trends durch die neuen Klimabestrebungen entstehen und wie sie das diesjährige Handeln prägen werden:

1. Trend: Schnellere Umsetzung von Klimamaßnahmen

Unternehmen nutzen die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der UN zunehmend als Leitfaden, um Chancen zu identifizieren und auch Gewinn zu steigern, aber besonders um positive soziale und ökologische Auswirkungen zu erzielen. Sie richten ihre Geschäftsstrategien auf die SDGs aus und messen, überwachen und berichten über ihren Beitrag. Unternehmen gehen auch engere Partnerschaften mit anderen Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und der Regierung ein, um einige der kritischsten Herausforderungen bei der Erschließung der SDG-Wertschöpfung anzugehen. Auch wir unterstützen tatkräftig diesen Trend und bieten das validierte THE CLIMATE CHOICE PartnerInnen-Programm an. Erfahre hier, wie Du eine PartnerInnenlösung wirst!

2. Trend: Der Fokus liegt auf der Umsetzung

2021 wächst das Bewusstsein für die Tatsache, dass die integrierte Berichterstattung allein keine Reflexion der Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen darstellt.

Um dem entgegenzuwirken, streben Unternehmen zunehmend danach, Nachhaltigkeit in jede Facette ihres Geschäfts zu integrieren. Dazu gehört die Art und Weise, wie sie Strategien entwickeln, Risiken managen, Leistungen erbringen und über Ergebnisse berichten.

Unternehmen führen neue Geschäftsmodelle ein, um Nachhaltigkeitsfunktionen zu dezentralisieren. Sie implementieren Nachhaltigkeitskriterien in das Management der Unternehmens- und LieferantInnenleistung und verbessern die Nutzung von Daten und Analysen. Dadurch soll sowohl die finanzielle als auch die ökologische, soziale und Governance-Leistung (ESG) verbessert werden. Mehr zu ESG Kriterien erfährst Du hier.

3. Trend: Mit Technologien und Innovationen zum Ziel

Laut der Global e-Sustainability Initiative, hat Technologie das Potenzial, zu allen 17 Zielen der SDGs beizutragen. Technologien können die Umsetzung der Klimatransformation fördern. So wird beispielsweise künstliche Intelligenz genutzt, um Waldverzeichnisse zu erstellen, die eine nachhaltige Bewirtschaftung unterstützen. IoT verbessert dabei die datengesteuerte Entscheidungsfindung, die für eine Steigerung der Energieeffizienz erforderlich ist. Die Chancen und Risiken für die Klimatransformation durch die Digitalisierung haben wir hier aufgeführt.

„Grüne“ Technologien wie Windkraft und Bioenergie werden zusätzlich eingesetzt, um unsere Abhängigkeit von der Stromerzeugung auf Kohlebasis zu verringern. Wir können auch beobachten, dass LebensmittelherstellerInnen die Entwicklung von Präzisionslandwirtschaft durch Technologien fördern, um so die hier entstehenden CO2-Emissionen zu reduzieren.

4. Trend: Beschaffung als Schlüssel der Klimatransformation

Unternehmen gehen die Herausforderungen der Nachhaltigkeit innerhalb ihrer Lieferketten zunehmend durch verantwortungsvolle Einkaufs- und Beschaffungspraktiken sowie eine verstärkte Zusammenarbeit mit LieferantInnen an. Die Lieferkette gilt als der Hebel der Klimatransformation. Die Rolle der Beschaffung wandelt sich daher vom Kosten- und Risikomanagement hin zur sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Wertschöpfung. Globale Initiativen, wie der Sustainable Procurement Pledge (SPP) mobilisieren Organisationen, bis 2030 nachhaltige Beschaffungs- und Einkaufspraktiken zu verankern. Details zum nachhaltigen Einkauf haben wir hier beleuchtet.

5. Trend: Resilienz aufbauen durch Flexibilität

Covid-19 hat uns gezeigt, dass Unternehmen in der Lage sein sollten, sich schnell und einfach an veränderte Umgebungen und Risiken anzupassen. Unternehmen wollen widerstandsfähiger gegenüber externen Faktoren werden, indem sie sich anpassen und Veränderungen vorantreiben – sowohl produktiv als auch kosteneffizient – ohne die Produkt- oder Servicequalität zu beeinträchtigen.

Es bleibt zu hoffen, dass sich in diesem Jahrzehnt das Verständnis der Unternehmen für Nachhaltigkeit von „weichen Themen“ zu Geschäftszielen wie Innovation, Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit verschiebt. Dies erfordert, dass Unternehmen wichtige Lehren aus den globalen Krisen des Jahres 2020 ziehen, um wirklich nachhaltiger und widerstandsfähiger zu werden.

Was wir aus 2020 gelernt haben und welche 5 Klimapotentiale wir für die Zukunft sehen, findest du hier.

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