Ökostromerzeugung dezentral und direkt vor Ort umsetzen

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Lesezeit: 3 Minuten
Philipp Petruschke - Experte für dezentrale Ökostromerzeugung
Philipp Petruscke

Beim CHOICE Event #19 stellte uns Philipp Petruschke von node.energy die zukünftig Ökostromerzeugung von Unternehmen vor. Er erklärte, wie man sich lokal und dezentral mit Strom versorgen kann. Was genau Unternehmen heute tun können, um anzufangen, welche Hürden es gibt und warum es sich jetzt schon lohnt. Finde hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte sowie die Aufzeichnung des gesamten Webinars.

Über Philipp Petruschke 

Philipp Petruschke ist Head of Marketing bei der Firma node.energy, welche die klimafreundliche Energieversorgung von Industrie- und Gewerbestandorten durch Softwarelösungen und Dienstleistungen radikal vereinfacht.

85% aller Emissionen sind energiebedingt

Der größte Teil der Treibhausgasemissionen ist energiebedingt. In Deutschland werden pro Jahr insgesamt 739 Tonnen CO2 emittiert, davon sind 85% energiebedingt. Dies verdeutlicht, dass Energie eine zentrale Rolle bei der Senkung von Emissionen spielt. 

Die größten Energieverbraucher lassen sich in vier Sektoren zusammenfassen: 

  1. Verkehr
  2. Haushalte
  3. Industrie
  4. Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. 

Energie lässt sich allen vier Kategorien zuordnen. Somit stellt die Ökostromerzeugung einen fundamentalen Hebel für eine erfolgreiche Klimatransformation dar. 

Das Energiesystem der Zukunft

Wie sieht das ideale Energiesystem der Zukunft aus? Philipp erklärte, dass dieses erneuerbar, strombasiert, intelligent und gekoppelt sein wird. An verschiedenen Stellen gibt es dezentrale Erzeuger*innen. Es umfasst alle Sektoren und basiert auf erneuerbarer Energie. Durch die Dezentralität werden alle Akteure auf verschiedenen Ebenen zu einem aktiven Element der Klimatransformation. 

Strom und Wärme klimafreundlich vor Ort erzeugen

Unternehmen stehen heute schon eine Anzahl an grünen Technologien zur Stromerzeugung für Industrien und Gewerbe zur Verfügung. Photovoltaik ist inzwischen die zuverlässige und günstige Stromquelle, für erneuerbare Energie. . Eine weniger erwachsene Technologie sind Batteriespeicher. Diese werden heute bereits in privaten Haushalten und im Verkehr eingesetzt, teilweise auch in Unternehmen. Die letzte besprochene Technologie ist die Windkraft. Diese Form der Stromerzeugung ist jedoch für Unternehmen nur eingeschränkt nutzbar. Dies liegt zum einen an dem komplizierten Zulassungsprozess und  zum anderen daran, dass Windkraftanlagen oft mehr Energie erzeugen, als viele Unternehmen benötigen.

CO2-Reduktion durch Ökostromerzeugung

Das Ziel der Energiewende ist es natürlich maßgeblich Emissionen zu senken, aber auch Kosten zu senken und Effizienz zu steigen. Wie steht es also besonders mit dem CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlicher Energie? Der Klimaeffekt lässt sich verkürzt wie folgt simpel ausdrücken: der Strom, der vor Ort erzeugt wird ersetzt gleichzeitig den bezogenen Strom aus dem Netz und spart damit CO2 ein. Der Strommix aus dem Netz emittiert in Deutschland exakt 401 g/kWh. Vergleicht man dies mit Technologien wie Windkraft und Photovoltaik, so spart man zwischen 83 und 97% der Emissionen ein. Das Fazit ist eindeutig: Aus ökologischer Sicht sind die erneuerbaren Energien unumstritten.

Wirtschaftlichkeit 

Was viele nicht wissen: Der Strom vom Netz ist in der Regel teurer als der Bezug vor Ort, da beim Bezug vom Netz noch verschiedenste Steuern und Entgelte anfallen. Diese Positionen machen bis zu 75% des Preises aus (siehe Grafik). Wird Strom jedoch lokal von Unternehmen produziert, entfallen genau diese Kostenpunkte. Inzwischen produzieren Photovoltaik, Windkraft und Co. günstigeren Strom als konventionelle, fossil befeuerte Kraftwerke. node.energy bietet entsprechende SoftwareLösungen für alle Unternehmen an, um die Potenziale der erneuerbaren Energie perfekt auszunutzen.

Die Wirtschaftlichkeit der Ökostromerzeugung - Photovoltaik, Wind, Erdgas, Biomasse im Vergleich.

Die Aufzeichnung des Webinars

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Titelbild: Unsplash

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