Carbon Footprinting in der Lieferkette – Der Umgang mit Datenlücken

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Lesezeit: 2 Minuten

Im vergangenen CHOICE Webinar #17 ging Nadine Michalske von Klima.Metrix, auf den Umgang mit fehlenden CO2-Daten der Lieferkette ein. Diese Daten sind notwendig, um eine erfolgreiche Transformation der eigenen Lieferkette zu gestalten. Nadine präsentierte uns digitale und bewährte Verfahren , um nutzbare Daten zu erhalten.

Im Folgenden findest Du eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte, sowie die Aufzeichnung des CHOICE Webinars.

Die Wesentlichkeit der Lieferkette

Beim Thema Lieferkettentransformation herrscht oft Unklarheit, da viele Unternehmen unsicher sind, ob die Emissionen der Lieferkette Teil des eigenen unternehmerischen Fußabdrucks sind. GUTcert stellte zur Beurteilung der Wesentlichkeit dieser Emissionen Kriterien zur Verfügung. Anhand dieser können Unternehmen individuell über die Wesentlichkeit des Reportings entscheiden:

  • Wahl des Standards oder gesetzliche Regelungen
  • Volumen der Emissionen
  • Relevanz für die Unternehmensstrategie
  • Relevanz für Skateholder*innen
  • Zugang zu Informationen und Genauigkeit
  • Einflussnahmen bzw. Reduktionsmöglichkeiten
  • Risiken und Chancen

Zur generellen Wesentlichkeit gibt es verschiedene Ansätze. Tatsächlich sind die Emissionen der Lieferkette oft sehr viel höher als die innerbetrieblichen Emissionen. Dies zeigen die Untersuchungen des Carbon Disclosure Project:

Zur Durchführung eines Product-Carbon-Footprints benötigt man die Daten der vorgelagerten Emissionen unbedingt.

Die Herausforderungen der Datenerfassung

Die größte Herausforderung stellen Datenlücken dar und der Umgang mit ihnen. Denn viele Lieferant*innen kennen die unternehmenseigenen Emissionen noch nicht und können daher keine Daten zur Verfügung stellen.

Aus diesem Grund werden Daten geschätzt und in Datenbanken zur Verfügung gestellt. Allerdings sind diese Daten sind oft schwer zu vergleichen, da sie unterschiedliche Priorisierungen aufweisen. Daher gibt es verschiedene Methodiken, Daten nutzbar zu machen. Für welche Methodik man sich entscheidet, hängt von der Ausgangssituation der Daten ab.

Drei Methodiken der Schätzung

Die Hybrid-Methodik: Hierbei werden gemessene CO2-Werte mit geschätzten kombiniert.

Die Durchschnitts-Methodik: Die Daten werden auf Basis von sekundären Prozessdaten berechnet.

Die Spend-based-Methodik: Diese Methodik stellt Daten auf Basis der Kosten zur Verfügung.

Klima.Metrix entwickelte ein Tool, dass die Vergleichbarkeit der Daten verschiedener Lieferant*innen sicherstellt.

Schritte zur Datennutzbarkeit

Um die Daten verschiedener Ausgangssituationen nutzbar zu machen, folgt Klima.Metrix den folgenden drei Schritten:

In Schritt eins werden Berechnungen durchgeführt und priorisiert. Anschließend werden die Daten von den Lieferant*innen selbst validiert und bestätigt, um sie in Schritt drei zu monitoren und zu managen. Ab diesem Zeitpunkt sind die Daten nutzbar und die Transformation der Lieferkette kann beginnen.

Die Aufzeichnung des Webinars

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Titelbild: Unsplash

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